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Was bedeutet der Begriff "Demut"?

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    Was bedeutet der Begriff "Demut"?

    Hallo,

    entnommen aus dem Faden über "Glück" (habe gerade leider den genauen Fadentitel nicht vor mir).

    Ein Forumel schrieb von "Demut".

    Was ist Demut? Ist das Bescheidenheit? Kann ich von Demut (Bescheidenheit) sprechen, wenn ich und viele von uns hier (so nehme ich einmal an) im "Luxus" leben? Haus, Auto, Tiere, Garten usw.?

    Oder ist Demut ein anderes Wort für Zufriedenheit?

    Oder hat das etwas mit dem Schöpfer/Gott/Religion zu tun?

    Mit dem Begriff komme ich nicht klar, jedoch scheint er wieder mehr im Kommen zu sein. In letzter Zeit habe ich ihn öfter gehört. Dass Menschen von Demut sprechen.

    #2
    Zu "Demut" hatten wir mal einen Faden; frag mich nur nicht, wo.

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      #3
      Mag sein. Danke für die Info, Bonny.

      Vielleicht mag sich dennoch der ein oder andere auf meine Frage äußern.

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        #4
        Hi Strandundsonne,

        ich habe eine sehr interessante Seite gefunden,
        auf der der Begriff: "Demut" super beschrieben wird.

        Vielleicht magst du ja da mal reinlesen.

        Demut

        Liebe Grüße
        Candi

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          #5
          Diese Demut-Erklärungen sind wirklich hilfreich, Candi.

          Der alte Begriff "Demut" gefällt mir gut. Er ist für mich so eine Gegenkraft zur Ego-Erhöhung unserer modernen Gesellschaft.
          Sich in Demut zu üben bedeutet für mich, seine eigene Begrenztheit und Endlichkeit zu begreifen.
          Mit mangelndem Selbstwertgefühl hätte das nichts zu tun. Im Gegenteil: ein angemessenes Selbstwertgefühl gehört für mich zu dieser Erkenntnisfähigkeit dazu. Allein die unglaubliche Schöpfungsvielfalt hilft mir, mich mit dem Thema Demut auseinanderzusetzen.

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            #6
            Weil ich die Jenige war, die den Begriff im genannten Thread in den Raum stellte, hier meine Definition: Demut ist für mich eng verknüpft mit Dankbarkeit. Dafür, dass ich auf diesem unglaublich schönen Planeten leben darf, der so perfekt ist, dass ich ihn oft nur ehrfurchtsvoll bestaunen kann in seinem unendlich vielfältigem, wundervollem Sein.

            Diesem Garten Eden, der all das, was ihm angetan wird, in noch immer währender Schönheit erduldet und schlicht bleibt, was er ist, ein großartiges Paradies, inmitten eines noch großartigeren Kosmos, beseelt bis in die kleinste Zelle. Nach der von Candi verlinkten Seite, käme meine Demut wohl der religiösen Demut am Nächsten, denn ich, dieses kleine Sandkorn am Strand der Unendlichkeit, ich darf, so winzig wie ich bin, doch teilhaben, Anteil sein, an diesem Ganzen, das so unbegreiflich und so schön ist.

            Und wenn ich manchmal nachts hier stehe, in dieser kleinen Siedlung, in der die Stille so tief ist und in der das All noch sichtbar ist, denn es gibt kaum Straßenbeleuchtung, dann werde ich weit und still, auch innerlich und dann spüre ich ihn, mitten in mir, den gewaltigen Puls des Alls, der mich zu durchströmen scheint. Und ich bin dann so ergriffen und so dankbar, dass ich weinen muss, wie so oft, auch bei furiosen Sonnenauf- und Untergängen, beim Schnurren einer Katze, in deren weiches Fell ich mein Gesicht drücken darf oder den Blick in die wunderschönen Augen meines Hundeskindes.

            Und alles in mir sagt danke, ich bin ein einziges, großes DANKE in solchen Momenten. Für all das und dafür, dass ich lange genug überlebt habe, um nun noch all das erleben zu dürfen.

            Dank. Tiefer, von Tränen durchfluterter Dank, ein Ahnen, ein Sehnen, ein inwändiges Wissen, dass all das hier einen tieferen Sinn besitzt, eine Seele, ein einziges, großes Wesen ist, das wächst, sich ausprobiert und sich durch mich, durch jeden und alles um mich her, neu erfährt, jeden Tag. Und dass ich, wenn ich eines Tages dorthin gehen werde, wo alles Leben endet, einen reichen Erfahrungsschatz geborgen habe werde, den ich dankbar einbringe, so wie die Ernte, meine Ernte, die im Wesentlichen wieder nichts weiter sein wird als ein großes Danke - für alles, auch für den Schmerz, die Trauer, den Zorn, die Verzweiflung .... die mich allesamt erst dorthin brachten, dass ich ihre Umkehrung zu schätzen lernte, Wertschätzung.

            Für die Liebe, die Nähe, die Geborgenheit, die hundertausende kleinen Wunder, die Magie dieses Ortes den wir Erde nennen. Dank - dass ich hier sein durfte.

            Und Dank, dass ich Erfahrungsschätze sammeln durfte. Jeden Tag aufs Neue und hoffentlich noch sehr sehr lange.

            Amen.

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              #7
              Zitat von Bagheera Beitrag anzeigen
              Diese Demut-Erklärungen sind wirklich hilfreich, Candi.

              Der alte Begriff "Demut" gefällt mir gut. Er ist für mich so eine Gegenkraft zur Ego-Erhöhung unserer modernen Gesellschaft.
              Sich in Demut zu üben bedeutet für mich, seine eigene Begrenztheit und Endlichkeit zu begreifen.
              Mit mangelndem Selbstwertgefühl hätte das nichts zu tun. Im Gegenteil: ein angemessenes Selbstwertgefühl gehört für mich zu dieser Erkenntnisfähigkeit dazu. Allein die unglaubliche Schöpfungsvielfalt hilft mir, mich mit dem Thema Demut auseinanderzusetzen.
              Ja, das finde ich auch, Bagheera.

              Ich war zwar ganz verblüfft, wie vielseitig man den Begriff: "Demut"
              interpretieren kann, aber die passende Erklärung kann ja jeder für sich
              selbst herausnehmen oder auch völlig anders sehen. Ich denke auch,
              dass Demut nicht zu mangelndem Selbstwertgefühl passt und glaube,
              dass nur eine sehr starke Persönlichkeit richtige Demut empfinden kann.

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                #8
                Deine Worte, liebe Frau Mond,
                sind nicht nur wunderbar geschrieben, sondern
                bei mir gerade wie wahre Seelenstreicheleinheiten
                angekommen, die mir wirklich unglaublich gut tun!

                Danke dafür!!

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                  #9
                  Aber bitte - gerne!

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                    #10
                    Jaaaa. Liebe FrauMond, ich fände es schön, wenn eine Kopie Deines Kommentares noch in dem Faden "Wofür ich dankbar bin." (so ähnlich heisst er...) erscheinen könnte. So als Meditation über Dankbarkeit.


                    Demut und Dankbarkeit habe ich bisher gar nicht bewusst in einen Zusammenhang gebracht. * grübel *
                    Demut kann nämlich OHNE Zusammenhang mit Freude und Dankbarkeit leicht etwas von "Entsagung" bekommen. Also sowas wie in Sack und Asche demütig vor der Schöpfung auf den Knien liegen.

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                      #11
                      Auf wikipedia gefunden:

                      'Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.
                      Zu unterscheiden ist die Demut als innere Haltung und der äußere Ausdruck von Demut, die demütige äußere Erscheinung. Im Idealfall stimmen beide überein. Wer sich demütig gibt, muss deshalb jedoch nicht demütig sein, und umgekehrt kann derjenige, der hochmütig erscheint, einen echten Stolz und eine damit verbundene innere Demut haben.[2] Wer seine (vorgebliche) Demut zur Schau stellt, ist stolz, nicht demütig. Die Demut besteht dann nur zum Schein.'

                      Bedeutet für mich, es gibt 'heilige' Dinge in meinem Leben, vor denen ich mich demütig niederknie - nicht gleichzusetzen damit, dass ich mich kleinmache. Ich in meinem Stolz, erkenne an, ich spüre es, nehme es in meinem tiefsten Inneren wahr, dass es 'große' Dinge gibt, die für mich alles übersteigen, vor denen ich tiefsten Respekt, Dankbarkeit und Demut habe. Für mich ist es die Natur, die mich Demut empfinden lässt. Für mich ist sie der 'reinste' Spiegel - unverfälscht, wertfrei. In ihr und mit ihr verbunden, werden menschliche Machtkämpfe für mich grotesk, auch die der religiösen Gemeinschaften. Sie sind 'menschgemacht' gesteuert von Auslegungen, Abgrenzungen, Werteempfinden. Die Natur ist echt, sie kennt jedes Gefühl und lebt es, sie ist sanft und schmeichelnd und genauso wütend und tosend, ohne Bewertung, sie ist Natur. Sie ist nicht taktisch berechnend, nicht entmündigend und nicht kämpferisch um Ihren Vorteil bedacht.
                      Sie ist, wie sie ist. Wann lernen wir Sie als das größte zu schätzen, was wir auf Erden lernen können? Wann lernen wir, dass Demut nichts mit niederknien vor menschlich gemachten Meinungen zu tun hat? Wann lernen wir, wieder mit Ehrfurcht und Demut natürlich in unserem Leben zu sein, ohne uns kleinzumachen vor 'menschgemachten' Meinungen? Wann lernen wir wieder stark und aufbrausend sein zu dürfen, eine Meinung haben zu dürfen- frei von Konventionen? Wann lernen wir wieder natürlich zu sein?

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