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Was verbindet ihr mit dem Wort "Dame"?

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    Was verbindet ihr mit dem Wort "Dame"?

    Zitat success:

    "Die Damen berichten, ob der Partner hilft."


    In dem Zusammenhang fiel mir auf, dass ich das Wort Dame im Zusammenhang mit mir schon fast als eine Beleidigung empfinde.
    Ich würde mich selbst nie als Dame bezeichnen.
    Wie seht ihr das? Seid ihr Damen?

    #2
    Seit mir mal jemand sagte....dass Damen "dämlich" und Herren "herrlich" sind, gefällt mir der Ausdruck Dame auch nicht mehr sonderlich.

    Aber im eher "offiziellen" Bereich ist es der einzige Ausdruck der zur Verfügung steht, insofern nehme ich es gelassen, wenn man mich als solche bezeichnet.

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      #3
      Beim Gedanken an eine "Dame" sehe ich vor meinem inneren Auge sofort eine ältere weibliche Person, mindestens 70+, eher 80+, die akurate Löckchen auf dem Kopf trägt, ein gepflegtes Kostüm am Körper, wenig Schmuck an Hals und Ohren. Sie hat dezent Makeup aufgelegt hat. Sie sitzt aufrecht an einem ordentlich und liebevoll gedeckten und mit einem Blümchen in der Vase dekorierten Tisch, hält eine Tee-Tasse in der Hand und spricht mit ruhiger, klarer Stimme und einem Lächeln in den Augen, das Weisheit und Güte vermittelt. Sie ist belesen, interessiert und weltoffen und man kann sich mit ihr über Gott und die Welt unterhalten.

      Mich selbst würde ich niemals nicht als Dame bezeichnen (vermutlich auch nicht in 40 Jahren), auch nicht als Frau und für ein "Mädel" bin ich inzwischen zu alt. Ich glaub, ich würde mich überhaupt nicht über mein Geschlecht "definieren" und mich in Bezug darauf "bezeichnen". Wenn ich "mich" meine, dann "bin ich" Vegetarier oder Raucher oder ein gutmütiger Trottel oder Schoko-Junkie - vielleicht gerade mal so mit dem Zusatz "weiblich".

      Forrest Gumpp sagt "Dumm ist der, der Dummes tut, Sir!" Auch wenn ich selbstverständlich (! ) nicht dumm bin, "bin" ich in meinen Augen, was ich tue und nicht das Geschlecht, das zufällig meine Gene für mich bestimmt haben.

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        #4
        Nö, ich bin ganz bestimmt keine Dame, dafür bin ich viel zu bequem. Ich hab keine Lust, ständig korrekt angezogen und ordentlich zurechtgemacht zu sein und mit gradem Rücken und parallel stehenden Beinen am Tisch zu sitzen.
        Ich bin viel lieber locker und natürlich, laß die Schminkerei und das große Styling bleiben und befreie mich (zumindest zuhause) von unbequemer, einengender Kleidung.
        Ich bin auch nicht immer nett und zurückhaltend und hab bestimmt nicht jeden Knigge drauf. Wozu auch? In "hohe Kreisen" bewege ich mich nicht. Ich fühl mich wohl, so wie ich bin.

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          #5
          Ich wurde heute so bezeichnet. Da bringe ich etwas zu meinen Kunden. Die kleinen Enkel - ein Mädchen und ein Junge - sind zu Besuch. Das Mädchen fragte: "Wer ist das?" Oma: "Die Dame hat uns was gebracht. Und jetzt muß die Dame wieder gehen." Die "Dame" lacht die Kinder an, winkt und wünscht "Tschüüß". Sie freuen sich.

          Aber eigentlich sehe ich mich nicht als Dame. Das hat für mich etwas von feiner Gesellschaft, die schon älter ist.

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            #6
            Ich selbst bin zwar keine Dame, auch keine Frau, aber für mich bedeutet das Wort "Dame" zweierlei.
            Zum einen denke ich an das Spiel Dame oder an die Dame beim Schach und zum anderen denke ich an eine betagte, wohlerzogene, intellektuelle und für ihr Alter gutaussehende Frau.

            Condor2

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              #7
              Danke für die Rückmeldungen.
              Für mich ist "Dame" mehr negativ behaftet.
              Eine sehr vornehme Frau (etepetete, wer den Ausdruck versteht), die mehr scheinen will, als sie ist. Meist etwas overdressed, beklunkert, stark geschminkt, den kleinen Finger beim Kaffeetrinken abspreizend. In ihren Äußerungen darauf bedacht herauszustellen, dass sie aus vornehmen Kreisen stammt und dass man dies doch bitte zu berücksichtigen habe.
              Etwas laut, damit sie auffällt.
              Wenn also jemand von Damenfußball sprechen würde, würde ich mich totlachen!

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                #8
                Von meinem Sprachgefühl aus ist das Gegenüber des Herrn die Dame und nicht "die Frau".
                Negativbesetzungen des Wortes liegen eigene Bewertungen zugrunde, meine ich.

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                  #9
                  Stimmt.
                  Aber: Während die Anrede in formellen Briefen lautet: Sehr geehrte Damen und Herren, steht auf dem Briefumschlag: Frau XYZ, aber nicht Mann XYZ, sondern Herr.
                  Ich müsste eigentlich mal bei meinem nächsten Brief auf den Umschlag schreiben: Dame XYZ.

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                    #10
                    Beweist eine gewisse Unlogik im Sprachgebrauch. Manches lässt sich nicht erklären.
                    Das "Dame" statt "Frau" auf der Anschrift kann ich mir so als kleine Herausforderung gut vorstellen.. Leider kann man die Reaktionen nicht verfolgen.

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                      #11
                      Ein festlicher Ball, wo alle Altersstufen unterwegs sind,
                      mit folgender Ansage :

                      "Damenwahl".

                      Wie würde "Frauenwahl" klingen ?

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                        #12
                        Die deutsche Sprache ist schon seltsam, merke ich gerade.

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                          #13
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                            #14
                            Zitat von bante Beitrag anzeigen
                            nach Quotenregelung

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                              #15
                              Ich hab mir grad mal überlegt, wie das im englischen Sprachgebrauch ist. Da gibt es ja auch woman und lady und bei den Männern man und gentleman.
                              Für mich klingt das so, als wären man und woman so der normale Alltagsgebrauch, und lady und gentleman wird eher dann benutzt, wenn man von den Personen mit mehr Hochachtung spricht, also ehrerbietig, um ein schönes, altmodisches Wort zu benutzen.

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