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    Alles hat zwei Seiten.

    Alles hat zwei Seiten,
    das gilt auch in Corona-Zeiten.

    Eure Sicht,
    Erfahrung,
    und Aktivitäten sind interessant.

    #2
    Dann fang mal an, lieber Themenstarter

    Deine Sicht,
    Erfahrung, ...

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      #3
      Hallo success,

      es ist richtig, dass nicht nur eine Seite betrachtet wird, sondern Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln (Vor- und Nachteile) zu sehen. Sinnvoll ist es alle Aspekte, auch mehr als zwei, einzubeziehen.
      Was Corona (oder Krieg) betrifft, sehe ich kaum etwas Positives. Es erleichtert uns vielleicht, wenn wir uns z.B. klarmachen, dass es den meisten im Vergleich zu anderen Ländern noch gut geht und dass viele auf recht hohem Niveau jammern.

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        #4
        Hi success,

        Zitat von Mane
        ... dass es den meisten im Vergleich zu anderen Ländern noch gut geht und dass viele auf recht hohem Niveau jammern.
        Aus meiner Sicht kann ich bestätigen, dass viele - und nicht nur in D - auf recht hohem Niveau jammern.

        Beispielsweise sehe, lese und höre ich ziemlich oft (und besonders jetzt in Corona-Zeiten), dass offenbar viele Eltern - die (anscheinend nur ?) nach außen hin die Vorzüge der Familie beschwören - es jedoch nicht in Ordnung und fast schon unerträglich und ungerecht finden, ihre Kinder in den Lockdown miteinzubeziehen, selbst zu versorgen, zu betütteln, zu bespaßen ... und zu erziehen.
        Sie überlassen das gerne den Erzieher(inne)n in den Kitas und den Lehrer(inne)n in den Schulen und Internaten. Es heisst, sie fühlten sich dann nicht so in außergewöhnlichem Maße gestreßt und müssten nicht auf ihre persönlichen Interessen verzichten. Außerdem müssen sie selbst arbeiten gehen und es nicht mehr zu tun, wäre ohne große Einkommenseinbußen nicht denkbar ... und Kinder und Jugendliche seien heutzutage sowieso viel anstrengender als früher usw. usf. ?
        Vielleicht bin ich ja selbst ungerecht, aber manchmal frage ich mich, wieso diese Leute überhaupt Kinder in die Welt gesetzt haben neziehungsweise setzen.

        Auf der anderen Seite der Medaille frage ich mich: wie schaffen es (nebst anderen im sozialen Bereich Berufstätigen) Erzieher(inne)n und Lehrer(inne)n, die selbst Kinder haben, noch zusätzlich zu den Kids anderer auch noch ihre eigenen zu versorgen? Die Unzufriedenheit und Verständnislosigkeit vieler Eltern und das allgemeine Chaos im aktuellen Schulbetrieb macht es ihnen auch nicht gerade einfacher.

        Meine nachdrücklichste Erfahrung ist die, dass sich zu viele Menschen einen Sch... darum kehren, wie es in diesen Zeiten (und auch schon vorher) vielen ihrer Mitmenschen geht; > > nach mir die Sintflut.
        Ich erlebe jedoch auch, dass es (vielleicht Dank dem Lockdown) eine zwar noch zaghafte, aber nicht zu leugnende Tendez gibt, wieder näher zu einander zu rücken. Damit meine ich nicht den körperlichen Kontakt, sondern eher den emotionalen, u.a. die Anteilnahme und den dazu gehörigen Austausch.
        Dass die Pandemie allerdings auch Gegenteiliges bewirkt(e), liegt vielleicht daran, dass "man sich in diesen Zeiten zu sehr auf die Pelle rückt", wo man doch sonst eher seine Freiräume nutzte ... und sich nicht dauernd auf den Keks ging. Ehe und Partnerschaft (im Lockdown) auf eng(st)em Raum sind halt nicht immer ein Zuckerschlecken.

        Über einen Mangel an Aktivitäten kann ich mich nicht beklagen.

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          #5
          Ich kann der Corona-Zeit nicht allzu viel Positives abgewinnen.
          Mein Leben hat sich auch nicht viel verändert, außer dass ich meine Chor- und Schwimmaktivitäten, die einen großen Stellenwert in meinem Leben haben, nicht ausüben kann.

          Die persönlichen Treffen mit Freundinnen und Kindern finden weniger und draußen statt, dafür wird mehr telefoniert.
          Da wir schon länger Rentner sind, ist das tägliche Leben eingespielt und die Wohnung hat genug Platz zum persönlichen Rückzug.
          Wir jammern nicht, wir bekräftigen häufig, wie gut es uns doch geht.

          Und trotzdem freue ich mich sehr auf die Impfung


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            #6
            Liebe Leute,

            vielen Dank für eure Rückmeldungen,

            die ja teilweise sehr ausführlich ausgefallen sind ( danke Shepherd )
            und die mich zum erweiterten und teilweise neuen Nachdenken über die Pandemie
            angeregt haben,
            gerade, weil ich persönlich, weder privat noch finanziell in Schwierigkeiten
            durch die Pandemie gekommen bin.

            Es ist halt ein großer Unterschied,
            ob man unmittelbar,
            z.B. durch Todesfall, Arbeitsplatzverlust oder Konkurs usw. betroffen ist,
            oder privat und finanziell kaum Probleme hat,
            und "nur" durch Ausgangsbeschränkungen, Lokal- und Veranstaltungsverbot,
            Kontaktbeschränkungen usw. betroffen ist.

            Auch hat sich mir wieder gezeigt,
            wie förderlich ein Austausch hier im Forum sein kann,
            wenn man unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen erfährt,
            die einem dann helfen die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

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              #7
              Zitat von success Beitrag anzeigen
              Alles hat zwei Seiten,
              das gilt auch in Corona-Zeiten.

              Eure Sicht,
              Erfahrung,
              und Aktivitäten sind interessant.
              für mich persönlich ist ein Bewegungsmangel belastend, da das Schwimmbad zu ist, aber finanziell bin ich abgesichert..ich suche nach Tipps im Netz, aber schwimmen zu ersetzen ist schwer.

              Was ich gut finde ist...ich koche mehr, statt nur Salat zu essen, nehme mir mehr Zeit dazu und ich muss keine Enkel hüten.
              und wie geht es dir in dieser schwierigen Zeit.?

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                #8
                Zitat von success Beitrag anzeigen
                und "nur" durch Ausgangsbeschränkungen, Lokal- und Veranstaltungsverbot,
                Kontaktbeschränkungen usw. betroffen ist.
                dieses "nur" ist die Oberfläche, denn wie viele einsame Menschen leiden unter Kontaktmangel..

                Hirnforscher Manfred Spitzer: Einsamkeit ist oft Todesursache nr. 1

                https://www.youtube.com/watch?v=Z68Dwr2JHic


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                  #9
                  Wir,

                  viva,

                  sind weniger von der Pandemie betroffen,
                  und kommen relativ gut damit zurecht.

                  Dennoch warten wir auch sehnsüchtig auf den "Normal-Zustand".

                  Aber die Einsamkeit,
                  hervorgerufen durch die Kontakt-Beschränkungen,
                  muss bei den Betroffenen ganz schlimm sein,
                  wie du bemerkst.


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                    #10
                    Auch wir kommen relativ gut mit der Pandemie zurecht, trotzdem bin ich heute an einem Punkt, an dem mich diese ganze Situation traurig macht. Trotzdem der Großteil der Bevölkerung sich an die Regeln hält (davon gehe ich jetzt einfach mal aus) gibt es noch keine wirklichen Erfolgsnachrichten. In unserer Stadt sind seit dem ersten Ausbruch in einem Seniorenheim nahezu hundert (!!!) Senioren gestorben und heute Morgen las ich von einem erneuten großen Ausbruch in einem Heim. Dabei denke ich nicht nur an die alten Menschen, sondern auch an die vielen Bediensteten in den Heimen und im Gesundheitswesen, so ein Stress, so viel Leid, so viel Arbeit…
                    Was mich persönlich am meisten nervt sind die sog. Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker, die es tatsächlich auch in meinem erweiterten Dunstkreis gibt. Nach anfänglichen Gesprächsversuchen muss ich feststellen, dass mir für solche Hardliner die Kraft fehlt.
                    Ich habe den Eindruck, Corona treibt einen Keil in die Gesellschaft. Und wie viele Menschen unterschiedlichster und oft brauner Couleur sich auf den sogenannten Anti-Corona-Demos treffen ist wirklich erschreckend. Aber das lässt sich vielleicht auch positiv sehen, nach dem Motto, Corona bringt es ans Tageslicht.

                    Die zweite Seite:
                    Auch ich bin in der jetzigen Zeit viel mehr allein, aber ich mache die Erfahrung, dass ich damit besser zurechtkomme als erwartet. Die wesentlichen Kontakte insbesondere die in unserer Kernfamilie erweisen sich als tragfähig. Das war mir vorher gar nicht so klar.
                    Außerdem freue ich mich über die seltener gewordenen Kondensstreifen am Himmel, darüber dass der Automobilabsatz eingebrochen ist und der Fahrradhandel boomt. Meine Hoffnung ist, dass wir in der erzwungenen Ruhe unseren Lebensstil kritisch überdenken. Denn mehr Sorgen als die Pandemie macht mir immer noch der Klimawandel.

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