Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Auf ein Wort

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Auf ein Wort

    Mit diesem Auf ein Wort Faden komme ich auf die Idee aus dem Ideen-Sammel-Faden zurück. Jeder kann ohne große Vorrede einen Begriff/Ausdruck vorgeben und jeder kann schreiben, was ihm/ihr zu dem Wort einfällt einfällt. Brainstorming und Diskussion.

    #2
    Ich nehme das Wort Courage
    Courage ist Mut und mehr. Ich gehe ein Risiko ein, zeige Flagge. Bekenne mich zu meinen Werten und trete für sie ein. Meine Grenzen couragierten Verhaltens.
    Was ist der `Lohn´ von Courage? Was ihr Risiko oder ihr Preis?

    Kommentar


      #3
      Courage ist für mich mehr als "nur" Mut.
      Mut hat für mich nur mit mir selbst zu tun, Courage ist ein mutiges Auftreten für andere sichtbar.
      Im Saarland sagen wir dafür: Jemand vor die Schmitt (Schmiede) gehen.
      Courage lohnt sich für mich immer. Sie zeigt, wer ich bin. Dafür ist mir kaum ein Preis zu hoch, mein Leben vielleicht.

      Kommentar


        #4
        Da gibt’s kein Vertun: Dieser Faden trägt in einem extrem überschaubaren Ausmaß zur Belebung des Forums bei.

        Kommentar


          #5
          wird schon noch .....

          Kommentar


            #6

            Kommentar


              #7
              Vielleicht ist zu dem Wort Courage auch einfach schon alles gesagt worden?

              Mir fiel als erstes unser Jugendforum und -festival dazu ein:
              jugendforum courage : kreis kleve :: News

              Kommentar


                #8
                Vielleicht wäre mein persönliches Unwort "geil" besser geeignet gewesen.

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
                  Vielleicht wäre mein persönliches Unwort "geil" besser geeignet gewesen.
                  Magst Du erzählen, warum das für Dich ein "Unwort" ist?

                  Kommentar


                    #10
                    Das Wort "geil" wirkt auf mich wie eine globalgalaktische Worthülse für alles und nichts. Da wird nicht nach einem passenden Wort gesucht, das z.B. eine überschäumende Emotion etc. ausdrückt, sondern alles ist geil.
                    Eine differenzierte Ausdrucksweise ist was anderes.

                    Kommentar


                      #11
                      Geilheit hatte ja als Wortsinn ursprünglich mit sexueller Erregung zu tun. Bei mir hat es ziemlich lange gedauert, die innere Bereitschaft zu wecken, den neuen, von der Jugend eingeführten, Wortsinn, nämlich als Steigerungsbegriff für "gut", anzunehmen.

                      Das Wort hatte, wenn es so im alltäglichen Sprachgebrauch meiner Kinder erschien, etwas "schmutziges" - allerdings nur für mich, als Erwachsene, und nicht für meine heranwachsenden Kinder, die mit der sexuellen Verwendung kaum bis gar nicht vertraut waren.
                      Insofern waren das für mich interessante Eigenbeobachtungen, vom Bedürfnis meinen Kindern dieses Wort zu verbieten, bis hin zu dem Moment, wo es mir zum ersten Mal spontan selbst in seinem neuen Wortsinn über die Lippen kam ...

                      Kommentar


                        #12
                        Ich benutze dieses Wort kaum. Es gibt schönere und ausdrucksstärkere dafür, was andere Leute damit ausdrücken wollen.

                        @Mistral:

                        Ich hatte deinen Faden so verstanden, dass nicht nur über das Wort Courage geschrieben wird, sondern auch über andere Wörter, bei denen man das Bedürfnis hat, sich darüber auszutauschen.
                        Habe ich das missverstanden?

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                          Courage ist für mich mehr als "nur" Mut.
                          Mut hat für mich nur mit mir selbst zu tun, Courage ist ein mutiges Auftreten für andere sichtbar.
                          Im Saarland sagen wir dafür: Jemand vor die Schmitt (Schmiede) gehen.
                          Courage lohnt sich für mich immer. Sie zeigt, wer ich bin. Dafür ist mir kaum ein Preis zu hoch, mein Leben vielleicht.
                          Da stimme ich Mistral und Bonny zu: Courage mehr als „nur“ Mut. Courage verdient sich Respekt. Es bedeutet authentisch sein, für sich, für andere und Ideale eintreten, sich nicht verbiegen zu lassen, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

                          Aber auch Fehler eingestehen und zugeben, was an Wissen oder Erfahrung noch fehlt um einer Aufgabe gewachsen zu sein.
                          Dazu fällt mir das Auftreten von unserem Bundespräsidenten Joachim Gauck ein, der bei der Übernahme des Amtes meinte, dass er noch viel lernen müsse und der manchmal so ganz unkonventionell und sich außerhalb des Protokolls bewegt.

                          Ebenfalls erfordert die Art und Weise, wie unser neuer Papst so ganz andere Schwerpunkte setzt wie es bisher üblich und von der Kurie vorgeschrieben war, meinen Respekt

                          Aber auch im privaten Bereich gibt es Vorbilder für mich, die ich mit dem Ausdruck Courage verbinde.

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Nordwind Beitrag anzeigen

                            Aber auch im privaten Bereich gibt es Vorbilder für mich, die ich mit dem Ausdruck Courage verbinde.
                            Im privaten Bereich verbinde ich mit dem Ausdruck Courage immer meine Oma (geb.1896). Sie war eine Kämpfernatur, ein Energiebündel und dabei ein kleines und zierliches Persönchen, kaum etwas über die 150 cm groß.
                            Drei Kinder hat sie zur Welt gebracht, zwei Weltkriege erlebt, dabei den einzigen Sohn verloren.

                            Mit 18 Jahren bewirtschaftete sie bereits den elterlichen Bauernhof (der schönste im Dorf) weil ihrem älterer Bruder diese Arbeit nicht lag - er wurde später Gastwirt.

                            Nach ihrer Heirat mussten die Geschwister ausgezahlt werden, wegen einer schlimmen Dürre musste damals auch noch das meiste Vieh geschlachtet werden, weil kein Futter da war. Sobald es aber eine gute Ernte gab, wurde in Maschinen investiert, um sich die Arbeit zu erleichtern.
                            Auch wenn sie selbst wenig hatte wurde geteilt und denen etwas abgegeben die ärmer dran waren. Später hat sie sich alleine mit ihren Töchtern um den Hof gekümmert, während mein Opa in einem Arbeitslager eingesperrt war.
                            Sogar der Lagerkommandant war ihr gegenüber respektvoll, weil sie keine Angst zeigte.
                            Gerade war der Hof abbezahlt und das Geld für neue Fenster angespart, mussten sie alles aufgeben. Pro Person 50 kg. Gepäck waren erlaubt, wie sie nach dem Krieg mit der Familie als Heimatvertriebene ausgesiedelt wurden.

                            Mit Anfang 50, zwei Töchtern und einem Ehemann mit steifem Bein musste wieder bei (gefühlt weniger wie) null angefangen werden. Im tiefsten Westerwald wurden sie einquartiert. Sie bekamen eine kleine Kammer zugeteilt, die Einrichtung war eine Kiste für die wenigen Habseligkeiten und zum drauf setzen, ein Bett und Nägel an der Wand, um die Kleider aufzuhängen.

                            Damit wollte sie sich nicht zufriedengeben, sie war die treibende Kraft, dass die Töchter sich eine Stellung im Haushalt suchten, so waren die beiden mit essen und Unterkunft versorgt. Sobald es möglich war, wurde sich eine andere Wohnung besorgt in einer Ortschaft, die bessere Verkehrsanbindung hatte.

                            Meine Eltern hatten sich während des Krieges kennen gelernt aber erst mal aus den Augen verloren. Nachdem die beiden geheiratet und erst meine Schwester und dann ich auf der Welt waren, war meine Großmutter die treibende Kraft, dass schnellstens gebaut und sich ein eigenes Heim geschaffen wurde.

                            Bei der Ortswahl war ihr wichtig, dass ein Bahnanschluss da war und mindestens zwei Schienenstränge, wodurch eine regelmäßige Zugverbindung gewährleistet ist.

                            Die Großeltern wohnten mit in dem neu gebauten Haus und sie hat uns Mädels betreut, damit meine Mutter mit arbeiten gehen konnte. Es wurde sehr viel in Eigenleistung gemacht und das Geld war immer sehr knapp, aber es war wieder etwas Eigenes.

                            Sie und ihre Energie, das „immer einmal mehr aufstehen wie man hinfällt“ ist mir Vorbild und bleibt mir mein Leben lang in Erinnerung.
                            Danke Oma

                            Kommentar


                              #15
                              Herzlichen Dank, dass Du aus dem Leben Deiner Oma erzählt hast, Nordwind.
                              Eine Geschichte, die Kummer, Sorge, Durchhaltevermögen und Lebensmut sowie einen unverbrüchlichen Glauben an die Zukunft mehr als erahnen lässt.
                              Der Weg Deiner Oma zeigt etwas meiner Meinung nach ganz Entscheidendes, nämlich ein grundsätzliches Ja zu dem Leben an sich zu sagen.




                              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                              (...)
                              @Mistral:

                              Ich hatte deinen Faden so verstanden, dass nicht nur über das Wort Courage geschrieben wird, sondern auch über andere Wörter, bei denen man das Bedürfnis hat, sich darüber auszutauschen.
                              Habe ich das missverstanden?
                              Nein.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X