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G20 - ein Beispiel des Polizeistaates ?

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    G20 - ein Beispiel des Polizeistaates ?

    Ich verfolge die Geschehnisse online und frage mich, warum es sein musste, dass man ein vom Verwaltungsgericht getroffene Entscheidung einfach außer Kraft setzt. Klar, es könnten in so einem Camp Straftaten geplant werden und es ist auch nur der schwarze Block, der dort Zelte aufstellen wollte.
    Mittlerweile wurde die Entscheidung wohl gekippt.

    Denkt ihr auch, dass nur der schwarze Block in den Camps geplant hat ? Und wie seht ihr das ? Aus meinen Erfahrungen heraus, wird der schwarze Block immer größer gemacht als er ist und alle haben darunter zu leiden.

    Die ganzen bunten Bevölkerungsteile, die nur demonstrieren wollen, was ihr gutes Recht ist, werden unter Generalverdacht gestellt und daran gehindert friedlich ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

    Klar hat die Hamburger Polizei viel zu tun. Sie muss die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten. Aber ist da nicht ein Deeskalations-Kurs besser, um die Lager zu beruhigen ? Und um das Demonstrationsrecht für alle zu gewähleisten ?

    was meint ihr ?

    #2
    Sie dürfen ja demonstrieren - aber NICHT übernachten

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      #3
      Ich weiß nicht, was das Verwaltungsgericht entschieden hat, ich habe nur mitbekommen, dass das Übernachten in Zelten und der Aufbau von "Küchen" auf dem Protestgelände untersagt wurde (und das anscheinend von Anfang an?) und dieses Verbot ignoriert wurde. Lass da mal einen Grill zwischen die Zelte kippen, das Zeug brennt doch wie Zunder. Ich find's ok, dass die Polizei das verhindert hat.

      Ich persönlich denke nicht, dass man unbedingt auch nachts protestieren muss (insbesondere wenn der Protest schlafend im Zelt stattfinden soll). Es wird ja auch lokale Aktivisten geben, mit denen man im Vorfeld die Unterbringung in Privatquartieren planen kann. Ein "wir sind da" lässt sich auch dadurch demonstrieren, dass das Gelände tagsüber am zweiten und dritten und ... Tag genauso voll ist wie am Tag zuvor. Dazu kann man auch woanders übernachten und morgens wieder hingehen.

      Und krass gesagt: wenn "die eigenen Leute" nicht riskieren, einen mit Isomatte und Schlafsack im Wohnzimmer unterzubringen, dann ist man in meinen Augen in einem Camp auch nicht "harmlos und vertrauenswürdig" unterwegs.

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        #4
        Polizeistaatliches Spektakel

        https://netzpolitik.org/2017/g20-pol...er-demokratie/

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          #5
          Nun dürfen sie doch campen ... für die, die nicht aus der Stadt kommen und keinen Platz im Hilton gefunden haben, dürfte die Nachricht freuen:

          G20-Gipfel: Tanzen gegen die Mächtigen |*ZEIT ONLINE

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            #6
            Zitat von Kaktusine
            Die ganzen bunten Bevölkerungsteile, die nur demonstrieren wollen, was ihr gutes Recht ist, werden unter Generalverdacht gestellt und daran gehindert friedlich ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.
            Ich habe nicht den Eindruck, dass das Demonstrieren und Protestieren verboten wird. Es geht um gewisse Sicherheitsmaßnahmen, für die ich Verständnis habe.

            Unter Generalverdacht stehen auch alle, die in ein Fußballstadion gehen oder in ein Flugzeug und sich vorher durchchecken lassen müssen.
            Ja und ?
            Wer keine Waffe dabei hat, dem kann es egal sein und er bekommt Sicherheit.
            Und wer eine Waffe hat, der gehört aussortiert, fertig.

            Es gibt genug Idioten, die den Unterschied zwischen Demonstrieren/Protestieren und Krawall machen nicht zu kennen scheinen. Die extra anreisen, wenn sie eine Gelegenheit riechen, zuzuschlagen (Bsp Hooligans in Fußballstadien).

            Die Polizei hat einen schwierigen Job.
            Und wenn etwas passiert ist das Geschrei hinterher groß und die Polizei wieder schuld, weil sie nicht genug abgesichert hat.

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              #7
              Es gibt immer Idioten, die die anderen in Misskredit bringen. Die wirklich einfach friedlich demonstrieren wollen.

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                #8
                ich vermute ganz stark, dass der schwarze Block größer gemacht wird als er ist ... das war in unserer Stadt genauso. 1000 gewaltbereite Demonstranten ... dabei waren es weniger als 100. Die aber wohlgemerkt, dass gewaltpotential von 1000 aufbringen konnten und somit den Rest der Demo ins unmögliche zieht ...
                Und genau das ist traurig ... was wird denn berichtet in den Medien ? Nicht die tanzende Menge mit trommlern, bunten Fahnenschwenkern und ausgelassenen Feierern ...

                Nein, der übermächtige schwarze Block .. der autos anzündet, der Feuerwerkskörper auf die Polizisten schmeißt, neben Flaschen und Steinen usw ...
                Überhaupt macht dieser Block den Großteil der Demos aus ...

                Einfach traurig ...

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                  #9
                  Wenn ich aus dem Haus gehe und es laufen 100 Leuts rum, die es darauf anlegen, andere zu verletzen, dann sind mir all die braven anderen auch egal und ich bin froh, wenn sie möglichst lange von der Straße geholt werden !

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                    #10
                    Zitat von Kaktusine Beitrag anzeigen
                    Einfach traurig ...
                    Ich find's auch traurig, dass (in vielen Bereichen) eine Handvoll "Extremisten" eine komplette Gruppe oder Sache in den Dreck ziehen kann (und das auch tut). Da von außen nicht abzuschätzen ist, wer nun "normal" ist und vor wem man sich definitiv schützen muss, treffen die Schutzmaßnahmen auch mal die die Falschen - aber auf den Schutz verzichten kann man in meinen Augen schlicht nicht.

                    Wenn ich nun sehe, was diese Vollidioten in Hamburg angerichtet haben, steigt der Zorn in mir hoch. Klar, wenn sie Dir das Auto abgefackelt haben, zahlt das Deine eigene Teilkasko - sofern du dir eine leisten kannst, haha. Es trifft gerade die, die eben nicht ihr teures Auto ganz selbstverständlich zu horrenden Prämien sowieso Vollkasko versichert haben, sondern die, die sich für ihre alte Karre nur die Haftplichtversicherung leisten können. Und die stehen nach so einer Terroraktion mit ihrem Schaden alleine da.

                    *Sarkasmus on*
                    Super gemacht!!! Da haben die "Reichen" ja mal so richtig eine mitgekriegt. Lassen sich einfach ein neues Auto von der Versicherung spendieren. War nach eineinhalb Jahren sowie dringend nötig, wieder auf's aktuellste Modell umzusteigen. Sonst denken die von Birkenhoffs von nebenan noch, man hätte sich verspekuliert und wäre pleite. Schon klar: dass ich die großen Verbesserung für viele "Schlechtergestellte" durch diese Aktion nicht erkennen kann, und auch nicht sehe, wie das die Grundrechte aller Bürger stärkt, liegt nur an meiner verdummten, gleichgeschalteten Kleingeistigkeit.
                    *Sarkasmus off*

                    Diesen unnötigen "Abwehreffekt" in der Öffentlichkeit, den solche Extremisten auslösen gibt es auch in anderen Bereichen. Egal, ob das jetzt Feministinnen sind, die Unterdrückung wittern, wenn in einer Beziehung nicht jeder exakt gleich viele Mülltüten rausträgt oder gleich viele Minuten pro Tag mit Hausarbeit verbringt. Oder Vegetarier, die zum Nachdenken über Informationen anregen wollen und das dann gleich mit einem beleidigenden Zusatz über alle, die zu dumm sind, die "Fakten korrekt zu bewerten", zunichte machen. Letztendlich schüren sie Vorurteile gegenüber Menschen, die eine an sich gar nicht so schlechte Sache vertreten, und schaden damit der Sache selbst.

                    Ich gestehe, mir sträubt sich auch das Nackenhaar, wenn ich ständig "Polizeistaat" lese. Hätten die Protestcamper einfach gesagt "ok, gut, so ein Lager kann eine - auch von uns nicht gewünschte - Basis für die Gewaltbereiten werden. Wir Organisatoren können ja selbst auch nicht dafür garantieren, wer hier anreist und sich beteiligt. Eskalation ist nicht in unserem Sinne. Wir bringen die Leute verteilt und privat unter und versammeln uns jeden morgen neu", wäre das in den Augen der Öffentlichkeit sicher besser angekommen als ein kompromissloses Beharren auf dem ursprünglichen Plan. Und da geht es in meinen Augen nicht um Rechte, die vom bösen Staat beschnitten werden, sondern um Vernunft und eine Lösung, die möglichst allen gerecht wird.

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                      #11
                      Ein lesenswerter Artikel, wie ich finde
                      hier bei Angelika Wende

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                        #12
                        Ich muss sagen ... ich hab eben mal gelesen ... und ich bin echt entsetzt. Und durch die Vermummung wird man wohl auch niemanden zur Rechenschaft ziehen können und so kommen diese Voll.... wieder ungestraft davon ...

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                          #13
                          Was in Hamburg passiert ist und noch passiert, das tut weh. Das hat auch nichts mit Demonstration tu tun. Niemand hat etwas dagegen, wenn Demonstriert wird wird. Das ist auch ein wichtiges Bürgerrecht. Wenn aber vermummte Leute (vermummungsverbot) durch die Straßen ziehen, die nur dafür gekommen sind, Krieg gegen die Polizei zu führen und um Straftaten zu begehen, das ist mehr als eine Schande. Wenn ich dann noch mitbekomme, dass linke Politiker diese Gewalt verteidigen, hört mein absolutes Verständnis auf. Diese Politiker sind in meinen Augen genauso Straftäter.

                          Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen

                          *Sarkasmus on*
                          Super gemacht!!! Da haben die "Reichen" ja mal so richtig eine mitgekriegt. Lassen sich einfach ein neues Auto von der Versicherung spendieren. War nach eineinhalb Jahren sowie dringend nötig, wieder auf's aktuellste Modell umzusteigen. Sonst denken die von Birkenhoffs von nebenan noch, man hätte sich verspekuliert und wäre pleite. Schon klar: dass ich die großen Verbesserung für viele "Schlechtergestellte" durch diese Aktion nicht erkennen kann, und auch nicht sehe, wie das die Grundrechte aller Bürger stärkt, liegt nur an meiner verdummten, gleichgeschalteten Kleingeistigkeit.
                          *Sarkasmus off
                          Hier muss ich dem Sarkasmus leider widersprechen. Der Schaden, der an den Autos entstanden ist, wird nicht durch die Vollkaskoversicherung abgedeckt. Es handelt sich um Vandalismus und den deckt die Vollkasko nicht ab. Wenn überhaupt könnte die Teilkasko greifen, über die beinhaltete Feuerversicherung. Jetzt aber den Clou. Wenn das, was gestern in Hamburg passiert ist, als innere Unruhe ingestuft wird, sind die Versicherer leistungsfrei, denn innere Unruhe ist lt. Versicherungsbedingungen ein Ausschluss. Kann jeder in seinem Vericherungsbedimgungen nachlesen. Also haben die vermummten Ideoten der Becölkerung einen Bärendienst erwiesen. Zumal, wenn die,Versicherer für den Schaden dich aufkommen müssen, werden die Versicherungsprämien steigen und das trifft dann alle Versicherungsnehmer, ob sie einen Schaden hatten, oder nicht. Folglich sind auch völlig unbeteiligte betroffen. Vielen lieben Dank den vermummten Ideoten.

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                            #14
                            Kleiner Nachtrag:

                            Diejenigen, die friedlich demonstrieren wollen und eine wirkliche, politische Botschaft habe, ob gut, oder nicht ist ja egal, denen wird ihre Botschaft und lange, vorbereitende Arbeit kaputt gemacht.

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                              #15
                              Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
                              Der Schaden, der an den Autos entstanden ist, wird nicht durch die Vollkaskoversicherung abgedeckt.
                              Na, wenn die Vollkasko die Feuerversicherung der Teilkasko nicht einschließt, hat es ja doch die Richtigen getroffen.

                              Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
                              Wenn überhaupt könnte die Teilkasko greifen, über die beinhaltete Feuerversicherung.
                              Soweit ich weiß, ist die von der "Vandalismus-Bedingung" ausgenommen und die Versicherung zaht bei Feuer immer.

                              Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
                              Jetzt aber den Clou. Wenn das, was gestern in Hamburg passiert ist, als innere Unruhe ingestuft wird, sind die Versicherer leistungsfrei, denn innere Unruhe ist lt. Versicherungsbedingungen ein Ausschluss.
                              *ohne Worte*

                              Zitat von Wolle0401 Beitrag anzeigen
                              Kleiner Nachtrag:

                              Diejenigen, die friedlich demonstrieren wollen und eine wirkliche, politische Botschaft habe, ob gut, oder nicht ist ja egal, denen wird ihre Botschaft und lange, vorbereitende Arbeit kaputt gemacht.
                              Das finde ich mit das schlimmste an diesen hirnlosen Krawallen.

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