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Pegida, Dügida, Legida ...

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    Pegida, Dügida, Legida ...

    ... wie bringt man die Leute in den Dialog ?

    Nach wie vor wird montags demonstriert. Gegendemos bringen meiner Meinung nach nicht so viel. Es scheint fast so, dass je stärker der Widerstand wächst, desto mehr machen die Antidemokraten und Befürworter der rechten Bewegung dicht.

    Ich denke nicht, dass man so etwas verändert, denn die Leute, die auf solche Demos gehen, nur "Rechte" sind. Ich glaube eher, dass es auch Menschen aus der Mitte sind, die frustriert und sich abgehängt fühlen.

    Denkt ihr, dass man man mittels eines Dialogs an die Leute rankommt, ja etwas in ihrem Denken ändern könnte ? Müsste sich tatsächlich etwas in der Politik ändern, um die abgehängte Schicht noch zu erreichen ?

    für mich sieht es so aus, dass Menschen, die in sozial prekären Situationen leben, eher bereit sind, solchen Bewegungen zu folgen. Wäre es da nicht hilfreich, einen Politikwechsel zu vollziehen, und allen Menschen ein zufriedenstellendes leben zu ermöglichen ? Denn wieso sollten zufriedene Menschen solch einen Hass entwickeln ... je zufriedener die Menschen, desto weniger besteht die Gefahr eines Rechtsruckes in der Gesellschaft.

    Seht ihr das ähnlich ?

    LG, Kaktusine

    #2
    Zitat von Kaktusine Beitrag anzeigen
    ... Wäre es da nicht hilfreich, einen Politikwechsel zu vollziehen, und allen Menschen ein zufriedenstellendes leben zu ermöglichen ? Denn wieso sollten zufriedene Menschen solch einen Hass entwickeln ... je zufriedener die Menschen, desto weniger besteht die Gefahr eines Rechtsruckes in der Gesellschaft.
    Ich befürchte, es wird schwierig, die breite Mehrheit der Menschen zufriedenzustellen, weil die Menschen zu unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse haben. Was den einen zufrieden macht, ärgert den nächsten vielleicht.
    Das "Volk" ist ja kein homogener Personenkreis mit gleichen oder ähnlichen Bedürfnissen. Die einen wollen mehr Sicherheit, die anderen mehr Freiheit, die einen wollen sozial abgesicherter sein, die anderen ärgern sich über erhöhte Sozialabgaben, und so weiter. Ich denke, man wird es nie schaffen, alle Menschen gleichermaßen zufrieden zu machen.

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      #3
      Da magst du Recht haben. Aber meistens geht es ja ums Geld .... wäre nicht ein bedingungsloses Grundeinkommen sozial deeskalierend ?

      Denn darum ging es mir in der Frage ... soziale Deeskalation ...

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        #4
        Zitat von Kaktusine Beitrag anzeigen
        Da magst du Recht haben. Aber meistens geht es ja ums Geld .... wäre nicht ein bedingungsloses Grundeinkommen sozial deeskalierend ?
        Ich selbst würde sofort zustimmen. Habe aber in anderen Foren schon Beiträge gelesen, die sich sehr negativ über das Grundeinkommen geäußert hatten (da spielt wohl gleich wieder der Neidfaktor eine Rolle - da kriegt jemand Geld ohne dafür etwas geleistet zu haben). Ich weiß nicht genau, wie viel Prozent gegen das Grundeinkommen wären, aber da könnten sich neue Konfliktlinien auftun.
        (man könnte die Leute sogar ins Schlaraffenland versetzen, und es gäbe immer noch unzufriedene Meckerer, fürchte ich).

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          #5
          Gibt es Alternativen ?

          weil so wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben, denke ich. Das Problem ist, dass es einfach zu große Unterschiede gibt. Erklär mal einem Frisör, warum ein Immobilienmakler das 50fache an Einkommen bekommt. Obwohl beide 50h die Woche arbeiten.

          Geht es um Neid ? Das ist immer ein Totschlag - Argument. die Putzfrau ist neidisch auf den Dachdecker, der 1000 € mehr hat. Ich glaube, es geht gar nicht um die 1000€, sondern um die krassen Unterschiede. Jemand verdient 1 Mio im Jahr, während der andere, genauso mit 40-50h die Woche, kaum seine Familie ernähren kann.
          Die Unterschiede sind da einfach zu krass.

          während die einen nicht mehr wissen, wie sie ihre Familie ernähren sollen, sehen sie in den Medien, dass es Flüchtlingshilfe gibt (die ich im übrigen für richtig halte). Aber ich verstehe da auch die Familie, die kaum weiß, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll. Sind sie deshalb Nazis oder Rechtsradikale, weil sie ihren Unmut kundtun ? Ich denke nein ... wenn die Familie jetzt nicht am Existenzminimum rumkrauchen würde, würde sie da auch nicht meckern ....

          Denke ich zumindest. Denn ich tue jedem Menschen auch dieses bisschen Mitmenschlichkeit hin, um zu sehen, dass Flüchtlinge alles verloren haben, ein brennendes Heim verlassen haben, meist mehrfach traumatisiert sind etc ... das würde gesehen werden, wenn die Familie ihr Essen auf dem Tisch hat.

          ich weiß nicht, ob es verständlich ist, was ich versuche zu sagen.

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            #6
            Das Problem sind auch Machtverhältnisse und Sichtbarkeit. Ist natürlich einfach, auf Menschen mit sehr wenigen Rechten, ohne Geld, Lobby, Anwälte herumzutrampeln bzw diese für die eigene missliche Lage verantwortlich zu machen. Wobei es wirtschaftlich ineffektiv ist, da die Armen nichts haben, was sie mir abgeben könnten.
            Und die, die tatsächlich das Geld verprassen, die sind nicht so sichtbar und sitzen am längeren Hebel.

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              #7
              Über Cum-Cum und Cum-Ex hab ich gelesen. Krasse Sache. V.a. dass das jahrelang nicht zu stoppen war, bzw. auch nicht gewollt war. Man weiß es nicht.

              Die SPD weiß bis heute nicht, was ihnen die Wählerstimmen raubt und ich frage mich, warum sie das nicht sehen.

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                #8
                Nur kurz, bei Interesse: zu Cum-Ex gibt es > hier < schon etwas. Später evtl mehr.

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                  #9
                  Zitat von Kaktusine Beitrag anzeigen

                  Geht es um Neid ? Das ist immer ein Totschlag - Argument. .
                  Dabei wollte ich gar niemanden totschlagen, sondern einfach meine Gedanken niederschreiben. Aber ich sehe schon, ich bin nicht kompetent genug für dieses Thema, Ihr seid da besser beschlagen.

                  Ich ziehe mich zurück und überlasse den Fachleuten das Feld.

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                    #10
                    Lieber solipsist,

                    das war nicht meine Absicht und ich möchte auch nicht, dass du dich zurückziehst. Ich hab eben auch meine Sicht geschrieben. So funktionieren Diskussionen ... und wenn es etwas hitziger zugeht, heißt das ja nicht, dass der eine mehr zum Thema weiß, als der andere. Ich denke nicht, dass ich mehr weiß oder auch mehr beizutragen habe.

                    Wenn für Dich aber der Rückzug von allem für Dich ok ist und er dir gut tut, dann jut ... mach das. Wenn nicht, dann bleib Ich würde mich freuen

                    LG Kaktusine

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                      #11
                      Irgendwie kommt mir der Vorwurf wieder wie eine Schuldzuweisung an mich vor .... sollte wohl auch meine Klappe halten. Ok, dann lasst uns gegenseitig anschweigen.

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                        #12
                        Zitat von Kaktusine Beitrag anzeigen
                        Irgendwie kommt mir der Vorwurf wieder wie eine Schuldzuweisung an mich vor .... sollte wohl auch meine Klappe halten. Ok, dann lasst uns gegenseitig anschweigen.
                        ??

                        Tut mir leid, das ist mir jetzt zu hoch... Nur, weil ich momentan nichts weiter dazu schreibe, gilt doch hier kein Schweigegebot. Es gibt doch noch andere Forumsteilnehmer...

                        Manchmal fühle ich mich von der Forumspsychologie überfordert.

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                          #13
                          Sorry Solipsist. Bei mir kam das so an, dass du wegen mir jetzt hier nichts mehr schreibst. Tut mir leid, wenn ich dich irgendwie verletzt hab.

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                            #14
                            Hallo,

                            Denkt ihr, dass man man mittels eines Dialogs an die Leute rankommt, ja etwas in ihrem Denken ändern könnte ?
                            Ja, das denke ich.

                            Bei einer Wahl hast du in der Regel eine Gruppe die pro ist, eine Gruppe, die contra ist und eine Gruppe, die sich noch nicht entschieden hat.
                            Und bei dieser letzten Gruppe kann man auf jeden Fall etwas erreichen, sie ist offen, wägt noch ab.

                            Bei den anderen ist es schwerer bis schwer - weshalb ich auch manchmal erst mal abchecke, mit wem habe ich es zu tun, lohnt sich der Energieaufwand zum xten Mal etwas zu erklären, besteht Aussicht, dass etwas davon ankommt oder rede ich gegen eine Wand.

                            Wäre es da nicht hilfreich, einen Politikwechsel zu vollziehen, und allen Menschen ein zufriedenstellendes leben zu ermöglichen ?
                            Was meinst du genau mit Politikwechsel ?

                            Ein anderes System zur sozialen Absicherung ?
                            Oder statt der einen die andere Partei wählen ?

                            je zufriedener die Menschen, desto weniger besteht die Gefahr eines Rechtsruckes in der Gesellschaft.
                            Prinzipiell denke ich auch, "je zufriedener, desto ruhiger - egal in welchen Belangen".

                            Nur welches Maß an Zufriedenheit ist gemeint ?

                            Nach dem Krieg war man zufrieden, dass man überlebt hatte, von Familie und Freunden evtl noch jemand übrig blieb. Da war es egal, bei wem man unterkam, ob der Deutsch war oder nicht. Hauptsache man hatte etwas Arbeit und verdiente etwas, um sich Essen zu kaufen - man war zufrieden.
                            Später war man zufrieden, wenn man etwas mehr hatte usw.

                            Was ich meine, genauso wie die Kurve nach dem Krieg nach oben ging, der Wiederaufbau, der Luxus, genauso ging auch der Anspruch nach oben, ab wann man zufrieden ist.
                            Und heute leben wir in einem sehr großen Luxus und haben entsprechend auch einen sehr hohen Anspruch.

                            Und ja, in meinen Augen spielt Neid auch eine große Rolle.
                            Teils verständlich, teils nicht.
                            die Putzfrau ist neidisch auf den Dachdecker, der 1000 € mehr hat. Ich glaube, es geht gar nicht um die 1000€, sondern um die krassen Unterschiede. Jemand verdient 1 Mio im Jahr, während der andere, genauso mit 40-50h die Woche, kaum seine Familie ernähren kann.
                            Die Unterschiede sind da einfach zu krass.

                            während die einen nicht mehr wissen, wie sie ihre Familie ernähren sollen, sehen sie in den Medien, dass es Flüchtlingshilfe gibt (die ich im übrigen für richtig halte).
                            In Deutschland haben wir ein recht gutes Sozialsystem, möchte ich mal behaupten. Dass es knapp sein kann und oft ist, ja, das auch.
                            Aber im Vergleich zu anderen Ländern, wo du gar nichts bekommst, hast du hier viel Sicherheit.

                            In der Diskussion bzgl der Flüchtlinge war meiner Meinung nach sehr oft und auch viel Neid im Spiel. Die bekommen was, die bekommen so viel, die haben gar nichts gearbeitet, die haben ein smartphone, etc.
                            Solange es einem besser geht, empfinde ich das eindeutig als Neid.
                            Keinem geht es besser, wenn ein Flüchtling weniger zu essen bekommen hätte.
                            Und keiner, der so laut gemeckert hat, hätte wohl solch einen Leidensdruck hier in dem bösen Deutschland gehabt, um so eine weite und gefährliche Reise wie die meisten Flüchtlinge auf sich zu nehmen.

                            Wenn eine Putzfrau weniger verdient als ein Dachdecker, ist das derzeit so.
                            Ob gerechtfertigt oder nicht, kann man diskutieren, klar.

                            Ich habe schon einige Putzfrauen kennen gelernt, deutsche wie ausländische. Die ausländischen waren meist zufriedener, wussten, sie haben eben keine Ausbildung etc in die Waagschale zu werfen und dass sie dann nicht so viel verdienen. Sie haben einen anderen Maßstab für Zufriedenheit - ihnen ging es zuvor schlechter, ergo sind sie schneller zufrieden hier. Oder sieh dir mal an, wie viele deutsche Erntehelfer es gibt und wie viele ausländische. Mehr verdienen würden die alle auch gerne, aber sie bekommen hier schon mehr als zu Hause und finden das gut.
                            Zufriedenheit ist sehr relativ und empfindet jeder etwas anders, oft je nach Vorgeschichte.

                            Es gibt hier viele Bettler, teils organisiert, teils "richtige" Bettler.
                            Oft sieht man ein Kärtchen "für Essen" - dabei können sie jeden Tag hier kostenlos Essen bekommen.
                            Was ich damit sagen will: natürlich könnte es zig Menschen besser gehen.
                            Aber es gibt hier sehr viel Hilfe und Unterstützung vom Staat und ehrenamtlich.
                            Vor vielen Jahren gab es die Flüchtlingswelle aus Ruanda. Die Nachbarländer sind arm, wirklich arm. Aber in armen Ländern wissen Menschen noch, dass man zusammenhalten muss und man hilft sich gegenseitig.
                            Ich glaube, je reicher die Menschen, desto neidischer, missgünstiger und vergleichsweise unzufriedener werden sie.

                            Aber ich verstehe da auch die Familie, die kaum weiß, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll. Sind sie deshalb Nazis oder Rechtsradikale, weil sie ihren Unmut kundtun ?
                            Ich verstehe, dass es ein Problem für die Familie ist. Und ich verstehe auch, dass sie große Augen bekommen, wenn sie sehen, wie viel Geld manch andere verdienen.
                            Aber es ist ein großer Unterschied, Kritik zu äußern oder rechtsradikal zu werden. Für mich ist das jedenfalls kein Grund und keine Entschuldigung, das so jemand zu einem Nazi oder Rechtsradikalen wird.

                            wenn die Familie jetzt nicht am Existenzminimum rumkrauchen würde, würde sie da auch nicht meckern
                            Zwischen Meckern und nach Lösungen suchen und Rechtsradikal-Werden liegen für mich schon fast Welten.

                            dass Flüchtlinge alles verloren haben, ein brennendes Heim verlassen haben, meist mehrfach traumatisiert sind etc ... das würde gesehen werden, wenn die Familie ihr Essen auf dem Tisch hat.
                            Dass die Familie sich um ihr Essen auf dem Tisch kümmert, ok.
                            Aber bekommt sie durch Fremdenhass wirklich mehr ?
                            Sie könnte genauso gut für etwas demonstrieren und für ihre Sache kämpfen, ohne gegen Fremde Stimmung zu machen.

                            wäre nicht ein bedingungsloses Grundeinkommen sozial deeskalierend ?
                            In meinen Augen langfristig ja.
                            Das am Anfang die Neider deswegen meckern, klar. Aber die meckern so oder so.

                            Ich fände es einen Versuch Wert - und Versuche gibt es ja schon :)
                            Dass es natürlich nicht mal eben umgestellt wird und gut überlegt sein muss, finde ich auch verständlich.
                            Und die, die Vorteile dadurch verlieren, werden natürlich erstmal bremsen.

                            sky

                            (ups, Finger sind mir durchgegangen )

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