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    #16
    Sicherlich gibt es Menschen, die trotz dieser Schwierigkeiten beim Gehen noch Auto fahren können.
    Ich kenne auch andere.
    Aber das Argument ist ja ein Veränderungskiller.
    Wenn viele Menschen wirklich den Wunsch nach einer Verhaltensänderung bzgl. des Autos hätten, dann ist es auch völlig in Ordnung, dass diejenigen, die nicht mehr Radfahren etc. können, ihr Auto nutzen.
    Dafür würden eben andere auf das Auto verzichten, für die es machbar ist.
    Wenn der Autoverkehr schon auf die Hälfte reduziert würde, dann wäre das ein großer Erfolg.

    Aber solang die Bequemlichkeit an oberster Stelle steht, geht eben nur sehr wenig.

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      #17
      Zitat von Tamina Beitrag anzeigen

      Aber solang die Bequemlichkeit an oberster Stelle steht, geht eben nur sehr wenig.
      Sprichst Du von Dir?

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        #18
        bei uns werden jetzt sehr viel die Leihräder benutzt und es tut sich eine Menge im FahrradwegeAusbau - aber solche Veränderungen brauchen Zeit.
        Und wer plötzlich nicht mehr zu Fuß oder Fahrrad unterwegs sein kann, ist auch häufig finanziell nicht in der Lage, plötzlich ein Auto zu erwerben.
        Und E-Auto? Die Ressourcenverschwendung schon bei der Herstellung ist immens...

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          #19
          https://www.gmx.net/magazine/wirtsch...usgut-36130716

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            #20
            Tausend Gründe, warum man unter gar keinen Umständen und auf gar keinen Fall etwas ändern kann (will!)!

            Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
            ... und die Dörfer aussterben lassen ...
            Wenn man es falsch angeht, ja, dann besteht die Gefahr, dass die Dörfer abgehängt werden. Wie man es besser machen kann, zeigen z.B. die Initiativen von Transition Town.
            Gerade die günstige Mobilität ist ja leider einer der Haupttreiber, dass Dorfläden nicht mehr rentieren.

            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
            Ideal wäre, breitgefächerter an die Bevölkerung zu denken.
            Woran denkst du konkret?
            Die Eckwerte sind gesetzt, netto Null CO2 bis 2050. Innerhalb dieses Rahmen können wir uns nun überlegen, wie wir als Menschheit und innerhalb der einzelnen Staaten die Sache umsetzen wollen.
            Ist es nicht sinnvoller, jetzt endlich eine Trendwende einzuleiten, auch wenn das bedeutet, dass nicht alle zufrieden sein werden? Anstatt sich dieser Herausforderung nicht zu stellen, weiterzumachen wie bisher und erst im letzten Moment das Steuer herumreissen zu müssen?

            Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
            Zu Fuß, per Rad, mit ÖV. Hervorragend in der (Groß)Stadt, vorausgesetzt man ist jung, gesund, dynamisch und fit und hat den Arbeitsplatz um die Ecke.
            Genau das trifft auf ganz viele Leute zu. Was spricht dagegen, dass jene, die das problemlos können, sich auf den Sattel schwingen um beim Bäcker ihre Brötchen zu holen, gleich von zuhause aus in den Wald joggen oder zur Arbeit die Bahn nehmen? Selbst der Wocheneinkauf eines Singlehaushaltes ist problemlos mit dem Rad und Packtaschen machbar.

            Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
            Da sehe ich das Problem, dass Wohnungen in solchen Lagen oft unerschwinglich teuer geworden sind. Hier in München wird man schon aus finanziellen Gründen dazu gezwungen, möglichst abgelegen aufs Land zu ziehen. Sobald eine Bahnstation auch nur in zumutbarer Nähe ist, gehen die Preise durch die Decke.
            Ja, das ist leider so. Und doch sollte man versuchen, die Pendeldistanz so kurz wie möglich zu halten. Interessanterweise bleibt die Pendelzeit immer etwa gleich bei einer Stunde. Wenn also die Verkehrsverbindungen besser werden, nehmen die Leute einfach einen längeren Weg in Kauf.

            Zitat von Kalua Beitrag anzeigen
            Zitat von Serafin: "Ideal wäre, kurze Wege wieder zu Fuss zurückzulegen, mittlere mit dem Fahrrad oder Pedelec und lägere mit dem ÖV. Ausserdem den Wohnort so wählen, dass möglichst alles in Fahrraddistanz erreichbar ist."

            wie soll man denn heute noch den Wohnort in "Fahrraddistanz" wählen? Und wo kommt der Strom fürs Pedelec her??
            Aus der Steckdose natürlich.
            Es spricht niemand davon, KEINE Elektrizität mehr zu brauchen, sondern die Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Mit dem Pedelec fahre ich mit 1kWh rund 180km. Mit dem Elektroauto sind es im Schnitt 5-6km.

            Was ich hier predige ist nicht einfach Utopie, sondern genau das lebe ich seit geraumer Zeit. Den Wohnort nach dem Arbeitsplatz wählen, kein Auto, alles mit dem Fahrrad oder ÖV, nicht mehr fliegen, geringer Fleischkonsum, usw. Natürlich ist das nicht jedem möglich und es gibt individuelle Unterschiede. Aber zum Vornherein zu sagen, dass ein ökologischeres Leben faktisch u-n-m-ö-g-l-i-c-h sei, greift zu kurz.

            Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
            Aber das Argument ist ja ein Veränderungskiller.
            Wenn viele Menschen wirklich den Wunsch nach einer Verhaltensänderung bzgl. des Autos hätten, dann ist es auch völlig in Ordnung, dass diejenigen, die nicht mehr Radfahren etc. können, ihr Auto nutzen.
            Dafür würden eben andere auf das Auto verzichten, für die es machbar ist.
            Wenn der Autoverkehr schon auf die Hälfte reduziert würde, dann wäre das ein großer Erfolg.
            Das sehe ich auch so.

            Zitat von Kalua Beitrag anzeigen
            bei uns werden jetzt sehr viel die Leihräder benutzt und es tut sich eine Menge im FahrradwegeAusbau - aber solche Veränderungen brauchen Zeit.
            Zeit ...! Wir reden nun schon seit mindestens 50 Jahren davon. Spätestens seit dem Bericht des Club of Rome "die Grenzen des Wachstums", der 1972 erschienen ist, oder seit der Ölkrise 1973 (damals gab es in der Schweiz drei autofreie Sonntage! Man stelle sich das heute mal vor!), ist klar, dass gerade beim Verkehr ein fundamentales Umdenken stattfinden muss.

            Kopenhagen ist m.E. ein Vorzeigebeispiel mit Schnellstrassen für Radler, grüner Welle für den Zweiradverkehr und einem durchgehenden Radnetz mit toller Infrastruktur, usw. Entsprechend werden 30% aller Wege in der Stadt mit dem Rad zurückgelegt. Auch Münster, Leiden und andere Städte sind sehr innovativ. Während andere erst langsam aus ihrem Benzinrausch erwachen.

            Es geht auch gar nicht darum, verbissen jede Autofahrt wegzusparen. Nein, aber nur schon 10, oder 20% weniger Mobilität (auch mit der Bahn) bringen unter dem Strich enorm viel. Nicht zuletzt ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität für alle.

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              #21
              Also ich würde gern noch mehr ändern...aber:
              1. Ein Umzug ist für mich nicht machbar
              2. Eine Arbeitsplatzveränderung auch nicht
              3. Der ÖPNV ist bei mir nicht mal eben zu erreichen - langer beschwerlicher Fußweg.
              4. Fliegen war noch nie mein Ding
              und es können nun mal nicht alle Menschen so leben und arbeiten wie Du, Serafin

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                #22
                Serafin schrieb

                Woran denkst du konkret?

                Ist es nicht sinnvoller, jetzt endlich eine Trendwende einzuleiten, auch wenn das bedeutet, dass nicht alle zufrieden sein werden? Anstatt sich dieser Herausforderung nicht zu stellen, weiterzumachen wie bisher und erst im letzten Moment das Steuer herumreissen zu müssen?
                Leiten wir ein. Müssen wir und werden wir auch nicht gefragt. Aber ob das eAuto dafür sinnvoll ist?

                Genau das trifft auf ganz viele Leute zu. Was spricht dagegen, dass jene, die das problemlos können, sich auf den Sattel schwingen um beim Bäcker ihre Brötchen zu holen, gleich von zuhause aus in den Wald joggen oder zur Arbeit die Bahn nehmen? Selbst der Wocheneinkauf eines Singlehaushaltes ist problemlos mit dem Rad und Packtaschen machbar.
                da hast du mich missverstanden. Ich finde es total okay, wenn der der es machen kann auch tut.

                Nur mit diesen Rad-Lastenrad-Statements, wird der Rest der Mitbürger der es eben nicht können, unter den Teppich gekehrt.

                Die Leute auf dem Lande zahlen die Zeche, weil sie ohne Auto nicht können. Der Verbrenner wird noch lange rumfahren und der Spritpreis wird in die Höhe getrieben. Dem Städter ist es egal, dem Ländler eben nicht. Pendlerpauschale ist nur für Berufstätige. Der Rentner der in die Stadt zu den Ärzten zBsp muss, hat nichts davon.

                Hier wär ein guter Gedanke. Und nicht nur bei den Verbrennern. Braucht es einen e-SUV? Einfach dicke Autos für den Privatgebrauch auslaufen lassen.

                . Ausschnitt aus meine obigen Link
                https://presseportal.zdf.de/pressemi...oder-reinfall/

                Klimaschutz mit Fahrzeugen funktioniert aus Sicht von Wolfgang Lohbeck, über 30 Jahre lang Klimaexperte bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace, anders. Gegenüber "planet e." fordert er den Bau von Autos mit kleinen Verbrenner-Motoren, die um die drei Liter verbrauchen – dann hätte man seiner Ansicht nach innerhalb kürzester Frist die CO2-Emissionen halbiert.
                Und wenn man dazu noch auf synthetische oder Bio Kraftstoffe oder Wasserstoff umsteigt, und wenn die vitalen Menschen aufs Rad umsteigen und gläubig eAuto-Fans mit so einem Gefährt ihre Wege zurücklegen, wär doch schon viel geschafft.

                Einen eAuto-Zwang hat es nicht nötig.

                Mit Heizungen wird das Thema auch nicht besser. Fernheizung in der Stadt und auf dem Land……? CO2 Bepreisung.

                Ich denke an Rentner, welche ein Häuschen haben (was zur Altersvorsorge gehört) eine Ölheizung im Keller und einen Verbrenner in der Garage. Umsteigen auf eAuto(für welche ich absolut nicht bin) und eine neue Heizung…..das kostet. Ob die Bank einem Rentner(mit kleiner Rente) in seinem Alter noch Darlehen gewährt? Sehr fraglich.

                Das alles gibt es zu bedenken.

                Irgendwie müssen wir den Wandel schaffen, aber man muss alle mit ins Boot nehmen.

                Nicht nur die Städter, die Jungen, die Gesunden und die finanziell gut dastehenden.

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                  #23
                  Ich wehre mich dagegen, dass nur die Städter, Gesunden und finanziell gut dastehenden Menschen etwas für den Klimawandel tun können.
                  Die älteren Leute, die ihre Häuser auf dem Land haben und davor direkt einen SUV stehen haben, und das alles für ihre Altersvorsorge brauchen...... Naja, Rentner sind sie ja schon und um zum Arzt zu kommen, reicht ein kleines Auto auch. Und jeden Tag fahrt man normalerweise nicht kilometerlang zum Arzt.
                  Aber dieses Bild des armen kleinen Rentners wird immer gern genommen und über die Gebühr strapaziert.
                  Natürlich gibt es die wirklich armen kleinen Rentner, aber die allermeisten sind nicht arm. Selbst wenn sie kein eigenes Haus haben.
                  Hier in meinem Viertel schießen gerade Wohnanlagen für alte Menschen wie Pilze aus dem Boden. Wunderbar zentral gelegen, ein Auto ist da nicht mehr nötig. Eine Möglichkeit, mal weiter weg zu kommen, ergibt sich immer.

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                    #24
                    Ich habe gehört, dass der Trend weiterhin zu großen Autos (SUV) geht. Die Leute kaufen diese Wagen und die Firma produzieren sie. Alles ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist die Politik gefragt. Aber dann fängt das Geschrei von wegen persönlicher Freiheit und Unversehrtheit wieder an.
                    Alles dreht sich im Kreis.

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                      #25
                      Letzte Woche sind ziemlich unbeachtet von der Presse die Ergebnisse des Bürgerrats Klima vorgestellt worden.

                      160 Menschen, 12 Sitzungen, 1 Thema: Wie kann Deutschland die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen – unter Berücksichtigung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Gesichtspunkte? Dieser Leitfrage widmete sich der Bürgerrat Klima, der dritte nationale losbasierte Bürgerrat Deutschlands, der von April bis Juni 2021 stattfand.
                      Es gibt da einiges an Empfehlungen, die hier gerade hinpassen. Ich habe mich aber noch lange nicht durchgearbeitet, aber ich habe schon einige gute Empfehlungen gesehen. So kann ich mir einiges besser vorstellen, als so manches: "Wir brauchen mehr dies und weniger das." Trotzdem ist eins sicher, den perfekten Umstieg wird es nicht geben. Aber ändern muss es sich.

                      Die Webseite findet ihr hier und das eigentliche Bürgergutachten da (.pdf) zum Download.

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                        #26
                        Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
                        Die Leute auf dem Lande zahlen die Zeche, weil sie ohne Auto nicht können.
                        Ich lebe auch auf dem Land. Und ja, da ist vieles schwierig bis unmöglich ohne Auto. Andererseits fahren die Leute hier mit dem Auto zum Bäcker und ich meine jetzt nicht die "ach, es liegt gerade auf dem Weg, also halte ich an"-Fahrt, sondern die "oh, kein Brot zu Hause, ich fahre mal schnell zum Bäcker und wieder zurück"-Fahrt. Leute fahren mit ihrem Hund ins Feld, anstatt einfach von zu Hause aus loszulaufen. Leute fahren zum Waldparkplatz, um von dort aus joggen/walken zu gehen. Leute bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule/Kindergarten/Sport und holen sie mit dem Auto wieder ab.

                        Das sind alles keine unmöglichen Entfernungen, so groß ist unser Dorf nämlich gar nicht.

                        Die haben natürlich alle supergute Gründe, warum sie das tun. Meistens ist es praktischer, schneller, bequemer. Aber vieles wäre eben auch ohne Auto möglich.

                        Womit ich nicht sagen will, ich sei der leuchtende Stern am Himmel, der alles richtig macht.

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                          #27
                          Ich selbst kenne ähnliche Erfahrungen. Mein Partner wohnt in einer semiländlichen Gegend (erweiterter Speckgürtel einer Großstadt, bereits dörflich geprägt), wo viele Leute tatsächlich überall mit dem Auto herumkurven und selbst für kurze Entfernungen das Auto benutzen - einfach, weil man es so gewöhnt ist. Der 10-Minuten-Fußmarsch zum Laden ist schon zu anstrengend. Eine Buslinie in die nächste Stadt und zum Bahnhof gibts auch, wird aber in der Regel gar nicht als Option in Erwägung gezogen. Als Nicht-Autofahrer bin ich in der Gegend ein Exot.

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                            #28
                            https://www.br.de/nachrichten/wirtsc...fzelle,SjfWuZd
                            21.09.2021, 20:44 UhR
                            Artikel mit Video-Inhalten
                            Alternativer Antrieb: Aiwanger fördert Methanolbrennstoffzelle

                            Die Autoindustrie setzt fast ausnahmslos auf das Elektroauto mit Batterie und Ladekabel. Der Ingenieur Roland Gumpert aus Ingolstadt verfolgt mit der Methanolbrennstoffzelle ein anderes Konzept. Der Freistaat fördert jetzt diese Technologie.

                            800 Kilometer elektrische Reichweite ohne Ladekabel.

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                              #29
                              Weiß jemand, wie bei einem Unfall als Ersthelfer umzugehen ist, wenn ein E-Auto involviert ist?
                              ich persönlich habe noch nie nachgeschaut, welchen Antrieb ein Fahrzeug hatte.
                              Mir ging es in erster Linie immer um die Person(en).

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                                #30
                                Ich denke mal, es geht immer noch in erster Linie um die Person(en) und um die Sicherung der Unfallstelle.

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