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    Big Brother

    Mich beschäftigt gerade folgender Artikel, den ich heute Morgen gelesen habe:
    Barbie schneidet Kindergespräche mit - News Leben: Gesellschaft - tagesanzeiger.ch

    Offenbar soll die neue Barbie-Puppe, die demnächst auf den Markt kommt, mit einem Mikrophon ausgestattet sein!
    Alles was die Kinder plappern, wird automatisch in eine Clowd hochgeladen! Die Aufnahmen werden mittels Spracherkennungssoftware analysiert, damit Barbie "sinnvoll" antworten kann!
    Selbstverständlich bekommen die Eltern regelmässig die Audiodaten zugeschickt! Und die Daten werden "nur" zwei Jahre aufbewahrt! (Ordnung muss schliesslich sein und danach tendiert der kommerzielle Wert sowieso gegen Null!)

    Wohin führt diese rund um die Uhr Totalüberwachung, wenn einerseits die Eltern selbst die intimsten und privatesten Gespräche ihrer Kinder mitschneiden, die diese nur ihrer Puppe anvertrauen?
    Und andererseits was verspricht sich die Industrie von diesen Daten? Allein das Kindeswohl wird vermutlich nicht an erster Stelle stehen!

    Und ganz grundsätzlich die Frage, brauche Kinder Geheimnisse?

    #2
    Ja, Kinder brauchen Geheimnisse, und sie brauchen Puppen/Stofftiere, denen sie Geheimnisse anvertrauen koennen, google mal unter "Sorgenfresser".

    Barbies fand ich schon immer ueberfluessig, mindestens seit meinem 11 Geburtstag! Und jetzt sind sie doppelt ueberfluessig. Ein totaler Sche***, diese Ueberwachungsbarbies.

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      #3
      Dass eine Puppe auch sprechen können soll, scheint mir eine typische Erwachsenen-Idee zu sein. Ich vermute mal, den Kindern ist das überhaupt nicht wichtig. Spielzeugautos die Motorenlärm von sich geben, führen ja nicht zu einem besseren Spielerlebnis.

      Was sagt die Barbie wohl, nachdem sie mit herzhaft in die Ecke gepfeffert wurde? Folgt darauf eine Schimpftirade oder eine pädagogisch wertvolle Erziehungslektion zum Thema Affektkontrolle?

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        #4
        wenn überhaupt, sollte sie 'aua' sagen.

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          #5
          Eine sprechende Barbie ersetzt dann teilweise auch Betreuungspersonen und Spielkameraden. Welch eine Erleichterung für die Eltern

          Es gibt nichts, was es nicht gibt

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            #6
            Ach Du Schande, was für eine fiese Erfindung!

            So eine "Big Sister" würde ich meinem Kind nicht antun. Man muss seine Kinder doch nicht ständig überwachen (lassen).

            Mein Kind weiß, dass es vor seinen Eltern keine Geheimnisse "mit andern Erwachsenen" haben darf. Ausnahmen sind natürlich "Schulgeheimnisse" mit der Lehrerin, z.B. über für die Eltern geplante Überraschungen. Und wenn einen jemand überredet, etwas als Geheimnis zu bewahren, dann ist das ein Grund vorsichtig zu sein. Wenn sich so ein Geheimnis "nicht gut anfühlt", dann darf man das seinen Eltern anzuvertrauen ohne ein Verräter zu sein. Dann ist es Aufgabe der Eltern mit diesem gelüfteten Geheimnis umzugehen, ohne dem Kind Scherereien zu bereiten.

            Aber "eigene" Geheimnisse sind ok. Auch vor den Eltern. Und ganz sicher vor irgendwelchen wildfremden Spielzeugherstellern und Datenkäufern (denn irgendeine Hintertür für derartigen Profit haben die Hersteller sich sicher offen gehalten). Kinder brauchen Geheimnisse für ihre Entwicklung, da bin ich mir sicher.

            Und was das "gewünschte Gespräch" mit der Puppe angeht: klar soll die Puppe antworten können, aber genau so wie das spielende Kind es für die Fortsetzung seines Rollenspieles wünscht und nicht so, wie eine Software das berechnet - sei es nun mit "pädagogisch wertvollen" Parametern oder mit "realitätsnahen", die eine (altersgerecht sozialkompetente) Reaktion eines anderen Kindes "errechnen" würden.

            Bei uns in der Firma sind Ende des dritten Quartals immer die Vertriebler, die ihre Absatzzahlen nicht erreicht hatten, durch die Räume gewuselt, um zu erfragen, ob man dem Kunden nicht mit möglichst wenig Aufwand noch einen "Aufsetzer" zum bestehenden Produkt andrehen könnte. Das nannten die dann "Mehrwert für den Kunden generieren" - diese Überwachungs-Barbie ist sicher auch so einem dämlichen Vertriebler zu verdanken, der das ganze Jahr auf der faulen Haut lag und dann Ende des Jahres noch schnell den großen Coup landen wollte.

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              #7
              Tja, mit dem großen Weihnachtsgeschäft wird es dieses Jahr wohl nicht klappen: die Datenübertragung der Barbie ist immer noch anfällig für Hacker. Und bei anderem "vernetztem" Spielzeug sieht es auch nicht besser aus:

              The Washington Post

              Die Welt

              Tut mir ja jetzt überhaupt nicht Leid, dass das Ding in Deutschland noch nicht auf dem Markt ist!

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                #8
                dafür klappt die Datenabgreiferei
                ganz hervorragend bei F*cebook, Tw*tter und Wh*tsApp

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von Kalua Beitrag anzeigen
                  dafür klappt die Datenabgreiferei
                  ganz hervorragend bei F*cebook, Tw*tter und Wh*tsApp
                  Hab ich alles nicht!

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                    #10
                    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                    Hab ich alles nicht!
                    Bloss nicht zu früh jubeln!

                    Die Bestrebungen laufen dahin, sämtliche Aktionen eindeutig einer Person zuordnen zu können. Alle Bewegungen, Dienstleistungen, Internetaktivitäten und Einkäufe sollen über eine eindeutige ID-Nummer miteinander verknüpft werden können. Spätestens wenn das Bargeld abgeschafft wird, welches anonyme Einkäufe ermöglicht (das geht ja gar nicht, wegen der angeblichen Terrorismus-Gefahr!), sind wir alle vollkommen transparent!
                    Da wirst Du dann an der Kasse im Supermarkt von einem digitalen Assistenten freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass Dein Kaffeekonsum zu hoch sei, zu viel Salz, zu wenig Vitamine, zu viel Fett und Cholesterin, zu wenig Ballaststoffe, usw! Und dass deshalb unter dem Stichwort Personal-Pricing aus erzieherischen Gründen für Dich der Preis einer Packung Kaffee bis Ende Monat doppelt so hoch angesetzt werde! Selbstverständlich NUR zu Deinem Besten! Dein Arzt und deine Krankenkasse seien schon informiert!

                    Frauen werden in Zukunft bevorzugt zu bestimmten Zeiten ihres Zyklus mit Werbung bombardiert, weil die Wissenschaft herausgefunden hat, dass sie dann am spendabelsten sind. Die Daten dazu liefern sie gleich selbst über ihre Fittness Tracker-Armbänder!

                    Das Smarphone erkennt allein aufgrund der Benutzungsmuster eine sich anbahnende Depression (das funktioniert schon heute erschreckend gut!) und sperrt vorsorglich schon mal das Auto, ebenso nach übermässigem Alkoholkonsum.

                    Überwachungskameras im öffentlichen Raum speisen ihre Daten direkt ins Netz ein, um über Gesichtserkennung, Körperhaltungs- und Gang-Analyse auch jene Subjekte zu erfassen, die ihr Handy abgestellt haben, um so dem Tracking zu entkommen.

                    Ausgewertet wird buchstäblich ALLES, was nur irgendwie denkbar ist! Mit entsprechenden Sensoren und dem Internet der Dinge kann z.B. die Raumluft überwacht werden, wie viele Frauen, Männer, Kinder und Haustiere sich aktuell in einer Wohnung befinden (die Geschlechter unterscheiden sich z.B. durch unterschiedliche Bakterien, die sie fortwährend an die Umgebung abgeben). Der Stromverbrauch wird sekundengenau gemessen, die WC-Schüssel macht sogleich einen Gesundheitscheck, die Matratze ermittelt die Schlafqualität, der Bürostuhl erinnert an regelmässige Bewegungsübungen, usw.
                    Und bevor jemand Suizid begehen kann, weil er diesen Wahnsinn nicht mehr aushält, hat schon ein Algorithmus irgendwo Alarm geschlagen, um eben das zu verhindern!
                    Das läuft auf eine totale Bevormundung hinaus!

                    Das alles tönt jetzt vielleicht nach ferner Zukunft, aber wir sprechen hier von einem Zeithorizont von bloss etwa 10 Jahren!!! Das alles kommt schleichend, häufig im Namen der Sicherheit. Aber wenn wir dem nicht Einhalt gebieten und als Gesellschaft auf unsere Persönlichkeitsrechte bestehen, dann landen wir wirklich in der perfekten Sklaverei!


                    Kommt hinzu, dass verschiedene Studien davon ausgehen, dass bis in 20 Jahren 50% aller Jobs wegrationalisiert sein werden! Also in nur 20 Jahren muss die Hälfte der gesamten Volkswirtschaft neu erfunden werden! Eine gigantische Aufgabe! Und das sind ja nicht die einzigen Probleme derzeit.
                    Vielleicht hat dann die Stunde eines bedingungslosen Grundeinkommens geschlagen, weil es anders gar nicht mehr geht?!

                    Neulich kam eine interessante Radiosendung genau zu diesen Themen, was uns in Zukunft alles erwartet: Zukunftsforscher Dirk Helbing: «Die Welt ist keine Maschine» - Focus - Schweizer Radio und Fernsehen

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                      #11
                      Siehst du, Serafin, das ist auch ein Vorteil des Altseins, denn diese Zustände werde ich nicht mehr erleben.
                      Smartphone besitze ich auch keins! Zyklus habe ich keinen mehr. Als Konsument bin ich eher uninteressant.
                      Ich hab noch nicht mal eine Chipkarte von meiner Krankenkasse.

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                        #12
                        Serafin, Du machst einem ja Mut


                        Es ist wirklich erschreckend was da noch alles auf uns zukommt. Am schlimmsten empfinde ich den Wegfall der vielen Arbeitsplätze.
                        Die letzten 70 Jahre waren für Deutschland eine ruhige und gute Zeit, nun geht es (mal wieder) bergab. Zyklen eben.

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                          #13
                          Lieber Serafin.

                          Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                          Da wirst Du dann an der Kasse im Supermarkt von einem digitalen Assistenten freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass Dein Kaffeekonsum zu hoch sei, zu viel Salz, zu wenig Vitamine, zu viel Fett und Cholesterin, zu wenig Ballaststoffe, usw! Und dass deshalb unter dem Stichwort Personal-Pricing aus erzieherischen Gründen für Dich der Preis einer Packung Kaffee bis Ende Monat doppelt so hoch angesetzt werde!
                          Da halte ich Dich jetzt aber für ein bisschen blauäugig.

                          Denkst Du wirklich, dass die Krankenkassen da was zu sagen haben und nicht eher die Lobbyisten, die die großen Lebensmittelkonzerne vertreten?

                          Ich glaube, der Assi macht Dich eher darauf aufmerksam, dass Du 20% Rabatt bekommst, wenn Du die frischen Möhren brav zurücklegst und dafür ein Produkt mit natürlichem Möhrenaroma, viel zu viel Zucker und diversen Zusatzstoffen, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen, kaufst.

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                            #14
                            Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                            Ich hab noch nicht mal eine Chipkarte von meiner Krankenkasse.
                            Wie hast du das denn geschafft? Bei meiner Krankenkasse (und bei meinem Arzt) geht gar nichts mehr ohne Chipkarte....

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                              #15
                              Als Selbstzahler benötigt jemand keine Karte - meine ich

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