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Soll das Bargeld peu a peu abgeschafft werden?

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    Soll das Bargeld peu a peu abgeschafft werden?

    Heute mal wieder eine Meldung von Frau v d Leyen ( Die wir nicht gewählt haben)

    Sie würde gern die kleinen Centmünzen abschaffen.

    Ich bin der Meinung, dass es dann viele Verlierer geben wird.
    Angefangen bei Verteuerung von Lebensmitteln
    über niedrigere Auszahlungen bei Rückzahlungen
    bis hin zur kompletten Abschaffung von Bargeld und somit die totale Überwachung von uns allen.

    #2
    Über das Thema hab ich gerade aus diesem Anlass mit meinem Mann diskutiert.
    Er befürchtet auch eine generelle Verteuerung .
    Ich hingegen finde das Kleingeld sehr lästig und hätte nichts gegen eine Aufrundung von 0,99 zu 1,00 €.
    Und ich glaube nicht, dass das Bargeld komplett abgeschafft werden kann. Das würde ich nicht wollen und ich denke, Millionen anderer Bürger auch nicht. Da hab ich keine Sorge.

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      #3
      Jedes Mal wenn ich in Deutschland bin, wundere ich mich, dass man sich den ganzen Aufwand mit den kleinen Münzen noch antut. 1 und 2 Cent Münzen werden ja in verschiedenen EU-Ländern schon längst nicht mehr ausgegeben, sondern der Endbetrag wird einfach auf- oder abgerundet.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Eurom%...nt-M%C3%BCnzen
      Auch in der Schweiz finde ich es angenehm, dass die kleinste Münzeinheit 5 Rappen beträgt, umgerechnet 4.5 Cent.
      Bei uns sind die Schwellenpreise nicht 0,99 sondern 0,95 angeschrieben (ausser an der Tankstelle, wo noch in Rappen und Bruchteilen davon gerechnet wird). Die Händler wollen ja 1,00 vermeiden, also werden sie nicht aufrunden. Wobei natürlich jede Umstellung eines Systems erst einmal für einen Preisschub sorgt, weil vielleicht gleich auch längst fällige Anpassungen vorgenommen werden. Aber ich denke, die Vorteile überwiegen, wenn mit weniger Kleingeld hantiert werden muss.

      Von der kompletten Abschaffung des Bargeldes halte ich hingegen nichts, genau auch aus Gründen der Totalüberwachung. Einzelne Länder sind da aber schon sehr weit und oft ist es gar nicht mehr möglich, bar zu bezahlen.

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        #4
        Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
        Von der kompletten Abschaffung des Bargeldes halte ich hingegen nichts, genau auch aus Gründen der Totalüberwachung. Einzelne Länder sind da aber schon sehr weit und oft ist es gar nicht mehr möglich, bar zu bezahlen.
        Ja, so ist es leider. Wir sind im letzten Sommer unter anderem in Norwegen gewesen. Dort ist die Bezahlung mit Bargeld sehr unüblich geworden, und wir haben nicht einmal Kronen in bar abgehoben oder umgetauscht.

        Einerseits ist es zwar praktisch, wenn man kein Bargeld wechseln oder abheben muss, aber:
        - man ist extrem abhängig vom Funktionieren der Technik. Mir ist es an einer Tankstelle passiert, dass meine Karten nicht funktioniert haben bzw. die Zahlung abgewiesen wurde. Hat man auch die Möglichkeit der Bargeldzahlung, ist das kein Problem. Aber so steht man blöd da und kann nicht zahlen.
        - man verliert das Gefühl für die ausgegebenen Geldsummen, wenn man nicht jede Zahlung mitprotokolliert. Wenn es sich außerdem um eine Fremdwährung handelt, bekommt man kein Gefühl dafür, ob ein Betrag teuer oder günstig ist, weil es sich nur um eine abstrakte Zahl handelt, die kurz auf einem Display angezeigt wird. Man hält seine Karte ans Lesegerät - fertig. Man spürt nicht, was es gekostet hat (im Gegensatz zu einer Bargeldzahlung, bei der man das Geld aus dem Geldbeutel holen muss, in dem der Geldvorrat spürbar weniger wird).

        Die Abschaffung der kleinen Cent-Münzen hingegen halte ich nicht für problematisch, weil es meistens nicht nötig ist, Beträge auf einzelne Centbeträge herunterzubrechen.

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          #5
          Hallo
          ich wäre dagegen das Bargeld abzuschaffen,
          das Bezahlen mit Karte mag ich gar nicht sowie das Online Banking,
          vielleicht bin ich da Altmodisch aber wenigstens passiert es mir nicht den Überblick über mein "sauer"verdientes Geld zu verlieren
          LG Rose

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            #6
            In Skandinavien war ich leider seit geraumer Zeit nicht mehr, aber ich habe das schon häufiger gelesen, dass dort kaum noch mit Bargeld gezahlt wird. Und je unnormaler es wird mit Bargeld zu zahlen, desto näher kommen wir dem Ende des Bargelds. Ich finde elektronische Zahlungsmöglichkeiten auch wahnsinnig praktisch. Aber ich bin was die Skepsis angeht ganz bei Serafin und solipsist. Deshalb versuche ich mich regelmäßig zu überwinden und doch bar zu zahlen.

            Das Gefühl für die Summen geht mir zwar auch beim elektronischen bezahlen nicht verloren. Aber ich fürchte auch, dass dadurch ein weiterer Weg in Richtung gläserner Bürger geebnet wird, was ich nicht erstrebenswert finde.

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              #7
              Ich lebe seit 10 Jahren mehr oder weniger in Schweden (kann auch nur von diesem Land reden!) und habe den Niedergang des Bargeldverkehrs miterlebt. Ich habe auch miterlebt, wie es ist, wenn plötzlich im Supermarkt niemand mehr bezahlen kann, weil die Elektronik versagt oder irgendwo ein Server abschmiert. Im Land der 0-Serviceleistung, weil 0-Verantwortung leider immer gleich ein Debakel, das dauert.
              Es gab äußerst selten Winter ohne stundenlange Stromausfälle, da die meisten Kabel immer noch oberidisch verlegt sind. Das nimmt natürlich hier niemand wahr.
              Und was ist mit den Alten. Schon jetzt kann niemand mehr im Bus bezahlen ohne internetfähiges Handy, weil die ja so einfach handhabbar sind. Was ist mit denen, die keine Verwandten in der Nähe haben.

              Nein, das ist in kaum einem Punkt mehr das Vorzeigeland, für das sie sich selbst immer noch gerne halten und gehalten werden wollen. Hier ist der Bürger längst gläsern und darum leicht s-teuerbar! Teuer bezahlt für "wahnsinnig praktisch".
              Zuletzt geändert von ; 01.02.2020, 09:43. Grund: Ergänzung

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                #8
                Ja, wo bleiben die Armen, die Kranken, die Nicht-Handy-Besitzer, die PC-Ungeübten, usw usw?

                Die Abhängigkeit von der funktionierenden Elektronik ist in meinen Augen ein riesiger Unsicherheitsfaktor.
                Was ist, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint und aller Strom in die E-Autos fließt?
                Es gibt noch gar nicht genug Speichersysteme.

                Ich bezahle bar, wo immer es geht und bleibe dabei solange es geht. Überwachung haben wir so schon genug

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                  #9
                  Zitat von Kalua Beitrag anzeigen

                  Ich bezahle bar, wo immer es geht und bleibe dabei solange es geht.

                  ich auch

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                    #10
                    Eben, man macht sich wahnsinnig abhängig von funktionierenden Systemen, und auch davon, dass man auch Zugang zu diesen Systemen erhält. In China ist es meines Wissens so, dass man in einigen Geschäften und Cafés nur noch mit einer bestimmten Handy-App zahlen kann (Bargeld- und auch Kartenzahlung wird nicht angeboten). Für diese App benötigt man aber ein in China eingerichtetes Konto, das mit der Software verknüpft wird. Für Ausländer und Touristen fallen diese Geschäfte also normalerweise schon mal weg, weil man dort nicht bezahlen kann.

                    Dazu kommt noch das dort entstehende System mit den sozialen Bewertungspunkten, das das Wohlverhalten der Bürger mit Punkten bewertet, die einem auch wieder abgezogen werden können, wenn man negativ auffällt. Bei zu niedrigem Punktestand wird einem wohl der Zugang zu diversen Systemen entzogen, und wenn man Pech hat, kann man dann diese Bezahlsysteme nicht mehr nutzen.

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                      #11
                      Zitat von solipsist Beitrag anzeigen
                      Eben, man macht sich wahnsinnig abhängig von funktionierenden Systemen, und auch davon, dass man auch Zugang zu diesen Systemen erhält. In China ist es meines Wissens so, dass man in einigen Geschäften und Cafés nur noch mit einer bestimmten Handy-App zahlen kann (Bargeld- und auch Kartenzahlung wird nicht angeboten). Für diese App benötigt man aber ein in China eingerichtetes Konto, das mit der Software verknüpft wird. Für Ausländer und Touristen fallen diese Geschäfte also normalerweise schon mal weg, weil man dort nicht bezahlen kann.

                      Dazu kommt noch das dort entstehende System mit den sozialen Bewertungspunkten, das das Wohlverhalten der Bürger mit Punkten bewertet, die einem auch wieder abgezogen werden können, wenn man negativ auffällt. Bei zu niedrigem Punktestand wird einem wohl der Zugang zu diversen Systemen entzogen, und wenn man Pech hat, kann man dann diese Bezahlsysteme nicht mehr nutzen.
                      Das ist ja interessant, wie in China die Massen bewegt werden. Und ich stelle fest, meine Wahlheimat ist (war?, Veränderungen sind auch dort zugange, wenn auch anders) auf dem Weg, "Kleinchina" zu werden.
                      -Belohnung für systemkonformes Verhalten ist der Zugang zu bestimmten Dingen etc.- Heftig.

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                        #12
                        Du musst ja nicht mal nach China schauen, schau dir die skandinavischen Länger an. Dort zahlt man auch oft nur mehr elektronisch.
                        Ich finde die größte Frechheit dabei ist, dass man jeden im Stich lässt. Kommt es dann zu Problemen, hat man einfach Pech gehabt. Geld ist weg, schade, hättest ja keine Phishing Mails bekommen müssen.
                        App ist nur Vermittler und ist an nichts schuld, App geht nicht, Pech, warte halt,....
                        Hier wird man im Regen stehen gelassen und der Staat hilft einem nicht. Und in anderen Bereichen wird man bevormundet, dort man gar keine Hilfe benötigt.

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                          #13

                          In Bezug auf Bargeldzahlung ist mir folgender Artikel aufgefallen.


                          Die Europäische Zentralbank wechselt ins Lager der Bargeldfreunde

                          von Norbert Häring, 19.02.2020

                          Zitat Anfang

                          Jahrelang hat die Europäische Zentralbank (EZB) Bargeldobergrenzen zugestimmt oder einfach ignoriert, dass sie nicht um ihre Meinung gefragt wurde. Das hat sich radikal geändert. Für mein Verfahren beim Europäischen Gerichtshof könnte das positiv sein. [...]

                          Was passiert, wenn die EZB nicht einverstanden ist
                          [...] Die neue Haltung der EZB ist noch aus einem anderen Grund wichtig. In meinem Verfahren um das Recht auf Barzahlung des Rundfunkbeitrags, das beim Europäischen Gerichtshof anhängig ist, ist die EZB ebenso wie EU-Kommission, Bundesregierung und andere EU-Regierungen eingeladen und berechtigt, Stellungnahmen abzugeben. In Luxemburg dürfte die Meinung der EZB dazu, was gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet, besonderes Gewicht haben. Yves Mersch, der den Brief nach Italien geschrieben hat, ist für den juristischen Dienst der EZB zuständig.

                          Weil die Stellungnahmen vertraulich sind, darf ich nicht berichten, wer sich alles geäußert hat und wie. [...]

                          Jahrelang hat die Europäische Zentralbank (EZB) Bargeldobergrenzen zugestimmt oder einfach ignoriert, dass sie nicht um ihre Meinung gefragt wurde. Das hat sich radikal geändert. Für mein Verfahren beim Europäischen Gerichtshof könnte das positiv sein. [...]

                          Was passiert, wenn die EZB nicht einverstanden ist
                          [...] Die neue Haltung der EZB ist noch aus einem anderen Grund wichtig. In meinem Verfahren um das Recht auf Barzahlung des Rundfunkbeitrags, das beim Europäischen Gerichtshof anhängig ist, ist die EZB ebenso wie EU-Kommission, Bundesregierung und andere EU-Regierungen eingeladen und berechtigt, Stellungnahmen abzugeben. In Luxemburg dürfte die Meinung der EZB dazu, was gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet, besonderes Gewicht haben. Yves Mersch, der den Brief nach Italien geschrieben hat, ist für den juristischen Dienst der EZB zuständig.

                          Weil die Stellungnahmen vertraulich sind, darf ich nicht berichten, wer sich alles geäußert hat und wie. [...]

                          Warum die EZB ihre Haltung geändert hat
                          Wenn man Regierungen im Euroraum erlaubt, zum Beispiel Steuerzahlungen mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel zu verbieten, und damit die Bürger zu zwingen, mit etwas zu bezahlen, was kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, z.B. mit Bankguthaben, dann wird es schwer zu argumentieren, dass es den Regierungen verboten wäre, Steuerzahlung mit Minibonds zu erlauben, also mit klein gestückelten Staatsanleihen, die als Geld umlaufen können. Entweder die Festlegung des Euro als gesetzliches Zahlungsmittel verbietet beides oder keines von beiden. Möglicherweise ist diese Einsicht 2017 in den Reihen der EZB gereift.

                          Zitatende

                          Komplett lesen auf:
                          https://norberthaering.de/bargeld-wi...schein-mersch/elb

                          Ich selber bezahle soweit wie möglich alles in Bar.

                          Selbst Ordnungswidrigkeiten versuche ich bar zu bezahlen (nicht angeschnalltes Fahren).

                          Dumm ist nur, das die hießige Polizei kein Wechselgeld rausgeben darf, selbst in der Dienststelle so dass Bargeldzahlung dann nicht mehr möglich ist.
                          Das ist ja auch schon ein Schritt in den Bargeldlosen Zahlungsverkehr.....






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                            #14
                            Mit dem Virus ergab sich wohl jetzt ein "saftiges" Argument für den bargeldlosen Zahlungsverkehr.

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                              #15
                              http://static.nichtlustig.de/toondb/010316.html

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