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März 2016 - Erkenntnis - "Klick gemacht"

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    #16
    Liebe Fortuna.

    Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
    ich vermute, dass es hat damit zu tun, dass andere menschen andere motive haben. und dass sie den impuls komplett anders interpretieren wie du oder ich.
    Naja, mag ja sein, dass Mensche mit anderen Motiven oder Zielen auf andere Impulse ansprechen, aber mir sind Menschen begegnet, die original gar keinen Ansatzpunkt finden, um Situationen zu verändern oder zu verlassen, unter denen sie nach eigener Aussage leiden. Sie können halt nix machen - glauben sie jedenfalls.

    Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
    kennst du das bildnis von elefanten und den 6 blinden? der eine ertastet ein ohr, ein anderer ein bein, einer den rüssel, etc. und jeder nimmt den elefanten als etwas ganz anderes wahr.
    Oh ja. Und da ich das gute Tier schon von zwei Seiten gesehen habe, frage ich mich gelegentlich, wieviele Seiten mehr es geben könnte, die ich in mein Bild einarbeien könnte. Das führt manchmal leider auch zu überflüssigem Hinterfragen.

    Ergänzung: Dazu passt ganz wunderbar diese Geschiche über "Gedankliche Abgründe" - die Frage, ob ich einen Klick verpasse, weil ich zuviel als selbstverständlich hinnehme.

    Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
    ist egal, solange man sich nicht ins gehege kommt. wehe aber, wenn ...
    Jupp, wenn Welten aufeinanderprallen oder mir jemand seins unter meinen Hut stopfen will... Da steigt der Puls.
    Zuletzt geändert von ; 20.03.2016, 18:04. Grund: Ergänzung

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      #17
      Liebe FirstSunshine,

      Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
      Und was die Anlage von "allem in jedem" angeht, denke ich schon, dass ich fähig bin, ganz unterschiedliche Eindrücke von außen aufzugreifen und eine Verbindung zu etwas in mir zu finden - es muss also "viel dasein", das berührt werden kann.
      Ja, der festen Überzeugung war ich als Kind auch. Und oft hat mich die Praxis bestätigt. Ich habe vielen anderen Nachhilfe gegeben, Zeichnen oder das genaue Beobachten der Natur vermittelt und das fiel bei den meisten auf fruchtbaren Boden.


      Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
      Aber manchmal zweifle ich, ob das tatsächlich bei allen so ist. Es war durchaus Teil meines Weltbildes und ich habe immer gesagt "wenn ich das erkannt oder geschafft habe, dann kann das jeder, Du auch", bis mich jemand drauf gestoßen hat, dass es eben auch Menschen gibt, die nicht können, was ich kann. Möglicherweise gibt es tatsächlich Menschen, die Impulse von außen nicht verarbeiten und (für sich "nützlich") umsetzen können. Das widerspricht meinem Gefühl aber absolut. Was diesen Punkt angeht, warte ich noch auf den "Feinjustierungs-Klick".
      Das klingt für mich nach einer Zwickmühle, bzw. nach der Gefahr, jemanden ungerecht zu behandeln:
      Von jemandem etwas zu erwarten, was er nicht leisten kann, ist unfair. Ebenso unfair, wie jemanden aufzugeben, der vielleicht könnte, aber den Zugang noch nicht gefunden hat, sich nicht traut oder einfach keine Übung im anders denken hat.

      Also die alte Frage nach dem Können versus Wollen.

      Wie so oft ist es eine Frage von Anlage und Umgebung: Durch Üben entfaltet man seine Anlagen und durch intensives Üben kann man auch mit mittelmäßigen Ablagen weit kommen.

      Trotzdem scheint es Faktoren zu geben, die begünstigend oder begrenzend wirken können: die eigenen Anlagen, der Wille, das Alter, die eigene Erziehung, die Gesellschaft, in der man lebt, die Gesundheit usw..

      Wie es bei Körpergröße und Intelligenz eine Verteilung gibt, so gibt es die auch bei geistiger Flexibilität. Natürlich können die Umstände ein große Rolle spielen: Wer für Neugier oder kritisches Denken abgestraft wird, traut sich irgendwann vielleicht nicht mehr - oder zieht in die Großstadt, wechselt den Freundeskreis oder den Arbeitsplatz.

      Ich habe nur leider Menschen erlebt, die am extrem unflexiblen Ende des Spektrums angesiedelt waren.
      Eine Krankenhausbeschäftigte, die auf der Intensivstation die jedem Bett zugeordneten mobilen Schränkchen mit Einmalprodukten wie abgepackten Spritzen und Mullbinden auffüllen mußte, tat das in einer festen Reihenfolge, komme was da wolle. Selbst wenn eine Untersuchung durchgeführt oder sogar ein Patient reanimiert wurde, drängte sie sich zum Auffüllen dazwischen. Da war das Pflichtbewußtsein größer als die Einsicht, daß es gerade wirklich nicht paßte und sie hätte warten müssen.

      Eine andere bestellte das, was vor fünf Jahren benötgt wurde, und nicht das, was jetzt bei verdreifachter Mitarbeiterzahl nötig war - und wunderte sich immer wieder laut, warum schon wieder alles aufgebraucht sei. Und das so lange, bis man sie entließ.
      Was macht man da? Ich habe alles versucht, leider erfolglos.


      Es bleibt natürlich der Aspekt, ob die Person wirklich eine Änderung will, oder das Klagen nur Ritualfunktion hat.

      Ich habe Depressive erlebt, die nach Lösungen fragten, aber keine annehmen konnten, sondern nur aufzählten, warum keine der Lösungen funktionieren würde. Ich glaube, daß ihre Not echt war. Ihre Unfähigkeit zu Handeln war es leider auch. Als Freundin war ich da überfordert. In solchen Konstellationen kann wahrscheinlich nur ein Profi helfen.

      Liebe Grüße
      Freundin der Weisheit

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        #18
        Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
        Das klingt für mich nach einer Zwickmühle, bzw. nach der Gefahr, jemanden ungerecht zu behandeln:
        Von jemandem etwas zu erwarten, was er nicht leisten kann, ist unfair. Ebenso unfair, wie jemanden aufzugeben, der vielleicht könnte, aber den Zugang noch nicht gefunden hat, sich nicht traut oder einfach keine Übung im anders denken hat.
        Ja, für mich ist es eine Zwickmühle. Ich tue mich sehr schwer jemanden "aufzugeben".

        Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
        Also die alte Frage nach dem Können versus Wollen.
        Pfffffffffff.... Bei der Frage bekomme ich langsam aber sicher die Motten! Über die stolpere ich seit Jahren immer wieder und ich frage mich, ob man ein "Klick" nicht irgendwie beschleunigen kann. Hofffentlich bin ich bald reif für die entsprechende Erkenntnis.

        Kann man sich selbst erkenntnisbegünstigende Umstände schaffen?

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          #19
          Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
          Kann man sich selbst erkenntnisbegünstigende Umstände schaffen?
          Ich glaube nicht, da alles so kommt, wie es kommen soll. Außerdem kannst du ja nur das, was du bist.

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            #20
            Kürzlich hab ich festgestellt, dass es bei mir nicht klick macht, sondern "tropf"; das ist dann der gewisse Tropfen , der ein Fass zum Überlaufen bringt.
            Bis das Fass voll ist, dauert es allerdings eine bestimmte Zeit, wie ich oben schon andeutete.

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              #21
              Zitat von Condor2 Beitrag anzeigen
              Außerdem kannst du ja nur das, was du bist.
              Nunja, wenn Spunk recht hat und alles in jedem angelegt ist, dann bin ich alles und dann kann ich alles - und alle anderen auch.

              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              Kürzlich hab ich festgestellt, dass es bei mir nicht klick macht, sondern "tropf"; das ist dann der gewisse Tropfen , der ein Fass zum Überlaufen bringt.
              Bis das Fass voll ist, dauert es allerdings eine bestimmte Zeit, wie ich oben schon andeutete.
              Dann übe ich mich mal in Geduld (hahaha ) und warte auf den Tropfen, der die Erkentnis Übersprudeln lässt.

              Es deutet sich gerade die Erkenntnis an, dass es für das Umfeld an sich egal ist, ob jemand nicht kann oder nicht will und es nur auf das Ergebnis ankommt, mit dem man dann einen Umgang finden muss, mit dem man sich wohlfühlt. Aber so ganz greifbar ist der Gedanke noch nicht. Da spielt noch zu viel "verstehen wollen" mit rein.

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                #22
                Gerade auf YT entdeckt. Wenn gewisse Bedürfnisse der Erkenntnis im Weg stehen:

                It's not about the nail

                Mal wieder so wahr und so witzig!

                (Man kann auch deutsche Untertitel aktivieren. In der Bedienleiste unter dem Video auf das Symbol rechts neben der Uhr klicken - falls man für YT eine andere Sprachauswahl getroffen hat, erscheinen die Untertitel in der entsprechenden Sprache)

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                  #23
                  liebe Sunshine,

                  krasse story mit dem Nagel. krass, weil die nagel-tante sehr deutlich mitgefühl einfordert, und keinerlei lust darauf hat, das problem zu lösen. was wäre sie ohne den nagel?

                  das warum ist für das umfeld egal, aber nicht für uns. hm, nicht-wollern kann man bösartigkeit unterstellen und sich leichter distanzieren. nicht-könner steht man so ein bisschen hilflos gegenüber. die nerven genauso, aber man hat das gefühl, mitleid haben zu müssen.

                  hm, ne, das problem sind nicht die nicht-könner. mein problem sind die nicht-woller. deins auch, gell? ich mein, da will man doch den nagel einfach aus dem kopf rupfen, oder? und dann verletzt man sich auch noch regelmäßig selber an dem mist. da hat der liebe gott leider bei mir vergessen, die geduld und den gleichmut auszuteilen ...(ich bin ein gleichmut-nichtkönner!!! wollen würden ich unbedingt wollen!!!)

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                    #24
                    Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                    hm, ne, das problem sind nicht die nicht-könner. mein problem sind die nicht-woller.
                    Haben die nicht die selben Rechte, wie die Nicht-Könner?

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                      #25
                      Liebe Fortuna.

                      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                      was wäre sie ohne den nagel?
                      Schmerzfrei ohne andere in ihr dämliches Elend mit rein zu ziehen, die blöde Kuh.

                      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                      das warum ist für das umfeld egal, aber nicht für uns. hm, nicht-wollern kann man bösartigkeit unterstellen und sich leichter distanzieren. nicht-könner steht man so ein bisschen hilflos gegenüber. die nerven genauso, aber man hat das gefühl, mitleid haben zu müssen.
                      Der fett markierte Teil ist der springende Punkt. Ich glaube, ich müsste. Muss ich aber gar nicht. Ich versuche mir gerade klar zu machen, dass ich mich von den Nicht-Könnern genauso distanzieren darf oder gar muss, um meine Interessen zu wahren, wie von den Nicht-Wollern.

                      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                      hm, ne, das problem sind nicht die nicht-könner. mein problem sind die nicht-woller. deins auch, gell? ich mein, da will man doch den nagel einfach aus dem kopf rupfen, oder? und dann verletzt man sich auch noch regelmäßig selber an dem mist.
                      Mein Problem ist genau genommen, zu unterscheiden, wer tatsächlich nicht kann und wer nur nicht will. Da bin ich schon so oft in die Falle getappt, weil ich jemandem kein Unrecht tun wollte, indem ich mehr erwarte als er kann, und dann hat sich herausgestellt, er hätte sehr wohl gekonnt - wenn er nur gewollt hätte. Dabei ist es für mich und meine Position doch völlig egal, warum jemand etwas nicht tut. In beiden Fällen bringt er nicht die "erforderliche Leistung" und macht mir Zusatzarbeit oder beschert mir (Selbst)Verletzungen an seinem Problem.

                      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                      da hat der liebe gott leider bei mir vergessen, die geduld und den gleichmut auszuteilen ...(ich bin ein gleichmut-nichtkönner!!! wollen würden ich unbedingt wollen!!!)
                      Ich will lernen, die Situation von meinem Standpunkt aus zu betrachten und nicht von dem des anderen. Der Nicht-Könner hat das gleiche Recht, mit seinem "Problem" ohne mich fertig zu werden wie der Nicht-Woller. Nur weil jemand sein Problem nicht alleine lösen kann, heißt das noch lange nicht, dass ich das für ihn tun oder die Konsequenzen seines ungelösten Problems tragen muss. Derjenige kann auch jemand anders finden, der das Problem "übernimmt". Hallo? Es gibt Milliarden von Menschen, da bin ich höchstens eine Option von vielen, aber nicht die einzige Alternative (oder gar "Rettung")!

                      Oder das Problem bleibt eben ungelöst und dann ist es auch seine Sache, die Konsequenzen auf die Reihe zu bekommen. Da muss ich überhaupt nicht das Gefühl haben, etwas müssen zu müssen. Da darf ich auch ein Nicht-Woller sein und die Konsequenz, die ich dann tragen muss, sind eben Sprüche wie "wie kannst Du so (hart, gemein, rücksichtslos, egoistisch,...) sein?"

                      Tja, weil es mir damit besser geht.

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                        #26
                        Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                        (...) hm, nicht-wollern kann man bösartigkeit unterstellen (...)
                        Liebe Fortuna,

                        mal provokant gefragt: kann man das? Würde man nicht, wenn man nicht-wollern Bösartigkeit unterstellt, auch erwarten müssen, daß alle das selbe Weltbild, die gleiche Entwicklung, die selbe Wellenlänge, die gleichen Wünsche und Ziele haben? Und das sie deshalb genau den gleichen Weg gehen sollen / wollen / können / müssen, wie ich?

                        LG
                        Spunk

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                          #27
                          Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
                          Angelehnt an die Sesamstraße: "was passiert dann?":

                          Variante 1: der Mann kauft sich einen Rugby-Helm und begegnet der Dame nur noch in voller Schutzmontur -> bleiben und leiden

                          Variante 2: er schenkt ihr eine Zange -> radikale Lösung mit der Chance auf völlige Verbesserung... oder das Ende

                          Variante 3: er findet sich mit der Situation ab, dekoriert ihren Nagel jahreszeitlich mit Christbaumkugeln oder Ostereiern und schlägt sich aus Solidarität ein Loch ins Knie -> und sie lebten mehr oder weniger glücklich bis ans Ende...

                          Variante 4: sie schenkt ihm einen Nagel mit dem gern leicht dahin gesagten Satz: "Wenn Du mich wirklich liebst, schlägst Du Dir auch einen in den Kopf." -> hier habe ich keine Prognose, das übersteigt meinen Horizont...

                          LG
                          Spunk

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                            #28
                            Vielleicht würde ein einfacher Spiegel genügen?



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                              #29
                              Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
                              (...) Ich versuche mir gerade klar zu machen, dass ich mich von den Nicht-Könnern genauso distanzieren darf oder gar muss, um meine Interessen zu wahren, wie von den Nicht-Wollern. (...)
                              Das könnte sich zu einer Erkenntnis auswachsen...

                              LG
                              Spunk

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                                #30
                                Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                                Vielleicht würde ein einfacher Spiegel genügen?



                                Da bedarf es schon eines Spiegels mit eingebautem Klick-Generator.

                                Die große Hürde ist ja, den Zusammenhang zwischen dem im Spiegel Sichtbaren und den "unerklärlichen" Schmerzen herzustellen. Das kann stellenweise ganz schön schwer sein.

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