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Heilsame Lebenspraxis

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    Heilsame Lebenspraxis

    Etwas verspätet,aber egal.
    Heilsame Lebenspraxis ,was ist das für mich ,für euch?
    Sind dafür Anstrengungen nötig?
    Wozu will ich einen heilsameren Alltag leben?

    Ich spüre im Moment ,das verschiedene Haltungen im Alltag eben nicht heilsam sind.
    Obwohl ich einige Dinge schon loslassen konnte und auch stolz drauf bin.

    Als Beispiel -langes schlafen.
    Es tut einfach nicht gut,trotzdem dreh ich mich oft morgens noch mal um und schlaf ein.
    Danach ist der Tag gelaufen.
    Es gehört Anstrengung dazu ,das zu unterbrechen und je älter ich werde ,desto schwerer fällt es mir.

    Wenn ich mich anstrenge für etwas ,muss es Sinn machen.
    Ich will solche verhunzten Tage nicht mehr haben durch zu langes schlafen.
    Also Disziplin ,auch im Alter,entwickeln,Wecker stellen.

    Manchmal möchte ich aber auch einfach alles laufen lassen.
    Keine Disziplin ,Sch..was drauf

    Was lässt mich heil-sein?

    Vielleicht muss man sich immer wieder neu justieren im Leben.
    Ich will noch lange gesund bleiben ,also doch Disziplin,aber manchmal eben auch nicht
    Bin gespannt ,was ihr so über das heil-sein denkt.
    Gruß Rosie



    #2
    Tja Rosie, das ist ein Thema mit dem sich wohl jeder 'Rentner' beschäftigen muss.
    Lange schlafen - das ist relativ.
    Ich kenne mehrere Frauen, die morgens früh, also schon um 6 oder 7 Uhr aufstehen. Das ist definitiv nichts für mich
    Aber den ganzen Vormittag im Bett zu verbringen - das kommt bei mir eher selten mal vor.
    Zwischen viel Disziplin und gar keiner liegt ja ein breites Sprektrum.
    So alles laufen lassen, das ist für mich nicht der richtige Weg. Manchmal ja, wenns draußen regnet und ich keine Termine habe. Aber so dauernd - ne das ist nichts für mich.
    Man sollte sich den Tag so einteilen, dass man zufrieden ist. Mal ist es das Nichtstun, meist jedoch habe ich gern außerhäusige Termine, auf die ich mich manchmal vorbereiten muss oder an denen ich selbst gern einfach nur teilnehme.

    Du weißt doch; wer rastet, der rostet

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      #3
      Liebe Rosie,
      ein spannendes Thema! Vielen Dank dafür!

      Was Du bezüglich Deiner Aufstehdisziplin beschreibst, kenne ich vor allem im Ernährungsbereich: Ich weiß inzwischen, was mir ernährungsmäßig gut tut - und das ist eben nicht alles, was mir, wenn ich mit Heißhunger einkaufen gehe, gerade besonders verlockend erscheint! Heil-sam ist Schoko-Pudding für mich und meinen Bauch jedenfalls nicht, aber das langfristigere Denken, das zu einer heilsamen Lebenspraxis im unmittelbaren Sinne des Wortes gehört, muss sich eben immer wieder gegen aktuelle Gelüste durchsetzen. Da ist oft eine gewisse Disziplin gefragt.

      Gleichzeitig finde ich es auch gut und gesund, sich Ausnahmen zu genehmigen (wenn nicht irgendein körperliches Leiden dagegenspricht und die Ausnahme zur Gefährdung wird wie etwa der totale Zuckerflash bei Diabetes). Manchmal denke ich, das eiserne Disziplin auch verbissen und unflexibel machen kann. Ausnahmen machen zu können, hat für mich auch etwas mit Freiheit zu tun...

      Mir scheint, mit "heilsame Lebenspraxis" ist auch vieles angesprochen, was mit Lebensrhythmus und Struktur zu tun hat. Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass es mir sehr viel besser geht, wenn ich eine gewisse Regelmäßigkeit in meinem Alltag habe, z.B. alltags immer um die gleiche Zeit aufstehe, auch wenn ich zu unterschiedlichen Zeiten mit der Arbeit beginne. Und es hat für mich viel mit dem Balancehalten von Aktivität und Ruhe, von Gemeinschaft und Alleinsein zu tun. Zu viele Termine (auch wenn es schöne Vorhaben mit netten Menschen sind) stressen mich schnell, während ich sie bei guter Verteilung sehr genießen kann.

      In diesen Bereichen finde ich es aber auch nicht immer leicht zu entscheiden, wann es sich um ein echtes, tiefes Bedürfnis handelt und es gut ist, diesem nachzugeben, und wann eher eine Gewohnheit dahintersteckt, die aufzugeben unbequem ist. Ich habe z.B. einen Bekannten, der einen völlig verschobenen Tagesrhythmus hat, immer erst mittags gegen 12-13 Uhr aufsteht, dafür aber lange in die Nacht hinein aktiv ist. Er sagt, dass er damit seinen Tagesablauf seinem Biorhythmus angepasst hat und es ihm gegen die Natur ginge, wenn er gezwungen wäre, morgens um 8 Uhr mit irgendeiner Arbeit zu beginnen. Ihm ist bewusst, dass es ein Privileg ist, sich so entscheiden zu können, aber er denkt auch, dass es in seinem Fall gar nicht anders ginge, dass er sich niemals umstellen könnte, weil es eben seiner Natur zuwiderliefe. Ich denke zwar, dass er könnte, wenn er müsste, und dass er so, wie er jetzt lebt, vielleicht doch mehr verpasst, als er denkt, aber letztlich stecke ich nicht in ihm drin und weiß nicht, was es für ihn tatsächlich bedeuten würde, wenn er seinen Rhythmus ändern müsste.

      Was ich ansonsten noch mit "heilsamer Lebenspraxis" verbinde, ist, dass man das leben kann, was in einem ist, z.B. seine Kreativität oder seinen Forschergeist, dass man sich entfalten kann. Und auch, dass man das leben kann, was einem an Überzeugungen und Glauben wichtig ist. Wenn man etwa im Beruf gezwungen ist, gegen seine eigenen Überzeugungen zu handeln, macht das auf Dauer krank (wie man z.B. an vielen Menschen sieht, die in der Pflege arbeiten und ihrem Beruf wegen des starken Personalmangels nicht mehr in einer Form nachgehen können, die sie selbst überzeugt, mit mehr Zeit für die Patienten, mehr Zuwendung etc.). So kann mitunter ein Arbeitsplatzwechsel heilsam sein, weil man am neuen Arbeitsplatz mehr seinen Überzeugungen gemäß seinen Beruf ausüben kann.

      Und dann ist, denke ich, noch heilsam, wenn man sich seinen Ängsten und Problemen stellt, wenn man dadurch freier wird, aber das ist natürlich auch noch einmal ein Riesenthema für sich.

      Soweit meine ersten Assoziationen dazu.
      Viele liebe Grüße!
      Chaja

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        #4
        Danke für das Thema, Rosie.

        Heilsame Lebenspraxis - dazu ghört für mich vor allem ein strukturierter Tages- und Wochenablauf. Das regelmäßige Einbauen kleiner Freuden und Haltepunkte, wie z. B. das Mittagspäuschen hilft mir oft durch schwere Zeiten. Das Mittagspäuschen empfinde ich als enormen Luxus. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich seit einigen Jahren von der Eule zur Lerche mutiert bin und zwischen 5 und 6 Uhr morgens putzmunter aufwache.

        Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
        Gleichzeitig finde ich es auch gut und gesund, sich Ausnahmen zu genehmigen (wenn nicht irgendein körperliches Leiden dagegenspricht und die Ausnahme zur Gefährdung wird wie etwa der totale Zuckerflash bei Diabetes). Manchmal denke ich, das eiserne Disziplin auch verbissen und unflexibel machen kann. Ausnahmen machen zu können, hat für mich auch etwas mit Freiheit zu tun...
        Chaja
        Das hat Chaja gut ausgedrückt, dass diese Ausnahmen etwas mit Freiheit zu tun haben. Oder schlicht mit Teilnahme am Leben. Schließlich will ich nicht wegen eines Päuschens auf Treffen oder Unternehmungen verzichten.

        Weitere wichtige Punkte für eine heilsame Lebenspraxis (ich habe das bisher schlicht "gesund leben" genannt), um die ich mich erst in den letzten Jahren bemüht habe, sind vor allem gesunde Ernährung, Entspannung und regelmäßige Bewegung in der freien Natur. Im Bereich Ernährung war die drastische Zuckerreduktion richtig Arbeit und hat insgesamt Jahre gedauert, genau wie die Beschränkung des Kaffeekonsums. Der Effekt auf mein Wohlbefinden ist enorm.

        Keine Balance habe ich bisher in der Gestaltung von sozialen Kontakten und freiwilligen Aufgaben gefunden. Da bin ich schnell unter- oder überfordert. Habe zwar eine Idee, woran das liegt, übe auch daran, aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht.

        Liebe Grüße, mikie


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          #5
          Ihr Lieben ,danke für eure Rückmeldungen.
          Alles ist es wert, nochmal drüber nachzudenken.

          @mikie,ich bin an deinem Wort "putzmunter"hängen geblieben.
          Du wachst morgens putzmunter auf.

          Das kenn ich so garnicht,ich überlege die ganze Zeit,wann ich mich die letzte Zeit putzmunter gefühlt habe.

          Das mit der Zuckerreduktion ,kannst du mal schreiben ,was für Auswirkungen das für dich hatte?

          Gruß Rosie

          Kommentar


            #6
            Spannendes Thema. Erinnert mich unheimlich an den "Edlen Achtfachen Pfad" des Buddhismus, über den wir in unserer Gruppe Säkularer Buddhisten wieder und wieder diskutieren. Einerseits über die Frage, wie man das Wort "sammā" übersetzt, das in normalen Übersetzung immer mit "recht" übersetzt wird:

            Rechte Anschauung
            Rechte Absicht
            Rechte Rede
            Rechtes Handeln
            Rechter Lebenserwerb
            Rechte Anstrengung
            Rechte Achtsamkeit
            Rechte Konzentration

            Wo man aber eben auch "vollkommen" übersetzen könnte, oder "angemessen" oder "umfassend" oder eben auch "heilsam" - und alle diese Übersetzungen werden verwendet. Je nach Übersetzung klingt es anders, stelle ich mir etwas Anderes darunter vor.

            Und dann eben immer wieder die Frage "Was ist in diesem Sinne 'rechte' (oder umfassende oder angemessene oder heilsame) Anstrengung?" Wie konsequent/diszipliniert/"verbissen" ist angemessen/heilsam? Was ist der Maßstab? Ist er absolut? Bei "heilsam" denke ich ja zuerst an mich selbst als Maßstab, schon bei dem stellen sich die Fragen, die Ihr auch schon erwähnt habt: Das, was mir guttut? Jetzt oder längerfristig? Und dann gäbe es ja auch die Möglichkeit, den Maßstab "heilsam für andere Menschen, andere Lebewesen, die Erde, ..." zu setzen oder mit zu betrachten.

            Danke für das Thema.

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              #7
              Zitat von MissPig Beitrag anzeigen
              Spannendes Thema. Erinnert mich unheimlich an den "Edlen Achtfachen Pfad" des Buddhismus, über den wir in unserer Gruppe Säkularer Buddhisten wieder und wieder diskutieren. Einerseits über die Frage, wie man das Wort "sammā" übersetzt, das in normalen Übersetzung immer mit "recht" übersetzt wird:

              Rechte Anschauung
              Rechte Absicht
              Rechte Rede
              Rechtes Handeln
              Rechter Lebenserwerb
              Rechte Anstrengung
              Rechte Achtsamkeit
              Rechte Konzentration

              Wo man aber eben auch "vollkommen" übersetzen könnte, oder "angemessen" oder "umfassend" oder eben auch "heilsam" - und alle diese Übersetzungen werden verwendet. Je nach Übersetzung klingt es anders, stelle ich mir etwas Anderes darunter vor.

              Und dann eben immer wieder die Frage "Was ist in diesem Sinne 'rechte' (oder umfassende oder angemessene oder heilsame) Anstrengung?" Wie konsequent/diszipliniert/"verbissen" ist angemessen/heilsam? Was ist der Maßstab? Ist er absolut? Bei "heilsam" denke ich ja zuerst an mich selbst als Maßstab, schon bei dem stellen sich die Fragen, die Ihr auch schon erwähnt habt: Das, was mir guttut? Jetzt oder längerfristig? Und dann gäbe es ja auch die Möglichkeit, den Maßstab "heilsam für andere Menschen, andere Lebewesen, die Erde, ..." zu setzen oder mit zu betrachten.

              Danke für das Thema.
              Danke dir liebe MissPig.
              Es verspricht ein spannendes Thema zu werden.
              Rosie

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                #8
                Zitat von Rosie Beitrag anzeigen
                Das mit der Zuckerreduktion ,kannst du mal schreiben ,was für Auswirkungen das für dich hatte?
                Gruß Rosie
                Also, ich habe nur den weißen Haushaltszucker eingeschränkt, nicht den Zucker, der natürlicherweise in Nahrungsmitteln steckt, wie z. B. in Obst und Milch.

                Mein Bauchgefühl ist viel besser. Nach einer Mahlzeit bin ich satt und plage mich nicht mit Magendrücken oder Völlegefühl. Ein Hungergefühl kann ich aushalten ohne aufgrund von Unterzuckerung eine Art Schwächeanfall zu erleiden. Heißhungerattacken habe ich so gut wie gar nicht mehr.

                Meine Haut scheint mir klarer und frischer, Pickel habe ich kaum noch.

                Abgenommen habe ich nicht, wollte ich aber auch nicht. Dem habe ich z. B. mit Nüssen und dunkler Schokolade entgegengewirkt.

                Energiehaushalt, Stimmungslage und Körpergefühl sind einfach besser.

                Liebe Grüße, mikie




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                  #9
                  Zitat von mikie Beitrag anzeigen

                  Also, ich habe nur den weißen Haushaltszucker eingeschränkt, nicht den Zucker, der natürlicherweise in Nahrungsmitteln steckt, wie z. B. in Obst und Milch.

                  Mein Bauchgefühl ist viel besser. Nach einer Mahlzeit bin ich satt und plage mich nicht mit Magendrücken oder Völlegefühl. Ein Hungergefühl kann ich aushalten ohne aufgrund von Unterzuckerung eine Art Schwächeanfall zu erleiden. Heißhungerattacken habe ich so gut wie gar nicht mehr.

                  Meine Haut scheint mir klarer und frischer, Pickel habe ich kaum noch.

                  Abgenommen habe ich nicht, wollte ich aber auch nicht. Dem habe ich z. B. mit Nüssen und dunkler Schokolade entgegengewirkt.

                  Energiehaushalt, Stimmungslage und Körpergefühl sind einfach besser.
                  das kann ich bestätigen !! Abgenommen habe ich ohne Probleme (insgesamt 5 kg in 1 Jahr), habe ebenso Nüsse (meist Walnüsse) und dunkle Schoggi gegessen und siehe da, die Milchschokolade wird mir zu süß, das brauche ich nicht mehr. Anfangs, in der Übergangszeit, habe ich den Zucker mit Erythrit ersetzt. Das hat mir sehr geholfen.

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                    #10
                    ... und natürlich die tägliche Bewegung nicht zu vergessen. Die ist essentiell !

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                      #11
                      .....und beim telefonieren stehen statt sitzen
                      .....und bein fernsehen auch mal zwischendurch einige Zeit stehen
                      .....und idealerweise neben dem Schreibtisch auch ein Stehpult benutzen
                      .....und, und ..............


                      .....und sich das folgende Zitat bewusst machen,
                      und verstärkt auf die eigenen, positiven Gefühle achten.

                      Negative Gefühle schreien uns an.
                      Positive Gefühle flüstern nur."

                      ( Barbara Fredrickson )

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                        #12
                        Ich habe heute folgendes erlebt.
                        Ich bin von einem Mann ziemlich unhöflich an einer Supermarktkasse angesprochen worden.
                        Ich stand hinter ihm und er war der Meinung ,ich bin ihm zu nah auf den" Pelz" gerückt.
                        So etwas würde ihm auf den S....gehen usw.

                        Ich war mir dessen nicht bewusst und vielleicht stimmt es ja auch nicht .

                        Ich habe ihn ganz freundlich angeschaut und habe mich bedankt für die diese,seine Rückmeldung.
                        Und das war es dann auch.
                        Kein Gezänk,keine Auseinandersetzung,keine Bekundungen der Kunden hinter mir.

                        Für mich war das eine heilsame Lebenspraxis.

                        Keine Aufregung ,keinen Ärger,niemanden da mit reingezogen,den anderen Menschen seine Empfindungen gelassen, so wie sie waren.
                        Meinen Frieden im Herzen bewahrt.

                        Ob es jetzt auch heilsam für diesen Menschen war ,kann ich nur vermuten.
                        Vielleicht konnte er auf diesem Wege erfahren,das er seine Grenzen wahren darf.
                        Wie gesagt ,nur Vermutungen.
                        Dieses Beispiel klingt banal ,zeigt aber doch ,wir hängen näher zusammen als wie wir manchmal denken.

                        Grüße Rosie

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                          #13
                          Sehr gutes Beispiel,

                          Rosie,

                          was hervorragend zum Thema passt.

                          Erinnere dich immer und immer wieder an deine gute Reaktion,
                          damit du in einem neuen, vergleichbaren Fall wieder entsprechend
                          gelassen reagieren kannst.

                          Durch das ständige Erinnern des damaligen, erfolgreichen Verhaltens,
                          wird es Teil deines Denkens, so dass du auch unter Stress gelassen reagieren kannst.

                          Ich habe für vergleichbare Situationen immer einen Standardsatz parat,
                          der meist auch bei Stress funktioniert :
                          ".........ich verstehe ihre Reaktion ".

                          Allein schon dieser Satz wirkt auf beide Seiten beruhigend.

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