Hallo, Ihr Lieben!
Ich wußte gerade nicht, wohin ich dieses Thema tun soll, also dachte ich mir, nutze ich halt einmal das Thema des Monats, auch wenn das hier gerade mehr "Schnee, Schnee, Schnee" lauten sollte.
Ein Thema, das mich seit im Grunde Jahren beschäftigt, ist die Art und Weise, wie das Smartphone das Verhalten von Menschen verändert - und wie sehr mich das stört.
Ich erlaube mir, auf einen Blog-Beitrag von mir zu verlinken, der, obwohl erst letzten Dezember veröffentlicht, schon 2013 entstand, und der vielleicht erahnen läßt, wie sehr mich das Thema der Omnipräsenz einer zweiten, virtuell-digitalen Welt emotional betrifft. Auch wenn ich als vorwiegende Emotion Wut/Zorn/Sarkasmus in die Tasten tropfen ließ, weiß ich, daß dahinter Verzweiflung steckt: Verzweiflung und Sorge, weil mein Eindruck ist, daß uns allen, der kompletten Gesellschaft, nicht gut tut, was diese digitalen Geräte mit uns machen. Weil mein Eindruck ist, daß "die (jungen) Menschen im allgemeinen" dadurch grundlegende menschliche Fähigkeiten verlernen, die uns "zu besseren" Menschen machen: Zu allererst Empathie und die Fähigkeit, sich auf jemanden oder etwas einzulassen.
Und tatsächlich hat es mich über Jahre hinweg fassungslos gemacht dabei zuzuschauen, wie auch immer mehr Menschen meines Alters rund um mich zu meiner Meinung nach mehr und mehr fremdgesteuerten Smartphone-Zombies wurden und werden: Dieser Automatismus, mit dem man reagiert, wenn das Ding brummt, und mal schnell schaut - und auch sofort von diesem Auslöser aus dem Hier und Jetzt weggerissen wird. Und wie diese Menschen das nicht einmal mehr als seltsam wahrnehmen.
Voriges Jahr hatten wir beim Frühstück so eine Situation: Mein Lebensgefährte, seine 15jährige Tochter und ich saßen bei mir beim Frühstück. Wir unterhielten uns, ich redete gerade. Das Smartphone der Tocher brummte, sie las, beugte sich zu ihm, zeigte ihm was da stand, und die zwei wechselten zwei Sätze. Dann wandte mein Lebensgefährte sich mir wieder zu "sorry, das war nur die Antwort von Ts Mutter, weil wir uns gestern über xy unterhalten hatten, was hast du gesagt?" Ich selbst war ... fassungslos, wütend, enttäuscht, richtig, richtig aufgewühlt und reagierte mit "weiß ich nicht mehr, ist eh sch...-egal, interessiert ja niemanden, unterhaltet euch über xy, das ist ja viel wichtiger." Er: "Komm, sei nicht so, natürlich interessiert uns das, wir hatten nur gestern ..." Ich fing mich das kleine Bißchen, das nötig war, um in der Emotion auch wieder inhaltlich sprechen zu können, und mit viel Wut, Enttäuschung und fast Tränen in der Stimme gelang es mir, den beiden aufzuzeigen, was da gerade passiert war und mit der Frage: "Könnt Ihr verstehen, daß ich gerne hätte, daß Eure Aufmerksamkeit nicht schlagartig unseren gemeinsamen Frühstückstisch, unser gemeinsames Thema, unser gemeinsames Lachen, unser Beisammensein verläßt, nur weil dieses Sch...-Ding brummt und irgendjemand halt zufällig gerade jetzt die Antwort auf eine Frage gibt, die Ihr 10 Stunden früher gestellt habt?"
Die Tochter meines Lebensgefährten saß mit großen Augen da, sie nickte und meinte betroffen "doch, verstehe ich" - und mein Eindruck war, daß ihr überhaupt das erste Mal bewußt wurde, daß der gemeinsame Erlebnisraum von physisch Anwesenden etwas Schutzwürdiges und Achtenswertes sein könnte. Und auch bei meinem Lebensgefährten hatte ich den Eindruck, daß in ihm erstmalig eine Ahnung davon klingelte, daß das bloße Reagieren auf ein Smartphone-Brummen nur ein Bruchteil der ganzen Wahrheit dessen ist, was in diesem Moment passiert.
Diese eine Geschichte ist stellvertretend für viele: Wie z.B. Kunden, die in mein Geschäft kommen "Grüß Gott" - "Grüß Gott, wie kann ich Ihnen helfen." "Ich hätte gerne" RING RING "Entschuldigung, ja, hallo Peter, nein, ich bin gerade in einem Geschäft, du, was ich ich dir sagen wollte" - und ich stehe daneben und denke mir: "HALLO? Du Ar... kommst in mein Geschäft, ich stehe von meinem Schreibtisch auf und unterbreche meine Arbeit, um mich dir zuzuwenden und mich um dein Anliegen zu kümmern, und du hebst ab, führst dieses Telefonat und erwartest von mir, daß ich warte, bis du fertig bist?" Anfangs blieb ich meistens stehen, um zu hören, ob das Telefonat nur kurz ist, mittlerweile drehe ich mich, sobald ich wahrnehme, daß es nicht nur ein "ich ruf dich gleich zurück" ist, um, gehe wieder zu meinem Schreibtisch und wende mich meiner Arbeit zu. Meist versucht, ein bißchen länger sitzen zu bleiben und, wenn der Kunde fertig ist, erst gemächlich wieder hinauszugehen. Jaja, gleiche Münze, ich weiß.
Im Grunde finde ich sogar das Abheben und Versprechen des sofortigen Rückrufs unmöglich und denke: Drück den Anrufer weg, er wird bemerken, daß du gerade nicht kannst, ruf ihn nachher zurück. Was soll der Sch...?!
Über Jahre hörte ich meist die "also ich nutze das Smartphone ja vernünftig, es ist immer eine Frage des Wie"-Antworten - die für mich aber am Kern vorbeigingen, weil es mir erstens nicht um diesen oder jenen Menschen sondern eine allgemeine Tendenz ging und geht, und zweitens ich persönich sogar das Wie dieser Personen oft schon hinterfragenswürdig und aus meiner Sicht schon weit in die Omni-Digitalisierung verrutscht fand.
Mittlerweile häufen sich die kritischen Berichte über unsere Smartphone-Nutzung. Und ich bemerke, wie sehr es mich erleichtert, daß das Bewußtsein für das wächst, was ich seit Jahren kommen sehe. Berichte wie
https://derstandard.at/2000074197186...htig-zu-machen
https://derstandard.at/2000073651635...ogle-und-Apple
Ganz abgesehen von den Berichten über die Smartphone-Nacken- und Daumenschmerzen sowie -Schlafstörungen. Ich frage mich nur, ob dieses Aufwachen nicht schon für eine ganze Generation zu spät kommt. Ich frage mich, ob und wie sich gewisse Gewohnheiten wieder verlernen lassen.
Und vor allem frage ich mich immer wieder: Warum wühlt mich das Thema so auf? Warum lechze ich danach, Artikel wie die beiden oben verlinkten zu lesen? Ich möchte ja glauben, daß es aus altruistischen, hehren Wünschen so ist, und die nehme ich durchaus wahr: Ich wünsche mir tatsächlich, daß es Menschen gut geht, und nach meinem Eindruck geht es immer weniger Menschen auf eine Art gut, die ich als wahrhaftig und tief bewerte. Eine gesunde, nachhaltige Art. Meine Beschäftigung mit buddhistischer Philosophie, Meditation und Achtsamkeit hat meinen Standpunkt da natürlich auch weit in eine andere Richtung verschoben. Ich weiß jedenfalls, wie es mir geht, wenn ich mich gerade mit Ersatzbefriedigungen begnüge - ist ja nicht so, als ob ich ohne Smartphone nicht auch meine Ausweichmechanismen hätte; letztlich ist ja genau das der Grund, daß ich ein Smartphone bis heute verweigere, um eben überhaupt nicht erst verführt zu werden. Aber ich sitze fast 8 Stunden täglich in der Arbeit vor dem Computer, ich habe daheim meinen Laptop, und ich weiß, wie die Tage ausschauen, an denen mich eine innere Leere dazu bringt, im Netz oder auch in hirnlosen Klickspielen nach etwas zu suchen, was sie füllt. Und ich weiß aus Erfahrung, daß all das nicht sättigt, daß mehr und mehr vom "Falschen" nicht hilft. Ich habe für mein Gefühl schon zu oft vom "Richtigen" gekostet, um die zwei unterscheiden zu können.
Das ist, was ich eben in dieser gesellschaftlichen Entwicklung auch sehe: Ein immer mehr vom Falschen, mit meiner Meinung nach beängstigenden Auwirkungen auf die Menschlichkeit unserer Gesellschaft und die Umwelt. Und indem das "Falsche" einen immer größeren Glanz und Schein entwickelt, ist mein Eindruck, daß es immer schwieriger wird, dieen Schein zu enttarnen. Ja, das sorgt mich.
Und in all dem ist mir bewußt, daß ich - sehr wahrscheinlich - auch einseitig wahrnehme und bewerte und das, was ich sehe, auch größer mache, als es vielleicht ist. Meine Ablehnung der digitalen Verführung hat sich bei mir zu einem riesigen Dämon ausgewachsen. Was sich für mich also als meine große Frage herauskristallisiert ist: Wie entzaubere ich diesen Dämon? Wie nehme ich ihm diese Macht? Ist mein Ansatz der, mich meiner eigenen Leere, meinen eigenen Ausweichmechanismen, denen ich immer wieder erliege, zu stellen, und wird dann der Kampf im Außen kleiner werden, wenn ich mit dem im Reinen bin, was ich von mir selbst da draußen bekämpfe? Oder geht es doch um die Anderen? Geht es darum, weiterhin das zu sehen, was so viele nicht sehen wollen, um es spiegeln zu können, wo es vielleicht hilfreich ist, neue Perspektiven eröffnet?
Ich weiß es oft nicht, schwanke hin und her, und immer wieder fühle ich mich hilflos und alleine. Ist es nur das, was ich suche: Das Bewußtsein, nicht alleine zu sein?
Wie geht es Euch mit diesem Themenkomplex?
Ich wußte gerade nicht, wohin ich dieses Thema tun soll, also dachte ich mir, nutze ich halt einmal das Thema des Monats, auch wenn das hier gerade mehr "Schnee, Schnee, Schnee" lauten sollte.
Ein Thema, das mich seit im Grunde Jahren beschäftigt, ist die Art und Weise, wie das Smartphone das Verhalten von Menschen verändert - und wie sehr mich das stört.
Ich erlaube mir, auf einen Blog-Beitrag von mir zu verlinken, der, obwohl erst letzten Dezember veröffentlicht, schon 2013 entstand, und der vielleicht erahnen läßt, wie sehr mich das Thema der Omnipräsenz einer zweiten, virtuell-digitalen Welt emotional betrifft. Auch wenn ich als vorwiegende Emotion Wut/Zorn/Sarkasmus in die Tasten tropfen ließ, weiß ich, daß dahinter Verzweiflung steckt: Verzweiflung und Sorge, weil mein Eindruck ist, daß uns allen, der kompletten Gesellschaft, nicht gut tut, was diese digitalen Geräte mit uns machen. Weil mein Eindruck ist, daß "die (jungen) Menschen im allgemeinen" dadurch grundlegende menschliche Fähigkeiten verlernen, die uns "zu besseren" Menschen machen: Zu allererst Empathie und die Fähigkeit, sich auf jemanden oder etwas einzulassen.
Und tatsächlich hat es mich über Jahre hinweg fassungslos gemacht dabei zuzuschauen, wie auch immer mehr Menschen meines Alters rund um mich zu meiner Meinung nach mehr und mehr fremdgesteuerten Smartphone-Zombies wurden und werden: Dieser Automatismus, mit dem man reagiert, wenn das Ding brummt, und mal schnell schaut - und auch sofort von diesem Auslöser aus dem Hier und Jetzt weggerissen wird. Und wie diese Menschen das nicht einmal mehr als seltsam wahrnehmen.
Voriges Jahr hatten wir beim Frühstück so eine Situation: Mein Lebensgefährte, seine 15jährige Tochter und ich saßen bei mir beim Frühstück. Wir unterhielten uns, ich redete gerade. Das Smartphone der Tocher brummte, sie las, beugte sich zu ihm, zeigte ihm was da stand, und die zwei wechselten zwei Sätze. Dann wandte mein Lebensgefährte sich mir wieder zu "sorry, das war nur die Antwort von Ts Mutter, weil wir uns gestern über xy unterhalten hatten, was hast du gesagt?" Ich selbst war ... fassungslos, wütend, enttäuscht, richtig, richtig aufgewühlt und reagierte mit "weiß ich nicht mehr, ist eh sch...-egal, interessiert ja niemanden, unterhaltet euch über xy, das ist ja viel wichtiger." Er: "Komm, sei nicht so, natürlich interessiert uns das, wir hatten nur gestern ..." Ich fing mich das kleine Bißchen, das nötig war, um in der Emotion auch wieder inhaltlich sprechen zu können, und mit viel Wut, Enttäuschung und fast Tränen in der Stimme gelang es mir, den beiden aufzuzeigen, was da gerade passiert war und mit der Frage: "Könnt Ihr verstehen, daß ich gerne hätte, daß Eure Aufmerksamkeit nicht schlagartig unseren gemeinsamen Frühstückstisch, unser gemeinsames Thema, unser gemeinsames Lachen, unser Beisammensein verläßt, nur weil dieses Sch...-Ding brummt und irgendjemand halt zufällig gerade jetzt die Antwort auf eine Frage gibt, die Ihr 10 Stunden früher gestellt habt?"
Die Tochter meines Lebensgefährten saß mit großen Augen da, sie nickte und meinte betroffen "doch, verstehe ich" - und mein Eindruck war, daß ihr überhaupt das erste Mal bewußt wurde, daß der gemeinsame Erlebnisraum von physisch Anwesenden etwas Schutzwürdiges und Achtenswertes sein könnte. Und auch bei meinem Lebensgefährten hatte ich den Eindruck, daß in ihm erstmalig eine Ahnung davon klingelte, daß das bloße Reagieren auf ein Smartphone-Brummen nur ein Bruchteil der ganzen Wahrheit dessen ist, was in diesem Moment passiert.
Diese eine Geschichte ist stellvertretend für viele: Wie z.B. Kunden, die in mein Geschäft kommen "Grüß Gott" - "Grüß Gott, wie kann ich Ihnen helfen." "Ich hätte gerne" RING RING "Entschuldigung, ja, hallo Peter, nein, ich bin gerade in einem Geschäft, du, was ich ich dir sagen wollte" - und ich stehe daneben und denke mir: "HALLO? Du Ar... kommst in mein Geschäft, ich stehe von meinem Schreibtisch auf und unterbreche meine Arbeit, um mich dir zuzuwenden und mich um dein Anliegen zu kümmern, und du hebst ab, führst dieses Telefonat und erwartest von mir, daß ich warte, bis du fertig bist?" Anfangs blieb ich meistens stehen, um zu hören, ob das Telefonat nur kurz ist, mittlerweile drehe ich mich, sobald ich wahrnehme, daß es nicht nur ein "ich ruf dich gleich zurück" ist, um, gehe wieder zu meinem Schreibtisch und wende mich meiner Arbeit zu. Meist versucht, ein bißchen länger sitzen zu bleiben und, wenn der Kunde fertig ist, erst gemächlich wieder hinauszugehen. Jaja, gleiche Münze, ich weiß.
Im Grunde finde ich sogar das Abheben und Versprechen des sofortigen Rückrufs unmöglich und denke: Drück den Anrufer weg, er wird bemerken, daß du gerade nicht kannst, ruf ihn nachher zurück. Was soll der Sch...?!Über Jahre hörte ich meist die "also ich nutze das Smartphone ja vernünftig, es ist immer eine Frage des Wie"-Antworten - die für mich aber am Kern vorbeigingen, weil es mir erstens nicht um diesen oder jenen Menschen sondern eine allgemeine Tendenz ging und geht, und zweitens ich persönich sogar das Wie dieser Personen oft schon hinterfragenswürdig und aus meiner Sicht schon weit in die Omni-Digitalisierung verrutscht fand.
Mittlerweile häufen sich die kritischen Berichte über unsere Smartphone-Nutzung. Und ich bemerke, wie sehr es mich erleichtert, daß das Bewußtsein für das wächst, was ich seit Jahren kommen sehe. Berichte wie
https://derstandard.at/2000074197186...htig-zu-machen
https://derstandard.at/2000073651635...ogle-und-Apple
Ganz abgesehen von den Berichten über die Smartphone-Nacken- und Daumenschmerzen sowie -Schlafstörungen. Ich frage mich nur, ob dieses Aufwachen nicht schon für eine ganze Generation zu spät kommt. Ich frage mich, ob und wie sich gewisse Gewohnheiten wieder verlernen lassen.
Und vor allem frage ich mich immer wieder: Warum wühlt mich das Thema so auf? Warum lechze ich danach, Artikel wie die beiden oben verlinkten zu lesen? Ich möchte ja glauben, daß es aus altruistischen, hehren Wünschen so ist, und die nehme ich durchaus wahr: Ich wünsche mir tatsächlich, daß es Menschen gut geht, und nach meinem Eindruck geht es immer weniger Menschen auf eine Art gut, die ich als wahrhaftig und tief bewerte. Eine gesunde, nachhaltige Art. Meine Beschäftigung mit buddhistischer Philosophie, Meditation und Achtsamkeit hat meinen Standpunkt da natürlich auch weit in eine andere Richtung verschoben. Ich weiß jedenfalls, wie es mir geht, wenn ich mich gerade mit Ersatzbefriedigungen begnüge - ist ja nicht so, als ob ich ohne Smartphone nicht auch meine Ausweichmechanismen hätte; letztlich ist ja genau das der Grund, daß ich ein Smartphone bis heute verweigere, um eben überhaupt nicht erst verführt zu werden. Aber ich sitze fast 8 Stunden täglich in der Arbeit vor dem Computer, ich habe daheim meinen Laptop, und ich weiß, wie die Tage ausschauen, an denen mich eine innere Leere dazu bringt, im Netz oder auch in hirnlosen Klickspielen nach etwas zu suchen, was sie füllt. Und ich weiß aus Erfahrung, daß all das nicht sättigt, daß mehr und mehr vom "Falschen" nicht hilft. Ich habe für mein Gefühl schon zu oft vom "Richtigen" gekostet, um die zwei unterscheiden zu können.
Das ist, was ich eben in dieser gesellschaftlichen Entwicklung auch sehe: Ein immer mehr vom Falschen, mit meiner Meinung nach beängstigenden Auwirkungen auf die Menschlichkeit unserer Gesellschaft und die Umwelt. Und indem das "Falsche" einen immer größeren Glanz und Schein entwickelt, ist mein Eindruck, daß es immer schwieriger wird, dieen Schein zu enttarnen. Ja, das sorgt mich.
Und in all dem ist mir bewußt, daß ich - sehr wahrscheinlich - auch einseitig wahrnehme und bewerte und das, was ich sehe, auch größer mache, als es vielleicht ist. Meine Ablehnung der digitalen Verführung hat sich bei mir zu einem riesigen Dämon ausgewachsen. Was sich für mich also als meine große Frage herauskristallisiert ist: Wie entzaubere ich diesen Dämon? Wie nehme ich ihm diese Macht? Ist mein Ansatz der, mich meiner eigenen Leere, meinen eigenen Ausweichmechanismen, denen ich immer wieder erliege, zu stellen, und wird dann der Kampf im Außen kleiner werden, wenn ich mit dem im Reinen bin, was ich von mir selbst da draußen bekämpfe? Oder geht es doch um die Anderen? Geht es darum, weiterhin das zu sehen, was so viele nicht sehen wollen, um es spiegeln zu können, wo es vielleicht hilfreich ist, neue Perspektiven eröffnet?
Ich weiß es oft nicht, schwanke hin und her, und immer wieder fühle ich mich hilflos und alleine. Ist es nur das, was ich suche: Das Bewußtsein, nicht alleine zu sein?
Wie geht es Euch mit diesem Themenkomplex?

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