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September: Doping

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    September: Doping

    Ich hoff, ich komm jetzt niemandem zuvor mit meinem Thema.
    Ich habe eigens kein Fragezeichen hinter das Thema gesetzt. Die Fragen können wir uns hier selbst stellen.
    Das Thema bezieht sich auch nicht nur auf den sportlichen Bereich, denn gedopt wird in vielen Bereichen.
    Drauf gestoßen wurde ich eigentlich durch eine neue Untersuchung, dass auch in Westdeutschland bereits in den 70er Jahren im sportlichen Bereich gedopt worden sein soll. Auch Fußballspieler hat man jetzt im Visier, nicht nur die Radfahrer.

    Sollte man Doping freigeben? Es wird so und so gemacht; die Untersuchungsmethoden hinken hinterher.
    Bei jedem Sieg fragt man sich: War der Sieger gedopt?

    Was andere Berufsgruppen angeht:

    Es gibt auch Ärzte, die bei mehreren Schichten hintereinander Tabletten nehmen, um leistungsfähig zu bleiben. Studierende nehmen Medikamente, um nächtelang an ihrer Doktorarbeit schreiben zu können. Wird diese dann wegen Dopings nicht anerkannt, wenn es herauskommt?
    Es gibt doch inzwischen alles auf dem Markt: Mittel zum Hochfahren, Mittel zum Runterkommen; was sind Energydrinks?

    Verbieten wir alles? Es wird ja gerade zur Zeit sehr viel verboten, teilweise sogar das Rauchen in der eigenen Wohnung.
    Erlauben wir alles?

    Eure Meinung interessiert mich.

    #2
    Meiner Meinung nach muss das nicht verboten oder erlaubt werden, sondern jeder Mensch sollte selbst entscheiden, ob er solche Drogen nimmt oder nicht, ob er sich selbst zerstört oder nicht.

    Aber sich damit Siege zu erschleichen, das halte ich für mies. Ich würde es aus dem Grund nicht tun, weil ich mit einem schlechten Gewissen keinen Sieg geniessen kann. Für mich.

    Bei den "gedopten" Ärzten fällt mir keine Lösung ein, gibt es überhaupt ein Land, in dem es so viele Ärzte gibt, dass niemand Doppelschichten machen muss?

    Die vielen Mittel zum hoch- und herunterfahren werden oft gebraucht, weil es immer mehr Menschen gibt, die sich viel zu sehr unter Stress setzen (müssen?), weil sie zu viel arbeiten (müssen?) und dann in der Freizeit noch sehr viel unternehmen wollen.
    Wenn mein Tag jeden Tag von Morgens früh bis Abends spät so eng durchgeplant wäre, bräuchte ich das auch......

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      #3
      Ist es nicht auch Sache "der Gesellschaft", die ständig fordert: Höher, weiter, schneller, leistungsfähiger, allzeit abrufbar, ständig 100% (hallo fenderbender!) ?
      Sollte nicht da ein gedanklicher Wandel stattfinden? Müssen es immer Highlights sein, neue Rekorde, Dauerhöchstleistungen in jedem Bereich?

      Oder sollen wir doch das zulassen, was medizinisch machbar ist? Wird auf anderen Gebieten ja auch gemacht, Ethik hin oder her.

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        #4
        Ja, ich denke auch, dass ein gedanklicher Wandel notwendig ist, aber nur, wenn das nicht auch wieder in Stress ausartet

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          #5
          Früher war ich begeisterte Tour-de-France-Seherin, habe stets mitgefiebert und war über die Leistungen der Rennrad-Profis sehr beeindruckt. Davon motiviert bin ich selbst aufs Rennrad gestiegen und musste schnell - vor allem in den Bergen - einsehen, dass dies ein sehr harter Sport ist. Meine Hochachtung vor den Leistungen der Profis stieg.

          Heute schaue ich mir die Tour de France & Co nicht mehr an, weil ich mich verar.... fühle, wenn ein Etappen- oder der Tour-Sieger gekürt werden und es sich später herausstellt, dass Doping im Spiel war. Mit Doping ist für mich Sport kein Sport mehr.

          Schlimm finde ich und es macht mich sehr nachdenklich, wenn Menschen aufgrund von Leistungsdruck und Konkurrenzkampf Drogen / Dopingmittel nehmen um sich behaupten zu können. Da läuft doch etwas nicht richtig!

          Doch was kann man, können wir tun, dass dieses Doping unterbleibt? Mit einem einfach ausgesprochenen Doping-Verbot ist es doch nicht geschehen. Verbote werden umgangen. Also wird trotz Verbot weiterhin gedopt. Spitzensportler wie Otto Normalverbraucher. Was können wir dazu beitragen, dass diese Idee sich zu dopen erst gar nicht entsteht?

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            #6
            Wir müssten den leidigen Wettbewerb um höher, schneller, weiter, schöner, schlanker, reicher abschaffen. Da das aber in der Natur der meisten Menschen verankert scheint, haben wir wohl eher keine Chance, da etwas zu ändern.

            Ich kenne nicht viele, die sich nicht mit anderen vergleichen und besser sein wollen.......

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              #7
              Ich dope mich jetzt mal mit Kaffee, damit ich gut durch den Tag komme!

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                #8
                Kaffee- und Nikotindope habe ich schon eingenommen. Frühstück folgt. Danach bin ich für den weiteren Tag gedopt.

                Die "Mittelchen" um sich zu dopen sind unerschöpflich und reichen vom Glas Wasser bis zur anabolen Chemie und "gesundmachenden" Pharmaka.
                Unbequemes Beispiel? Sex als Verdrängungs-Übung unter anderem in depressiven Schüben wird wohl kaum als "Doping" angesehen, oder?
                Das Patisserie-Stückchen mit Sahnehäubchen auch nicht ?
                Der Spaziergang in frischer Luft am frühen Morgen? Auch nicht?
                Der Schlaf? Auch nicht?

                Wir leben mit "Doping", nennen es nur anders, ... so wie es uns in den Kram passt, so wie wir es glauben, vor uns rechtfertigen zu können. Wir ordnen es in gut und schlecht, gesund und ungesund, vernünftig und unvernünftig ... und schaffen uns so moralische und unmoralische Werte und geben uns eine Ethik.

                Mark Twain meinte: "Wasser, in vernünftigen Dosen genommen, ist unschädlich".

                Viel Spaß beim täglichen Dopen, bzw. "täglich grüßt das Murmeltier".

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                  #9
                  Okay, wenn du das so betrachtest, Shepherd, dann dopen wir alle, die einen ganz leicht und die nächsten schwerer.

                  Für mich hat sich das Thema damit erledigt, dazu fällt mir nix mehr ein

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                    #10
                    Ooooooooch, schade!

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                      #11
                      Jepp, find ich auch, Bonny, aber was soll mir dazu noch einfallen?

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                        #12
                        Es beteiligen sich relativ wenige hier, aber ist ja auch erst der 2. Tag.
                        Warten wir's mal ab.

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                          #13
                          Zitat von Anke56 Beitrag anzeigen
                          Jepp, find ich auch, Bonny, aber was soll mir dazu noch einfallen?
                          Pfff, jetz aber ! Sonst seid ihr doch nicht so schnell dabei die Flinte ins Korn zu werfen.
                          Echt, ich hatte eher mit Widerspruch oder Einspruch gerechnet.

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                            #14
                            Ich muss gestehen, ich habe deinen Beitrag gelesen und gedacht: verdammt, er hat Recht - auch ich dope mich mit Kaffee - über den Rest denke ich lieber nicht so genau nach *flöt*

                            Das Thema ist einfach sehr viel grösser als es nur auf den kleinen Bereich des illegalen Drogenkonsums zu beschränken.

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                              #15
                              Diese plötzliche Wendung in diesem Faden macht mich ziemlich betroffen.

                              Doping ist für mich kein Thema, das ich mit Kaffeetrinken, Rauchen, Luft holen und Sahneessen usw. gleichsetzen mag. Dein Beitrag, Shepherd, wirkt daher auf mich sehr befremdlich.

                              Dass z.B. Rauchen, übermäßiges Sahneessen oder Luft holen in versmogten Gegenden nicht gerade die Gesundheit fördert will ich ja nicht leugnen, doch ist das für mich kein Doping.

                              Doping ist meiner Meinung nach sehr ernstzunehmen und zwar in diesem Kontext: Doping ? Wikipedia

                              Es ist schon erschütternd zu erfahren, dass Doping gesundheitsgefährliche, wenn nicht tödliche Folgen für den, der dopt, haben kann. Je heftigeres Doping, desto wahrscheinlicher sind dessen fatale Nebenwirkungen. Goldmedaillen hin oder her. Was hat ein Sportler davon, dass er durch Doping eine Medaille gewinnt und danach tot zusammenbricht?

                              Dann das Doping von Tieren, die sich dagegen gar nicht wehren können. Menschen können sich immerhin weigern.

                              Bonny, ich denke, dass Du in diesem Sinne diesen Faden aufgemacht hast.

                              In diesem Sinne
                              Hilla

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