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Werkstatt - Oktober

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    Werkstatt - Oktober

    Ihr Lieben,

    ich starte mal in den Oktober mit dem Thema:

    MONSTER

    Viel Spaß damit wünscht Euch
    Eure Chaja

    #2
    Interessantes Thema. Dann fang ich mal an mit zwei Monstern aus Berlin (2011).



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      #3
      Aus dem Skulpturenpark in Oslo:



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        #4
        Diese Bilder kennt ihr ja bereits, aber sie passen gut zum Thema!











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          #5


          Vor einigen Jahren in Barcelona fotografiert.

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            #6
            Monster

            Es klingelte stürmisch an der Wohnungstür. Ein Lächeln legte sich auf Annes Lippen. Sie ging so schnell sie konnte zur Tür und öffnete. "Oma Anneeeeeee...!" Ein grellgrüner Springball hüpfte ein paar Mal vor ihr auf und ab und klammerte sich dann an sie. "Hallo, Jonas! Schön, dass Du da bist! Neue Jacke?" Sie lächelte über den Kopf des Jungen hinweg seiner Mutter zu, die mit einer kleinen Reisetasche in der Hand hinter ihm stand. "Ganz neu, in meiner Lieblingsfarbe. Schön, gell?" Der Springball verwandelte sich in einen Kreisel, damit Anne die Jacke von allen Seiten bewundern konnte. Silke griff geschickt in den grünen Wirbel und schob ihren Sohn mit den Worten "Hopp jetzt, rein mit Dir und Tür zu, sonst wird es kalt" sachte vorwärts in die Wohnung. Dann umarmte sie Anne "Hallo, Anne! In der Tasche ist alles, was ihr braucht. Ich muss jetzt los." Und an ihren Sohn gewandt fügte sie hinzu "Sei brav und hör auf Oma Anne, ja? Kein Theater bis spät in die Nacht! Ich hab Dich lieb" Dann flitzte sie los. Anne winkte ihr kurz nach und schloss dann die Tür.

            "Oma Anneeee...! Kommst Du?" tönte es aus dem Wohnzimmer. Jonas war ein echter Wirbelwind. Sie liebte ihn wie einen eigenen Enkel. Jedenfalls stellte sie es sich so vor. Sie hatte ja keine Enkel und würde wohl auch nie welche haben. Als Silke und Jonas eingezogen waren, hatte sich ihr Leben verändert. Manchmal fügen sich die Dinge einfach. Die stille, alte Dame und die junge, alleinerziehnde Mutter waren sich zunächst mit einer gewissen Vorsicht begegnet, aber über Jonas unbefangene Fröhlichkeit waren sie sich schnell näher gekommen. Sie stellten fest, dass sie beide verwitwet waren und dass der Verlust, egal in welchem Alter er einen traf, die gleichen tiefen Wunden riss. Und irgendwie waren sie mit der Zeit zu einer kleinen Wahl-Familie zusammengewachsen. Wenn Anne das Rheuma zu sehr plagte, um einkaufen zu gehen, erledigte Silke das für sie. Und sie fuhr sie zwei Mal in der Woche zum Kreis-Krankenhaus, weil der Weg mit den öffentlichen Verkehrmitteln so umständlich war. In dieser Woche sogar jeden Tag. Und wenn Silke einen Termin hatte, so wie den Elternabend heute abend, sprang Anne als Babysitter ein. Jonas verbrachte sowieso gerne Zeit mit ihr und hörte gespannt die Geschichten, die Anne aus ihrem Leben zu erzählen wusste.

            Als Jonas sich endlich mit frisch geputzten Zähnen in Annes ausgezogenem Gästesessel, den sie gemeinsam neben ihr Bett geschoben hatten, zurechtgekuschelt hatte und sie das Licht löschen wollte, piepste es plötzlich ganz kläglich "Oma Anne, kannst Du nicht das Licht anlassen? Im Dunkeln kommen die Monster." Anne überlegte kurz, dann löschte sie das Licht und sagte sie bestimmt "In diesem Haus gibt es keine Monster. Hier wohnt doch Maiers Gizmo! Kein Monster dieser Welt würde sich in seine Nähe trauen, so wie der haart." Sie hörte am Rascheln der Decke wie Jonas sich aufrichtete. "Was haben Katzenhaare mit Monstern zu tun?" fragte er überrascht. Nun richtete sich auch Anne auf. "Wie? Das weißt Du nicht?" fragte sie in äußerst erstauntem Tonfall. "Du weißt nicht wie gefährlich Katzen für Monster sind? Diese Geschichte hat mir meine Mutter schon erzählt als ICH noch ein Kind war - und das ist viele, viele Jahre her." Anne spähte in die Dunkelheit Richtung Sessel. "Nein, das weiß ich nicht" klang es nun deutlich weniger piepsig herüber "Erzählst Du mir die Geschichte?" Keine Spur mehr von Angst, nur noch gespannte Neugier. "Aber klar doch, Jonas, mach ich!"

            Vor vielen Jahren, vielleicht sogar Jahrhunderten lebte eine Katze bei einer Familie mit vielen Kindern. Das jüngste Kind der Famlie hatte die Katze als kleines Kätzchen aus dem Wildbach gerettet, in dem es zu ertrinken drohte. Seit diesem Tag folgte ihm das Kätzchen treu und schlief jede Nacht an seine Beine gekuschelt. Das Dorf in dem die Katze lebte, lag am Dunklen Wald. Aus diesem Wald kam immer wieder des Nachts ein Monster, um sich ein Kind zu fangen, es mit in den Wald zu nehmen und dort zu fressen. Alle hatten Angst vor dem Monster und niemand versuchte es aufzuhalten. Schließlich hatte das Monster fast alle Kinder der Familie geholt, nur das jüngste war noch übrig. Als nun eines Nachts das Monster ins Haus schlich, um auch dieses Kind zu holen, stellte sich ihm das treue Kätzchen in den Weg. Es hatte unglaublich große Angst und sein Fell sträubte sich. Doch es wollte nicht zulassen, dass das Monster das Kind mitnahm, das sein Leben gerettet hatte. Die Katze zitterte und durch das Zttern lösten sich einige Haare aus seinem gesträubten Fell. Ein sachter Widhauch trieb die Haare auf das Monster zu. Und als das erste Katzenhaar das Monster berührte, platzte es wie eine Seifenblase. Die Geschichte vom Tod des Monsters verbreitete sich in Windeseile über alle Dörfer und die Leute erzählte sie sich, wenn sie sich beim Feuerholzsammeln in den Wäldern begegneten. So erfuhren auch die anderen Monster von der Gefährlichkeit der Katzen. Der Hohe Rat der Monster traf sich in einer mondlosen Nacht im finstersten Tannenwald und beschloss, dass es künftig allen Monstern verboten sei, ein Haus, eine Hütte, ein Zelt oder irgendeine Behausung zu betreten, in der eine Katze lebt. Und da alle Monster große Angst davor hatten, einer Katze zu begegnen und zu sterben, hat noch nie ein Monster gegen dieses Verbot verstoßen.

            "Das ist eine schöne Geschichte. Bestimmt wird Gizmo alle Monster fern halten." "Oh ja, Gizmo ist der haarigste Kater, den ich je gesehen habe, der wird uns alle beschützen." Schlaf gut, Oma Anne." "Bestimmt. Du auch, mein Großer!"

            Nach einer kurzen Pause murmelte Jonas schläfrig "Hat die Katze in der Geschichte denn einen Namen?"

            "Aber natürlich. Die Katze in der Geschichte heißt Chemo" sagte Anne lächelnd. "Kemo, das ist ein schöner Name." Ja, ein schöner Name für eine Katze, die schon lange keine Haare mehr hat.

            "Und das Monster, hat das Monster auch einen Namen?"

            "Das Monster heißt Krebs" sagte Anne leise. Und es zerrt Dich nicht in den Wald, um Dich zu fressen. Es frisst Dich von innen auf. Erst die Lunge, dann die Leber, die Lymphdrüsen und das Hirn. Irgendwann sitzt es in Deinen Knochen und es gibt keine Rettung mehr.

            Jonas schnarchte leise vor sich hin und Anne lag noch lange wach und dachte an ihre Tochter, die ihr niemals Enkel schenken würde, da das Monster sie in einer der nächsten Nächte holen würde.

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              #7
              Ein Stehgreif-Gedicht - ich stelle es mal ein, bevor ich es mir anders überlege...


              Das Monster träumt....

              Das Monster träumt die wunderschönsten Dinge
              in seinem herrlich feuchten Matschebett.
              Es träumt, es wär‘ allein im Wald und ginge
              solange, bis es Spur’n gefunden hätt‘.

              Den Spuren folgt‘ es bis hinauf zur Spitze
              des Schlossbergs, wo es alsobalde dann
              mit einem Sack voll klebriger Lakritze
              das Herz des Königstöchterleins gewann.

              Tatsächlich war das Monster gestern oben
              auf jenem Schlossberg, mit dem großen Sack,
              in den es unter Poltern, Knurr’n und Toben
              die Königstochter steckte, huckepack
              sie nahm und schließlich ungefraget schaffte
              mit ungehobelt-roher Armgewalt
              in seine Höhle, wo’s verlegen paffte
              die Siegzigarre bis ihr Schrei’n verhallt.

              Das Monster träumt die wunderschönsten Dinge
              in seinem herrlich feuchten Matschebett.
              Es träumt, dass die Prinzessin mit ihm ginge,
              ganz ohne, dass es sie gezwungen hätt‘.

              Ja, auch ein Monster hat so seine Träume,
              doch bisher blieb ihm dieser unerfüllt,
              obwohl inzwischen einer seiner Räume
              vor Königstöchtern förmlich überquillt.

              Da heißt es üben, üben, nochmals üben,
              denn schließlich muss es irgendwann gelingen!
              Das Monster grunzt beruhigt, rollt sich nach drüben
              und träumt erneut von wunderschönen Dingen.
              Zuletzt geändert von Chaja; 18.10.2014, 22:44.

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                #8
                Monster

                Ich fress dich, sagt das Monster, aber das tut es nicht. Du bist sein Wirt, es ist dein Parasit. Du kannst es nicht töten, kannst es nicht aussetzen, es hat dich fest im Griff. Wie Efeu einen Baum. Fest, so fest schlingt es seine Arme um dich, seine kleinen Saugnäpfe.
                Es verschlingt dich. Still und heimlich, unauffällig. Nicht wie ein Sturm, nicht mit Blitz und Donner, es schleicht sich an und dann ist es da, lässt dich nicht mehr los, nie mehr.
                Du kannst das nicht, flüstert es. Du bist es nicht wert, bist nichts wert. Schlecht bist du, schlecht. Tust dir auch noch leid, oje, du Arme, hast es wirklich schwer nicht wahr? Aber keine Sorge, es sind noch genügend Erdnussflips da.
                Ja, dreh die Musik lauter, versuch es doch. Du kommst nicht gegen mich an. Ich bin in dir, schon vergessen? Ich bin dein Monster, bin schwarze Schwere oder Herbstsonne auf goldenen Blättern. Du wirst mich nicht los, du nicht. Versuch es erst gar nicht. Oder versuch es, mir doch egal. Du kannst ja noch nicht mal ohne Erdnussflips leben.
                Du willst ihnen von mir erzählen? Dann tu's doch, tu es. Sie hören dir sowieso nicht zu. Dir nicht.
                Heul doch, tu's doch. Ich trinke deine Tränen, ich bin dein Monster. Iss noch ein paar Erdnussflips, trink noch ein bisschen Rotwein. Mach die Musik lauter und bilde dir ein, sie würden dich verstehen, sie würden von ihren Monstern singen, sie hätten auch ein Monster, so wie du.
                Und werde wütend, o ja, deine Wut ist meine Energie. Spürst du, wie ich wachse?
                Liebe? Mit Liebe willst du mich töten? Siehst du, wie ich lache? Ich habe keine Angst vor deiner Liebe. Die anderen lieben dich? Sie kennen dich doch gar nicht. Wissen nicht, wer du bist, wie können sie dich lieben? Ich kenne dich.
                Und du, du liebst sie, sagst du? Ja, daran willst du wohl glauben. Zünde ein paar Kerzen an, geh in die Kirche. Geh in den Wald, deinen heiligen. Trage mich herum und zeige mir die Welt.
                Ach, Verständnis hast du für mich? Ich sei doch auch nur ein armes trauriges Würstchen? Na, wenn du meinst. Glaub doch dran.
                Ich lass dich nicht los, ich bin dein Monster. Du wirst mich nicht los. Ah, da fällt dir schon der nächste Blödsinn ein. Annehmen willst du mich. Na dann. Tu das doch. Dazu musst du mich allerdings sehen, richtig sehen und das tust du ja nicht, nicht wahr? Traust dich nicht. Vielleicht bin ich es, der gesehen werden will? Keimt da eine vage Hoffnung auf, an deinem Horizont? Dem Monster ins Auge sehen, dann verschwindet es? Und wie viele Erdnussflips brauchst du dazu? Erzähl mir doch nichts. Du willst mich nicht sehen. Du willst dich nicht sehen. Bau nur weiter an deinem Heiligenschein, erzähl ihnen, dass es dir gut geht. Es geht dir nicht gut. Du hast ein Monster zu verbergen.

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                  #9
                  Monster

                  „es ist zeit für dich, zu gehen.“ waren meine letzten Worte an ihn. Tief in mir, fühle ich noch immer diese Hitze wie damals. Welche mich berauscht, mich schmerzt, noch immer. Es ist, als würde mein innerstes noch immer in genau diesem Moment verharren. In seine Augen blickend, sehe ich den Schmerz, welche meine Worte ihm verursachten. Er liebte mich, aus vollem Herzen.
                  Gross ist der Kloss in meinem Herzen. Die angst, vor dem jetzt kommenden lässt ihn noch anwachsen. Viele fragen lasse ich nicht zu. Ich will sie nicht sehen. Zu gross ist die angst in mir. Als würde mir die Tasse halt geben, umklammere ich sie. Den blick immer zum Eingang des kleinen Cafés gerichtet. Es ist keine Ungeduld, es ist Erwartung und angst zu gleichen teilen.
                  Mein Herz bleibt stehen. Suchend durchkämmen seine Augen den Raum, bis sie an mir hängen bleiben. Freude huscht über sein Gesicht, als er mich erkennt. Vorsichtig begrüssen wir uns. Schnell ist die Kellnerin zur stelle und fragt ihn nach seinen wünschen. Ruhig und gelassen bestellt er. Es erscheint mir, als wäre kein Augenblick seit damals vergangen. Alles fühlt sich noch immer so vertraut, so richtig an. Als wären wir nie getrennt gewesen. Dabei sind wir das noch immer. Er stellt keine fragen, er sieht mich nur an.
                  „du wirst dich sicher fragen, warum wir hier sind.“ beginne ich, worauf er nickt. „damit du mich verstehen kannst, werde ich erst einmal gewisse Dinge erklären müssen. Damals.. als ich mich von dir getrennt habe, konnte ich es dir noch nicht sagen.“ für einen Moment mache ich eine pause. Mein Herz verweigert seinen dienst und doch sehe ich in seine Augen, welche mich liebevoll anblicken.
                  „ich liebte dich bereits damals, genauso wie ich es heute noch tue.“ zwinge ich mich, das unaussprechliche zu sagen. Aufmerksam betrachten mich seine wundervollen Augen, als würde ich ihm nichts neues mitteilen. Wie kann das sein?
                  „damals, hatte ich angst. Angst, davor zu lieben. Dich zu lieben. Weil es zwangsläufig bedeutete, das ich lieben kann. Würde ich diese liebe leben. Doch ich liebte mich selbst damals nicht. Darum war es mir unmöglich, an deine liebe zu mir zu glauben. Ich hatte auch angst vor mir selbst. Ich sah mich als ein Wesen, eine Art Mensch, welche es nicht verdient hat, zu lieben. Geliebt zu werden. Wenn ich selbst schon nicht im Stande war, mich zu lieben. Wie solltest du dazu in der Lage sein? Versteht du, was ich meine?“ frage ich ihn unsicher.
                  Noch immer erscheint es mir, als würde ich nichts neues für ihn sagen. Langsam nickt er und bedeutet mir damit, ich soll weiter sprechen. Verwirrt versuche ich meine Gedanken zu ordnen.
                  „In der Zwischenzeit, habe ich mich mir selbst gestellt. Habe ich mich, selbst kennengelernt. Was ein ziemlich langwieriger Prozess ist. Ich bin also noch nicht durch damit. Doch je mehr zeit verstreicht, umso mehr vermisse ich dich. Habe ich angst, dich vollends zu verlieren. Vielleicht habe ich das schon längst.“ meine stimme verweigert ihren dienst. Wortlos schüttelt er den Kopf. Warum sagt er nichts?
                  „es war mir nicht möglich, mit dir zusammen zu sein, damals. Ich musste Distanz haben, zu allen. Damit ich mich selbst sehen konnte. Um endlich zu verstehen, wer ich wirklich bin. Nicht was ich für andere zu sein erscheine. Sondern was ich wirklich bin. Ich dachte damals, ich sei es nicht wert. Ich wurde benutzt, also dachte ich, nicht mehr verdient zu haben. Nicht von dir. Du warst so gut zu mir, dass ich das erst erkennen konnte. Aber gerade das, schmerzte mich auch. Es liess mich mit dir Schluss machen, selbst wenn mein Herz dabei aufschrie. Ich wollte dir nie weh tun, doch es blieb mir keine andere Wahl. Wie hätte ich dir das damals erklären können? Ich wusste da noch nicht, was genau in mir vorging. Auch heute weiss ich das nicht vollends. Ich habe aber etwas grundlegendes gelernt, in dieser zeit. Angst, ist etwas, das sich durch wegsehen vergrössert. Sie wird riesig, wenn man sie nicht betrachtet, leugnet. Nicht ergründet, woher sie stammt. Bis sie zu einem undefinierbaren Monster wird, welchem wir uns nicht zu stellen trauen. Zu übermächtig erscheint sie uns.“ schliesse ich für den Augenblick.
                  Gemächlich rührt er mit dem löffel in seinem Kaffee. Fast erscheint es mir, als würde es seine gesamte Aufmerksamkeit fordern. Enttäuschung breitet sich in mir aus und Wut. Wieso reagiert er so überhaupt nicht? Er hat entweder nicht verstanden, was ich ihm gerade sagte, oder es ist ihm egal. Ich fühle die tränen in meinen Augen.
                  „ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.“ spricht er, wie zu sich selbst. Bis er mich ansieht. Ich sehe den Schmerz, welcher die Trennung mit sich brachte für ihn. Erkenne die Sehnsucht, welche fast UN-aus-haltbar gewesen ist. Heftiger noch, als es für mich war. Ihn plagte das nicht-wissen, warum ich ihn von mir stiess.
                  „kannst du mir verzeihen?“ höre ich mich fragen.
                  „nein.“ antwortet er trocken. Meine Kehle schnürt sich zu und so bringe ich kein Wort heraus.
                  „ich werde dich ein leben lang daran erinnern, das du deine Gefühle nicht mehr leugnen darfst.“ spricht er leise weiter, wobei er sich ein grinsen nicht verkneifen kann. Alle last, alle angst fällt von mir ab, trotz der vielen offenen fragen in mir. Die Erleichterung lässt mich weinen.
                  „ich habe dir verziehen. Genügend zeit hatte ich ja. Es war jedoch nicht verständlich für mich, das ich deine liebe noch immer fühlte. Egal was du zu mir sagtest. Das machte mich beinahe verrückt. Angst, habe ich auch. Gerade weil ich dich liebe. Da es die angst beinhaltet, dein Glück mit zu verantworten. Es zu ermöglichen. Die angst, das ich es nicht schaffe, dir das zu geben, was du zu deinem Glück brauchst.“ erklärt er sich mir. Mit grossen Augen betrachte ich ihn. Sehe auch das Monster in ihm, welches mich von ihm ferngehalten hat. Die angst. In diesem Augenblick schwöre ich mir selbst etwas. Niemals mehr, werde ich meine Gefühle leugnen. Der Vernunft das Zepter über meine Entscheidungen überlassen. Die angst, wird mich nicht mehr in seinen klauen halten. Ich werde sie niemals mehr so gross, so übermächtig werden lassen. Das sie mir wie ein Monster erscheint. Das bin ich meiner liebe, mir selbst schuldig.

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                    #10
                    Hobbes, hast du etwas von fressen geschrieben ??



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