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Herkunft von Sprichwörtern erfinden...

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    Herkunft von Sprichwörtern erfinden...

    Habt Ihr Lust, gemeinsam die Herkunft von Sprichwörtern an den Haaren herbeizuziehen?

    Aus gegebenem Anlass - einem fast täglich vor meinem Fenster turnenden - fragte ich mich, woher das Sprichwort: "Der Teufel ist ein Eichhörnchen kommt". Die reale Herkunft fiel mir dann wieder ein. Sich selbst eine auszudenken, macht bestimmt mehr Spaß als googlen...

    Wer eines herleitet, gibt wieder ein neues vor... Mehrfachherleitungen erwünscht?

    #2
    Es handelt sich bei diesem Sprichwort um einen tragischen Tippfehler im US-Wahlkampf.

    Die Wahrheit lautet: Der Teufel isst ein Eichhörnchen...
    Hier, schaut selbst: Freiburg:*Der Präsidentenkandidat und das Eichhörnchen - Mittagspause*●●●*fudder



    Jemand eventüll ein neues Sprichwort?
    Zuletzt geändert von ; 18.02.2013, 20:31. Grund: verschluckt

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      #3
      Ich kannte das Sprichwort "Der Teufel ist ein Eichhörnchen" gar nicht, bin mir aber vollkommen sicher ..... ähmm... dass es aus der nordischen Mythologie stammt: In der "Weltenesche" Yggdrasil, die Ober- und Unterwelt wie eine Achse miteinander verbindet, wohnt doch dieses fiese Eichhörnchen, das immer zwischen beiden getrennten Welten hin- und herflitzt und kräftig intrigiert. Wenn das kein Teufelchen ist!

      Woher wohl "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" kommt?

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        #4
        Fein, dass Du mitspielst.

        Ist es nicht immer wieder erstaunlich, was wir alles finden und was uns findet, wenn wir den Geist, die Aufmerksamkeit auf etwas ausrichten. Das hier flog mir gestern vor die Linse... und zwar ganz ohne nach Eichhörnchen zu suchen...

        Schwalbe und Sommer... werde darüber heute sinnieren und freu mich noch mehr, wenn dann hier schon etwas steht

        Bis bald
        Smileelims

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          #5
          Tja, das mit der Schwalbe und dem Sommer. Komplizierte Sache. Es geht nämlich gar nicht um den Sommer wie Winter, sondern um den Dr. Sommer (der aus der Bravo, erinnert sich wer?). Der wollte nämlich endlich auch mal Urlaub machen, sich eine lange Auszeit in einem Kloster genehmigen, um der Thematik mal komplett zu entfliehen.
          Aber wer macht dann den Sommer? Die Wahl fiel auf Harry. Harry, der Amateur-Fußballgott der Kreisliga-Nord. Na ja, wenn man Harry selbst fragt. Den anderen fiel er hauptsächlich deshalb auf, weil man ihn im Strafraum nur anpusten musste und schon hat er einen wunderschönen, von Ächzen und Stöhnen begleiteten Sturzflug hingelegt. Darum nannten ihn alle nur Schwalbe.
          Der echte Sommer ging also ins Kloster und Harry übernahm. Das kam allerdings nicht so gut an, denn er schaffte es, in jede Antwort ellenlange Fußballvergleiche einzuflechten.
          So atmeten alle auf, als der echte Sommer endlich zurückkam und geboren war das Sprichwort: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

          Mich würde jetzt allerdings interessieren, was es damit auf sich hat:
          Da beißt die Maus keinen Faden ab.

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            #6
            Habe mich so gekringelt!


            Tja, das mit der Maus und dem Faden, komplizierte Sache. Hier ist nämlich leider ein wirklich ernsthaftes Thema berührt. Gut, der Skandal geht nicht ganz so weit wie der bei Amousety International, als aufgedeckt wurde, in welchem Ausmaß und von welchen Maulwürfen weltweit illegal in Geheimbunkern Mäuse gemolken wurden... aber es ging um die Arbeitskraft der Mäuse und damit um die IGM - wie wir alle wissen, das Kürzel für Industriegewerkschaft Maus.

            Natürlich spielten die Arbeitgeber auch bei der letzten IGM-Tarif-Runde wieder auf volles Risiko. Eine Erhöhung des Buttersozialprodukts war damit nun wirklich nicht zu machen. Doch die gewerkschaftlich organisierten Mäuse waren kämpferisch und riefen einen Generalstreik im ganzen Land aus. Die Modeindustrie traf es dabei besonders hart. Die Fadenbeißer verweigerten drei volle Tage lang den Dienst. (Hunde erwiesen sich als völlig untauglicher Ersatz, denn auch wenn es nur ein Buchstabe ist, zwischen Waden- und Faden liegen grob- und feinmotorische Welten.)

            Nach der Fettstufen-Tariferhöhung um 20 Prozent, war alles wieder in Butter und die Arbeit wurde fortgesetzt, als hätte es nie einen Generalstreik gegeben.

            Woher kommt aber bloß das Sprichwort Lügen haben kurze Beine?

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              #7
              Die Fadenbeißer! Und Amousety Der Faden gefällt mir.

              Zitat von Smileelims Beitrag anzeigen
              Woher kommt aber bloß das Sprichwort Lügen haben kurze Beine?
              Das ist leicht. Das ist ein unerzähltes Kapitel der Pinocchio-Geschichte. Unerzählt, weil brutal und grausam. Abgesägte Beine und so weiter. Reden wir besser nicht darüber.


              Themawechsel: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?

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                #8
                You made my day.


                Da Du uns freundlicherweise das Pinocchio-Kettensägenmassaker erspart hast... können wir Dir da wirklich die wahre Geschichte über den Stamm...?!
                Du könntest Dich veräppelt fühlen . Wenngleich jedes Wort wahr ist

                Das weise alte Squawmütterchen Granny Smith (ein Halbblut, ja) verbrachte viel Zeit mit ihren Söhnen Golden und Red Delicious, die sich immer extrem in Schale warfen... Das Feuer ihres Mannes, Brae Burn, war schon lange aus, weswegen sie sich Häuptling Cox Orange zugewandt hatte

                Als Wilhelm Tell wieder einmal für'n Appel und'n Ei auf einer seiner - von der amerikanischen Waffenindustrie gesponsorten - Schieß-Touren bei den Rothäuten vorbeikam, verschoss er sich auf den ersten Blick in Granny Smith. Klar, dass Cox ihn sofort zum Duell forderte. Häuptling Cox Orange fiel unüberhörbar, von der Armbrust gerichtet, nur wenige Meter von seinem Stamm. (Was Ei-Tune und das spätere Weltunternehmen Apple mit diesem Eifersuchtsdrama zu tun haben, ist eine andere Geschichte, die besser auch niemals erzählt wird... sie ist nämlich mindestens so tragisch wie die abgesägten Beine )


                Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht?

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                  #9
                  Zitat von Smileelims Beitrag anzeigen
                  Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht?
                  Ach, dass Ihr all diese fürchterlichen Geschichten immer wieder aufwühlen müsst! Naja, Manfred Krug erzählt sie auch immer wieder mal....

                  Einer seiner Vorfahren soll bei diesem Männertrip durch den Thüringer Wald dabeigewesen sein. Der Müller, der Böck und der Krug waren da unterwegs. Und als sie sich fernab vom Rennsteig tüchtig verirrt hatten, wurden sie von freundlichen Bauersleuten auf einem einsamen Hof zum Abendessen eingeladen. Da die Bauersfrau demnächst zur Obsternte wieder einen neuen Rumtopf ansetzen wollte, der vom letzten Jahr aber noch lange nicht leer geworden war, bot sie den jungen Männern immer wieder von den alkoholgetränkten Früchten an, bis das bald wieder benötigte Gefäß endlich leer war. Da sich die Gäste anschließend nur noch wankend vorwärts bewegen konnten, ließ sie sie gleich im Gästezimmer übernachten. Der Müller und der Böck schliefen auf sofort ein. Dem Krug aber wurde sowas von schlecht. Das eingelegte Steinobst rumorte in seinem Bauch und er wusste kaum noch wohin mit sich. Aus Angst, der gastfreundlichen Bauersfrau in die Stube zu reihern, machte er sich auf den Weg treppab nach draußen, wo ihnen ihre Wirtin den Brunnen als einzige Waschgelegenheit gezeigt hatte. Als er unten an der frischen Luft war, ging es dem Krug gleich besser. Nach ein paar Minuten lief er wieder beruhigt treppauf in das gemeinsame Gästezimmer. Müller drehte verschlafen den Kopf zu ihm um: "Krug, was machst Du da?" fragte er. "Ich war nur unten am Brunnen, weil ich dachte, ich müsste kotzen" - "Ach so"... Müller schlief wieder ein. Ein paar Minuten später, wallten die beschwippsten Früchte wieder in so großen Wogen durch Krugs Magen, dass ihm Angst und Bange wurde. Er stand auf, ging nach unten zum Brunnen - und kehrte nach einigen Minuten wieder zurück, da ihm die frische Luft erneut gut getan hatte. So ging das fast die ganze Nacht. Der Müller und der Böck rollten sich inzwischen schlaflos in ihren zudem unbequemen Betten herum. "Mannomann", meinte der Böck, als der Krug gerade mal wieder versuchte, die quietschende Treppe so leise wie möglich hinunterzurennen, weil er das Schlimmste vermutete. "Mannomann, wie oft will der heute denn noch nach draußen laufen?". Daraufhin meinte der Müller: "Der Krug? Der geht so lange zum Brunnen, bis er endlich bricht! Hoffentlich hat er's bald geschafft!"
                  Und da solche Männer-Helden-Abenteuer ja immer wieder gerne nacherzählt werden, hat sich diese Episode überliefert. Allerdings weiß niemand mehr, ob der Krug sich in dieser Nacht noch erleichtern konnte oder nicht.

                  Aber viel brennender interessiert mich ja, was es mit folgendem Sprichwort auf sich hat: " Es wird nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird."

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                    #10

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                      #11


                      Aber viel brennender interessiert mich ja, was es mit folgendem Sprichwort auf sich hat: " Es wird nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird."
                      Leider ist es streng untersagt, hier zu sehr ins Detail zu gehen, da sonst eine Klage droht. Nur so viel: Es handelt sich um ein neues, brandheißes Konzept des Privatsenders VOX. Das Perfekte Dinner im Schlafrock bekommt einen nicht jugendfreien Ableger im Negligé. Da wird richtig heiß gekocht

                      Die Gäste schauen beim Akt in der Küche direkt zu statt wie sonst lahm am Tisch zu lümmeln oder durch die Behausung zu schnüffeln. (Gemeint ist natürlich der Akt des Kochens.) Die anschließende gemeinschaftliche Essensaufnahme selbst ist dann wieder kühl gehalten, weil am Tisch natürlich Kleiderpflicht (Vollmontur) herrscht...

                      (Bitte kein Hashtag Aufschrei, weil die Männer das auch genau so machen müssen... leicht bekleidet in der Küche... ) Die Temperaturabstürze beim Essen des Dinners sind aus diversen Gründen gewollt.

                      Die erste Ausgabe des Promi-Dinners im Negligé soll mit Claudelle Deckert, Gina Lisa Lohfink... ach, das wollt Ihr gar nicht wissen


                      Jemanden durch den Kakao ziehen?!

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                        #12
                        Oh là là ...

                        Zitat von Smileelims Beitrag anzeigen
                        Jemanden durch den Kakao ziehen?!
                        Ebenfalls Fernsehen: Das kann man ganz buchstäblich nehmen, Stefan Raab denkt nämlich darüber nach, das Wok-Bob-Fahren durch das Mensch-durch-den-Kakao-ziehen zu ersetzen. Bisher suchen sie noch nach geeigneten Schwimmbädern und testen, wie heiß der Kakao sein darf, um das Ganze möglichst abenteuerlich zu gestalten.

                        Was ich allerdings nicht weiß: Ob und inwiefern das Sprichwort "in Teufels Küche kommen" etwas mit dieser Sache zu tun hat.

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                          #13
                          Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
                          Was ich allerdings nicht weiß: Ob und inwiefern das Sprichwort "in Teufels Küche kommen" etwas mit dieser Sache zu tun hat.
                          Na, wenn Raabs Sendungen keine Teufelsküche sind, weiß ich es auch nicht! Aber ursprünglich steht diese Wendung in einem ganz anderen Zusammenhang. Dem heute leider völlig unbekannten Kirchenkritiker Martin Thomas Drewerzwingli-Luthermüntz, der ungefähr ziemlich genau um 1500 lebte, wurde in seinem hochnotpeinlichen Hexerprozess verkündet, dass er nach seiner Hinrichtung unmittelbar und ohne Umwege in der Hölle landen würde. Der aufmüpfige, geistig unter diesen Umständen noch erstaunliche beständige Geistliche meinte daraufhin, dass er sich dort um einen Arbeitsplatz in des Teufels Kücher bewerben wolle, denn erstens liebe er es heiß und zweitens könne er dort an den Vorzügen der Hölle, dem hemmungslosen Prassen und Schlemmen, ganz unmittelbar teilhaben. Während dem leitenden Inquisitor vor Schreck die Luft wegblieb und der Henkersknecht einem Herzinfarkt erlag, kletterte Drewerzwingli-Luthermüntz fröhlich vom Scheiterhaufen. Aber nein - falsch gedacht: Die Geschichte geht trotzdem nicht gut für ihn aus, denn um ihn herum stand ja eine große Menge Schaulustiger, die mit ihren Heugabeln dafür sorgte, dass er doch wieder hochkletterte. Seine Schlagfertigkeit hat ihm also nicht das Leben gerettet, wie es bei Stefan Raab wohl der Fall gewesen wäre. Stattdessen griffen seine Gegner seinen Spruch bei weiteren Hinrichtungsprozessen auf und verhöhnten ihre Opfer mit dem Spruch: "Der kommt wohl auch in Teufels Küche!" Traurig, aber wahr... jedenfalls irgendwie

                          Aber wie sieht es mit der Herkunft folgender Wendung aus: "Auf den Hund gekommen"

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                            #14
                            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                            N
                            Aber wie sieht es mit der Herkunft folgender Wendung aus: "Auf den Hund gekommen"
                            Was viele nicht wissen: dieses Sprichwort hat seinen Ursprung in Chile. In chilenischen Städten gibt es viele streunende Hunde, die überall herumlaufen und herumliegen - auch auf den Bürgersteigen und in den Parks. Da kann es schon mal passieren, dass man versehentlich auf so einen Hund tritt. Je nachdem, wie der Hund gelaunt ist, kann das auch unangenehme Folgen haben. Dann ist man eben versehentlich auf den Hund gekommen (und liegt jetzt mit einer Bisswunde im Krankenhaus). "pasé al perro", wie der Chilene sagt...

                            Aber wie sieht es mit dem Sprichwort "Da beißt die Maus keinen Faden ab."
                            aus?

                            Kommentar


                              #15
                              Mausfadenabbeißer hatten wir schon, lieber Solipsist... Hast Du noch ein anderes? Schön, dass Du mitspielst

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