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| Wir arbeiten gemeinsam an ... Du möchtest mit anderen gemeinsam an einem Thema arbeiten (z. B. Selbstvertrauen, Beziehungsfähigkeit, Loslassen usw.). Hier ist der Raum dafür. |
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#111
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| lieber shepherd, jetzt muß ich doch mal nachfragen: wenn ich hier über die wichtigkeit der trauerarbeit schreibe und dafür plädiere, ihr genügend raum (im leben - und damit meine ich den alltag) zu lassen, sie nicht zu verkürzen oder zu unterdrücken, entsteht da bei dir womöglich das bild, man müsse die ganze zeit dauernd und ununterbrochen trauer"arbeiten"? das ist es nämlich nicht, was ich (auch nicht in diesem faden hier) sage. was du beschreibst, daß "versinken" ist das andere ende der "pathologischen" skala. ich sage: trauern, verarbeiten, etc. braucht seine zeit, und es mißlingt, wenn ihr ZU WENIG zeit und raum zugestanden wird (von innen oder von außen) und genauso wenn ZU FRÜH die forderung erhoben wird, nun sei alles vorbei und man hat jetzt gefälligst wieder (auch das von innen oder von außen). weil man fürchten muß, man verliert freunde, weil man nicht IMMER so super drauf ist. und dabei hab ich wohl im auge, daß es wichtig ist, wenn die menschen rundherum auch dafür sorgen, daß ein schwieriges thema nicht nur ausschließlich auf ewig durchgehachelt wird. aber ebensowichtig ist es, wenn für das thema, wenn es denn sich gerade stellt, so viel raum ist, daß man es nicht ansprechen DARF. eine gesunde verarbeitung in meinen augen ist immer wellenförmig, mit einer allmählichen frequenzänderung hin zum wieder "normalen" wellengang. muß das mal anmerken, weil ich glaub, sonst schreiben wir aneinander vorbei. von einer wichtigkeit zur balance mußt du mich nämlich gar nicht überzeugen, das setze ich als "gesund" voraus. auf dauer unausbalanciertes (zu viel und ebenso zu wenig zeit und raum und aufmerksamkeit) ist das krankmachende. |
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#112
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#113
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das was du im auge hast und verhindern willst, ist ebenso "neurotisch" wie das völlige "verdrängen und funktionieren". die gesunde persönlichkeitsentwicklung, speziell verarbeitung von trauer und anderen einschneidenden verlusten, liegt für mich in feld zwischen den polen zu viel und gar nicht. mußte ich mal anmerken, da wir sonst ziemlich aneinender vorschreiben. ich bin kein verfechter der ewigen suhlerei, die macht ebenso krank wie ein abschneiden und wegagieren. wie du schreibst: alles braucht SEINE zeit ZU seiner zeit. |
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#114
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Ich finde das Thema "Trauer" sehr spannend, wäre eigentich einen eigenen Faden wert. Andererseits find ich das hier in diesem Forum manchmal auch wieder schade, wenn man die fliessende Unterhaltung, wo man so von einem Thema zum nächsten kommt unterbricht, indem man einen neuen Faden aufmacht. Hm... Geändert von Florida (27.01.2012 um 12:57 Uhr) Grund: Ergänzung |
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#115
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Ich versuch mal ausnahmsweise, die Trauerarbeitfäden u. ä. in einen neuen Faden zu verschieben, dann kann es dort weiterfließen. |
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#116
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#117
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| NOMADA: trotzdem vielen Dank fürs versuchen ![]() |
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#118
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| Sorry, mit dem verlinken hat es nicht geklappt. ![]() Ich hatte seinerzeit ein Thread mit dem Titel: Trauer - (k)ein Thema? eröffnet - vielleicht lässt er sich wiederbeleben? Ist allerdings gaaanz in der Anfangszeit - also 2007 gewesen. Aber das Thema wird wohl immer aktuell bleiben und trifft irgendwann wohl jeden.... liebe Grüße Nordwind |
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#120
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| Danke, liebe NLP-Schnecke. Dieser Faden hat mich die letzten zweieinhalb Stunden total gefangen genommen und auch wenn die Diskussion ein wenig OT wurde, fand ich sie höchst erhellend und lehrreich! Danke vor allem Windfrau und Shepherd dafür! Wenn ich jetzt hier mit dem Ursprungsthema weitermachen, vergebt mir bitte, wenn ich einige eurer Aussagen ignoriere. Ich habe einiges nicht so wirklich verstanden ... oder besser, für mich noch nicht in gut be-greif-bare Bilder umsetzen können (das dauert bei mir mitunter eine Weile) und möchte mich da nicht in irgendwelche aus meinem Unverstehen resultierenden Nesseln setzen. Besonders beeindruckt war ich von Windfraus Beiträgen #50 und #88. Du hast dort das, was ich bei dem Thema empfinde, sehr treffend in Worte gefasst. Ich habe mir die Beiträge ausgedruckt und werde sie immer wieder mal lesen (-> wichtiges Mittel für mich, später eigene Gedanken in eigene Worte fassen zu können). Ich bitte ausdrücklich (!) darum, das Folgende NICHT als Anklage, Angriff oder späte Rache aufzufassen! Ich habe selber vor knapp zwei Jahren erlebt, dass mir unterstellt wurde, ich würde ja hier im Forum nur versuchen, Aufmerksamkeit für mein Leid zu bekommen und sei gar nicht wirklich daran interessiert, etwas zu ändern, denn sonst würde ich ja die ganzen Tipps und Hilfestellungen auch mal endlich umsetzen. Mich hat dieser Vorwurf damals sehr getroffen. Und was mich davon am meisten getroffen hat, darüber bin ich mir immer noch nicht ganz im Klaren. War es die (wie ich es empfunden habe) Ignoranz gegenüber dem, wer und wie ich bin und dass ich nun mal so funktioniere, wie es für mich in einer solchen Extremsituation am besten/angenehmsten ist - und nicht so, wie der/die Helfende(n) es gerne sehen würden? Oder war es die kategorische Weigerung, mir irgendwelche Verständnisfragen zu erklären, meist mit dem Hinweis, ich hätte es dann wohl doch nicht richtig gelesen, sonst würde ich es ja verstehen? Oder war es der (zumindest von mir immer wieder wahrgenommene) unterschwellige Vorwurf "Jetzt mach endlich und stiehl uns nicht weiter unsere kostbare Zeit! Wir haben auch noch etwas anderes zu tun als uns um dich zu kümmern!". Ich fühlte mich auf alle Fälle nicht nur so richtig im Stich gelassen, sondern habe oft gedacht "Wer glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid, dass ihr euch auf Grund von schriftlichen Forumsbeiträgen ein Bild von mir und meinem Leben machen könnt - zumindest soweit, dass ihr glaubt, besser beurteilen zu können, wie ich mich verhalten soll, als ich selber?". Und dann kamen Forumels, die mich per PN ... tja, was haben sie ...? ich würde es jetzt rückblickend so beschreiben, dass sie mich vor allem so, wie ich in dem Moment war, wahr- und vor allem angenommen haben. Sie haben mich nicht zu dem gedrängt, was sie selber für das Beste gehalten haben (obwohl es immer wieder offene und klare Worte á là "Da ist der Weg - GEHEN musst du ihn selber!" gab) und und mir klar gemacht, dass ich ein Recht darauf habe, so zögernd, so vor-lauter-Bäumen-den-Wald-nicht-sehen-wollend, so entscheidungsschwach und auch jammerig zu sein. Und sie haben mir klar gemacht, dass es nur gehen wird, wenn ICH dazu bereit bin, die Veränderung anzugehen. Bislang haben sich (so verstehe ich das zumindest) in diesem Faden nur Forumels beteiligt, die selber nie als Hilfesuchende von den unterschiedlichen Entwicklungstempi und Erwartungen der Helfer betroffen waren. Es lässt sich vortrefflich darüber philosophieren, aber wie schaut es aus mit der Akzeptanz, dass einem als Helfer vielleicht doch nicht immer so ganz klar ist, wie sich die Situation gerade für den Hilfesuchenden anfühlt? Auch im Rückblick meine ich, dass man es als Helfer auch mal aushalten können sollte, wenn die Hilfe nicht (oder falsch) ankommt. Sicher oft mühsam, aber wie schon gesagt, glaube ich, dass es beim Helfen in erster Linie um den Hilfesuchenden geht - und nicht so sehr darum, dass ich als Helfer auch mal irgendwann Erfolge sehen will. Ich weiß nicht mehr, wer es in diesem Faden gesagt hat, aber ich stimme zu, dass jeder Helfer das Recht haben sollte, sich aus seiner Hilfe "auszuklinken", wenn er merkt, dass es nichts bringt oder seine Hilfe ungehört verhallt. Jemanden jedoch mangelnden Willen/fehlendes Annehmen/etc. vorzuwerfen setzt den Hilfesuchenden (wie Windfrau es auch so gut erklärt hat) nur unter Druck. Denn DASS etwas nicht stimmt, nicht rundläuft doer nicht voran geht, merkt der Hilfesuchende ja selber. Es bringt also meiner Meinung nach nicht viel, ihm seine "Unfähigkeit", sich den Erwartunegn des Helfenden anpassen zu können, vorzuwerfen unjd zudem auch noch weitere Hilfestellung als "zwecklos und reine Zeitvergeudung" hinzustellen. Ich sag's mal so: Ich wäre damals gerne an Windfrau geraten... ![]() |