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| Umfragen Hier finden sich Umfragen zu alltäglichen Dingen im weitesten Sinne |
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#1
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| Ok, das hier ist keine echte Umfrage, aber ich hätte gerne Eure Meinung. Meine Tochter ist sechs Jahre, und hat ihrem Lieblings- Schulkameraden ihren Computergutschein geschenkt.( Wenn die Kinder in der Schule gut gearbeitet haben bekommen sie diesen für die Nutzung des schulinternen Computerraums, was aber nur zu bestimmten Terminen möglich ist. ) Nun wurde heute verkündet, das bald der nächste Termin ansteht, und ihr wurde bewusst, dass sie es dolle bereute, ihn weggegeben zu haben. Obendrein hat der Schulkamerad nix davon, weil er das Ding auch noch verbummelt hat!!! ![]() Die Lehrerin gibt ihr keinen neuen Schein, damit sie was lernt...... Ok ok. Konsequenz und "geschenkt ist geschenkt". Aber ehrlich.. irgendwie finde ich es überkandidelt und sehr Regelhörig. Ich meine, de gute Arbeit wurde ja trotzdem geleistet... |
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#2
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| ich frage eigentlich deswegen, weil ich mir nicht immer sicher bin, ob ich konsequent genug bin, und dies hier passt ganz gut in das Thema, finde ich. |
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#3
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| Liebe Sonnenfell. Im Grunde hat die Lehrerin recht. Das ist im erwachsenen Leben ja nicht anders.. man kann nur dem Umgang mit Problemen lernen (ich kann mich aergern, ich muss aber nicht .. u nd kuenftig mache ich / er was anders) Wenn ich z.B. meinem Freund heute etwas Teures weiterschenke und er verliert es / laesst es sich stehlen, ist es auch weg. Da kann man nur sagen 'dumm gelaufen'. (ist uns letztes Jahr so gegangen). Mit der Lehrerin wuerde ich einen Schnack machen und sie bitten, Deiner Tochter recht bald einen neuen Gutschein zu ueberreichen - und dann hat sie ihre 2. Gelegenheit und kann wieder frei entscheiden (selbst nutzen oder verschenken). Und mit Deiner Tochter kannst Du ja liebevoll reden und sagen, dass das leben ab & zu nicht einfach ist - aber es geht immer weiter. Und wenn sie sich weiter anstrengt, gibt es bestimmt neue Chancen. |
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#4
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| Ich hab mir schon gedacht, das ich da manchmal zu mitleidig bin... gar nicht so einfach, ein Kind seine negativen Erfahrungen machen zu lassen.. |
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#5
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| Ich denke auch, dass die Lehrerin richtig gehandelt hat. Dein Kind hat sich ja dafür entschieden, dem Jungen den Gutschein zu geben. - Dass deine Kleine nun keinen mehr hat, muss sie jetzt lernen. Außerdem würde ich mir da nicht allzu viele Gedanken machen. Schließlich geht es ja nicht um etwas Lebenswichtiges. |
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#6
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| Zitat:
Aber weisst Du, Du kannst Ihr ja helfen, dass sie die negativen Erfahrungen richtig einordnet (und es nicht gegen sich auffasst). Sprich die Hilfestellung sein, die Ihr Vertrauen fuer kommende positive und negative Erfahrungen aufbaut |
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#7
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| Liebe Sonnenfell, Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel! Die von dir angesprochene Inkonsequenz zähle ich als "Ausnahme" und somit völlig o.k. Völlig o.k. ist auch dein mütterliches Mitleid mit deiner Tochter. Bei uns hieß es immer: Geschenkt ist geschenkt - wieder holen ist gestohlen! Was für ein Unsinn ! und wenn ich mich in deine Kleine mal versuche hineinzuversetzten, dann kann ich ihre Traurigkeit auch gut nachvollziehen: Da habe ich mich angestrengt und dafür eine Belohnung bekommen. Mit der Belohnung habe ich meinem Freund eine Freude bereiten wollen und ihm meinen Gutschein geschenkt. Zweimal etwas Gutes getan und jetzt? Jetzt habe weder ich noch mein Freund etwas davon - das ist doch ungerecht! - Die Welt ist ungerecht! Vers Die Reifende: eine wichtige und bittere Lebenserfahrung - bereits mit sechs Jahren! Trotzdem = Ausnahme, wäre hier ein Ersatz-Gutschein genau das richtige "Trostpflaster" ...aus meiner Sicht. |
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#8
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| Einen Gutschein für die Benutzung des Computerraums??? Sind unsere Schulen derart schlecht ausgestattet, dass man dafür Gutscheine braucht? Unter bildungspolitischen Gesichtspunkten müßte man Gutscheine (für was auch immer) verteilen für Schüler, die sich da zusätzlich reinsetzen und was lernen. Aber Deine Frage, war ja eine andere. Deine Tochter wird in Zukunft weniger verschenken, fürchte ich. In einer Gesellschaft, in der Großzügigkeit immer weniger zu finden ist, keine gute Entwicklung. |
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#9
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| Zitat:
hätte denn der Junge Deiner Tochter den Schein zurückgegeben, wenn er ihn noch gehabt hätte? Ich denke, das Ganze ist ausschließlich eine Angelegenheit zwischen den beiden. "Meinungen" von Mutter und Lehrerin beeinflussen da - meines Erachtens nach - nur unnötig. Wenn diese Scheine übertragbar sind, und somit verschenkt werden können, müssen allein die Kinder mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen leben lernen. Wie wäre es gewesen, wenn sie selbst den Schein verbummelt hätte? Das wäre auch noch ein Denkanstoss, für sie, falls der Junge ihn ihr hätte wiedergeben wollen. Und für die Lehrerin vielleicht Anlass dazu, die Scheine zukünftig personenbezogen auszugeben, damit auch die etwas davon haben, für die die Belohnung gedacht ist (wenn man schon unbedingt mit dem Belohnungsprinzip arbeiten will...) Und ja, Du wirst (vermutlich) noch oft in die Situation kommen, Deinem Kind über Verluste, die es erleidet, hinweghelfen zu wollen, indem Du ihm Ersatz anbietest - für Dich (und mich) als Mutter, ist es oft nur eine Kleinigkeit, die es uns "kosten" würde. Für das Kind, sind es jedoch wirklich große und wichtige Lektionen. Im Endeffekt müssen sie lernen, ihren Sinn für persönliche Werte selbst zu entwickeln. - Aber ich denke, das tun sie auch, wenn man sie nicht hängen läßt, wo man unterstützen kann... muss ja nicht sofort sein |
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#10
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| Ich denke mal, Deine Tochter hat jetzt schon etwas gelernt. Ich würde mit der Lehrerin noch mal reden und ihr auch sagen, dass Du ihr Verhalten in dem Fall nicht tollerieren kannst. Rechtlich gesehen ist Deine Tochter noch gar nicht geschäftsfähig und das muss man sein, um etwas verschenken zu können. Die Lehrerin weiß das Deine Tochter den Schein erworben hat und somit hat sie auch das Recht, den Computerraum zu benutzen. Ich würde mich ansonsten an den Rektor der Schule wenden. |