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  #21  
Alt 03.09.2011, 10:21
Benutzerbild von Tanzende
unzählbar ;-)
 
Registriert seit: 19.04.2010
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Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Weil es da aus meiner Sicht wenig zu diskutieren gibt.
Moderative Eingriffe (also die, die in lila geschrieben sind) gibt es hier sehr sehr wenige.
Zweifelhafte Eingriffe kann ich überhaupt nicht erkennen.
Aber gut, vielelicht gibt es ja einen verstärkten Diskussionsbedarf.
Hubert, ich glaube, es geht um was anderes als die lila Bemerkungen, es geht darum, dass ihr als "gute Geister" wahrgenommen werdet, egal ob ihr moderierend in lila eingreift oder einfach sonst ne persönliche Meinung schreibt.

Ich finde, es klappt sehr gut mit euren beiden "Hüten", also mit der Unterscheidung durch die Schriftfarbe, welche Rolle ihr grad habt.

Aber ich hab mich auch schon dabei ertappt, dass ich einen Beitrag eines guten Geistes gelesen hab und gedacht hab: na, also dass der das schreibt, der ist doch "guter Geist", der sollte sich aber anders äussern...

Diese Frage mit den "Hüten" und dem Wahrgenommen-Werden ist schon eine Frage, also darf man euch, wenn ihr nicht lila schreibt, kritisieren für euren Umgangston? (brisantes aber schon etwas verjährtes Beispiel, was mir grad einfällt: die Bischöfin (Käsmann oder so?), die alkoholisiert über ne rote Ampel fuhr und demissioniert hat - obwohl es keine Dienstfahrt war..)
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  #22  
Alt 03.09.2011, 10:33
Benutzerbild von MissPig
Senior Forenexperte
 
Registriert seit: 31.01.2009
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Zitat:
Zitat von NLP-Schnecke Beitrag anzeigen
Ich persönlich sehe in der GFK die Gefahr, dass man vor lauter weichgespülten Harmoniebedürftigkeit nie so richtig auf den Kern der Sache kommt.

Meine Lieben,

ich mische mich hier gerne später ausführlicher ein, heute und jetzt habe ich nicht viel Zeit, aber auf das möchte ich eingehen, weil mein Eindruck ist, daß hier wieder das Standard-Mißverständnis über die Gewaltfreie Kommunikation zuschlägt, einer der Gründe, warum ich mittlerweile den Ausdruck Wertschätzende Kommunikation vorziehe - aber auch hier gibt es dieses Mißverständnis:

Egal, wie man diese Kommunikation nennt - und mittlerweile behaupte ich: Es handelt sich hier NICHT um eine Form der Kommunikation, es handelt sich um eine Haltung, und zwar eine Haltung, die sehr wenige Menschen tatsächlich verinnerlicht haben, sondern eine Haltung, die nur mit sehr viel Übung und Reflexion, und vielleicht nie ganz, zu erreichen ist:

Aber was diese Kommunikation und Haltung definitiv nicht bedeutet ist, "weichgespülte" Kommunikation, in der man nicht sagt, was Sache ist.

In dieser Kommunikation und Haltung ist ausdrücklich möglich, ja sogar erwünscht, daß man auch negative Gefühle ausdrückt, das heißt: Ich bin gerade enttäuscht, weil. Ich bin gerade wütend, weil. Ich bin gerade traurig, weil.

Das Geheimnis liegt nur darin, daß ich weiß, daß mein Gefühl NICHT in keinster Weise, njet, niemals von dem verursacht wurde, was der Andere tat.

ICH, ICH, ICH, ICH, ICH ALLEINE bin verantwortlich für mein Gefühl, die Ursache liegt in meinem Bedürfnis, in meinen Werten, und die sind nicht der Maßstab der Welt, und kein Anderer ist verantwortlich dafür oder muß MEINE Bedürfnisse erfüllen. Dafür ist umgekehrt auch der Andre verantwortlich für sein Gefühl, weil diese in seinen Bedürfnissen verankert liegen, und ich bin wiederum nicht verantwortlich, seine Bedürfnisse zu erfüllen.

Sprich: Auch ich habe den Austausch im wöchentlichen Gedankenanstoß, der nun wohl Stein des Anstoßes wurde, gelesen und bemerkt: Ja, da tun sich einige sehr schwer damit. Nur: Ganz egal, wer an wen wie geschrieben hat, wenn jemand diesen Austausch "unerträglich" findet, dann wäre - im Sinne der WSK - der richtige Blick der nach innen: Was passiert denn gerade GENAU mit mir?

Und zwar ohne im Sumpf meiner eigenen Interpretationen zu versinken, in denen ich z.B. einen "Hahnenkampf" sehe, was letztlich bereits das Endergebnis einer langen Interpretationskette ist, weil ich nämlich im Grunde mit meiner Aufmerksamkeit nur draußen war, die anderen bewertet und diagnostiziert habe und meine zu wissen, wer zu wem was mit welcher Motivation gesagt hat - "Hahnenkampf" impliziert ja bereits, daß es um Hackordnung geht, wo es einem aber möglicherweise nur darum ging, daß in einem Thema, in dem er über fundiertes Wissen verfügt, Begriffe so verwendet werden, wie sie in der Schule, aus der sie kommen, gemeint sind.

Und eben ohne "wertschätzend" mit "weichgespült" zu verwechseln. Ich glaube - und daß ist wiederum meine eigene "Diagnose" und Interpretation -, daß einige der User hier gerne ein bißchen das "Paradies" finden würden, daß "da draußen" halt nicht herrscht: Eine Insel, der Seligkeit und Liebe, in der alle alle lieb haben. Ich z.B. erlebe manchmal - und da spüre ich immer so ein innerliches Würgen von "bäh, diese Über-Süße, das ist zum Kotzen!", und, Ergänzung: Das bedeutet überhaupt nicht, daß andere User nicht das Recht haben, sich fürchterlich lieb zu haben, nur ich halte mich dann halt aus diesen pick-süßen Gesprächen raus, weil ich's lieber pikant und klar habe - daß hier im Übermaß "gestreichelt" und "geliebt" wird, da kommen User, die pöbeln rum, und dann ernten sie "das ist auch so ein wertvoller Mensch, und der ist doch so lieb, und ich wünsche mir, daß alle alle lieb haben" - und das ist in meinen Augen keine Wertschätzung und wertschätzende Haltung, weil da im Grunde der Andere auch gar nicht gesehen wird, sondern nur dieses allgemeine "wir haben uns alle soooooooooooooooooooooooooooooo lieb" auf jeden draufgepappt wird, völlig unabhängig davon, wer er ist.

Wertschätzend wäre letztlich, wenn ich erkenne: Ja, hier kommen Menschen zusammen, denen - auch in der Kommunikation - unterschiedliche Werte unterschiedlich viel bedeuten, die die unterschiedlichsten Bedürfnisse haben und Unterschiedliches suchen. Und ja, manchmal mischt sich in einem Faden, in dem ich etwas suche ein User ein, der etwas Anderes darin sucht, und manchmal bin ich dann enttäuscht, weil es plötzlich nicht mehr um das geht, was mir wichtig ist.

Geht mir auch oft so: Auf einmal kommen die, wie ich sie sehe "in allen Fäden ihren Senf Dazugeber", und sei es nur, um mal kurz festzustellen, daß sie ja gottseidank dieses Problem nicht haben und sich diese Frage noch nie gestellt habe, was sie jetzt unbedingt allen erzählen müssen, und auf einmal geht es wieder um "hach ja, und ha ha ha, und du so lieb und jaja, also dein Leben war ja ach so spannend" und ich denke mir auch: Geh bitte, geht's in einen Plauderfaden und erzählt Euch dort, daß Ihr Euch so lieb habt, ich finde dieses Thema nämlich interessant, und mich interessiert es einen feuchten Kehricht, daß Ihr nicht einmal verstehen könnt, daß es mich interessiert, weil Ihr ja in Eurem Leben so zufrieden seid, oder geht doch bitte auch einmal hinaus und lebt Euer Leben und laßt mich hier über Themen reden, die mich interessieren.

Nur: Letztlich ist es meine Verantwortung, wie ich mit meinem unerfüllten Bedürfnis umgehe, es ist meine Verantwortung zu erkennen, daß Andere andere Bedürfnisse haben und die gleichwertig sind, und es ist meine Verantwortung, eine klare Bitte zu äußern wie z.B. "könntet Ihr bitte woanders darüber reden, ich würde gerne hier genau DIESES Thema behandeln", wenn es mir wirklich wichtig ist.

So, und jetzt habe ich doch einiges geschrieben, und wohl auch ein wenig inkohärent. Aber ich schicke das jetzt trotzdem mal ab, einfach um zu zeigen, wie's mir manchmal in diesem Forum geht.

lg,

MP
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  #23  
Alt 03.09.2011, 10:38
Guter Geist
 
Registriert seit: 28.05.2007
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Zitat:
Zitat von Tanzende Beitrag anzeigen
Hubert, ich glaube, es geht um was anderes als die lila Bemerkungen, es geht darum, dass ihr als "gute Geister" wahrgenommen werdet, egal ob ihr moderierend in lila eingreift oder einfach sonst ne persönliche Meinung schreibt.
Ich wäre ein "schlechter" Guter Geit ( was manche durchaus denken mögen) wenn ich zwischen diesen beiden Positionen nicht unterscheiden könnte. Ich würde die Postition des Moderators sofort aufgeben, wenn ich hier nicht wie jedes andere Forumsmitglie mein Positionen vertreten dürfte.
Ich mußte letztens (weil ich an diesem Tage zuständig war) einen Beiträg moderieren, der einen eindeutigen Regelverstoß darstellt. Diese Person ist mir sowohl vom Benutzerbild als auch sonst durchaus sympathisch. Aber was nicht geht, geht nicht, und da kann ich klar unterscheiden.


Zitat:
Zitat von Tanzende Beitrag anzeigen
Aber ich hab mich auch schon dabei ertappt, dass ich einen Beitrag eines guten Geistes gelesen hab und gedacht hab: na, also dass der das schreibt, der ist doch "guter Geist", der sollte sich aber anders äussern...
Ich glaube niemand von uns würde sich wegen der Position des Moderators hier verbiegen, ich zumindest nicht.

Zitat:
Zitat von Tanzende Beitrag anzeigen
Diese Frage mit den "Hüten" und dem Wahrgenommen-Werden ist schon eine Frage, also darf man euch, wenn ihr nicht lila schreibt, kritisieren für euren Umgangston? (brisantes aber schon etwas verjährtes Beispiel, was mir grad einfällt: die Bischöfin (Käsmann oder so?), die alkoholisiert über ne rote Ampel fuhr und demissioniert hat - obwohl es keine Dienstfahrt war..)
Frau Käsmann ist und war eine Person des öffentlichen Lebens.
Da gelten andere Regeln.
Man darf uns immer kritisieren, wo leben wir denn????
Die Farbe Lila soll nur ausdrücken, hier schreibt jemand nicht als Forumsmitglied, sondern als Moderator.
Vielleicht ist das hier im Forum zu wenig deutlich geworden.
Aber man kann die Rollen durchaus trennen, denke mal daran die wärst Polizist bei einer Radarkontrolle und Deine Kollegin vom Stammtisch fährt mit 100 durch die Stadt. Da wirst Du sie auch so behanden wie alle anderen auch, sonst wärst Du falsch an der Stelle.
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  #24  
Alt 03.09.2011, 10:48
Guter Geist
 
Registriert seit: 28.05.2007
Beiträge: 10.839
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Zitat:
Zitat von MissPig Beitrag anzeigen
Und zwar ohne im Sumpf meiner eigenen Interpretationen zu versinken, in denen ich z.B. einen "Hahnenkampf" sehe, was letztlich bereits das Endergebnis einer langen Interpretationskette ist, weil ich nämlich im Grunde mit meiner Aufmerksamkeit nur draußen war, die anderen bewertet und diagnostiziert habe und meine zu wissen, wer zu wem was mit welcher Motivation gesagt hat - "Hahnenkampf" impliziert ja bereits, daß es um Hackordnung geht, wo es einem aber möglicherweise nur darum ging, daß in einem Thema, in dem er über fundiertes Wissen verfügt, Begriffe so verwendet werden, wie sie in der Schule, aus der sie kommen, gemeint sind.
Das trifft es für meine Begriffe ziemlich gut.
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  #25  
Alt 03.09.2011, 12:59
Benutzerbild von Pitti
liebt das Leben
 
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Alter: 53
Beiträge: 2.249
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Gerade freue ich mich an der Gedanken- und Meinungs-Vielfalt hier...

Die Fragen in den einzelnen Beiträgen bewegen etwas in mir, "feste" Antworten mögen sich daraus noch ergeben...

Zitat von Tintenweberin
Der Krieger des Lichts folgt seinem Weg auch wenn dieser steil ist und steinig. Er folgt dem Zug seines Herzens und achtet auf die Zeichen am Rande des Weges. Irgendwann bemerkt er, dass ihm die Steine, an denen er sich früher die Zehen blutig gestoßen hat, kaum noch stören, denn er hat gelernt, ihnen auszuweichen oder darüber hinweg zu steigen, ohne sich allzu lange von ihnen ablenken oder aufhalten zu lassen

An dem Ort, an dem alle bekannten Wege enden und ein unbekanntes Land beginnt, wartet ein Engel auf den Krieger.
„Wie hast du mich gefunden?“ fragt der Engel und der Krieger antwortet ihm:
„Indem ich meinem Herzen gelauscht und die Zeichen gelesen habe.“
„Und wo hast du die vielen Steine gelassen, die auf deinem Weg lagen?“ fragt der Engel weiter.
„Oh ja, die Steine...“ erinnert sich der Krieger. „Anfangs bin ich oft darüber gestolpert und ich habe sie verflucht, wenn ich mich ihretwegen verletzt hatte. Später habe ich sie mir ganz genau angesehen um sie zu verstehen. Manche Steine habe ich jahrelang mit herum geschleppt bevor ich erkannte, dass es keinem nützt, wenn ich mich damit belaste. Inzwischen steige ich einfach darüber hinweg und lasse sie liegen.“
„Und woraus“, meint der Engel, „soll ich den Weg bauen, der diejenigen, die nach dir hier her kommen, über diesen Ort hinaus in das unbekannte Land der Zukunft führt?“

Jetzt erst versteht der Krieger die Botschaft der Steine und er kehrt zu ihnen zurück um sie auf seinem Rücken dorthin zu tragen wo die Engel an den Wegen der zukünftigen Krieger des Lichts bauen...

(Tintenweberin, Persönliche Notizen zum Handbuch des Kriegers des Lichts)



Liebe Tintenweberin,
über diese "Perle" aus deinen persönlichen Notizen freue ich mich ganz besonders.


Zitat:
Zitat von MissPig Beitrag anzeigen
.....

Egal, wie man diese Kommunikation nennt - und mittlerweile behaupte ich: Es handelt sich hier NICHT um eine Form der Kommunikation, es handelt sich um eine Haltung, und zwar eine Haltung, die sehr wenige Menschen tatsächlich verinnerlicht haben, sondern eine Haltung, die nur mit sehr viel Übung und Reflexion, und vielleicht nie ganz, zu erreichen ist:

Aber was diese Kommunikation und Haltung definitiv nicht bedeutet ist, "weichgespülte" Kommunikation, in der man nicht sagt, was Sache ist.

In dieser Kommunikation und Haltung ist ausdrücklich möglich, ja sogar erwünscht, daß man auch negative Gefühle ausdrückt, das heißt: Ich bin gerade enttäuscht, weil. Ich bin gerade wütend, weil. Ich bin gerade traurig, weil.

Das Geheimnis liegt nur darin, daß ich weiß, daß mein Gefühl NICHT in keinster Weise, njet, niemals von dem verursacht wurde, was der Andere tat.

ICH, ICH, ICH, ICH, ICH ALLEINE bin verantwortlich für mein Gefühl, die Ursache liegt in meinem Bedürfnis, in meinen Werten, und die sind nicht der Maßstab der Welt, und kein Anderer ist verantwortlich dafür oder muß MEINE Bedürfnisse erfüllen. .....

.....
Danke für die Erinnerung!
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  #26  
Alt 03.09.2011, 14:25
Benutzerbild von Serafin
mit dem Zauberkästchen ♂
 
Registriert seit: 18.03.2007
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Ich bin vom ersten Tag dieses Forums an hier dabei und habe die ganze Entwicklung miterlebt.
Dass das Forum in Gefahr ist, würde ich nicht sagen, aber ich finde es gut, Pitti, dass Du den Finger auf den wunden Punkt des Umgangstons hältst.
Ich bin insoweit auch mit MissPig einverstanden, als dass übermässig liebes und freundliches Getue sicher nicht das Gelbe vom Ei ist. Andererseits bewegt sich die Kommunikation in einem Forum auf einem relativ schmalen Grat. Die Stimmung ist viel fragiler als in der realen Welt, weil die reine Schriftlichkeit bedeutend weniger Differenzierungen zulässt. Deshalb bin ich sehr dafür, dass sich alle Mühe geben und respektvoll miteinander umgehen, selbst wenn man dem Gegenüber gerade den Hals umdrehen möchte!

Leider habe ich schon zwei Mal erlebt, wie ein Forum "gekippt" ist, wo sich die Stimmung wegen ein paar Provokateuren innert kürzester Zeit verschlechtert hat, die guten Leute die Plattform verlassen haben und fortan wüste Beschimpfungen, Besserwissereien und ein permanentes Hauen&Stechen das Geschehen dominierten.

Da wehre ich mich ganz entschieden dafür, dass das hier nicht passiert!
Dafür ist dieses Forum viel zu wertvoll!
An dieser Stelle deshalb meinen aufrichtigen Dank an alle, die sich hier tagtäglich konstruktiv und fantasievoll einbringen!

"Gefahr" sehe ich im Moment eher von einer anderer Seite. Tintenweberin hat es bereits angesprochen. Das Forum gibt für mich persönlich nicht mehr so viel her, wie noch in der Anfangsphase. Damals war alles neu, spannend, interessant und ich habe mich gern eingebracht. Inzwischen wiederholen sich viele Themen, was so ein Gefühl des "Tretens an Ort" hervorruft. Das ist einerseits sicher mein eigenes Problem, weil ich schon eine Weile dabei bin.
Aber andererseits hat es auch damit zu tun, dass sich viele initiative Forumels praktisch ganz hinter die Mauern ihrer ET's zurückgezogen haben und ausschliesslich dort posten und nicht mehr im öffentlichen Bereich.
Einerseits verständlich, aber ich persönlich finde es schade, denn das kommt einer eigentlichen Verarmung der Community gleich! Dazu trägt sicher auch bei, dass die Zahl der Neuanmeldungen markant zurückgegangen ist, seit das Forum nicht mehr bei ZZL angeschlossen ist.

Ich finde es super, wenn neben den "Problemfäden" auch Spass, Unterhaltung und verschiedenste Aktionen Platz haben, wobei die Initiative von allen Forumels ausgehen kann und nicht nur vom Geisterteam (was vielleicht wieder einmal gesagt werden muss!) *Winkmitdemzaunpfahl*

Das Forum lebt ja genau von der Initiative jeder und jedes Einzelnen! Ich bin aber guten Mutes, dass die Plattform weiterhin so blüht und gedeiht, wie in den letzten viereinhalb Jahren!
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  #27  
Alt 03.09.2011, 17:21
Benutzerbild von Tintenweberin
die mit den zwei Cent...
 
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Zitat:
Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
"Gefahr" sehe ich im Moment eher von einer anderer Seite. Tintenweberin hat es bereits angesprochen. Das Forum gibt für mich persönlich nicht mehr so viel her, wie noch in der Anfangsphase. Damals war alles neu, spannend, interessant und ich habe mich gern eingebracht. Inzwischen wiederholen sich viele Themen, was so ein Gefühl des "Tretens an Ort" hervorruft. Das ist einerseits sicher mein eigenes Problem, weil ich schon eine Weile dabei bin.
Aber andererseits hat es auch damit zu tun, dass sich viele initiative Forumels praktisch ganz hinter die Mauern ihrer ET's zurückgezogen haben und ausschliesslich dort posten und nicht mehr im öffentlichen Bereich.
Hast du denn auch eine Idee, wie das mit dem Zeitmanagement funktionieren könnte? Lesen und schreiben kostet (mich) vor allem Zeit. Wenn das, was ich lese, mein Leben und mein Arbeiten inspiriert, fällt die Zeit gar nicht weiter ins Gewicht. Aber wenn es mich mit dem Gefühl zurücklässt, dass ich mir (freiwillig) noch mehr Arbeit aufgeladen habe (die wenig oder gar keine Früchte trägt), obwohl ich mit meiner Zeit ohnehin immer ein bisschen zu knapp bin, dann geht die Rechnung nicht auf.
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  #28  
Alt 03.09.2011, 17:42
Benutzerbild von Serafin
mit dem Zauberkästchen ♂
 
Registriert seit: 18.03.2007
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Zitat:
Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
Wenn das, was ich lese, mein Leben und mein Arbeiten inspiriert, fällt die Zeit gar nicht weiter ins Gewicht.
Mir geht es genau gleich. Die ökonomische Komponente kann natürlich nicht ausgeblendet werden.
Ich frage mich einfach, wie ich früher problemlos alles unter einen Hut bringen konnte, während mir heute oft die Zeit (oder die Lust) fehlt dafür? Welcher Parameter hat sich verändert, dass die Rechnung manchmal nicht mehr aufgeht? Ist es, dass ich tatsächlich mehr zu tun habe oder gibt das Forum weniger her? Subjektiv oder objektiv?
Diese Frage muss natürlich jeder für sich selbst beantworten.
Eine Lösung habe ich leider auch nicht.

PS: Glückwunsch zu Deinem 21'000. Beitrag übrigens!
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  #29  
Alt 03.09.2011, 17:52
Mensch
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Es gibt für alles eine Zeit: eine Zeit fürs Forum, und dann eine Zeit fürs RL.
Wir entwickeln uns ja weiter, und unsere Interessen und auch Bedürfnisse wandeln sich.
Das merke ich auch.
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  #30  
Alt 03.09.2011, 18:07
Benutzerbild von Vespi
Guter Geist (♀)
 
Registriert seit: 12.07.2009
Alter: 29
Beiträge: 8.772
Standard

Ich weiß nicht, ob zu diesem Thema auch von mir eine Art "Statement" erwartet wird, aber ehrlich gesagt, kann ich momentan mit dem Thema noch recht wenig anfangen. Ich kenne so viele Foren... und ich kenne kein einziges andere Forum, wo das Verhalten untereinander im Allgemeinen so gut und im Grunde tatsächlich liebevoll ist wie hier. Und wenn ich dann lese, dass hier unsere Moderatoren ihre Arbeit nicht gut machen... hmm... dann wundere ich mich einfach darüber. Aber ok, ich nehme das als Administatorin erst mal so in Kenntnis. Nur glaube ich nicht, dass das etwas ändern wird. Ich weiß von jedem hier tätigen Moderator, dass er sein Bestes gibt, und ich finde, das sieht man auch, und das ganz ohne Bezahlung oder sonstiger Entlohnung. Und wir haben auch bewusst zwei "Rollen"... das ist mir persönlich auch ganz wichtig dabei, dass jeder Moderator auch die Möglichkeit hat, seine eigenen persönlichen Meinungen und Ansichten kund zu tun. Wenn das nicht so wäre, welchen Grund hätten sie dann überhaupt Moderator hier im Forum sein zu wollen, wenn sie sich selbst im Forum aufgeben müssten?

Ich weiß auch sehr gut, dass jeder Mensch unterschiedlich empfindet... was für den einen nicht schlimm ist, ist für den anderen eine Katastrophe.. und auch anders herum... was für jemanden schlimm ist, kann der andere als völlig harmlos empfinden. Das gilt auch für die Forenregeln.. die einen User sehen in einem Kommentar einen Regelverstoß, in anderen Kommentaren, die aber ähnlich sind, nicht. Das kommt immer auch drauf an, was ein Mensch mit Worten verbindet.

Was mich betrifft, halte ich unsere Moderatoren dazu an, die Forenregeln möglichst getreu zu befolgen, ohne dabei jedoch zu übertreiben oder Moralpolizei zu spielen. Und glaubt mir, das ist nicht selten eine Gratwanderung! Unser Ziel ist ein angenehmes Forenklima, aber wir werden auch nicht dauernd Händchen halten, nur weil mal jemand verbal gekniffen wird. Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit sagen will...

Natürlich schau ich auch als Admin sehr genau hin, was in lila von Guten Geistern geschrieben wird, ich bin ja auch der Meinung, dass alles eine gewisse Ordnung haben sollte. Aber ich erwarte nicht, dass jemand perfekt ist oder nie Fehler macht oder sich derart mit seiner Moderatorrolle identifiziert, dass er sich gar nicht mehr traut, seinen eigenen ganz persönlichen (scharfen?) Senf dazu zu geben.

Und ich sage es auch nochmal deutlich: Mir geht es auch nicht darum, das Forum frei von jeder Schärfe oder Biss oder Giftspitze zu halten... das geht gar nicht. Nicht, wenn man nicht dauernd Moralapostel spielen will (und das käme mir bei fast nur erwachsenen Menschen in diesem Forum ziemlich seltsam und unangebracht vor). Und ich erwarte eigentlich auch von erwachsenen Menschen, dass sie sich selbst zu helfen zu wehren wissen (ohne ebenfalls zum Gift zu greifen).

Und ein kleiner Wunsch meinerseits: Ich würde mir sehr wünschen, dass man hinter den Moderatoren auch die Menschen dahinter wahrnehmen würde, und nicht nur deren Moderatorenrolle, die ja eh mehr eine (fürs Forum nötige) Maske ist. Ich denke nämlich, dass dann vielleicht auch etwas mehr Verständnis erwächst, wenn man mal nicht einen 100%igen Heiligenschein hat und auch mal menschlich reagiert/schreibt. Denn ab und an habe ich genau dieses Gefühl: dass von uns Moderatoren erwartet wird, zu jeder Gelegenheit absolut perfekt zu sein/handeln. Was ich übrigens auch sehr interessant finde Wo kommt diese Erwartung des Perfekten her? Warum gesteht man manchen Menschen keine Fehler zu? Warum dürfen manche Menschen keine eigenen vielleicht sogar plumpen oder grobschlächtigen Meinungen und Ansichten haben? Wäre vielleicht etwas für einen ganz neuen Faden...

Na ja, Kritik ist Kritik, und die ist im Grunde immer gut, wenn sie Hand und Fuß hat. Ich werde das Gesagte im Faden im Hinterkopf behalten.
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