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| Persönlichkeitsentwicklung Lebensfreude, Glück, Erfolg, Zufriedenheit, persönliches Wachstum, sein Potenzial entfalten... darum geht in dieser Rubrik. |
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#1
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| Hallo, schon länger erwische ich mich immer wieder bei ganz grundsätzlichen Grübeleien über mein Leben und immer endet es in der gleichen Feststellung: Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinen 29 Jahren nicht wirklich was erreicht habe und mir die Zeit davon läuft. Wenn ich mein bisheriges Leben so anschaue, dann habe ich eigentlich alles, was man so haben kann: Ich habe studiert, habe einen Job, habe einige Freunde (nicht sehr viele, dafür aber ziemlich Gute). Okay, mein Beziehungsleben ist die reinste Katastrophe. Im Prinzip könnte ich ganz zufrieden sein. Bin ich aber nicht. Ständig vergleiche ich mich mit anderen (insb. meinen Arbeitskollegen, da ich hier halt viel mitbekomme) und da sieht die Welt schon ganz anders aus: Die meisten (eigentlich alle) hatten in meinem Alter schon mind. 1 Kind, waren verheiratet, und hatten teilweise sogar schon ein Haus gebaut. Dann schau ich mich an: Bin single, wohne in ner Mietwohnung und habe das Gefühl, meilenweit von dem allem weg zu sein, was die andern haben. Daraus entsteht für mich zum einen ein Gefühl, dass mir immer mehr die Zeit davon rennt (nicht zuletzt dadurch, dass man sich im Büro anhöhren muss, dass man seine Kinder auch nicht erst mit 40 bekommen sollte). Das alles setzt mich schonmal sehr stark unter Druck. Zum anderen grüble ich immer darüber nach, was ich eigentlich falsch gemacht habe, dass ich nicht dort bin, wo die anderen sind. Mir kommt mein Leben einfach stink langweilig und leer vor. Ich versuche diese Leere oft dadurch zu verdrängen, dass ich mir Gedanken darüber mache, das quasi alles links liegen zu lassen und nur noch für die Arbeit zu leben, um nicht mehr damit konfrontiert zu sein mangels Freizeit (gut, habe derzeit wirklich etwas viel Zeit, mir solche Gedanken zu machen). Daraus entstehen dann kurzfristige, wilde Planungen (Job im Ausland etc.), die aber spätestens dann verflogen sind, wenn doch wieder mal etwas Action ist (Stress bei der Arbeit oder mal ein Wochenende, wo mehr los ist als sonst). Mir kommt mein Leben anstrengend vor; gleichzeitig habe ich bei andern das Gefühl, dass alles immer total einfach ist und trotzdem alles seinen richtigen Weg geht. Bei diesen Leuten ergibt sich immer alles im Leben von alleine (sie finden durch Zufall einen super Job, lernen genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Traumfrau kennen etc.). Bei mir passieren diese Zufälle einfach nicht, obwohl ich wirklich mit offenen Augen durchs Leben gehe, versuche auf alle Menschen offen zuzugehen, neue Menschen kennenzulernen wenn sich die Chance bietet. Beruflich gebe ich mein Bestes. Es geht einfach, privat wie beruflich, nichts voran. In letzter Zeit fällt es mir zusehends schwerer, damit locker umzugehen. Klar, ich befinde mich mitten in der rush hour meines Lebens. Jetzt werden die Weichen gestellt, jetzt wird alles durchgezogen (Haus, Kinder, Karriere). Nur bei mir nicht. Um mich herum sind alle ständig irgendwie in Action (eben genau mit diesen Dingen; Hausbau, Heirat organisieren etc). Ich verstehe einfach nicht, was ich falsch mache. Irgendwas mache ich definitiv falsch, sonst wäre ich nicht in dieser Situation. Selbst wenn ich es schaffen würde, damit klar zu kommen. Dann kommt dieser enorme gesellschaftliche Druck, den man als Mann in meinem Alter abbekommt. Bei der Arbeit werde ich ständig , vordergründig im Spaß, aufgezogen, wie's denn bei mir aussieht und "dass der Druck langsam steigt" (weil alle halt verheiratet sind und Kinder haben, nur ich nicht). Manchmal hätte ich wirklich Lust, mal keine Sekunde nachzudenken und den Job übern Haufen zu schmeißen und einfach woanders völlig neu anzufangen. Dazu fehlt allerdings der Mut. |
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#2
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| Lieber Airborn, hmm - warum bedeutet Dir der gesellschaftliche Druck so viel? Du weisst sicherlich, dass die Scheidungsrate sehr hoch ist und viele der jetzt Gluecklichen mittelfristig auch ihre Probleme haben (die sich nicht nur emotional wie auch monitaer darstellen koennen) Warum moechtest Du dennoch dazugehoeren - statt Deinem Rhytmus zu vertrauen und es anders, langsam zu machen? ~ Ansonsten. Was vermisst Du am meisten? Action? Lebenserfahrung? Auslandserfahrung als was besonderes sein? Partnerschaft? Kinder? Mietwohnungen haben uebrigens auch Vorteile! Ziehst Du um, kuendigst Du sie. Mal mit mal ohne Partnerin - mal im Inland, mal im Ausland. Oder einfach nur zum Tapetenwechsel. Das ist beim Eigenheim schwieriger, insbesondere wenn es Baupfusch gab. Also, worauf ich dich nach Deinem Post nur stupsen kann. Was ist gut an Deinem Leben? Was fehlt Dir wirklich in Deinem Leben? (Ziele / Traeume) und ja, wo liegt der Reiz im leben der anderen (ausser dass es 'alle' tun)? Kannst Du mit Deiner Firma ins Ausland? Wenn, wo moechtest Du hin (Suedamerika oder Asien, Afrika, USA..) Kommuniziere es doch einfach mal zu einem Chef, als Versuchsballon ![]() wenn man Dich in 1/2 Jahr fragt 'Herr Airborn, waeren Sie bereit fuer uns nach Mexico zu gehen' ... dann braucht es noch Mut, aber es fuehlt sich anders an |
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#3
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| Hallo Airborn, lass Dich nicht von anderen "stressen", nur weil die Gesellschaft dir meint vorgaukeln zu wollen was wie und wo richtig zu sein scheint. Wie Küstenkind schon sagt: Hör auf Dein eigenes Bauchgefühl. Dieses gibt Dir Dein Tempo vor. ![]() Und falls es Dich beruhigt: Mein Partner ist auch erst mit vierzig das erste Mal Vater geworden (früher hätte er sich das überhaupt nicht vorstellen können) und das war im letzten Jahr (ich bin 32), nein wir wohnen auch nicht in einem Eigenheim und nein wir sind auch nicht verheiratet . Für mich würde auch nie ein Eigenheim in Frage kommen, ich bin da viel zu "Zigeunermäßig". Bin schon zig mal umgezogen. Entweder durch den Job, dann waren die Nachbarn blöd und ja, dann wars auch einfach mal wegen einem Tapetenwechsel und da möchte ich mir die Freiheit nicht nehmen lassen dann einfach packen und gehen zu können. Und ich glaube auch nicht das ein Eigenheim, Kinder u. Hochzeit das Patentrezept zum Glücklichsein beinhaltet. Ich kenne sooo viele die dieses Leben führen und alles sind, aber nicht glücklich. Darum vertraue auf Dein Tempo, auf Dein Gefühl und lass Dir nicht von anderen sagen was in derer Augen richtig für Dich ist. Zu Deinem Job kann ich Dir leider nicht viel sagen. Ich selber war nie im Ausland (nicht mal im Urlaub...) und habe einen total normalen Beruf gelernt. Hatte nie das Bedürfnis ins Ausland zu gehen, nur meinen Beruf zu wechseln und das habe ich getan. Ganz spontan von jetzt auf gleich und wenns denn doch nicht passt, gut dann eben wieder zurück, hab ja kein Eigenheim ![]() Liebe Grüße Jummitier |
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#4
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-nein, ich nehme Dich schon ernst-intrinsisch oder extrinsisch motiviert ist. Zu deutsch: Kommt der Wunsch aus Deinem innersten oder möchtest Du gerne dazugehören? Oder anders gefragt, wenn es gesellschaftlich erstrebenswert wäre, ein Kanu zu besitzen, ein Pferd, oder Bogen zu schließen, und Du wüßtest in Deinem Alter nicht einmal wie man die Dinge bedient, würdest Du Dich dann damit beschäftigen wollen? Die Frage ist in sofern wichtig, weil wenn Du extrinsisch motiviert bist, Du vielleicht den einen "Druck" los bist, Du gehörst dann "dazu", aber ein anderer Druck wird sich aufbauen, mämlich der, ein Leben zu führen, das irgendwo abgeguckt ist, ein epigonales Leben. |
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#5
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Dem was dir bisher geschrieben wurde kann ich zustimmen. Ich mag Sprüche sehr gerne, dir lass ich auch mal einen da. Epikur hat mal geschrieben: Zerstöre deine Freude an dem, was du besitzt, nicht dadurch, dass du nach Dingen verlangst, die du nicht hast, aber denke daran, dass das, was du heute besitzt, einmal zu den Dingen gehört, die du dir erhofft hast. |
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#6
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![]() und dazu muss man nicht unbedingt ins Ausland oder weit weg |
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#7
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| Yule, so sehe ich das auch. Die Leute bei der Arbeit sind doch nicht das Maß aller Dinge! In meinem Job sind auch einige Leute bodenständig, auf Sicherheiten bedacht, man lebt das "typische" Leben - was auch nicht schlecht sein muss, aber nicht jedermanns Sache ist. Wer sagt, dass dieses Leben gut für dich wäre? Natürlich kann ich verstehen, dass das bei dir einen enormen Druck aufbaut. Meine Frage an dich ist: willst du das denn überhaupt? Oder geht es dir hauptsächlich ums Dazugehören? Vor 30 Jahren, also meine Elterngeneration, war in diesen Dingen tatsächlich früher dran. Die Frauen hatten mit Anfang/Mitte zwanzig ihrer ersten Kinder bekommen, es wurde sofort das Haus gebaut. Wie leben heute ja in einer ganz anderen Gesellschaft als damals. Vieles hat sich nach hinten verschoben, und allgemein lebt man heute doch anders als damals. Heute wird viel mehr Mobilität und Flexibilität verlangt. Schon allein im Beruf. Man hat auch nicht mehr unbedingt einen Job, den man dann 40 Jahre ausführt. Vieles hat sich gewandelt. |
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#8
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Du bist 29 und klagst wie ein Rentner oder ein alter vergrämter Mensch. Brauchst du eine interessante Krankheit ? Eine Depression, einen Burnout ? Die Grundeinstellungen sind schon da, fehlt nur noch ein Arzt der dir einen Schein schreibt. Oh Mann. Wenn jemand dir eine Ohrfeige verpasst, grübelst du dann auch, ob ein anderer sie nicht doch vielleicht saftiger hätte ausfallen lassen ? ![]() Schau dich in den Spiegel und sag dem vor dir, er soll endlich wach werden und sein Leben beginnen. Du hast mit 29 nicht wirklich was erreicht ? Ok. Was willst du denn erreichen ? Was würde dir Freude und dich stolz machen ? Wie siehst du dich in - sagen wir mal - zehn Jahren - dein Traum. Hast du einen ? Du vergleichst dich mit anderen. Was haben die denn, was du nicht hast ? Was willst du denn auch haben ? Dasselbe wie sie ? Genügt dir das wirklich ? Du fragst dich, was du falsch gemacht hast. Schau mal zurück und schau, was du richtig gemacht hast und bau darauf auf !! Zitat:
"Steh auf, nimm dein Bett und geh!" (nicht von mir, sondern von Jesus) |
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#9
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| hi, airborne Zitat:
(ich meine diese frage ernst, denn die würde meine antworten bezüglich dieses punktes beeinflussen, denn ich arbeite gerade mit einer 22 jährigen frau, deren herztransplantat - wegen fortschreitender muskelschwäche nötig geworden - vielleicht noch 4 jahre halten wird, an der gestaltung ihrer näheren zukunft. und der könnte ich ja auch nicht sagen: machen Sie sich keine sorgen, Sie haben noch alle Zeit ihres lebens... ) Zitat:
wenn du zufrieden sein könntest, dann bist du es auch bis zu einem gewissen grad. dein problem ist vielleicht weniger deine "unzufriedenheit" sondern eher dein verlangen, dich mit anderen zu vergleichen und zu messen. ob du das als für deine meinung über dich als wesentlich setzt oder nicht, das ist aber eine aktive entscheidung deinerseits. (möglicherweise auch eine denk- und bewertungsweise, die du in deiner vergangenheit irgendwoher übernommen hast. bist du sehr vergleichend erzogen worden? ich erinnere mich an den stehsatz meiner mutter: "nimm dir ein beispiel an..." - sowas kann prägen - man ist (sich selbst) nie gut genug (für eine weile) Zitat:
blick nach unten statt nach oben? es gibt sicher eine menge leute, bei deren leben denkst du nicht mal annähernd dran, dich mit ihnen zu vergleichen, weil du das, was die haben, nicht wollen würdest, wenn du es bekämest... bei denen du froh bist, daß der zufall nicht DICH getroffen hat. ich empfehle dir, mal zu versuchen, dich sehr wohl auch mit denen zu vergleichen. wenn schon vergleichen, dann in beide richtungen. alles andere wäre unseriös. ein guter weg das 1:1 tun zu können (und leute kennenzulernen, die dir vielleicht auch andere rolemodels als deine arbeitskolegen bieten) wäre ein wenig nebenberufliches engagement beim roten kreuz, bei einem sozialverein, als freiwilliger helfer im pflegebereich oder einem sozialprojekt, als nachhilfelehrer für sozial randständige kinder,... egal. das könnte eine menge leere schnell aus deinem leben rauseliminieren... mal sehen, wie du dann über dich und deine fähigkeiten denkst (du wirst eine menge neuer an dir entdecken übrigens). und ob du dann vielleicht feststellst, was du gut gemacht hast bis jetzt... könnte übrigens auch gut dagegen helfen, weil davon ein wenig ablenken: Zitat:
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mir kommt vor, du hast in dir diese sehnsucht des erreichten teilzieles. die leere ist die leere des "gezeitenwechsels". wenn was neues anfängt. aber man weiß noch nicht was. Zitat:
liebe grüße, die windfrau Geändert von windfrau (01.02.2012 um 21:31 Uhr) |
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#10
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| ich mag etwas einwerfen *** chapeau, liebe Windfrau*** |