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Persönlichkeitsentwicklung Lebensfreude, Glück, Erfolg, Zufriedenheit, persönliches Wachstum, sein Potenzial entfalten... darum geht in dieser Rubrik.

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  #1  
Alt 29.12.2011, 11:30
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Ein neuer Faden angeregt aus der Diskussion im Konstruktiver Umgang mit Konflikten Faden, die in OT-Schräglage geriet ...

Um was geht es? Ich erlaube mir mal, aus dem oben genannten Faden zu kopieren.

Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
Mir ging es nicht um "generell", sondern darum, in einer bestimmten Situation zu wissen, was ich gerade will. Das kann von "Gehen wir jetzt zum Italiener oder zum Griechen" bis zu "Willst du nach Amerika auswandern, ja oder nein" gehen.
Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Wenn die Spannbreite vom Restaurantbesuch bis zum Auswandern geht, hege ich fast schon wieder den Verdacht, dass es doch generell zu sein scheint, weil viele unterschiedliche situtative Ansätze denkbar sind, aber lassen wir das, für die ursprüngliche Diskussion ist es im Grunde unterheblich.

Vielleicht sind wir uns darüber einig, dass je öfter diese Situationen persönlich im eigenen Leben auftauchen, ich je weniger weiß, was ich will.
Zitat:
Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
es ist ja etwas OT da das Thema ja "Konstruktiver Umgang mit Konflikten " lautet.

... dennoch die Frage nach den Zielen finde ich spannend.

...ist es wirklich so das Menschen nicht wissen was sie wollen ?

... oder wissen sie schon was sie erreichen wollen, welche Ziele sie anstreben, doch sie wissen nicht ob ihre Möglichkeiten ( Bildung,Vitamin B, Gesundheit, Energie im allgemeinen) ausreichend sind, ihr Ehrgeiz ausreicht bis zum Ziel zu gelangen.

Ausserdem erfordern manche große Ziele das man von kleineren Abschied nehmen muss, was auch bremsend wirken kann.

... ist das GROSSE-ZIEL es wert die kleinen Ziele ausser acht zulassen ?


wenn ich mich nicht entscheiden kann ob zum Italiener oder zum Griechen, dann gehe ich zum Inder [IMG]file:///C:/windows/TEMP/msoclip1/01/clip_image002.gif[/IMG]oder bleibe Zuhause, weil ich gar nix nicht wohin will.

Zitat:
Zitat von Möglichkeiten !?
... ist das GROSSE-ZIEL es wert die kleinen Ziele ausser acht zulassen ?
Zitat:
Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
Viele kleine Ziele führen manchmal zum grossen Ziel, ohne dass derjenige sich dessen von vorneherein bewusst wäre.
Viele kleine Ziele können allerdings auch das grosse verwässern oder in der Warteschlange beliebig "aufschiebbar" machen. Mitunter hat man dann "eine gute Ausrede", das eigentliche Ziel nicht erreichen zu "können".


Zitat:
Zitat von hobbes
Mir ging es nicht um "generell", sondern darum, in einer bestimmten Situation zu wissen, was ich gerade will.
Prüfe deine Bedürfnisse vor der Entscheidung. Tu als ob du beim Griechen wärst und schau, ob es da war, was du "wirklich" wolltest. Tauchen zuviele "abers" auf, dann tu als ob du zum Italiener gingest. Gleiches Testing. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, darfst du davon ausgehen, dass es weder der Grieche noch der Italiener war, sondern dass dein Bedürfnis anderswie gelagert ist. Vielleicht wolltest du einfach nur "raus" und hast aus vielleicht zwanghaften Rechtfertigungsgründen dir gegenüber geglaubt, du "müsstest jetzt irgendwo bestimmtes hingehen" um deiner "drängenden" Auszeit "einen Sinn" zu geben.
Bist du auf der Flucht? ... und wenn ja, wovor ?

Geh einfach, wohin? stellt sich oft währenddem heraus. Lass dich von dir überraschen, wo es dich hinführt... vielleicht einfach nur an die frische Luft, einmal um den Block und zurück nach hause, ... vielleicht fällst du in Gedanken und die Lösung eines anderen Problems fliegt dir einfach so zu. Weiss mans vorher ?
Tun ! Nicht solange darüber reden, bis es zerfleddert ist.
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  #2  
Alt 29.12.2011, 11:33
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Gute Idee hobbes,
Dankeschön
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  #3  
Alt 29.12.2011, 12:25
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Zitat:
Zitat von hubert1
Wenn die Spannbreite vom Restaurantbesuch bis zum Auswandern geht, hege ich fast schon wieder den Verdacht, dass es doch generell zu sein scheint, weil viele unterschiedliche situtative Ansätze denkbar sind, aber lassen wir das, für die ursprüngliche Diskussion ist es im Grunde unterheblich.

Vielleicht sind wir uns darüber einig, dass je öfter diese Situationen persönlich im eigenen Leben auftauchen, ich je weniger weiß, was ich will.
Jetzt wo du es so sagst ... Da ist was dran.
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  #4  
Alt 29.12.2011, 12:31
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Zitat:
Zitat von Möglichkeiten !?
...ist es wirklich so das Menschen nicht wissen was sie wollen ?
Ich glaube, der Schlüssel zum Wollen liegt, wie Shepherd geschrieben hat, in den Bedürfnissen, die dahinter liegen.
Ich hatte ja im anderen Faden folgendes Beispiel:
Zitat:
Zitat von hobbes
Aber – einfaches Beispiel, ein Seminartag, eine halbe Stunde vor Schluss, eigentlich steht noch eine Übung auf dem Programm. Der Seminarleiter fragt in die Runde, wie es weitergehen soll, aufhören oder noch die Übung dranhängen. Kaum einer sagt, was er wirklich will. Meistens Herumgeeier a la „Wenn das für alle OK ist, dann wäre ich für die Übung“, oder „wenn es sein muss, könnte ich eine halbe Stunde länger bleiben“.
Oft erlebe ich es so, dass Menschen, wenn sie gefragt werden, was sie wollen, nicht mit ihrem Bedürfnis antworten, sondern mit „Lösungen“. Der eine will noch etwas dazulernen und sagt, er möchte die Übung noch machen. Der andere, weil er Ruhe und Entspannung braucht, sagt, man könnte die Übung doch auch nächstes Mal machen. Und so weiter.
Oder auch, wenn jemand sagt, „ich will, dass meine Nachbarin netter zu mir ist“. Das ist so ein Wischi-Waschi-Ich-will, denn woran mache ich das fest, dass sie netter ist? Dass sie unseren Schnee auf dem Bürgersteig auch noch wegräumt (Erleichterung, Unterstützung)? Dass sie grüßt, wenn wir uns sehen (Wertschätzung, gesehen werden)? Dass wir einmal in der Woche miteinander Kaffee trinken (Kontakt, Nähe)?
Und darum habe ich auch irgendwo „wer weiß schon, was er will“ geschrieben. Vielleicht ist es eher ein "wer sagt schon, was er will".
Oft sind es fertige Lösungen – ich will Gesellschaft und schlage deshalb ein gemeinsames Essen beim Italiener vor, der andere hat aber überhaupt keine Lust, irgendwohin zu gehen und lehnt ab. Wenn ich sage, „ich will gerade nicht allein sein, mir ist nach Gesellschaft“ sind die Chancen vielleicht größer, dass der andere sagt „komm zu mir, wir zünden ein paar Kerzen an und hören Musik“.
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  #5  
Alt 29.12.2011, 12:35
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Zitat:
Zitat von Shepherd
Tun ! Nicht solange darüber reden, bis es zerfleddert ist.
Na, irgendwie erinnert mich das jetzt an einen anderen Faden
Dabei bin ich doch am Tun, am „mich zeigen“. Wenn es auch „nur“ im großen, anonymen Internet ist. Aber wie war das - mit kleinen Schritten anfangen?
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  #6  
Alt 29.12.2011, 13:04
Benutzerbild von Chaja
* die Seele fest umarmt *
 
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Hallo hobbes,

Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
Oft erlebe ich es so, dass Menschen, wenn sie gefragt werden, was sie wollen, nicht mit ihrem Bedürfnis antworten, sondern mit „Lösungen“. Der eine will noch etwas dazulernen und sagt, er möchte die Übung noch machen. Der andere, weil er Ruhe und Entspannung braucht, sagt, man könnte die Übung doch auch nächstes Mal machen. Und so weiter.
Das ist natürlich ein typisches Beispiel für eine Situation, in der Menschen mit ihren unterschiedlichen Wünschen intern in Konflikt geraten. Vielleicht wollen sie einerseits etwas lernen, merken aber zugleich, dass sie gerade nichts mehr aufnehmen können, wollen zugleich nicht, dass ihr Seminarleiter einen "falschen" Eindruck von ihnen bekommt usw. usf.

Ich denke, ein Hauptproblem ist immer die interne "Organisation" von situativen Wünschen/Bedürfnissen und übergeordneten Zielen, für die man in jeder Einzelsituation wieder genug Willen aufbingen muss. Wenn ich z.B. körperlich fit werden will, muss ich mich jeden Tag wieder für's Sporttreiben entscheiden. Ob dann mein Wille zum Fitwerden oder mein situatives Bedürfnis nach Sofaflezen siegt, ist die Frage. In jedem Fall aber habe ich doch meinem Willen gemäß gehandelt ... oder?

Liebe Grüße,
Chaja
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  #7  
Alt 29.12.2011, 13:10
Benutzerbild von Möglichkeiten !?
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hier im Internet "tust" du ja mehr in Richtung denken und nimmst Anregungen mit, die du dann im RL durch Handeln umsetzen kannst. Somit ist das Internet auch ein Teil vom RL. So einfach ist das nicht zu trennen
Zitat:
Zitat von hobbes
Aber – einfaches Beispiel, ein Seminartag, eine halbe Stunde vor Schluss, eigentlich steht noch eine Übung auf dem Programm. Der Seminarleiter fragt in die Runde, wie es weitergehen soll, aufhören oder noch die Übung dranhängen. Kaum einer sagt, was er wirklich will. Meistens Herumgeeier a la „Wenn das für alle OK ist, dann wäre ich für die Übung“, oder „wenn es sein muss, könnte ich eine halbe Stunde länger bleiben“.

Zu dem Beispiel würde ich sagen: es kommt darauf an was ich mir für nach dem Seminar vorgenommen habe, wie ich mich entscheide. Auf jedenfall wüsste ich es zu schätzen , der Seminargestalter nimmt sich die Extra-Zeit noch etwas länger zu bleiben.Das ist ja nicht selbstverständlich.Wenn mein folgendes Program wiederholbar ist würde ich noch bleiben. Andernfals mich für das Angebot bedanken und gehen.
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  #8  
Alt 30.12.2011, 07:04
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Um es mit den Worten von Volkswirtschaftlern zu formulieren:
Die Entscheidung für eine Form der Bedürfnisbefriedigung bedeutet immer (oder oft) auch den Verzicht auf andere Formen der Bedürfnisbefriedigung.

Es muss meiner Ansicht nach nicht zwingend so sein, dass man nur eine von mehreren Optionen "will". Wenn sich die Optionen jedoch ausschließen, gilt es, Prioritäten zu setzen und / oder Kompromisse zu finden.
Beispiel Seminarübung: "Ja, ich will etwas dazulernen, aber jetzt ist meine Aufnahmekapazität erreicht. Ich schlage vor, wir machen die Übung beim nächsten Mal."
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  #9  
Alt 30.12.2011, 08:31
Benutzerbild von windfrau
weht wo sie will
 
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Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
Oft erlebe ich es so, dass Menschen, wenn sie gefragt werden, was sie wollen, nicht mit ihrem Bedürfnis antworten, sondern mit „Lösungen“.
könnte das daran liegen, daß wir in einer so außerordentlich "lösungsorientierten" und "effizienz-lastigen" kultur leben?
daß das ungewisse, vage, NOCH-nicht-gewisse im grunde genommen zur zeit sehr negativ bewertet ist?

mir scheint, daß das langsame, widersprüchliche, suchende, prozeßhafte kaum platz, zeit und aufmerksamkeit zugestanden bekommt, nicht gerne "ausgehalten" wird. eigentlich nicht wirklich akzeptiert, oft eher als "entscheidungs"schwäche oder sonstwie negativ interpretiert wird.

mit bedürfnissen in kontakt kommen heißt ja doch auch, einen "cut" zu machen. sich zeit zu lassen. "stehen zu bleiben". abzuwarten, ob es hinter dem "schnellen, deutlichen" nicht auch etwas leiseres, "noch nicht so klares", vielleicht sogar widersprüchliches gibt. das stehen zu lassen, dorthin aufmerksamkeit zu lenken, vielleicht auch mal zuzulassen ohne den inneren anspruch, ent-scheiden zu müssen, braucht aber zeit.
und vor allem die (selbst- aber auch fremd)erlaubnis, sich selbige lassen zu dürfen. auch mal umwege gehen zu dürfen. auch mal nicht wissen zu dürfen...

ich fürchte zudem (nein, ich weiß es, weil ichs an mir und anderen immer wieder erlebe), daß die fertigkeit der wahrnehmung von bedürfnissen schon in frühesten jahren entlernt wird, zumindest was die eigenen bedürfnisse betrifft. es gibt da wenig übung. vieles muß man sich oft mühsam wieder anlernen. gegen viel widerstand der gesellschaftlichen und sozialen strukturen, in denen wir leben (müssen) und von denen wir geprägt werden (auch als erwachsene noch)

denkt die windfrau so vor sich hin

Geändert von windfrau (30.12.2011 um 08:52 Uhr)
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  #10  
Alt 30.12.2011, 09:32
Guter Geist
 
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Zitat:
Zitat von windfrau Beitrag anzeigen

ich fürchte zudem (nein, ich weiß es, weil ichs an mir und anderen immer wieder erlebe), daß die fertigkeit der wahrnehmung von bedürfnissen schon in frühesten jahren entlernt wird, zumindest was die eigenen bedürfnisse betrifft.

Ja klar, mann nennt das auch Erziehung.
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