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Persönlichkeitsentwicklung Lebensfreude, Glück, Erfolg, Zufriedenheit, persönliches Wachstum, sein Potenzial entfalten... darum geht in dieser Rubrik.

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  #1  
Alt 18.12.2011, 18:21
_Yule
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Konstruktiver Umgang mit Konflikten

Leider wurden der Faden geschlossen, in dem ich noch was zu dem Thema Konflikte ergänzen wollte.

Da mich das Thema aber generell interessiert - sowohl im RL wie im VL, mach ich hier diesen Faden auf.

Er soll nicht nur einladen, aufgrund gegenwärtiger Situationen hier und anderswo im VL, zu überlegen, wie man am besten de-eskalierend und vll sogar lösend agieren/re-agieren könnte,

er darf auch gern eine Plattform werden, um Konfliktsituationen im RL kontruktiv zu beleuchten, zu drehen, zu wenden und vll dann etwas anders anzugehen, als man das im ersten emotionalen Gefecht machen würde.

Zu dem aktuellen VL-Konflikt hier wollte ich in dem anderen Faden noch folgendes ergänzen, ich stells jetzt hier rein, da es vll allgemein eine Diskussionsgrundlage bilden könnte, für VL-Konflikte, die noch kommen werden:

Wie könnte man anders damit umgehen, anstatt mit Empörung und Parteilichkeit? Ich versuche es immer wieder damit, das "Große Ganze" in den Blick zu bekommen. In dem Fall also das Forum. Was ist der Geist des Forum, was der Zweck? Denn das ist es, was mich hierher geführt hat. Und den Geist des Forums bestimmt die Community, die sich zusammensetzt aus alten und neuen Usern und dem Personal, das den Rahmen gibt und hält.

Vll hilft es, den Blick immer wieder dahingehend auszuweiten, auch wenn das nicht leicht ist, wenn man persönliche Kontakte bis hin zu Freundschaften im Netz gefunden hat und daher emotional mitbetroffen ist, oder wenn man durch Konflikte selbst "getriggert" wird.

Im Februar werde ich ein Wochenendseminar zum Thema Konfliktkompetenz machen. Ich sehe dies als Teil meiner Persönlichkeitsentwicklung und daher hab ich den Faden in diesem Subforum eröffnet.

Ich bitte darum, diesen Fred nicht mit dem Streitfaden zu verwechseln. Es geht in erster Linie um das Thema an sich, um das Hinterfragen der eigenen Anteile an Konflikten - jedoch nicht um Parteiergreifung in persönlichen Konflikten oder gar um Anklagen. Dafür habt ihr ja schließlich eure persönlichen Fäden und etliche OT-Themen.
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  #2  
Alt 18.12.2011, 19:14
Benutzerbild von just me
i did it my way
 
Registriert seit: 03.09.2009
Ort: zuhause
Alter: 49
Beiträge: 8.365
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hi yule,

ich halte es so, dass ich soweit es an mir liegt, den frieden mit allen bewahre.
damit bin ich bisher gut gefahren.

natürlich ist eine aussprache im realen leben immer einfacher als im virtuellen. deshalb finde ich persönlich es auch schwierig, beide varianten hier so nebeneinander stehen zu haben.

das hinterfragen der eigenen anteile finde ich als ansatz richtig. wenn sich jeder erstmal vor seiner eigenen türe umgucken würde, statt beim nachbarn kehren zu wollen, würde ein grossteil der konflikte schon im keim erstickt werden.
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  #3  
Alt 18.12.2011, 20:20
Benutzerbild von Tintenweberin
die mit den zwei Cent...
 
Registriert seit: 01.05.2008
Ort: in einem kleinen, alten Haus am Donnersberg
Alter: 51
Beiträge: 25.017
Standard

Was ich persönlich kränkend finde, sind Du-Botschaften, die mir erklären wollen, wie (falsch) ich ticke. Ich reagiere auf "Interpretationen" und "Schuldzuweisungen" sehr empfindlich und irgendwann auch bockig. Wenn mir jemand eine Rückmeldung gibt, wie das, was ich in seiner Gegenwart getan oder gesagt habe, bei ihm angekommen ist, kann ich damit sehr viel konstruktiver umgehen.
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  #4  
Alt 18.12.2011, 20:29
Benutzerbild von Hilla123
*------*
 
Registriert seit: 02.08.2008
Beiträge: 8.744
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Für mich ist Feedback wichtig.
  1. ich habe beobachtet... / mir ist aufgefallen...
  2. ich habe dabei gedacht/gefühlt...
  3. meine Reaktion war...
  4. ich würde mir wünschen... (Verbesserungsvorschläge anbringen)
Feedback (Gruppendynamik) ? Wikipedia
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  #5  
Alt 18.12.2011, 21:35
Benutzerbild von Nomada
Guter Geist
 
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Ort: Rheinland-Pfalz
Alter: 41
Beiträge: 10.764
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Danke für den konstruktiven Faden, Yule
Zitat:
Was ist der Geist des Forum, was der Zweck?
Das scheint mir richtungsweisend - schön formuliert!*mitnehmundweitergrübel*
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  #6  
Alt 19.12.2011, 08:37
_Yule
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hallo zusammen ,

interessante Erfahrungen/Ansichten, die ihr da habt. Da bringt einiges meine Rübe zu rattern:

Zitat:
Zitat von just me
ich halte es so, dass ich soweit es an mir liegt, den frieden mit allen bewahre
Friede - ein interessantes Wort. Mir gehts ja auch in aller erster Linie darum, mir meinen Seelenfrieden zu bewahren. (Hat ja lange genug gedauert, um den überhaupt mal zu finden )
Das Problem daran ist leider, dass es wohl verschiedene Bedürfnisse gibt, die hinter diesem Wort stehen. Also jeder braucht etwas anderes für seinen Frieden. Da steckt dann natürlich auch schon wieder entsprechend Konfliktpotential drin, so wie bei den verschiedenen Wahrheiten, die ja auch so zahlreich sind, wie es Individuen gibt.

ich bin z.B. der direkte Typ, d.h. ich will die Dinge direkt ansprechen und beim Namen nennen können, um dat möglichst zügig vom Tisch - und um wieder meinen Frieden zu kriegen. Ich verlier mich nicht gern in Spekulationen a la "wie hat der das jetzt gemeint "usw, sondern ich hake lieber gleich nach. Damit kann ich meinem Gegenüber, das womöglich lieber die Dinge durch die Blume klärt, ganz schön auf den Kranz gehen. Denn dadurch wird der womöglich sehr in seinem Frieden gestört, was nichtmal mit mir oder der Sache als solche zu tun haben muss. Vll hat der einfach ein Elternteil gehabt, das einen Verhörton hatte, oder cholerisch war oder was auch immer. Und dann kann er ne nachvollziehbare Abneigung gegen direkte Menschen haben. Oder sonst was. Aber so ganz einfach ist das mit dem Frieden halt nicht.

Wie machst Du das, den Frieden bewahren?

Zitat:
Zitat von Tintenweberin
Wenn mir jemand eine Rückmeldung gibt, wie das, was ich in seiner Gegenwart getan oder gesagt habe, bei ihm angekommen ist, kann ich damit sehr viel konstruktiver umgehen.
Stímmt und das ist ja auch tatsächlich eine Streitkultur, die man sich antrainieren kann.

Nicht weniger wichtig finde ich es auch, wenns mal schief geht und man unfair wird (passiert ja durchaus hin und wieder gerade bei den Menschen, die wir lieben, weil wir da viel verletzlicher und folglich emotionaler sind), dass man sich das selbst und gegenseitig verzeihen kann. Also auch mal nen Strich drunter ziehen. Mir hilft da oft, wenn wir uns in der Beziehung in so was reinmanövriert haben, oder merken, wir stehen grad im Minenfeld - wenn wir dann um den Block gehen (meist erstmal der Stimmung entsprechend in nem ziemlichen Tempo ) bis wir uns aus der Sprachlosigkeit rausgelaufen haben. Ich kann besser denken und reden beim Laufen.

Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass auch die Art in ich-Botschaften zu reden, manipulatives Verhalten nicht automatisch verhindert, sondern bestenfalls überschminkt. Und auf diese Weise manipuliert zu werden, ist richtig übel. Da man ja so seine Konzepte hat, a la "Ich-Botschaften" und drum nicht verstehen kann, warum man sich jetzt grad trotzdem wie ein Depp vorkommt Es braucht schon viel Erfahrung und gute Selbstkenntnisse, um da recht schnell dahinter zu kommen, dass man grad in schönem Gewand manipuliert wird, so meine Erfahrung.

Hilla, ich hab den wiki-Artikel jetzt noch nicht gelesen, aber diese Art von Gespräch finde ich sehr konstruktiv.
Da stelle ich mir nur grad die Frage: ist das jetzt noch Streit oder schon ein Gespräch?

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Streit und (kontroverser) Diskussion? Wo verlaufen da für euch die Grenzen?

Zitat:
Danke für den konstruktiven Faden, Yule
Danke für die Bestärkung, Nomada.

Allerdings hätte ich auch zum Stichwort "Konstruktiv" noch eine Verständnisfrage. Du hast gestern den Streitfaden mit folgender Bemerkung geschlossen:

Zitat:
Nachdem es in den letzten Beiträgen eher sachlich konstruktiv werden wollte, mache ich hier erstmal zu, damit es nicht doch irgendwann überkocht
Ich versteh dat nicht

Etwas will konstruktiv werden und wird darum geschlossen, weil es überkochen könnte?

Versteh mich nicht falsch, das ist absolut keine Kritik an der Moderation als solches. Aber ich versteh den Gedanken dahinter einfach nicht.
Ist das so zu verstehen, dass Du einen Punkt setzen wolltest, an einer Stelle, die grad recht sozialverträglich und abgekühlt war, bevor es wieder heiss wird? Oder war der Faden als Dampfablasser da und hatte durch die konstruktive Entwicklung seinen Zweck erfüllt und wurde deshalb geschlossen?

Oder ist der Satz einfach etwas unglücklich formuliert? Oder bin ich die einzige, die den nicht kapiert? Denn die Gefahr, dass eine konstruktive Diskussion kippt und überkocht, besteht ja immer und überall. Eine Bemerkung falsch gelesen bzw interpretiert (die Tücke dieses Mediums), und schon kippts.

zum Thema Geist des Forums später noch was.
Danke euch allen erstmal.
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  #7  
Alt 19.12.2011, 12:42
Guter Geist
 
Registriert seit: 28.05.2007
Beiträge: 10.839
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Zitat:
Zitat von _Yule Beitrag anzeigen


Friede - ein interessantes Wort.
ja, aber hat das in diesem Zusammenhang die entscheidende Relevanz ?
Ich denke, nein.
Es geht meiner Ansicht nach um Streitkultur.
Und vielleicht gibt es ja unter uns den einen oder anderen, der da Nachholbedarf hat, oder auch nicht.
Ein wesentlicher Punkt einer solchen Kultur scheint mir zumindest zu sein, jemand anderem einen Standpunkt zuzubilligen, den man selber nicht teilt.
Hier geht es um Normen, weniger um Fakten, die sind etweder falsch oder nicht.
In rückwärts gewandten oft autokratischen Gesellschaften wird Streit als Schwächung der Gemeinschaft angesehen im Grunde bietet err aber doch die Möglichkeit neues zu entwickeln, alte Positionen zu überdenken und Entwicklung zu ermöglichen.
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  #8  
Alt 19.12.2011, 12:54
Benutzerbild von Nomada
Guter Geist
 
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Zur Verständnisfrage: War tatsächlich unglücklich formuliert. Die "vorletzten" Beiträge waren eher sachlich konstruktiv geworden, ganz am Ende drohten sie diese Ebene zu verlassen - DAS wollte ich gerade jetzt verhindern. Generell nutzen wir die Massnahme, um weitere Eskalationen zu vermeiden.
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  #9  
Alt 19.12.2011, 17:38
...
 
Registriert seit: 15.10.2010
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Beim Umgang mit Konflikten bzw. der Konfliktlösung sind für mich Lautstärke (piano) und Wortwahl (kein Gekeife etc.) von Bedeutung, andernfalls mach mich mich vom Acker.
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  #10  
Alt 19.12.2011, 18:35
_Yule
Gast
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Mistral Beitrag anzeigen
Beim Umgang mit Konflikten bzw. der Konfliktlösung sind für mich Lautstärke (piano) und Wortwahl (kein Gekeife etc.) von Bedeutung, andernfalls mach mich mich vom Acker.
Hallo Mistral,

und wie ist das, wenn Du selber nen Konflikt hast? Ich meine, dann besteht doch auch bei Dir das Risiko in irgend einer Weise emotional zu werden, oder? Schaffst Du das dann immer, ruhig und sachlich zu bleiben?

neben keifen und scheien gibts ja auch die Menschen, die dann das Gegenteil werden: leise, sehr ruhig, sehr kalt. Find ich auch sehr unangenehm, ehrlich gesagt.
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