Treffpunkt Leben  

Zurück   Treffpunkt Leben > Themen > Persönlichkeitsentwicklung

Hinweise

Persönlichkeitsentwicklung Lebensfreude, Glück, Erfolg, Zufriedenheit, persönliches Wachstum, sein Potenzial entfalten... darum geht in dieser Rubrik.

Antwort
 
Themen-Optionen
  #1  
Alt 20.11.2011, 18:19
Benutzerbild von twister
Stammbesucher
 
Registriert seit: 29.05.2008
Ort: mal hier - mal da ...
Beiträge: 840
Frage Verständnis für Alles und Jeden

Wie weit geht euer Verständnis?


... für die Eltern, ... für die Geschwister,
… für den Partner, … für „das Verhältnis“,
… für den Kunden, … für den Chef,
... für Menschen die plötzlich eine einschränkende Krankheit bekommen,
… für Amokläufer, … für Selbstmörder, … für Depressive
… für Worcaholics, … für Süchtige,
… für Millionäre, … für die Politiker, … für Demonstranten,
… für Promis, … für Stalker,
… Leute die mir was verkaufen wollen, … verschwenderische Menschen,
… Menschen die keinen Bezug zur Natur haben und alles für reparabel und selbstverständlich halten ….und und und


ich könnte die Liste noch unendlich weiter führen.
Worauf ich wirklich hinaus will ist...

WIE eigne ich mir dafür ein gesunden Mittelweg an. Einen gesunden Umgang für mich. Ohne mir mein Hirn zu zermartern und für mein (sorry aber ….) „dämliches“ Gegenüber immer noch ein Fürwort zu finden und meine eigenen Gedanken und Bedürfnisse IMMER hinten herunter fallen. Weil ich denke (ironischer Weise) ...ach der/die Arme - dem überlasse ich mal Schonfrist weil ich hab sicher einen Blickwinkel übersehen der seine Einstellung rechtfertigt“. Also manchmal …. und im Moment mal wieder ganz akut, bringt mich das echt zur Weißglut zum Amoklaufen oder aus dem Fenster springen weil ich es nicht mehr ertrage dieses Gedanken Wirrwarr und das Gegenüber, dem ich am liebsten entfliehen möchte was aber eher selten möglich ist.


Stattdessen höre ich mir Stunden lang Problem und Ausreden an, gebe mentale Hilfestellung, verfalle dem Helfer Syndrom, lege Nachtschicht für den Kunden ein, höre mir Verkaufsgespräche an und passe mich dem System an weil ich „irgendwann“ vielleicht doch mal ein Stück abbekomme, weil ich Jahre lang sozialerweise auch dazu beigetragen habe. Ich hab aber das Gefühl ich verliere immer!!
(Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussionen über spezielle Themen beginnen, dazu gibt es genügend andere Fäden.)


Grundsätzlich: Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Wie weit geht euer Verständnis, wann/wo/WIE zieht ihr euren persönlichen Schlußstrich. Ich bin wirklich gespannt und hoffe auf viele und sicher sehr unterschiedliche Meinungen und Wege.


Ich grüße Euch alle herzlich und wünsche noch einen schönen „Rest“ Sonntag!
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 20.11.2011, 18:33
Mensch
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Tja, Twister, wenn ich jetzt hier antworte, dann spricht der Bock als Gärtner!

Ich ziehe den Schlussstrich, wenn ich anfange, mich so zu ärgern, wie du es oben beschreibst.
Dann bin ich auch nicht mehr bereit, anderen ein Ohr zu leihen, die mit der Situation nichts zu tun haben, sondern mich nur einfach nerven.
Ich sage dann auch ganz deutlich: Das interessiert mich jetzt wirklich nicht.....und wende mich ab.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 20.11.2011, 19:50
Forenexperte
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 1.066
Standard

Twister, da sprichst du was an! Diese Thematik kenne ich zu genüge. Ich lerne immer noch damit umzugehen, aber es gelingt mir immer besser. Frage dich doch mal, warum du dich für sie aufopferst, dich aber immer HNTEN anstellst? Du hast doch das gleiche Recht wie die anderen auch, und wer sagt, dass du überhaupt die Kompetenz hast, die anderen aus der Krise zu retten, egal ob Kunde, Freunde, sonstwer? Wer sagt, dass du dich um die Weltprobleme kümmern musst? Ich hoffe, du verstehst das jetzt alles richtig. Versuche doch mal, in der nächsten Situation bewusst auf dich zu schauen, wie es DIR geht und was DU möchtest. So viele Leute, denen man meint Hilfe geben zu müssen, weil sie so arme Opferwürstchen sind, wollen in Wirklichkeit gar keine Hilfe, weil Veränderung für sie das größte Hindernis wäre. Sie wollen oftmals nur jammern und suchen sich jemand Gutmütigen/Verständnisvollen/Hilfsbereiten mit Lösungshilfe, der sich das Hirn für sie zermartert, und was sie wirklich wollen ist eine Psychoschuttabladestelle, und dafür wird man dann benutzt. Und was kommt zurück? Wie du schriebst: meist geht man leer aus.
Werde dir mal dessen bewusst. Dann lässt DU dich nämlich nicht mehr benutzen.

So radikal wie Mensch schaffe ich es leider noch nicht.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 20.11.2011, 19:52
Forenexperte
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 1.066
Standard

Und noch was: ich hab nicht mehr für alles und jeden Verständnis, weil ich bereits hinter ihre Kulissen geblickt habe.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 20.11.2011, 19:55
Mensch
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Liebe Reifende, leider schaff ich das auch nicht bei jedem!
Nur bei denen, denen ich mich gefühlsmäßig nicht verbunden fühle; die anderen sind mein Problem!
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 20.11.2011, 20:20
Forenexperte
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 1.066
Standard

Bei denen, die einem nahe stehen, ist es natürlich am schwierigsten. Aber auch da sollte irgendwann die Grenze erreicht sein.
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 20.11.2011, 22:04
Benutzerbild von twister
Stammbesucher
 
Registriert seit: 29.05.2008
Ort: mal hier - mal da ...
Beiträge: 840
Standard

Danke schon mal für eure ersten Antworten

Zitat:
Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
... was sie wirklich wollen ist eine Psychoschuttabladestelle, ...
Schöne Formulierung Reifende

Zitat:
Zitat von Die_Reifende Beitrag anzeigen
Wie du schriebst: meist geht man leer aus.
Werde dir mal dessen bewusst. Dann lässt DU dich nämlich nicht mehr benutzen.
Da ist was wahres dran und im privaten sehe und mache ich das auch teilweise schon so.

Und wie ihr beiden schon schreibt, bei nahe stehenden ist es noch ein Zacken schwieriger und für einen selbst vieles so unverständlich.

Ja - ich stehe mittlerweil, innerlich laut schreiend da, "wer hat eigentlich für mich Verständnis"?

Aber was ist mit Kunden, allgemeinen Mitmenschen und die vielen andere weitgreifenden Themen? Da könnte es einem doch fast egal sein. Ich kann sicher nicht die Welt retten (wie das gleichnamige Lied so schön beschreibt) aber doch möchte ich es evtl. verstehen und denke vielleicht weiß ich etwas nicht, muß ich mich weiter informieren, vielleicht lieg ich ja wirklich völlig falsch mit meiner Ansicht. Und prompt bekommt das Gegenüber wieder Oberwasser und ich fühl mich zu irgendwas verpflichtet, was mir eigentlich völlig wiederstrebt und mir absolut nicht gut tut. Oder ich laufe rum wie ein aufgescheuchtes Huhn im Wirbelsturm um das Optimum und das Bessere zu erkennen. Aber was ist schon das Beste, Bessere oder Richtige .... tja

Bin gespannt auf weitere Ansichten ...
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 20.11.2011, 23:43
Viel-Schreiberling
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 124
Standard

ich hab das inzwischen so für mich geregelt, dass ich da, wo ich entwicklung und interesse merke, gern weiterhelfe, aber viele wollen gar keinen fortschritt und dafür ist mir meine zeit dann zu schade. ich hab gelernt, dann einen haken dran zu machen und die gespräche zu beenden.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 21.11.2011, 10:02
Benutzerbild von mystery
Frei- & Selbstdenker
 
Registriert seit: 10.02.2008
Ort: Kanarische Inseln
Alter: 45
Beiträge: 3.201
Standard

Zitat:
So viele Leute, denen man meint Hilfe geben zu müssen, weil sie so arme Opferwürstchen sind, wollen in Wirklichkeit gar keine Hilfe, weil Veränderung für sie das größte Hindernis wäre.
Ich habe so gut es geht aufgehört auf solche Klagen einzugehen.
Von mir gibt es wenn jemand jammert wenn es passt, noch extra "einen drauf", damit es richtig weh tut und der andere entweder etwas an der Basis seines Problems ändert und nächstes Mal entweder mit einer guten Nachricht kommt, oder möglichst mir keine Zeit und keine Energie mehr mit fruchtlosem Gejammer stielt.

Entweder jemand, dem etwas nicht gefällt wie es ist, ändert etwas, oder er lässt es.

So viele Menschen, zerlegen jedes Problem ewig bis in die kleinste Ecke und und beschäftigen alle und ziehen damit die Stimmung subtil herunter, statt sich von Grund auf um tiefgreifende Änderungen die auch etwas bringen (können) zu kümmern.
Wem bringt es etwas, ständig (gleiche) neue Löcher zu stopfen, wenn man die, aus welchen Gründen auch immer mit der Zeit liebgewonnenen Motten die ja das Problem weiter verursachen, nicht entfernt?
Verständnis motiviert doch nur, sich in seinem Leid zu suhlen und auf ewig allen damit weiter auf den Geist zu gehen, statt etwas wirklich Schönes und Bewegendes, was wirklich freude macht, in der Zeit zu (er)schaffen.
Jemand hat ein Problem, also einmal ansehen, seine Meinung dazu abgeben und gut ist.

Wenn nicht .... nicht mein Problem, sonst habe ich nämlich auch selbst mehr als genug Erlebnisse, die man immer wieder durch kauen könnte, die ja aber längst vorbei sind und nicht mehr gut zu machen.
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 21.11.2011, 10:58
Benutzerbild von schräger Vogel
Schreiberling
 
Registriert seit: 05.10.2011
Ort: Alsfeld, Hessen
Beiträge: 82
Standard

Zitat:
Zitat von chrissi21366 Beitrag anzeigen
ich hab das inzwischen so für mich geregelt, dass ich da, wo ich entwicklung und interesse merke, gern weiterhelfe, aber viele wollen gar keinen fortschritt und dafür ist mir meine zeit dann zu schade. ich hab gelernt, dann einen haken dran zu machen und die gespräche zu beenden.
Das kann ich so unterschreiben.
Es gibt Leute, die haben ein Problem und leiden darunter - denen wird auch gerne zugehört und geholfen.
Dann scheint es aber auch Leute zu geben, die ihre Wehwehchen und Problemchen regelrecht kultivieren, ich unterstelle mal, weil sie sonst nix haben, um sich interessant zu machen? So jemand hat bei mir Pech, sobald das Spiel durchschaut wird - da wäre bei mir auch eine Reaktion a la mystery denkbar - wer beleidigt schmollt, nervt nicht .

Und was den Rest der Welt angeht: es gibt nicht den einen, richtigen Blickwinkel. Jeder bildet seine Ansichten und Meinungen ja aus der Summe seiner Erfahrungen. Von daher schadet es zwar nicht, mal über den Tellerrand zu schauen, warum der Andere das jetzt so sieht und nicht derselben Ansicht ist wie ich - aber bitte nur dann, wenn Dich das Thema wirklich interessiert und nicht, wenn die "Gegenpartei" sich vielleicht mit diesem Verständnis irgendwelche Vorteile erschleicht.
Vielleicht trennst Du einfach nach Bekannten und fremden Leuten? Nur mal als Beispiel, der Stammkunde, von dem Du weißt, er hat einen jungen Hund, bekommt nochmal Gnadenfrist, wenn er erzählt, der Hund hätte die Post gefrühstückt und deshalb ist die Rechnung noch nicht bezahlt.
Beim Neukunden wäre die Reaktion "Sorry, aber wenn MIR sowas passiert, glaubt mir das auch keiner, das verstehen Sie doch sicher?"
Die Forderung nach Verständnis läßt sich schließlich auch umdrehen .
Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:25 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd. - SEO by vBSEO 3.2.0