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| Persönlichkeitsentwicklung Lebensfreude, Glück, Erfolg, Zufriedenheit, persönliches Wachstum, sein Potenzial entfalten... darum geht in dieser Rubrik. |
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| | Themen-Optionen |
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#1
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| Hallo Ihr Lieben, geht es Euch manchmal auch so: Ihr lest einen Satz und grübelt und grübelt drüber nach und kommt doch nicht klar damit? Gestern las ich den Satz: "Liebe und Anerkennung kann man sich nicht verdienen?" Das ist sicher so gemeint, daß man Liebe umsonst bekommt und nicht, weil man sich anstrengt und ihr hinterherjagt. Liebe bekommt man ohne Vorleistung. Darin stimme ich überein. Was mich stört, ist, daß das auch für Anerkennung gelten soll. Ich finde, daß man die sich schon "verdienen" kann. Z.B. auf der Arbeit durch fortwährend gute Leistung. Könnt Ihr mir helfen und mir sagen, ob ich das nicht richtig verstehe? Ob es da noch Aspekte gibt, die ich nicht bedenke? Irgendwie denke ich laufend über den Satz nach und er berührt mich. Und ich versuche, dem auf den Grund zu kommen. Liebe Grüße, Glühwürmchen |
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#2
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| Selbst wenn du auf der Arbeit hervorragende Leistung bringst, garantiert dir das noch lange keine Anerkennung durch andere. Anerkennung liegt immer beim anderen. Solange jemand deine Leistung als selbstverständlich ansieht, kannst du lange warten. Deshalb stimme ich dem Satz zu, dass man sich Anerkennung nicht verdienen kann. |
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#3
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| Liebes Glühwürmchen, Zitat:
Zitat:
Vielleicht ist auch gemeint, dass man beides nicht "erzwingen" kann: Wenn jemand einem die Anerkennung verweigert, die man verdient hätte, kann man nichts dagegen tun...? Nur so als Überlegung... Liebe Grüße an Dich! Deine Chaja |
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#4
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| Danke an Mensch und Chaja, so habe ich es noch nicht betrachtet. Ja, es stimmt: man kann sich abstrampeln, wie man will...wenn einem jemand die Anerkennung verweigert oder es als normal ansieht...dann kann man wirklich nichts machen. Ich überlege gerade, ob ich das nicht oft tue...der Anerkennung hinterherrennen. Deswegen beschäftigt mich das so. Liebe Grüße und Danke für die Reflexion! Glühwürmchen |
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#5
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| Das ist für mich der Knackpunkt. Anerkennung impliziert eine subjektive Bewertung, d. h. da lässt sich (oder gerade nicht) drüber streiten. Liebe und Anerkennung sind Geschenke. Und ich kann mich selbst beschenken. *sinnier* |
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#6
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| Nochmal das gleiche von der anderen Seite: Selbst wenn ich eine tolle Leistung erbracht habe, habe ich nicht automatisch einen Anspruch auf Anerkennung. Ich kann also nicht sagen: "Jetzt gib mir Anerkennung, ich habe sie verdient." Ich kann höchstens darauf hoffen. Nicht nur Liebe und Anerkennung, sondern praktisch alles, was mir die anderen geben, sind Geschenke und liegen an ihnen. Wenn ich veruche, mir diese Geschenke zu verdienen, dann ist das menschlich und verständlich, ist aber ein Versuch, die Gefühle der anderen zu kontrollieren, der nunn mal häufig nicht funktioniert. |
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#7
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| Hallo, gute Frage. Ich sehe das auch so. Oft machen wir bewußt oder unbewußt dinge, sagen was, tun was, mit dem Hintergedanken, auch dasselbe oder ähnliches zurückzubekommen. Und wenn das dann nicht der fall ist, ist man sauer, frustriert, traurig. Besonders in Beziehungen hört man oft: ich habe doch soviel für Dich gemacht, und was tust Du für mich? Der andere hat immer die Freiheit einer eigenen Reaktion und je mehr man bestimmte Reaktionen erwartet, weil man selbst meint, man hätte etwas gut getan, umso weniger kommt das oft. Meistens kommt Lob und Anerkennung oder liebevolle Gesten dann, wenn wir nicht damit rechnen und nicht hinterherhecheln und es nicht darauf anlegen. Wenn wir einfach für uns, um uns selbst und unserem Anspruch zu genügen, leben, handeln, einfach (ist nicht einfach) authentisch sind. Dann oft strahlen wir etwas was, was uns Liebe und Anerkennung verschafft. |
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#8
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| hallo liebes glühwürmchen, mir fällt da sofort ein schlüsselsatz ein, der da so in etwa lautet: "alles was du tust fällt auf dich zurück, aber manchesmal von einer seite von der du es nicht erwartest" es gibt da für mich beim erbringen einer leistung oder beim tun und handeln für andre, so 2 aspekte. entweder tue ich es weil ich das gern mag oder ich tue es weil es mein part ist. sagen wir mal der ausserdordentliche einsatz in meiner firma. ich habe das gerne getan, mein damaliger chef war damit trotzdem nicht zufrieden. da hätte ich ein recht auf einforderung einer anerkennung pochen können. na da hätte ich lange warten können, trotzdem habe ich damit fortgesetzt weil es mich ausfüllte und ich mit mir selbst zufrieden war. die anerkennung kam, als meine kündigung fast schon auf dem tisch lag. nicht vom chef sondern von den mitarbeitern ! ich war teilweise ganz schön den trännen nahe. und dann das ding das einfach mein part ist. das kleine bischen haushalt, mit 2 kindern, 1 hund, 3 katzen und und und. die kinder wissen wohl was ich leiste aber anerkennung? "he mama danke fürs wäsche waschen" ? nein das ist nicht, aber !letztens meinte meine nachbarin "du bei dir riecht man gar nicht das du einen hund hast" das war motivierend und eine anerkennung hoch 3 für mich. also einfach immer bereit sein für die liebeskundgebungen und anerkennungen, sie kommen, aber meist von einer seite wo du es dir nicht denkst... |
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#9
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| Hallo Glühwürmchen ![]() ich verstehe den Satz Zitat:
Man sollte sich aber diese Liebe und Anerkennung ganz oft selbst zugute kommen lassen. Wenn ich etwas geleistet habe sollte ich mich selbst dafür loben, unabhängig davon ob andere mich loben/lieben oder ob die Leistung nach deren Maßstäben erfolgreich war oder nicht. Auch wenn ich in den Augen der Anderen nur einen kleinen Schritt gemacht habe, kann dieser Schritt für mich ein ganz großer gewesen sein, wenn ich ihn entsprechend würdige. Es ist gut so wie es ist / So wie ich bin ist es in Ordnung |
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#10
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| Doch ich sehe schon einen Unterschied zwischen Anerkennung und Liebe. Und zwar scheint Anerkennung doch etwas besser kontrollierbar zu sein. Wenn ich was ganz besonderes tue, mich an Bedürfnisse anderer anpasse, "gut" funktioniere, wird das tatsächlich häufig mit Anerkennung "belohnt". So wird die Anerkennung zur "Rettung" für ungeliebte Kinder. "Wenn ich schon nicht beeinflüssen kann, ob ich geliebt werde, dann versuche ich mindestens Anerkennung zu bekommen. Das scheint ja möglich ist was ähnliches wie Liebe". Umso schwieriger ist es zu akzeptieren, dass wir nicht mal die Anerkennung kontrollieren können. Das löst Ohnmachtgefühle aus. Ich habe immer nach Bewunderung gestrebt. Als diese ausblieb, war ich verzweifelt. Als ich irgendwann begriff, dass ich mich eigentlich nach Liebe sehne und die Bewunderung nur eine "Ersatzbefriedigung" war, hat das sehr weh getan. Und als ich erkannte, dass ich nichts davon kontrollieren kann, hatte ich zunächst das Gefühl in einen Abgrund zu fallen. Das wird langsam besser, je mehr ich mir die Liebe selber geben kann. |