Treffpunkt Leben  

Zurück   Treffpunkt Leben > Themen > Persönlichkeitsentwicklung

Hinweise

Persönlichkeitsentwicklung Lebensfreude, Glück, Erfolg, Zufriedenheit, persönliches Wachstum, sein Potenzial entfalten... darum geht in dieser Rubrik.

Antwort
 
Themen-Optionen
  #41  
Alt 22.02.2012, 16:34
Stammbesucher
 
Registriert seit: 13.04.2007
Beiträge: 621
Standard

Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Aufmerksamkeit bedeutet doch zunächst erst einmal, dass man Focus auf eine bestimmte Sache oder Person gerichtet ist.
Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Ja, braucht man, wenn ich verunfallt im Straßengraben liege und keinerlei Aufmerksamkeit bekomme, kann es sein, dass Gras über mich wächst, bevor mich da jemand rausholt.
Ist jetzt vielleicht Erbsenklauberei, aber da mir der Unterschied immer noch nicht so klar ist, dass ich ihn jemandem erklären könnte: Wäre Aufmerksamkeit dann nicht einfach nur, stehen zu bleiben und zu bemerken: "Oh, da liegt einer im Straßengraben. Das tut bestimmt weh." Also etwas wahrnehmen (und handeln, das wäre dann Hilfe, Unterstützung)? Aber wo ist dann der Unterschied zur Beachtung?

Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Wir wollen geliebt und anerkannt werden, sonst würden wir oft nicht so idiotische Sachen machen.
Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Ich denke, es ist möglich, sich vom Urteil anderer unabhängiger zu machen, als man es vielleicht war, und ich denke es ist auch möglich sein Selbstwertgefühl und sein Selbstvertrauen zu stärken.
Und glaubst Du auch, dass das voneinander abhängig ist? Also, je mehr ich mich selbst liebe und anerkenne, desto "egaler" ist mir, was die anderen dazu sagen (bzw. desto unabhängiger bin ich)?

Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Wer hält Dich davon ab, außer Deine Empfänglichkeit für Anerkennung, und Deine anderen Konditionierungen?
Niemand. Ich versuche das ja auch - das ist auch gar nicht mein Problem, wenn ich denn überhaupt eins habe. Ich frage mich nur gerade, was ich mit der Anerkennung mache. Nein, nicht machen, wie ich sie annehme. Hm. Was sie bei mir auslöst. Nämlich Freude - und gleichzeitig ärgere ich mich darüber, dass ich mich freue. Weil ich nicht will, dass mir das wichtig ist. Weil ich Angst habe, wieder in das alte Muster zu rutschen (etwas tun, um Anerkennung dafür zu bekommen). Oder so.
Mit Zitat antworten
  #42  
Alt 22.02.2012, 16:48
Stammbesucher
 
Registriert seit: 13.04.2007
Beiträge: 621
Standard

Zitat:
Zitat von Keraldar Beitrag anzeigen
Wie wäre es mit der Einführung eines neuen Wortes?
Wertschätzung anstatt Anerkennung, Lob, Aufmerksamkeit?

Wertschätzung ist positives Feedback, möglichst qualifiziert und präzise für bestimmte Fähigkeiten, Tätigkeiten, Eigenschaften und trotz dem es das Wort Wert enthält am wenigsten wertend, am wenigsten von oben herab...

Wertschätzung stärkt das Selbstwertgefühl und jeder kann sich das mitnehmen davon was er oder sie will...

soviel meine Erfahrung dazu
grüsst
Keraldar
Hallo Keraldar,

Du hattest bestimmt auch schon mal was mit gewaltfreier Kommunikation zu tun, nicht wahr?

Im Prinzip ändert das doch aber nichts. Also natürlich ändert es schon was. Aber auch nicht.
Für mich ist es auch ein Unterschied, ob jemand sagt: "das hast du gut gemacht" oder "Dass du das Geschirr gespült hast, erleichtert mich total, weil ich müde bin und mich jetzt gleich ins Bett legen kann".

Aber was ich meine ist: Ich habe das Geschirr gespült. Und zwar habe ich das Geschirr für mich gespült (weil: Bedürfnis nach Ordnung, Sauberkeit, was weiß ich). Sollte das nicht "reichen"?

Oje. Ich will keine Anerkennung (Wertschätzung) haben wollen - tue es aber doch (und will mir das wiederum nicht eingestehen). Vermutlich ist das gerade mein Problem.
Mit Zitat antworten
  #43  
Alt 22.02.2012, 16:58
Stammbesucher
 
Registriert seit: 13.04.2007
Beiträge: 621
Standard

Oder aber:
Anerkennung = jemand traut mir etwas zu, jemand meint, ich bin gut darin << Holz zu hacken, Pferde zu stehlen, ... >>
Und - oh Schreck - wenn mir keiner was zutraut, kann ich ruhigen Gewissens auf der Stelle verharren. Das leichte, verantwortungslose Leben weiter leben. Nichts ändern. Nichts tun. Wie angenehm.
Und kaum traut man mir was zu, wird das ruhige Gewissen unruhig und fängt an, mich anzufeuern: "Na, willst Du nicht, wäre jetzt nicht der Zeitpunkt, mach doch was draus ..."

Mist. Das fühlt sich leider irgendwie stimmig an.
Mit Zitat antworten
  #44  
Alt 22.02.2012, 17:06
Guter Geist
 
Registriert seit: 28.05.2007
Beiträge: 10.839
Standard

Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
: Wäre Aufmerksamkeit dann nicht einfach nur, stehen zu bleiben und zu bemerken: "Oh, da liegt einer im Straßengraben. Das tut bestimmt weh." Also etwas wahrnehmen (und handeln, das wäre dann Hilfe, Unterstützung)? Aber wo ist dann der Unterschied zur Beachtung?
Das was Du zuerst ertwähnts wäre vielelicht ein "registrieren" bei Aufmerksamkeit würde ich ein "tätig werden" schon mit einschließen.Um
Um den Unterschied zwischen Aufmerksamgkeit und Beachtung zu verdeutlichen, stelle Dir eine rote Ampel vor. Der aufmerksame sieht das Fahrverbot aber das heißt noch nicht, dass er es auch beachtet.

Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
Und glaubst Du auch, dass das voneinander abhängig ist? Also, je mehr ich mich selbst liebe und anerkenne, desto "egaler" ist mir, was die anderen dazu sagen (bzw. desto unabhängiger bin ich)?
Ja, von der Tendenz her bin ich der Auffassung. Leute mit wenig Selbstwertgefühl schauen immer ob sie alles richtig machen, oder es allen recht machen. Das heißt aber nicht, dass Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl nicht empfänglich für Lob wären, so lange es nicht von der falschen Seite kommt, was ja auch vorkommen kann.


Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
Ich frage mich nur gerade, was ich mit der Anerkennung mache. Nein, nicht machen, wie ich sie annehme. Hm. Was sie bei mir auslöst. Nämlich Freude - und gleichzeitig ärgere ich mich darüber, dass ich mich freue. Weil ich nicht will, dass mir das wichtig ist. Weil ich Angst habe, wieder in das alte Muster zu rutschen (etwas tun, um Anerkennung dafür zu bekommen). Oder so.
Ich nehme Lob und Anerkennung wie ein Geschenk und freue mich darüber, aber wenn jemand zu Besuch kommt und kein "Geschenk" dabei hat, also keine Anerkennung zollt oder ein Lob auspricht, ist für mich nicht der Abend verdorben, so wie ein Abend nicht vordorben ist, zu dem ich eingelanden habe und keiner ein Geschenk mitbringt. Die Geschenke sind nicht das wichtigste an der Sache.
Mit Zitat antworten
  #45  
Alt 22.02.2012, 19:12
Stammbesucher
 
Registriert seit: 13.04.2007
Beiträge: 621
Standard

Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Das was Du zuerst ertwähnts wäre vielelicht ein "registrieren" bei Aufmerksamkeit würde ich ein "tätig werden" schon mit einschließen.Um
Um den Unterschied zwischen Aufmerksamgkeit und Beachtung zu verdeutlichen, stelle Dir eine rote Ampel vor. Der aufmerksame sieht das Fahrverbot aber das heißt noch nicht, dass er es auch beachtet.
Hm.
Das Ampelbeispiel wäre demnach "übersetzt":
Aufmerksamkeit = wahrnehmen
Beachtung = wahrnehmen und auf die Wahrnehmung reagieren
Auf den Straßengraben bezogen, müsste man "registrieren und tätig werden" dann doch allerdings auch eher unter "Beachtung" einordnen?
Hm.
Vielleicht auch ein Fall für den Spitzfindigkeiten-Faden ...
Mit Zitat antworten
  #46  
Alt 22.02.2012, 19:46
_Yule
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich sehe es mit der Wertschätzung / Anerkennung im Prinzip so wie mit dem Respekt:

es gibt einen grundsätzlichen, der jedem Menschen von Anfang an zusteht, und es gibt einen, den muss/kann man sich verdienen - also leistungsbezogen.

Ich empfinde es so, dass ich, wenn ich in einem intakten Umfeld eingebettet bin, wo mir dieser grundsätzliche Respekt, diese Anerkennung und Wertschätzung selbstverständlich entgegengebracht wird, bessere Chancen habe, leistungsbezogene Anerkennung/Wertschätzung überhaupt zu erkennen (Ja, es ist teilweise wirklich auch eine Frage, ob man die überhaupt erkennen würde, was wiederum damit zu tun hat, wie sehr man sich selbst anerkennt), und sie anzunehmen (auch das können viele heute noch nicht, vor allem Frauen müssen das oft erst mal lernen).

Und ich hab ein besseres Rüstzeug, wenn ich diese Wertschätzung / Anerkennung trotz Leistung nicht bekomme, da es nicht gleich so existenziell wird und ich vll früher die Reißleine in Form von Konsequenzen ziehe, weil ich mir das einfach wert bin.
Mit Zitat antworten
  #47  
Alt 23.02.2012, 12:16
Guter Geist
 
Registriert seit: 28.05.2007
Beiträge: 10.839
Standard

Zitat:
Zitat von hobbes Beitrag anzeigen
Auf den Straßengraben bezogen, müsste man "registrieren und tätig werden" dann doch allerdings auch eher unter "Beachtung" einordnen?
Hm.
Vielleicht auch ein Fall für den Spitzfindigkeiten-Faden ...
Nein, ich denke mit Spitzfindigkeiten hat das nichts zu tun.
Es bedarf hier auch keiner messerscharfen Abgrenzug, da es wenig Sinn macht, wenn ich einen Unfall melde, ob ich dem jetzt Beachtung oder Aufmerksamkeit geschenkt habe.
Beachtung geht meiner Ansicht nach hinsichtlich der eigenen Involviertheit über Aufmerksamkeit hinaus.
Und das sieht, je nach dem, welche Lebenslage man wählt unterschiedlich aus.
Eine Standadisierung hinsichtlich der Anwendungsbereiche bringt meiner Ansicht nach auch nichts, denn nehmen wir noch einmal das Unfall-Beispiel, für wen scheint es interessant zu sein, ob jemand den Unfall aus Aufmerksamkeit oder Beachtung gemeldet hat. Wohl niemand.
Anders sieht es aus, wenn jemand den Raum betritt. Schenke ich ihm Aufmerksamkeit, wird er von mir nicht "übersehen" schenke ich ihm Beachtung, führe ich vielleicht ein Gespräch etc.
Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:23 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd. - SEO by vBSEO 3.2.0