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  #1  
Alt 15.10.2010, 18:17
Benutzerbild von Cressida
Viel-Schreiberling
 
Registriert seit: 24.03.2007
Beiträge: 229
Standard will und kann so nicht weiterleben

Zur Zeit stecke ich mal wieder in einem krassen Tief, bin absolut unzufrieden mit mir, mache immer wieder dieselben Fehler, bin eine Verliererin, habe nichts, bin nichts und mein Leben ist irgendwie gelaufen... oder auch nicht? Hoffentlich!
Ich will und kann so nicht weiterleben. Ich muss etwas ändern. Ansonsten sehe ich schwarz für mich.

Bzw. sehe ich schon längst schwarz, esse zu viel, trinke zu viel, nehme zu viele Medikamente, verletze mich selbst, bin dumm...
Keine Angst, ich bin in wöchentlicher Psychotherapie. Also ich bin nicht suizidgefährdet. Das habe ich bereits hinter mir, 3 Suizidversuche, Depressionen, verschiedenste Persönlichkeitsstörungen, Panikattacken, Angstzustände... Isolation, kurze Affairen, nie eine lange Beziehung, Selbstverletzung, Essstörungen...
Ich bin schon jahrelang in Behandlung, statt besser wird es schlechter, die Medikamente mehr. Aber ich will nicht mehr stationär in die Psychiatrie, auch nicht in eine Tagesklinik oder auf Kur. Das habe ich nämlich auch schon alles mehrfach hinter mir.
Nun bin ich aufgrund meiner labilen Psyche in Berufsunfähigkeit. Mein Leben ist gelaufen. Oder?
NEIN! Ich will etwas ändern! Hoffe, ich schaffe es! Die Hoffnung stirbt zuletzt oder?
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  #2  
Alt 15.10.2010, 18:48
Benutzerbild von Wolle0401
Foren-As
 
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Alter: 46
Beiträge: 14.233
Standard

Hallo Cressida,

Wie kommst Du darauf, dass Dein Leben gelaufen ist?

Zitat:
Zur Zeit stecke ich mal wieder in einem krassen Tief, bin absolut unzufrieden mit mir, mache immer wieder dieselben Fehler, bin eine Verliererin, habe nichts, bin nichts und mein Leben ist irgendwie gelaufen... oder auch nicht? Hoffentlich!
Ich will und kann so nicht weiterleben. Ich muss etwas ändern. Ansonsten sehe ich schwarz für mich.
Ist das dass, was Du selber über Dich denkst, oder was man Dir in Deiner Kindheit eingeredet hat?

Aber ich finde es schön, dass Du etwas ändern willst. Und ich denke mal, das schaffst Du auch. Zu einer Änderung ist ews niemals zu spät.

Nur Mut und ich glaube, hier im Forum bist Du genau rcihtig, um Dir Mut zusprechen zu lassen.

Liebe Grüße
Wolle
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  #3  
Alt 15.10.2010, 19:08
Mensch
Gast
 
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Ich sprech dir mal Mut zu!
Mein Gott, was ging es mir schlecht, was war ich ein Wrack!
Auch noch, als ich hier im Forum anfing.
Depressionen schlimmster Art, Angst, Panikattacken, suizidgefährdet, x Psychotherapien, Psychiatrieaufenthalte, " Kuren",.......Medis......

Heute geht es mir gut.
Du schaffst das auch, in Mini-Schritten, Stück für Stück, immer eins nach dem anderen, lass dich von deinem Therapeuten führen.
Nur nicht die Nerven verlieren, Cressida.
Ich weiß,dass es geht. Ich weiß auch,dass es dauert.

Noch was: Lass dir mal bitte deine Schilddrüse untersuchen und zwar nicht nur die Blutwerte, sondern komplett vom Radiologen. Die spielt nämlich eine große Rolle dabei; bin ich auch erst als letztes drauf gekommen, und das war dann bei mir mit allem anderen zusammen der Durchbruch.

Also: Kopf hoch!
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  #4  
Alt 15.10.2010, 23:15
Benutzerbild von just me
what a wonderful world
 
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Ort: zuhause
Beiträge: 8.844
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liebe cressida,

klar lassen wir die hoffnung nicht sterben, auch für dich nicht, niemals nicht!

über die fehler würde ich mir nicht allzu grosse sorgen machen. oder kennst du jemanden, der fehlerlos ist?

vielleicht irrst du dich auch, wenn du denkst, dass dein leben gelaufen ist. stattdessen steht dir vielleicht das allerbeste erst noch bevor

hast du selbst eine idee, was du zuerst ändern möchtest und wie wir dich dabei unterstützen könnten? reicht es, wenn dir hier mut zum durchhalten zugesprochen wird? und wenn wir mit dir zusammen fest daran glauben, dass veränderung jederzeit möglich ist?

die liste deiner schwierigkeiten ist wirklich nicht ohne. aber ich denke, dass sie einfach auch nur sympthome für deine innere unzufriedenheit sein könnten. deshalb denke ich nicht, dass es sinn macht, sie in einem ersten schritt bekämpfen zu wollen. wenn dein leben wieder schöner ist, fällt dir das sicher viel leichter.

deine langjährige behandlung hat dich bisher nicht wirklich weiter gebracht. hast du eine idee, woran das liegen könnte?
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  #5  
Alt 15.10.2010, 23:59
Hoffnungsvolle
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Liebe Cressida,

lass dich nicht entmutigen. Es kommen bessere Zeiten. Bestimmt. Auch wenn es evtl. dauert/dauern wird!

Ich kann dir nur von mir berichten: seit einigen Jahren fühle ich große "Schmerzen", bin mehrmals "verletzt" worden. Oft "betäube" ich diese Gefühle/Schmerzen. Und trotzdem: manchmal spüre ich, dass es doch wieder einen Hoffnungsschimmer gibt und ich fühle mich HOFFNUNGSVOLLer.

Eines Tages wirst du (und ich auch) soweit sein. Und ich bin (beinah) davon überzeugt, dass diese Entwicklung einen 100mal weiterbringt als bei jemandem, der nie (oder selten) so einen "Schmerz" gespürt hat (meine ich ...).

Heute abend - nach einer wunderbaren Veranstaltung - bin ich zumindest mal wieder ganz zuversichtlich, dass sich irgendwas in meinem Leben doch noch irgendwann hoffentlich/vilelleicht bewegen kann ....

Ansonsten: hast du schon mal über einen Therapeutenwechsel nachgedacht? Ich glaube, wenn man längere Zeit schonmal bei jemandem in Behandlung ist/war, wird es einfach Zeit, sich weiterzuentwickeln durch eine evtl. andere Sichtweise eines anderen Therapeuten. Nur so ein Gedanke von mir.

Liebe Grüße von Hoffnungsvolle
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  #6  
Alt 16.10.2010, 00:03
Benutzerbild von naranja
stille Beobachterin
 
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Beiträge: 200
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Hallo Cressida,

was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. ich denke auch oft, dass ich nichts bin, nichts kann, dass ich ein loser bin, mein leben ist verpfuscht.. habe auch erfolglos therapie gemacht..

wie schwierig es ist, aus diesem negativen gedankenkarusell auszusteigen..

therapeuten sind auch nicht fehlerlos..

ja, ich glaube auch, dass du es schaffst. Du hast bereits den angfang gemacht, indem du dies mit uns teilst. Du willst etwas ändern und du kannst es!

gib nicht auf! dein Leben ist nicht gelaufen!

liebe grüße
naranja
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  #7  
Alt 16.10.2010, 07:51
Benutzerbild von Cressida
Viel-Schreiberling
 
Registriert seit: 24.03.2007
Beiträge: 229
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Herzlichen Dank für eure Antworten.
Sie regen mich zum Nachdenken an. Aber dann oft flüchte ich und lasse alles beim Alten. Sorry, wenn ich jetzt nicht genau auf jeden Beitrag eingehe. Ich bin mal wieder eine Aufschieberin. Will mich gerade nicht mit meinen Problemen auseinandersetzen. Einfach flüchten. Ach...
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  #8  
Alt 16.10.2010, 09:35
Benutzerbild von Kuestenkind
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Beiträge: 6.663
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Weisst Du, Cressida, ich habe bei Deinem Titel nicht an Selbstmord gedacht... sondern an den Startschuss der Veraenderung.
Denn... was hilft Dir Psychotherapie, wenn Du noch nicht bereit bist?
Dein Satz klingt aber, als ob Du jetzt wirklich die Nase voll hast und mit allen zur Verfuegung stehenden Mitteln da raus willst, etwas veraendern magst. (klar mit den Hoehen & Tiefen die da kommen). Und das finde ich gut!!
Bei mir hat die innere Entscheidung "jetzt reicht's" viel ausgeloest - und ich wuensche Dir, dass Du nunmehr auch Deinen Weg der Befreiung schreitest!
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  #9  
Alt 16.10.2010, 09:59
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Alter Hase
 
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Beiträge: 5.633
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Der Weg der Veränderung fängt mit dem ersten klitzekleinen Schritt an.
Überleg Dir doch mal, wie Du Leben möchtest und dann denk mal nach, was Du heute anders machen kannst als sonst.
Was könnte für Dich dieser erste kleine Schritt sein?
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  #10  
Alt 16.10.2010, 10:33
Mensch
Gast
 
Beiträge: n/a
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Der erste kleine Schritt ist heute, dass du kein schlechtes Gewissen hast, dass du einfach mal nur flüchten willst. Auch das ist erlaubt.
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