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  #1  
Alt 29.03.2008, 13:56
Benutzerbild von *Jenna*
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Frage Partnerschaft mit einem Borderline Patienten

Seid vier Jahren lebe ich mit meiner Frau schon zusammen und schon vor unserer Zeit ist es bekannt das sie Borderliner ist.Erst seid einem1/2 Jahr muss ich gestehen beschäftige ich mich richtig intensiv mit diesem Thema. Auch wenn ich eigentlich eine starke Persönlichkeit bin, bin ich zur Zeit am Ende meiner Kraft. Immer dieses Auf und Ab und das sie zur Zeit keine Gefühle zeigen kann oder besser gesagt nicht mehr spürt. Auch wenn das zum Krankheitsbild dazu gehört, bin ich auch nur ein Mensch und möchte geliebt werden. Nach vielen redereien hab wir uns endschieden das sie anfang April wieder eine Therapie für diesmal 3 Monate macht. Es sind nur noch wenige Tage wo sie hier bei mir ist, aber von ihr kommt nicht ein Gefühl rüber. Wie soll ich damit nur umgehen?? Was kann ich machen damit es mir nicht so schwer fällt?? Vielleicht liest das hier ja sogar ein Borderline Patient und kann mir aus seiner Sicht einiges erklären
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  #2  
Alt 29.03.2008, 18:44
Benutzerbild von sonnenfell
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hallo jenna, in Forum der Brigitte gibt es einen Strang über Borderline, dort schreiben viele betroffenen und Anghörige.
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  #3  
Alt 30.03.2008, 11:46
Benutzerbild von Danny-Mo
Zezule-Mammut
 
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Hallo Jenna !

Was für Fragen an einen Borderliner hättest du denn ?

Als Partner hat man es sicher nicht leicht, weil Bordis vom Himmel in den Abgrund inner halb von Minuten stürzen. Soll heißen, daß sie "launisch" sind.
Da sie ein Problem mit ihren Gefühlen zu sich selbst haben, haben sie die logischerweise auch zu anderen.

Ich selbst könnte es nicht ab, wenn man mich umklammert. Auf der anderen Seite hätte ich Angst, jemanden zu verlieren.Das ist so ein ewiges Hin und Her.Vielleicht geht es deiner Freundin so ähnlich.

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  #4  
Alt 30.03.2008, 13:34
Benutzerbild von *Jenna*
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Also mir ist schon sehr viel Bekannt was dieses Thema angeht und ich weiß auch das immer in Schüben sehr gute Laune kommt und dann aber wieder extreme schlechte Laune. Ich akzeptiere diese Krankheit voll und ganz nur verstehen kann ich das alles net so. Vor allem das diese Menschen kein Gefühl in diesen extrem Schüben haben, es ist einfach so schwer damit klar zukommen. Und um die Frage von Aquamarin zu beantworten, als wir zusammen gekommen sind ist sie zwei Monate später gleich auf Therapie gegangen und dann war drei Jahre lang nicht ein Symptom mehr da. Nur jetzt seid ca. 4 Monaten ist es wieder ausgebrochen und ich habe gedacht sie wäre geheilt nach der Therapie, und somit fing ich an mich schlau zu machen.
Ich danke euch für die offenen Ohren, naja Augen, und werden mal gleich das Forum durchwühlen nach diesem Thema.
Lieben Gruß
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  #5  
Alt 30.03.2008, 13:42
Benutzerbild von *Jenna*
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Also ich bin ja noch neu hier und etwas verwirrt, also wie find ich diese Strang von der Brigitte??
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  #6  
Alt 30.03.2008, 19:04
Benutzerbild von Vergissmeinicht
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Standard @ Jenna

Hey Jenna,
nun, durch Eigenbetroffenheit, wenn auch in einem anderen seel. Bereich beschäftige ich mich nun seit 15 Jahren mit allem was damit zusammenhängt und betreue viele Menschen mit seel. Störungen jeder Art, wobei auch Borderline zu gehört.
Ferner sehe ich es nicht als Krankheit, sondern als vorrübergehende seel. Befindlichkeitsstörung an: auch wenn es immer irgendwie im Hintergrund lauert.
Du schriebst selbst, das sie 3 Jahre keine Probleme hatte; also muss was vorgefallen sein, anstehen ... oder wie auch immer. Hast Du in der Richtung eine Idee ?
LG von Vergissmeinicht
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  #7  
Alt 30.03.2008, 19:33
Benutzerbild von *Jenna*
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Nein ich habe lange nachgedacht und auch schon viel mit ihr gesprochen, es ist nix ausschlaggebendes passiert. Wir sind aber zu dem Endschluß gekommen das sie einfach überarbeitet ist, B-Schule, Hobby, Kinder, Freunde usw. Seid sie 16 Jahre alt ist lebt sie schon damit dazu gehört auch das SSV (Selbstverletzung). Und auch früher als diese Schübe kamen ist keine extrem-Situation daran schuld. Ihr Psychologe hat uns auch gleich gesagt das man Borderline nicht los wird, aber die Symptome unter Kontrolle kriegen kann. Es wird wohl nie ein Ende geben. Noch bin ich stark und unterstütze sie wie ich nur kann.... Vielleicht kann ich ja wieder ein bissl Kraft schöpfen wenn sie auf Therapie ist und wir uns nicht regelmäßig sehen...
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  #8  
Alt 31.03.2008, 17:15
Krissie
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Hallo *Jenna*,

bei stationären Therapien werden häufig Partner- und Familienseminare angeboten, bei denen die Möglichkeit besteht, gemeinsam mit dem Betroffenen und einem Therapeuten über die Dinge zu sprechen, die dem Partner/in und dem Betroffenen wichtig sind. Da kann es dann bspw. um das Zusammenleben im Alltag gehen, näheres Verständnis der Situation und Erlebniswelt des Betroffenen und des Partners.
Dies sind meist Wochenend-Seminare, in denen beide Partner mit therapeutischer Begleitung über ihre Probleme, die sich aus dem Zusammenleben ergeben, sprechen können.

Bei der Diagnose Borderline handelt es sich um eine so genannte Persönlichkeits- und Verhaltensstörung, die je nach Ausprägung und Symptomatik erhebliche Auswirkungen im privaten, sozialen und beruflichen Bereich zeigen kann. (Z.B: durch SVV, gestörtes Selbstbild, Suizidandrohungen, mangelnde Impuls- und Selbstkontrolle u.a.m.)
Das alles geht nicht mal `so eben´ weg.

Wenn Deine Freundin einverstanden wäre, können gemeinsame Gespräche mit einem Therapeuten hilfreich sein. Sie bieten eine Chance.
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  #9  
Alt 09.08.2008, 00:41
Viel-Schreiberling
 
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Zitat:
Zitat von *Jenna* Beitrag anzeigen
Seid vier Jahren lebe ich mit meiner Frau schon zusammen und schon vor unserer Zeit ist es bekannt das sie Borderliner ist.Erst seid einem1/2 Jahr muss ich gestehen beschäftige ich mich richtig intensiv mit diesem Thema. Auch wenn ich eigentlich eine starke Persönlichkeit bin, bin ich zur Zeit am Ende meiner Kraft. Immer dieses Auf und Ab und das sie zur Zeit keine Gefühle zeigen kann oder besser gesagt nicht mehr spürt. Auch wenn das zum Krankheitsbild dazu gehört, bin ich auch nur ein Mensch und möchte geliebt werden. Nach vielen redereien hab wir uns endschieden das sie anfang April wieder eine Therapie für diesmal 3 Monate macht. Es sind nur noch wenige Tage wo sie hier bei mir ist, aber von ihr kommt nicht ein Gefühl rüber. Wie soll ich damit nur umgehen?? Was kann ich machen damit es mir nicht so schwer fällt?? Vielleicht liest das hier ja sogar ein Borderline Patient und kann mir aus seiner Sicht einiges erklären
jetzt noch nicht aufgeben wo doch anscheinend etwas ins Rollen komen könnte.
Ich bin kein Borderliner. Versuche mal mögliche Antworten zu überlegen.
Es gibt nicht "die Borderleiner, und es gibt menschen die mit schwiegeren Situationen ganz gut umgehen können wo andre schon bei, sozusagen Lapalien nicht Klar kommen". Um eine Kleinigkeit geht es hier sicherlich nicht.

Meine damalige Frau ist psychisch schwer Betroffen. Und war es als wir uns kennenlernten. Um Missverständnisse zu vermeiden; Möchte gleich noch betonen, dass ihr Zustand per see nicht der Grund für unsere Trennung war. Liebe gab es jede Mänge.

liebe ist eigentlich eine einseitige Angelegenheit, gegenliebe das höste Glück. Um dies zu verstehen wäre eines der Bücher von Peter Lauster (Titel: Liebe - Ein psychologisches Phenomen) nicht verkehrt.

Ja, du bist wohl ein, ich sage Mal, ein Starker Mensch. Jedr hat seine Grenzen, deshalb kannst nur du für dich entscheiden was du tragen kannst.
Um mich auf das Buch Peter Lauster zu beziehen; seine Ansichten vertrete ich. In meinem Leben habe ich wenig Liebe erhalten, betreffend meiner Vorstellung der Begrifflichkeit und Bedeutung von Liebe, und habe selbst Schicksalsschläge überstanden. Trotz allem habe ich meinen Teil der Menschenliebe weitgehend hinüberretten können.
Jetzt bin ich aber Angeschlagen. daher würde ich es mir nunn nicht mehr zumuten können, und wohl auch nicht mehr wollen, mit einer Partnerin zusammenleben zu können die so schwer gestört ist wie meine damalige Ehefrau

Wenn ich vor einigen jahren statt meiner Frau einer begegnet wäre die vergleichbar schwer an Borderliner litte, wäre ich ebensowenig zurückgeschreckt. Mit einer Frau von Borderlein betroffene Frau, selbst bei viel geringerer Störung, würde ich vermutlich, Nein sagen müssen.
Hier lege ich mich dennoch nicht fest weil die Konstellation des Verhalten eines Borderliners nicht mit dem eines Anderen Borderliners zu vergleichen ist. Auch nicht bei gleich hohen Grad einer Störung.

Ich habe eine Bekannte die Borderlinerstörung hat. Es hat lange gedauert bis sie mit sich ganz gut zufrieden ist. Wärend ihrer schlimmsten Zeit kannte ich diese noch nich.
Habe mich, im Eigen- und Fremdinteresse mit Persönlichkeitsstörungen befasst. Borderinerstörung (manch andere) ist eine große Herausforderung für die Mitmenschen. Für einen Lebenspartner ist es wie eine Prüfung. Nicht jede Prüfung kann der Mensch bestehen.
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  #10  
Alt 09.08.2008, 01:01
Viel-Schreiberling
 
Registriert seit: 21.07.2008
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Zitat:
Zitat von Vergissmeinicht Beitrag anzeigen
Hey Jenna,

Ferner sehe ich es nicht als Krankheit, sondern als vorrübergehende seel. Befindlichkeitsstörung an: auch wenn es immer irgendwie im Hintergrund lauert.
LG von Vergissmeinicht
Jawol. Ganz ganau, ist keine Krankheit.
Den Menschen der Welt, diesen Unterschied zu vermitteln wird eine Jahrhundertelange Aufgabe sein. Das Simptom ist nicht Erkrankung. Es ist Aufarbeitung seelisch schwer belastende Ereignisse.
Es ist der gesunde Anteil der sich innerlich wehrt die alten Spiele unentdich mitzumachen. Nur, es ist uns nicht nahe gebracht worden wie solche Zustände richtig interpretiert werden können.
Hier kommt die Kompetenz der Betroffenen ins Spiel.
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