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Familie & Partnerschaft Stress mit dem Partner? Oder mit den Kindern? Tipps für die Beziehungspflege? Kind oder nicht?

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  #1  
Alt 21.07.2008, 12:56
kampfschaf
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Mit 40 anders geworden

Ich möchte mal vorsichtig fragen, ob es jemanden hier ähnlich geht oder ob jemand sowas im Bekanntenkreis kennt. Denn ich komme mir mit meinem Problem (?) vor, wie ein Wesen vom anderen Stern.

Ich bin 40 und weiblich und nicht mehr sicher, ob ich wirklich dem männlichen Geschlecht zugeneigt bin . Die Unsicherheit besteht erst seit ca. 4-5 Jahren. Da fing es ganz klein an und ich habe es erstmal ignoriert.
Es ist nicht so, dass ich mich plötzlich in eine Frau verliebt hätte. Es ist eher so, dass mich Frauen allgemein mehr berühren, anziehen, bewegen, mit zärtlichen Gefühlen erfüllen. Und Männer eben nicht. Dummerweise bin ich seit 6 Jahren verheiratet.
Was kann das sein? Kann man tatsächlich plötzlich in der Lebensmitte seine Orientierung ändern?

Ich möchte noch erwähnen, dass ich mein Leben lang starke soziale Ängste hatte, die besonders Frauen galten, die jetzt aber seit 4-5 Jahren weg sind.
Und das ich zwar diese Gefühle, jedoch keinerlei Erfahrung mit Frauen habe.

Ich habe mich schon in Lesben-Foren umgeschaut, um nach Rat zu suchen, jedoch werden da Leute, wie ich (die lange was mit Männern hatten) nicht so gerne gesehen.

Wem fällt dazu was ein?

Liebe Grüße
kampfschaf
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  #2  
Alt 21.07.2008, 13:42
Anna63
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

hallo Kampfschaf,

mir fällt dazu nur ein, dass sehr sehr viele Menschen nicht so eindeutig hetero sind, wie es oft scheint bzw. wie sie es gern hätten. Aber nur wenige von denen haben wirklich den Mut oder das Interesse, dem nachzugehen. Vll reichen oft einfach auch nur die Phantasien, weil das reale Erlebnis dann doch zuviel wäre oder nicht den Phantasien entsprechen würde. Wie auch immer - wir sind nicht unbedingt unser Leben lang in eine bestimmte Richtung festgelegt. Warum auch? Die Sexualität ändert sich doch auch bei Heteros im Laufe des Lebens, da können die Grenzen schon mal fließend verschwimmen.

Ich würde diese Veränderungen nicht wegschieben oder unterdrücken, sondern zur Kenntnis nehmen und weiter beobachten, ohne ihnen allzuviel Energie zu geben. Dann kannst Du es am ehesten gelassen nehmen, wenn Du mal eine interessante Begegnung mit einer Frau hast und musst nicht in die eine oder andere Richtung überreagieren.

Ob das was mit Lebensmitte zu tun hat, weiss ich nicht. Ich denke, das kann einen in jedem Lebensalter passieren. Vll ist die Lebensmitte besonders anfällig dafür, weil es da ja in verschiedenen Bereichen oft 180Grad-Drehungen gibt...

lg Anna
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  #3  
Alt 21.07.2008, 21:39
Benutzerbild von Yasinee
die Göttliche
 
Registriert seit: 20.07.2008
Ort: Das Münchner Voralpenland
Alter: 33
Beiträge: 742
Standard

Zitat:
Zitat von kampfschaf Beitrag anzeigen
Ich bin 40 und weiblich und nicht mehr sicher, ob ich wirklich dem männlichen Geschlecht zugeneigt bin
Das Buch das ich schreibe handelt im wesentlichen davon, dass eine Frau sich in eine Frau verliebt. Irritiert von den Gefühlen und auch im Zweifel ihrer sexuellen Gesinnung, stellt sie aber dann fest, dass sie nur Eigenschaften liebt, nach denen sie sich so lange schon sehnte ohne es zu wissen.

Der Mensch ist immer austauschbar, ob Mann oder Frau, nur die Eigenarten sind es die uns wirklich verzaubern. Zumindest ist das ihre Schlussfolgerung, zu der sie kurz vor dem Abgrund ihres Lebens gelangte.

Ich denke ein sehr aufwühlnder Stoff für Menschen die ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt haben oder gerade dabei sind es zu tun. Ich kenne eine Reihe Frauen, die darauf brennen es zu lesen, leider ist es noch nicht fertig. Du bist also keineswegs alleine mit deinem "anders werden". Ich würde es eher Bewusstseinserweiterung nennen.

Es ist gar nicht ungewöhnlich, sich nach dem eigenen Geschlecht umzusehen (ist bei Männer auch nicht anders) gerade dann wenn der eigne Partner einen jahrelang unterversorgt. Man merkt das nur oft gar nicht. Bis man dann eines Tages einer Person gegenübersteht, der die unterversorgten Sinne erfüllt, in einer Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Das kann, muss aber nicht immer sexueller Natur sein.
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  #4  
Alt 21.07.2008, 22:22
Viel-Schreiberling
 
Registriert seit: 21.07.2008
Beiträge: 280
Standard

Zitat:
Zitat von kampfschaf Beitrag anzeigen
Ich bin 40 und weiblich und nicht mehr sicher, ob ich wirklich dem männlichen Geschlecht zugeneigt bin . Die Unsicherheit besteht erst seit ca. 4-5 Jahren. Da fing es ganz klein an und ich habe es erstmal ignoriert.
Es ist nicht so, dass ich mich plötzlich in eine Frau verliebt hätte. Es ist eher so, dass mich Frauen allgemein mehr berühren, anziehen, bewegen, mit zärtlichen Gefühlen erfüllen. Und Männer eben nicht. Dummerweise bin ich seit 6 Jahren verheiratet.
Was kann das sein? Kann man tatsächlich plötzlich in der Lebensmitte seine Orientierung ändern?

Wem fällt dazu was ein?

Liebe Grüße
kampfschaf
Du hast lange mit dir gehardert.
Es wurde schon viel gutes zu deinem derzeitigen Dilemer geschrieben.
Du warst vieleicht bereits bei einer Sexualberatun. Ich würde mich in dieser Lage zusätzlich mit einem Psychologen beraten. Nimm den nicht zu ernst, mach dir deinen Reim auf alles. dein Mann muss nicht gleich die Wahrheit wissen, schließlich gibt es nicht ohne Grund die Schweigepflicht.

Meiner Frau würde ich raten ihren Gefühlen nachzugehen und es mal mit einer Frau zu versuchen, aus therapeutischen Gründen um für dich den Weg zu sehen.
Möglicherweise stellst du fest an beiden Geschlechtern interessiert zu sein. Für mich wäre die kein Malhör. mein Leben würde sich etwas verändern falls meine Frau dann weiterhin auch mit mir zusammen bleiben wollte.
Auf einen Dreier im Bett stehe ich nicht. muss auch nicht zwangsläufig die konsequenz sein dies zu tun, obwohl es aus Sicht der Bi-Sexualität zum Wunsch werden könnte.
Spätestens dannn wäre auch für mich eine Beratung fällig.

Ich weis nicht wie Aufgeschlossen dein mann ist. Für mich gehört Liebe, freiheit lassen und riskieren meine Frau als geliebte Lebenspartnerin zu verlieren. Daher wäre ich ganz offen.
Bin kein mensch der auf Nummersicher geht.


Ich werde zu den vermeintlich Hochsensiblen gezählt. Sehe tiefes Empfinden allerdings alls Normal-Empfinden an. vermutlich habe ich wenige verschiedenes Empfinden verleugnet. mir sind Gefühle sehr wichtig. Ich befreife und schätze deren hohe Bedeutung.

Seit einigen Jahren ist mir Klar, dass ich mich in einem weiblichen Körper genauso wohlfühlen würde wie in meinem männlichen Körper (Nix mit Transsexuell oder Ähnliches). Meine sexuelle Ausrichtung liegt beim anderen Geschlecht und ich will bleiben wer ich bin. jemand der sich vorstellen kann in beiden Geschlechtern zuhause sein zu können, kann mann sich kaum mit anderen verständigen. Ich persönlich finde es als Thema hochinteressant und spannend.
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  #5  
Alt 27.06.2009, 23:11
Vanillene
Gast
 
Beiträge: n/a
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Auch wenn sich Kampfschaf nicht mehr gemeldet hat, möchte ich diesen Faden mal wieder hochzerren, weil ich das als ein spannendes Thema empfinde.
Ich kenne jemanden, bei dem die sexuelle Orientierung wohl auch nicht ganz eindeutig ist. Diese Person hat sich Jahre gequält, scheint nun aber doch in eine Richtung zu gehen.

Wer kann sich noch dazu äußern?
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  #6  
Alt 27.06.2009, 23:35
Benutzerbild von !Wot!
Viel-Schreiberling
 
Registriert seit: 17.06.2009
Ort: Benztown
Alter: 47
Beiträge: 175
Standard

Hallo liebe Vanillene,
also ich hab es bei einem befreundeten Ehepaar erlebt, da hat er sich auch mit ungefähr 40 geoutet.
Der Hammer für mich an der Sache war, dass er ab diesem Tag der beste Freund seiner Frau wurde, der zärtlich, einfühlsam war und zuhören konnte.
Also die Befreiung bei ihm die war enorm und das hat auch jeder sofort bemerkt.

LG vom !Wot!

__________________
Eigentlich bin ich ganz anders ich komm' nur viel zu selten dazu
Du machst hier grad' mit einem Bekanntschaft den ich genauso wenig kenne wie du (Udo Lindenberg & Jan Delay)
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  #7  
Alt 27.06.2009, 23:37
Vanillene
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich kenne sogar einen "Fall", bei dem zwei Familienväter eine Lebenspartnerschaft begonnen haben. Krass für die Familie, aber Sachen gibt´s...
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  #8  
Alt 27.06.2009, 23:47
Vanillene
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hier geht es doch eher um Bisexualität und deren Ausmaße.
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  #9  
Alt 27.06.2009, 23:53
Vanillene
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Mooie Beitrag anzeigen
dann waren also die beiden familienväter bi?
Keine Ahnung, hätte mich auch mal interessiert. Die haben auch Kinder.
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  #10  
Alt 28.06.2009, 00:06
Guter Geist
 
Registriert seit: 28.05.2007
Beiträge: 10.827
Standard

Zitat:
Zitat von Vanillene Beitrag anzeigen
Hier geht es doch eher um Bisexualität und deren Ausmaße.
Ich kann mir derartige Orientierungen für mich persönlich absolut nicht vorstellen, aber ich denke sie sind häufiger als allgemein angenommen.
Müßte im Grunde keine Thema sein, wenn die Gesellschaft nicht eins draus machen würde.
Woody Allan hat die Vorteile von Bisexualität meiner Meinung nach mal mit der richtigen Wertigkeit versehen.
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