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  #251  
Alt 12.02.2009, 19:19
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ich werde wohl erstmalig chinafaehig?!
zum ersten Mal Meganervkombi aus gecanceltem Flug Nr. 1 umgebucht auf Flug Nr. 2, dann erst mal 3x geaendertes Gate (natuerlich lief man erst mal hin, weil an der Hauptanzeigetafel keine Aenderungen vermerkt waren), verspaetetem Flug Nr. 2 und zur Kroenung Megaturbulenzen gehabt .. und mich nicht ein bisschen aufgeregt *im Gegenteil, die Luftloecher genossen*
Und das obwohl ich schon einen megastressigen Tag hatte mit 4 in Peking verstreuten Kundenmeetings (zu denen ich allein durfte, weil meine chinesischen Schatzis mich versetzt haben), ploetzlichem Kaelte-/ Regeneinbruch, was Taxifahren zu so einer richtigen Freudeund frieren zum Trendsport macht. So viel Gelassenheit passt gar nicht zu mir .. naja, oder ich erlebe sie grad zum ersten Mal an mir?!
Und dann auch noch mit "Countryroads" in den Ohren den Landeanflug auf Shanghai geprobt... so heimisch & gelassen hab ich mir hier wohl echt noch nie gefuehlt?!!
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  #252  
Alt 16.02.2009, 09:05
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Pfeil Offtopic ... aber ein Herzensbedürfnis

Liebe Ashira,

was ich in Deinen letzten Postings lesen kann ist die Sorge, dass Menschen allzu leicht in Deinen Augen, Grenzen überschreiten, die sie besser respektiert hätten. Du denkst da sowohl an Selbstschutz als auch an den Schutz anderer, die durch leichtsinniges Verhalten gefährdet werden können.

Meiner Meinung nach kommt da jedoch einiges durcheinander:

Wenn jemand (was wir im Fall von Sandrose nicht wissen ... Wenn ich 100 Meter in den Ozean hinausschwämme wäre das z.B. für MICH wirklich weit, weil ich im offenen Meer Schiss ohne Ende habe) SEIN Leben gefährdet, dann ist das ausschließlich SEINE Sache. Finde ich jedenfalls. Wenn jemand SEIN Leben gefährdet und gleichzeitig das anderer, z.B. wenn er betrunken Auto fährt, dann gebe ich Dir recht, dass er eine Grenze überschritten hat, die er besser nicht überschritten hätte. Wenn jemand einen Beruf wählt, der mit der Rettung anderer Menschen zu tun hat und unter Umständen den Einsatz des eigenen Lebens erfordern kann ... ist das auch wieder SEINE Sache. Derjenige, der das tut, weiß um das Risiko von Anfang an und hat diesen Beruf bewusst gewählt.

Jemand, der spontan unter Einsatz seines Leben versucht, das Leben eines anderen zu retten geht v. a. auch über seine EIGENEN Grenzen. Derjenige, dessen Leben gerettet werden soll, trägt dafür keine Verantwortung.

Sicher ist es so, dass all unser Handeln auch Auswirkungen hat. Und manchmal sind die nicht sehr angenehm. Wenn ich jedoch Deinen Ratschlag beherzigt hätte und nur Dinge unternommen hätte, die keinen anderen oder mich potentiell in gefährdet hätten, dann hätte ich:
  • mit Sicherheit niemals in meinem Leben einen Führerschein gemacht, denn ich war mit 30 Jahre lang sicher, dass ich dazu nicht in der Lage wäre (heute fahre ich sehr sicher und hunderte von Kilometern jeden Monat durch die Walachei). Der gesunde Menschenverstand sagt mir aber immer wieder, dass das Autofahren auf Deutschlands Autobahnen kalkulierter Selbstmord ist. Vor zwei Wochen bin ich nur durch eine Vollbremsung bei 140 km/h einem schweren Unfall entkommen. Die sechs Wagen, die nur zwei Wagenlängen vor mir ineinanderrauschten sahen nicht mehr wirklich wie Autos aus und ich hatte einen Grund das ein oder andere Dankgebet zu sprechen.
  • auf gar keinen Fall ein Kind bekommen. Ich hätte bei der gesamten Geschichte sterben können ... und mein Sohn wäre sowieso beinahe erstickt. Trotzdem war es das Risiko wert.
Hier in diesem Faden geht es darum zu feiern, wenn man eine Grenze überschritten hat. Das hat in meinen Augen etwas mit Wachstum zu tun. Darum sagt man ja auch: "Er ist über sich hinausgewachsen.", d.h. er war nicht mehr bereit seine Grenzen als endgültig zu akzeptieren.

Dein Freund hat wahrscheinlich sein Leben nicht gefährden wollen. Und mit Sicherheit hat er nicht bewusst billigend in Kauf genommen, dass andere Menschen ihn vielleicht unter Einsatz ihres Lebens versuchen könnten zu retten.

Aber vielleicht ist da einfach eine Mordswut bei Dir unterwegs? Bei MIR wäre sie das wahrscheinlich. Ich wäre sauer auf den Freund und würde in meinem Schmerz und meiner Trauer denken: "Warum hat der Blödmann nicht besser aufgepasst? Was, zum Teufel sollte der Scheiß? Was wollte der sich beweisen? Er hat so viel Schmerz und Kummer ausgelöst ... das ist unverzeihlich!" - Aber: es IST verzeihlich. Wir sind alle nur kleine Menschlein, die fehlbar sind. Und manchmal tun wir Dinge, die nicht gut für uns sind. Manchmal tun wir Dinge, die Leben zerstören können. Wir rauchen (gefährden damit unsere und die Gesundheit derer, die in unserer Nähe sind), wir essen Dinge, von denen wir wissen könnten (wenn wir es denn wollten), dass sie krebserregend sind, wir gehen täglich Gefahren ein.

Wenn ich immer überlegen würde, ob das, was ich gerade vorhabe vielleicht eine Gefahr darstellen könnte, dann würde ich wahrscheinlich mit Panikattacken bis zum Anschlag zuhause sitzen und mich gar nicht mehr bewegen. - Ich weiß ... das ist auch Schwarz-Weiß-Denke ... aber eben die andere Seite der Medaille, die Du gezeigt hast. Und da ist es jetzt MIR wichtig, einen Ausgleich herzustellen.

Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns unserer Grenzen bewusst sind. Es ist wichtig, sie wahrzunehmen und bestimmt sinnvoll, sie behutsam auszudehnen und zu überschreiten. Aber manchmal braucht es auch einen mutigen Sprung mit viel Anlauf ... dann ist eben nix mit Behutsamkeit.

Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob ich überhaupt auf Deinen Beitrag eingehen sollte, weil einfach so viel persönlicher Schmerz aus ihm spricht und ich Deine Erfahrung respsktieren und nicht schmälern wollte. Die bereits geschriebenen Dinge brannten mir jedoch noch auf der Seele und dann habe ich noch ein paar Anmerkungen, wo es darum geht, wie Du "die Menschen", die ihrem "gesunden Menschenverstand" nicht folgen beurteilst:



Zitat:
Ich persönlich finde es alles andere als eine Heldentat, wenn Menschen ihren gesunden Menschenverstand beiseite lassen und sich in Abenteuer stürzen, von denen sie wissen, dass sie für deren Kondition nicht geschaffen sind.
Eine "Heldentat" klingt für mich in diesem Zusammenhang geradezu abwertend. Auch "sich ins Abenteuer stürzen" hat etwas Verurteilendes. Ich glaube, dass sich hier all diese Bedürfnisse wiederfinden: Abenteuerlust, Neues, Lebendigkeit, Wachstum, Inspiration, Bewegung, Freude, Gestalten des eigenen Lebens, Initiative, Autonomie, Selbstvertrauen ... und wahrscheinlich noch mehr.



Zitat:
Ja, es gibt einen besonderen Kick.
Ein Kick ist für mich etwas Kurzfristiges, Eventmäßiges ohne Nachhaltigkeit. Wenn eine Aktion, die ich unternehme, um eine persönliche Grenze zu überschreiten erfolgreich ist (also z.B. ins Meer hinausschwimmen), dann hat das für mich aber Nachhaltigkeit, denn es stärkt mein Selbstvertrauen.


Zitat:
Und du hättest nicht nur dein Leben zerstört sondern auch das deiner Freunde und Familie.
Sorry. Aber DAS finde ich wirklich moralinsauer. Ich bestehe für mich einfach auf Autonomie des Einzelnen. Schon mehrere Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben eine Grenze überschritten, die sie das Leben gekostet hat. Sie haben sich umgebracht. Aber sie haben NICHT das Leben ihrer Familie zerstört oder ihrer Freunde. Sicher ist es nicht spurlos an diesen Menschen vorübergegangen und manche leiden wahrscheinlich noch heute darunter. Auch ich verspüre, wenn ich an meinen Freund denke, der sich im letzten Jahr umgebracht hat, Schmerz und Trauer und manchmal bin ich ganz durcheinander, weil ich es immer noch nicht verstehe. Aber es war IHR Leben und sie haben es so gelebt, wie es für SIE möglich war. Und ich leben mein Leben. Und wenn mir ihr Tod Schwierigkeiten bereitet, die meine Lebensqualität entscheidend beeinflussen ... suche ich mir Hilfe. Sie tragen an meinem Schmerz keine Schuld.

Das war jetzt jede Menge Rübensenf. Ich hoffe, er ist nicht allzu schwer verdaulich. Wenn es für Dich nicht passt, dann lass es bitte beiseite.

Herzliche Grüße
Cynthia
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  #253  
Alt 16.02.2009, 09:32
Guter Geist
 
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Ich denke, man muß ein "über sich hinauswachsen" unterscheiden von "groben Leichtsinn'", der oft noch gepaart ist mit Dummheit.
(Habe mal so einen U-bahn-Surfer in Berlin gesehen)
Persönlich habe ich schon Probleme damit, dass beispielsweise Skifahrer durch die (solidarische) Krankenkasse bei diesbezüglichen Unfällen versichert sind.
Auf eigene Kappe kann da jeder alles machen.
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  #254  
Alt 16.02.2009, 09:33
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Zitat:
Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
Ich denke, man muß ein "über sich hinauswachsen" unterscheiden von "groben Leichtsinn'", der oft noch gepaart ist mit Dummheit.

Persönlich habe ich schon Probleme damit, dass beispielsweise Skifahrer durch die (solidarische) Krankenkasse bei diesbezüglichen Unfällen versichert sind.
*unterschreib*
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  #255  
Alt 16.02.2009, 09:36
Mensch
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Ich glaube, solche Menschen haben eine andere "Denke" als ich zum Beispiel.
Deshalb kann ich mich schlecht in sie hineinversetzen und verstehen.
Ich bin über solch ein Verhalten auch entsetzt.
Auf der anderen Seite gibt es sicher auch Menschen, die entsetzt sind über das, was ich zum Beispiel in meinem Faden poste und die das nicht verstehen.
Ich hoffe nur, ich gefährde dadurch nicht andere!
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  #256  
Alt 16.02.2009, 10:39
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Ausrufezeichen

@all:

Lasst uns zu diesem Thema bitte einen Extrafaden aufmachen ... Ich habe Sorge, dass dieser Feierfaden hier sonst komplett runtergezogen wird! Bitte lasst ihn für diejenigen, die sich freuen und ihre Erfolgserlebnisse zeigen wollen. Es ist in diesem speziellen Fall egal, was IHR dazu denkt. Es sollte hier nur zählen, dass es für diejenigen, die etwas zum ersten Mal erlebt haben ein Sich-Zeigen wert ist.

Das ist nämlich Selbst-Wert-Schätzung vom Allerfeinsten. Und die würde ich gerne weiterhin unterstützen.
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  #257  
Alt 16.02.2009, 12:09
Kap Horn
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Hej!

Wann immer man etwas Neues ausprobiert, so geht man ein Risiko des Scheiterns ein!
Also gehört schon mal eine Portion Mut dazu.
Und ist man seriös, so ist das Risiko kalkuliert, abgewogen, durchdacht stimmt alles, so ...kann es noch immer schief gehen mit fatalen Folgen.
Hat man ueberhaupt nicht ueberlegt, dann geschieht es im Uebermut, das kan gut gehen oder halt auch nicht.

Aber reden wir nicht dabei "nur" ueber das Körperrisiko?

Ja, denke ich mal, das Risiko, das zB Mensch eingeht gehört zu einem anderen "Grenzeweiterschieben" und da machen sich die Wenigsten dann Gedanken drum falls auch das mit einer Bauchlandung endet.

Aber um zum Thema zurueck zu kommen:

Ich sitze ja auf einer schwimmenden Bombe (12000 m3 Benzin oder andere recht feuergefährliche Stoffe) mit kalkuliertem Risiko und Vorsichtsmassnahmen um das Risiko so klein wie möglich zu halten.

Und letzte Nacht brach Feuer im Maschinenraum aus!

Zum erstenmal war ich in einer "scharfen" Lage als Chef der Truppe und habe tatsächlich kuehlen Kopf bewahrt.

Ich weiss genau was ich zu wem gesagt habe, wie ich reagierte in dieser fuer mich ersten richtigen Notlage.
Das Erstaunliche: die zehn Minuten die es dauerte bis alles wieder unter Kontrolle war, kamen mir mindestens wie eine halbe Stunde vor...!

Es ist wie Du schreibst, Cynthia, verschiebt man seine Grenze, so ist es nicht nur ein Kick, sondern es bleibt auch mehr Selbstvertrauen zurueck.

Kap Horn

Wasser marsch!
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  #258  
Alt 17.02.2009, 18:59
Pinu-Leon
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ich habe letzte woche zum erstenmal mit meinem ältesten sohn (25) nachts um halb zwei karaoke gesungen (are you lonesome tonight...).
war theehr withig!
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  #259  
Alt 18.02.2009, 08:59
Anneliese
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Seit dem letzten Jahr gibt es vieles was ich zum ersten Mal mache/gemacht habe.
Ich habe zB meinen inneren Schweinehund überwunden und einer Bekannten, die ständig meine Grenzen überschritten hat, ein "Stoppschild" gezeigt. Es war befreiend - auch wenn ich zugleich ein etwas schlechtes Gewissen hatte - einmal für sich selbst und seine Bedürfnisse einzustehen. Und die Beziehung zu der Bekannten mit der ich ehrenamtlich zusammenarbeite, hat sich erheblich gebessert. Na ja, ab und zu braucht sie noch ein "stopp", aber ich ja auch

Und im Herbst bin ich 'mutig und mit zitternden Knien' in den Korb eines Heißluftballons eingestiegen und mit 5 Mitfahrern über das Chiemgau geschwebt. Den Sonnenuntergang, die endlose Weite, das Gleiten durch die Luft und und und - ein unvergeßliches Erlebnis. Ich bin sehr dankbar dafür und freue mich dass ich mich getraut habe.

Ich wünsch euch einen wunderschönen Tag mit vielen Möglichkeiten zu etwas Neuem 'ja' sagen zu können.
Anneliese
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  #260  
Alt 18.02.2009, 09:23
Mensch
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Zitat:
Zitat von Mokka Beitrag anzeigen

haach, seit gestern gibt es im Netz ein Foto von mir, und es gefällt mir auch noch!
.
Wo????????????
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