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Denken, Lernen & Kreativität Wie funktioniert unser Gehirn? Wie kann ich besser lernen? Wie geht Photo-Reading? Wie finde ich neue Ideen? Um solche Fragen geht es hier.

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  #1  
Alt 05.11.2009, 08:50
Benutzerbild von Sabrina
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Standard was zeichnet die Deutschen aus?

Meine Schwester hat mich auf die Idee gebracht,
was ist eigentlich typisch deutsch?
was macht sie so besonders gegenüber Spaniern, Engländern, Italiernern usw?

Liebe Grüße
Sabrina
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  #2  
Alt 05.11.2009, 08:54
Shaina
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Das Ego....

Eigentlich ist es ja schön das jedes Land 'denkt' es sei besonders und hebe sich von den andern ab. Das könnte man doch gewissermassen und im weitestens Sinne als Selbst-Liebe sehen.

nur so grad meine Gedanken


Shaina, eine 'besondere' Schweizerin



PS. Bei einem Berlinbesuch vor wenigen Jahren hat mich etwas von den Deutschen besonders beeindruckt:
Wie sie eine fast zerstörte Stadt wieder aufgebaut haben und wieviele wunderschöne Plätze und Ecken sie geschaffen haben.
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  #3  
Alt 05.11.2009, 09:34
Benutzerbild von Kuestenkind
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puenktlichkeit (im bizlife)
geradliniges denken
disziplin
ordentlichkeit
denken in halben-leeren wasserglaesern (sprich unzufriedenheit)
dienst-ist-dienst/ schnaps-ist-schnaps mentalitaet
durable produkte (incl. hausqualitaet etc)
gepflegte vorgaerten, fassaden etc
verlaesslich
stur
high-tech entwicklungen
industriemacht (obwohl so klein)
einwandererstaat
wiedervereinigung
bier
bayern-klischee im ausland
uhren
messer (fuer die chinesen)
saubere luft
bestes trinkwasser
kein tempolimit
transitland aller europaeer
mut zu nationalbewusstsein fehlt (oder wer kann die nationalhymne komplett auswendig und einen fahnenmast vor der tuer??)
tolle autos, fussball, Siemens (sind drei Spontanantworten der Chinesen)
heimat
vielfalt (meer - berge )
geiz -ist-geil mentalitaet auch beim essen (gibt's z.b. in frankreich nicht)
kapitalismus / materialismus (statussymboldenken)
individualismus
freiheit

ist mal eine kleine spontanliste mit dem blick aus china.

vermissen tue ich hier z.b. ordnung, sauberkeit, hoher lebensstandard, ruhe, natur.
die chinesen reagieren bei der antwort 'deutsch': mit suuuper!!! fuer die sind wir das land nummer 1.
waere schoen, wenn wir auch mal das gefuehl entwickeln - und ein bissi mehr zufriedenheit
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  #4  
Alt 05.11.2009, 09:51
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wieso mögen die Chinesen Deutschland denn so ;)

ich mein warum sind sie nicht stolz auf ihr Land?
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  #5  
Alt 05.11.2009, 11:03
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doooooch sind sie. und wie.... unser china, unser shanghai, unser volk, unsere kultur, unser fortschritt. die haben einen gut gepflegten nationalstolz, nicht zuletzt gefoerdert und begruesst durch die partei/regierung

aber fuer's ausland.. da moegen sie eben deutschland.
wir stehen fuer technik, fortschritt, klares denken, autos, transrapid, fussball, bier, selbst h*tler wird ab & an begruesst auch wenn ich denke, sie wissen nur einen teil, schroeder mochten sie lieber als merkel (wg. des dalai lamas) ... auch sind wir ordentlich & sauber, ein vorbild eben.

ne ausbildung macht man aber lieber in den USA, das dt. bildungssystem ist mau. und auswandern geht leichter in CAN oder AUS.

mit anderen laendern verbinden sie mehr negatives (japan, USA) oder nix.

und ansonsten ist china fuer die eigene bevoelkerung eh nummer 1.. aber halt noch im aufschwung, da muss man mal gucken, wen man kopieren mag
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  #6  
Alt 05.11.2009, 12:12
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Zitat:
Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
waere schoen, wenn wir auch mal das gefuehl entwickeln - und ein bissi mehr zufriedenheit
Ich glaube, Deutschland leidet noch immer unter dem 2. Weltkrieg. Mir kommt es so vor, als ob die Nation mit halb angezogener Handbremse unterwegs sei. Mit einer gefühlten moralische Last der Geschichte auf dem Buckel, die es verbietet, richtig durchzustarten, Erfolg zu haben, glücklich zu sein und die Welt in einem positiven Licht zu sehen. Es darf einem so quasi gar nicht gut gehen!
Das trifft sicher nicht auf alle Personen zu, aber die Gesamtstimmung macht mir von aussen gesehen diesen Eindruck. Das Ventil dafür ist dann das typische Herumgemeckere, Besserwissere und eine negative Zukunftsperspektive, die sich dann natürlich auch selbst erfüllt. Und die Gesellschaft schaut leider ziemlich effizient dafür, dass auch ja jeder schön unten bleibt.
Ich denke, es wäre an der Zeit, dass Deutschland die Last der Geschichte endlich abwirft und das Büssergewand auszieht. Die Zeit der Busse ist vorbei. Deutschland hat einiges zu bieten, wenn nur der Glaube an sich selbst das wieder zulässt.

Die Schweiz ist ja in einer ganz ähnlichen Situation. Zwar wurden wir vom Krieg verschont und konnten nicht zuletzt deshalb praktisch alles erreichen, was sich einen Nation nur wünscht.
Allerdings ist der Pioniergeist inzwischen einem Festklammern an den alten Pfründen gewichen. Viele Leute wollen am liebsten den Status quo für alle Zeit einfrieren und sind nicht mehr bereit, irgendwelche Risiken einzugehen. Überall wittern sie Feinde, die nur darauf warten, ihnen ihr sauer verdientes Geld und Privilegien wegzunehmen.
So eine latente Unzufriedenheit also auch hier. Dabei merken wir Schweizer gar nicht, wie uns durch dieses Festhalten zukünftige Chancen davonziehen.
Beim Solarstrom z.B. hinkt die Schweiz schon meilenweit hinter Deutschland her. Erst jetzt beginnt die Politik langsam und zögerlich mit einer halbherzigen Förderung.
Ich glaube, die Schweizer haben aus den Augen verloren, was es alles zu gewinnen gibt und sehen nur noch das, was es zu verlieren gibt.
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  #7  
Alt 05.11.2009, 12:41
Schreiberling
 
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Kleine ergaenzung aus einem anderen asiatischen Land,naehmlich aus Japan. Hier gilt ganz allgemein "die deutschen sind stark!" und sie stehen im ansehen von allen auslaendern hier an erster Stelle. deutsche Produkte werden haeufig in kaufhaeusern mit schwarz-rot-Gold beworben (auch wenn es zum Beispiel nur um Mineralwasser geht). neben den Dingen, diekuestenkind aufgelistet hat, die deutsche klassische Musik und Literatur sehr hoch geschaetzt. Das Deutschlandbild ist manchmal etwas verkitscht (Neuschwanstein ,Loreley,drosselgasse,Heidelberg , rheinschloesser , Eiswein , baumkuchen und Schwarzwald),aber naja: wir setzen als Touristen vielleicht eine sehnlich gefaerbte Brille auf. Manchmal auf unverstaendnis stoesst das mangelnde nationale selbstwertgefuehl der deutschen. Das mag allerdings auch daran liegen, dass es hier im Lande kaum eine Aufarbeitung der 30er und 40er Jahre gegeben hat.
Fuer mich selbst muss ich allerdings sagen, dass mir mein "deutsch sein" erst richtig bewusst wurde, seitdem ich im Ausland lebe. Davor hat mich das Thema wenig interessiert. Und vielleicht ist auch diese Einstellung "typisch deutsch".
Schoene gruesse aus Yokohama
ference
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  #8  
Alt 05.11.2009, 13:55
Benutzerbild von Serafin
mit dem Zauberkästchen ♂
 
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Zitat:
Zitat von ference Beitrag anzeigen
Fuer mich selbst muss ich allerdings sagen, dass mir mein "deutsch sein" erst richtig bewusst wurde, seitdem ich im Ausland lebe. Davor hat mich das Thema wenig interessiert. Und vielleicht ist auch diese Einstellung "typisch deutsch".
Das zeigt sich auch hier, wo sich bis jetzt nur "Ausländer" gemeldet haben.




Wo sind denn die "Eingeborenen"?
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  #9  
Alt 05.11.2009, 15:22
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Hier ist eine!

Ich hab keine Ahnung, was uns auszeichnet.
Nix Besonderes, denk ich mal.
Ja, unsere Vergangenheit läuft uns hinterher; General de Gaulle hat nach jeder Rede sein "Vive la France" in die Mikrofone geschmettert; man stelle sich vor, ein deutscher Politiker würde nach einer Rede sagen: Es lebe Deutschland!
Die Presse würde sich überschlagen.
Ich möchte 1x (nur ein einziges Mal,bitte,bitte,bitte!) erleben, dass bei einem Fußballspiel in einem deutschen Stadion die deutsche Natioanlhymne so laut aus Abertausenden von Kehlen geschmettert würde, wie beim Länderspiel in Russland die russische.
Aber wenn, wie neulich geschehen, noch nicht einmal der deutsche Bundespräsident mitsingt.............
Wir sind viel zu vorsichtig (geworden), wer bei uns die Dinge beim Namen nennt (siehe Sarazin), wird abgewaaaatscht.

Was uns allerdings auszeichnet: Niemand trägt verschiedenfarbige Blazer so tapfer wie Angela Merkel. Auch damit wird sie in die Geschichte eingehen, unsere Jäckchenkanzlerin!
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  #10  
Alt 05.11.2009, 16:04
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jaja wir aliens (aeh auslaender)


ehrlich.. meine arbeitserlaubnis heisst "alien working permit"

aber es stimmt schon, erst im ausland wird man sich des deutsch-seins bewusst. oder der staerken des heimatlandes.

denn ja, alles wird schoen kleingehalten.
nicht wie in frankreich - wo die verfassung festlegt "die sprache der nation ist franzoesisch" und der hotdog tatsaechlich in einen chien-chaud umgetauft wird.

aber ich denke, es kommt ein wandel. langsam ist der abstand zur 1.haelfte das 20. JH so gross...
ich hoere immer oefter den spruch 'ich bin deutsch' von kollegen .. das heisst z.b. selbst wenn man im muell aller chinesen steht, wird ein muelleimer fuer das eigene taschentuch gesucht. selbst wenn alle unpuenktlich sind, ist man zum meeting da. auch wenn niemand richtig mit den protokollen arbeitet, verfasst man sein reporting. auch wenn's nicht noetig ist, hilft man kollegen/kunden ein stueck weiter.

und nein, ich denke nicht, dass es eine art ueberstellen von nationalitaet ueber nationalitaet ist. sondern wieder mehr ein anerkennen der wurzeln und leben der heimatlichen gefuehle.

vielleicht steigt damit auch allmaehlich die wertigkeit von familie wieder in dtl.... wenn ich mir so die sued/ost europaer oder chinesen etc. angucke...
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