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| Denken, Lernen & Kreativität Wie funktioniert unser Gehirn? Wie kann ich besser lernen? Wie geht Photo-Reading? Wie finde ich neue Ideen? Um solche Fragen geht es hier. |
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#21
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| Zitat:
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#22
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| Statistisch gesehen arbeitet der Deutsche nicht weiter. Jeder zweite deutsche Betrieb beschäftigt nur Arbeitnehmer unter 50 Jahren und ich vermute, daß in vielen anderen Betrieben nur die Führungsriege alt ist. Kaum eine Lehrkraft arbeitet bis zum offziellen Pensionierungsalter. Deswegen ist für mich die Rente ab 67 eher ein Weg, Menschen eine geringere Rente auszuzahlen, als sie lange im Arbeitsleben zu halten (denn die Arbeitgeber beschäftigen ungern ältere Arbeitnehmer). Hart und viel zu arbeiten ist zu einem gewissen Grad ein Klischee über die Deutschen. Die US-Amerikaner arbeiten pro Woche und pro Jahr am längsten (u.a. weil sie nur zwei Wochen Urlaub pro Jahr haben), aber auch die Japaner und Briten liegen da weiter vorne als sdie Deutschen. |
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#23
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| Hallo, ich bin Deutsche und habe mich mit dem Thema schon vor meinen Auslandsaufenthalten intensiv auseinandergesetzt. Meine Assoziationen zum Deutschsein, z.T. durch meine langjährigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kollegen aus allen Kontinenten geprägt: Allgemein:
Liebe Grüße von der Freundin der Weisheit |
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#24
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| hallo freundin der weisheit, na, das ist doch mal eine zusammenfassung auf die sich gut antworten lässt. das thema an und für sich, finde ich sehr spannend, weil ich durch das jahr, das ich als kind in deutschland lebte, meinem deutschen ehemann und auch durch kontakte mit forumlern eine recht starke verbindung zu deutschland habe. im vergleich mit den schweizern, sehe ich sehr vieles, dass sehr ähnlich ist, aber doch auch 2-3 kleine unterschiede. Allgemein:
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Politisch:
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#25
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| hmmm. wenn ich hier bei uns ins krankenhaus gehe, gibt es eine sehr grosse anzahl an deutschen ärzten und pflegepersonal. mir stellt sich dann immer die frage, ob die bei unserem nördlichen nachbar nicht fehlen. (Zitat just me) Sicher fehlen sie hier, bekämen jedoch keine Stelle wegen der Sparmaßnahmen. Und ja, die beiden letztgenannten Punkte im Zusammenhang mit dem 2.Weltkrieg. Es gibt immer noch "den Bund der Vertriebenen". Und in Israel müssen deutsche Politiker jedes Wort gut abwägen, das sie bei Saatsbesuchen dort äußern. Helmut Kohl wurde es sehr übel genommen, als er von der Gnade der späten Geburt sprach. Du kannst als Deutsche dort so jung sein, wie du willst, es wird darauf geachtet, dass du dich für die deutsche Vergangenheit schämst. |
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#26
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| hallo mensch, im zusammenhang mit dem gesundheitswesen bei euch, gibt es noch etwas, was ich überhaupt nicht verstehe. der neffe meines mannes musste 5 jahre auf einen studienplatz für medizin warten. wenn das land die ärzte aber braucht, wieso ist es denn nicht möglich mehr studienplätze zur verfügung zu stellen? tja und die sparmassnahmen im gesundheitswesen. welche auswirkungen haben die auf die patienten? wenn sie keine haben, ist das geld ja gut gespart. |
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#27
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| ... in vielen unterschiedlichen Ländern. Anders, wie bei vielen anderen Nationen, war deutschland lange Zeit ein großer Flickenteppich vieler Ländern und Staaten. Das hatte Vorteile, aber auch viele Nachteile. Bis heute leben die Menschen deutscher Zunge in verschiedenen Ländern, wovon eines (DDR) glücklicherweise erst vor 20 Jahren, reumütig zum größten dieser Deutschländer (BRD) beigetreten ist. Aber immer gibt es noch etliche Länder und Landstriche, wo die Muttersprache der meisten dort lebenden Menschen, die deutsche Sprache ist, wie zB. Österreich, der deutschprachige Teil der Schweiz, Südtirol, Banat, Siebenbürgen, Schlesien, mehrere Landkreis in Südsibirien usw. Im weiteren, menschlichem Sinne, sind dies für mich auch deutsche Länder, auch wenn die staatrechtlichen Regelungen anderes lauten. Wobei ich hier nicht an das Großdeutsche Reich anknüpfen möchte, sonderen vielmehr die Mentalität und das Selbstverständnis der Menschen im Blick habe. Und von daher würde ich Sagen, daß man vor allem Österreich, die deutsche Schweiz und Südtirol imMentalitätsvergleichen zu Deutschland, besser zu den Deutschen, den Menschen deutscher Zunge, rechnen kann. |
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#28
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| Zitat:
Die Patienten bräuchten zwar die Ärzte, aber es ist kein Geld da, um sie einzustellen bzw. zu bezahlen. Die Ärzte sind größtenteils schon älter, wer in Rente geht, findet schwer einen Nachfolger, weil die Krankenkassen für die Leistungen nicht mehr angemessen bezahlen. Wenn nach einer gewissen Zeit kein Nachfolger gefunden wird, wird die Praxis gestrichen. Jeder Arzt hat nur ein bestimmtes Budget für 1 Patienten, das sind im Normalfall 39€ pro Quartal! Alles, was an Medikamenten und Behandlungen darüber hinaus geht, zahlt der Arzt aus eigener Tasche!Die niedergelassenen Ärzte gleichen manches durch die Behandlung von Privatpatienten aus, die mehr bezahlen müssen. Krankenhausärzte sind Angestellte des jeweiligen Trägers und werden auch sehr schlecht bezahlt. Es gibt auch nur wenige Ausbildungsplätze an den Unis, weil die ja auch Geld kosten. Als Kassenpatient musst du oft lange auf eine Behandlung warten, was meistens damit zusammenhängt, dass das Budget der Ärzte einfach ausgeschöpft ist und sie keine Patienten mehr annehmen können. Das gilt auch für OPs. Beispiel: Es dürfen nur bestimmte Sätze abgerechnet werden. Für meine Not-OP über 2 Stunden, bei der ich beinahe verblutet wäre, durfte der Chirurg abrechnen (nach Gebührenordnung für Ärzte): Ausräumen eines Hämatoms (Blutergusses): 160€ . Dabei hat er mir im Schweiße seines Angesichts das Leben gerettet. Meine Schwester bezahlte in einer Spezialklinik für eine OP von 9(!) Stunden, bei der ein ganzes OP-Team beschäftigt war, 2000€. Das ist ein Witz. Als Arzt kannst du heute bei uns nur reich werden, wenn du ausschließlich Privatpatienten behandelst. Zu so einem Arzt würde ich aber aus moralischen Gründen nicht gehen. |
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#29
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| Wenn ich im Ausland Bach oder Beethoven höre, fühle ich mich irgendwie angenehm berührt: Das ist Musik meines Volkes. Ebenso fühle ich mich berührt, aber auf eine ganz andere Weise, wenn mir in einem Goldladen in Mexiko City die schon betagte Besitzerin erklärt, dass sie dem KZ in Deutschland entronnen sei. Ja, das war auch mein Volk. Da kommt bei mir dann kein Stolz auf, und schuldig fühle ich mich auch nicht, aber als Deutscher schon in ganz besonderer Weise betroffen. Das ist nicht der Krieg, das ist etwas anderes: Mein Volk hat systematisch und wohlorganisiert etwa 6 Millionen Menschen umgebracht, die auf Grund rassischer Zugehörigkeit meinem Volk unsympathisch waren. Davon komme ich wohl nicht los, bis ich sterbe. |
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#30
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| Zitat:
Aber vielleicht kannst Du etwas ruhige schlafen, wenn ich Dir sage, daß Deutschland weltweit, für die vorbildliche Aufarbeitung seiner Vergangenheit gelobt wird, während zB. die Türkei die Massenmorde an den Kurden immer noch leugnet und viele Russen ihr Väterchen Stalin immer noch hoch verehren, obwohl er viele Millionen seinen eigenen Volkes absichtlich verhungern, oder in den Gullags umkommen lies! |