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| Denken, Lernen & Kreativität Wie funktioniert unser Gehirn? Wie kann ich besser lernen? Wie geht Photo-Reading? Wie finde ich neue Ideen? Um solche Fragen geht es hier. |
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#1
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| Hallo, ich habe von der Möglichkeit der Rückschulung umgeschulter Linkshänder gelesen, dass man sich also wieder zurückschult auf "links schreiben". Das ist aber umstritten, was ich gut nachvollziehen kann, aber eine Hoffnung (zu sich selbst finden, Konzentrationsschwächen mindern etc.) ist es halt schon. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Thema, bei sich selbst oder Nahestehenden? Grüße, Leserin |
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#2
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| Ich wurde als Kind auf Rechtshändigkeit umerzogen und habe (dadurch?) eigentlich nur den Nachteil, dass ich rechts und links nur mit Mühe unterscheiden kann. Die Vorteile überwiegen aber ganz eindeutig, denn es macht mir recht wenig Mühe, neue Tätigkeiten "auf die linke Hand" zu legen oder mir (mit etwas mehr Mühe) eine gewisse Beidhändigkeit anzutrainieren. Ich kann zum Beispiel rechts und links gleich gut Tischtennis und Badminton spielen oder fechten. Eine Nähnadel kann ich auch mit der rechten und der linken Hand gleich gut benutzen aber Kraftmeiereien (z.B. Holz hacken) mache ich ausschließlich "mit links". Nur mit dem Schreiben klappt es links überhaupt nicht... Vielleicht hast du ja Lust, einfach auszuprobieren, ob deine linke Hand deiner rechten nicht die eine oder andere Arbeit abnehmen möchte. Du wirst es dabei sicher leichter haben, als ein genuiner Rechtshänder... |
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#3
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| Hej Ist schon eine eigenartige Sache, das mit rechts und links. ich bin wohl Rechsthänder habe aber mit links Fussball gespielt. Die Maus beim Computer habe ich in der linken Hand (damit ist die rechte Hand frei fuer die Tangenten) Das Schiff steuere ich mit links oder rechts an eienem kleinen Rad, und selbst da mache ich es lieber mit links. Beim Schreiben allerdings ist man, so lange man von links nach rechts schreibt, immer im Nachteil als Linskhänder...vor allem wenn man mit Tinte webt ähh schreibt! |
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#4
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| Ich bin auch eine umerzogene Linkshänderin und habe auch das Rechts-Links-Verwechselproblem wie die Tintenweberin. Alle Tätigkeiten, die mit Denken verbunden sind, mache ich mit rechts (also auch Schreiben), alle unbewussteren (Gemüse schneiden, Wäsche aus dem Korb nehmen und so was) mit links. Zu meinen frühesten Kindheiterinnerungen gehört es, dass ich mich als Vierjährige beim Malen hinter einem Kissenstapel versteckte, damit keiner sah, dass ich schon wieder die "falsche" Hand benutzte. Inzwischen weiß man ja zum Glück, dass dieses Umerziehen totaler Blödsinn ist. Ich vermute mal (kann es ja nicht belegen), dass mir das Umerziehen nicht besonders geschadet hat. Wenn du meinst, dass das bei dir anders ist, könntest du ja versuchen, deine linke Hand wieder mehr zu "trainieren". Nicht mehr ganz neu, aber immer noch interessant zu lesen (nicht nur, aber auch zu diesem Thema): "Denken, lernen und vergessen" von Frederic Vester. Er beschreibt sehr anschaulich, wie unser Gehirn in der Kindheit Vernetzungen aufbaut. Dann habe ich noch diese Adresse für dich gefunden im Netz: Dr. Johanna Barbara Sattler Erste deutsche Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder, Sendlinger Str. 17, 80331 München, Tel. / Fax: +49 / 89 / 26 86 14 Schöne Grüße von der Schnucke |
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#5
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| Kap Horn, schreibst Du denn mit links oder mit rechts? Schnucke, danke für die Tipps, Frau Sattler ist mir gestern bei der Recherche auch schon begegnet, sie hat wohl ein Buch zu dem Thema veröffentlicht, danach werde ich mal schauen. Also ich wurde umgeschult und schreibe also mit rechts, alles andere mache ich aber mit links (schneiden, zeichnen, Dinge halten...). Nun bin ich aber darauf gestoßen, dass gewisse Probleme, die ich habe, mit der Umschulung zu tun haben können und habe ein bisschen rumgelesen - es gibt da Ansichten, nach denen die Umschulung massive Probleme auslösen kann, vor allem dahingehend, dass man sich irgendwie selber bekämpft, sich unterdrückt fühlt (natürlich alles nicht bewusst) und eben Schwächen ähnlich denen von ADS entwickelt (Konzentrationsschwäche, Impulskontrollschwäche...), was ja alles Auswirkungen auf das Selbstbewusssein und alle möglichen kleinen und großen Dinge im Alltag hat. Gestern habe ich noch ein Forum gefunden, in denen es viele gibt, die sich wieder rückgeschult haben, aber wohl unter Anleitung, konnte da jetzt noch nicht so weit eintauchen... ich hätte davor aber irgendwie Angst, weil es doch wieder ein Eingriff ist - andererseits, Leute, die die Schreibhand nicht mehr "benutzen" können, müssen ja auch umschulen. Na ja, falls also jemand diesen Schritt schon getan hat oder jemanden kennt, der es gemacht hat, würde ich mich freuen, etwas darüber zu erfahren. Grüße, Leserin |
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#6
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| Hallo Leserin, ich habe in der Schule mal eine ziemlich ausführliche Hausarbeit darüber geschrieben. Am meisten hat mir dabei das Buch "Der umgeschulte Linkshänder oder der Knoten im Gehirn" von Johanna Barbara Sattler geholfen. Vielleicht sind ja in der Zwischenzeit noch neuere Bücher von ihr erschienen. Außerdem half mir das Linkshänderforum. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es das noch gibt. Ich halte eine Umschulung immer noch für Unsinn und bin ganz froh, Linkshänderin zu sein. Man hat es nicht geschafft, mich umzuerziehen. Rückschulungen finde ich spannend. Doch ich würde dir raten, dich dabei von einem Experten unterstützen zu lassen. Im Zuge meiner Hausarbeit bin ich übrigens auf Menschen gestoßen, die gewisse Probleme hatten (Konzentrationsstörungen ect), welche wohl durch die Umschulung ausgelöst worden waren und durch eine Rückschulung "geheilt" werden konnten. Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg! Und halte uns doch bitte auf dem Laufenden. Anna |
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#7
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| Danke für die Antwort, Anna. Das Forum existiert noch, das habe ich schon entdeckt - nehme mal an, dass es dasselbe ist. Dass es manchem geholfen hat, bestärkt mich darin, das Thema weiter zu verfolgen, aber allzu bald werde ich, wenn überhaupt, wohl noch nicht handeln. |
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#8
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| Vielleicht noch ein Tipp dazu - am Institut in München kann man Testungen machen lassen. Ich war mit meinem Sohn dort, als ich in der 3. Klasse plötzlich das Gefühl hatte, dass er im Kindergarten von einer unsicheren Händigkeit auf Rechtshänder trainiert worden sei. Das hat sich dann auch bestätigt - und obwohl er gerade mal 9 war hat uns Frau Dr. Sattler aus verschiedenen Gründen dringend abgeraten eine Rückschulung durchzuführen. Sie hat ihm allerdings viele Lerntipps für ganzheitliches Lernen mitgegeben - die haben ihm in seiner weiteren Schulkarriere ganz gut geholfen. Sollte man im Erwachsenenalter die Händigkeit rückstellen wird eine Berufsauszeit von mindestens einem Jahr empfohlen, da neben der notwendigen feinmotorischen Schulung auch Probleme in der Sprache und in der Bewältigung des Alltages auftreten können. Allerdings kann man Dinge des Alltags ohne Probleme vermehrt mit der linken Hand erledigen (Löffel in die linke Hand, Türen mit der linken Hand öffnen,.. bei Werkzeugverwendung geht es oft nicht, außer man besorgt sich Linkshänderscheren...). Liebe Grüße Amelie |
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#9
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| Mal den Faden wieder hochhole! ![]() Das ist für mich ein momentan sehr interessantes Thema. Ich bin auch umgeschulte Linkshänderin und mache mittlerweile wieder sehr viel mit meiner dominanten Hand, außer Schreiben und mit der Schere schneiden. Momentan trainiere ich die Schrift mit meiner linken Hand. Ein kleines Wespennest hat sich da aufgetan. Aber es tut mir saugut. ![]() Sind noch andere da? Schade, dass Leserin abgemeldet ist. |
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#10
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| Wieso Wespennest?? Was ist passiert? Mir wurde damals geraten, wenn umstellen (Schreiben) dann radikal aber mit einem Jahr Auszeit. Da z.B. Stottern auftreten könnte und motorische Unsicherheiten. Ich verwende die linke Hand jetzt viel mehr als früher - aber schreiben trau ich mich nicht damit. |