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| Denken, Lernen & Kreativität Wie funktioniert unser Gehirn? Wie kann ich besser lernen? Wie geht Photo-Reading? Wie finde ich neue Ideen? Um solche Fragen geht es hier. |
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#21
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| Hallo ihr Lieben Ich stimme mit @serafin überein, dass es völlige Freiheit nicht gibt(in unseren betrachteten Systemen), da bereits der Begriff Freiheit kaum zu fassen ist, der ja wieder mit Wahrheit zusammenhängt, also, wie wahr ist Freiheit usw. und es etwas „völliges“ für uns nicht gibt, in unseren betrachteten Systemen! Was schon nicht fassbar ist, kann wohl kaum die Grundlage für exakte Betrachtungen bilden. Insofern bewegen wir uns hier denke ich auf einem Gebiet hoher Spekulation. Auch die Ausgangsbehauptungen der von @hubert1 zitierten Wissenschaftler möchte ich gern unter diesem kritischen Blickwinkel sehen. Bisher sind selbst die Grundbegriffe wie: Wahrnehmung, Informationsverarbeitung im Gehirn, Bewusstsein, der Begriff Information selbst usw…. nur spekulativ und mit zahlreichen Widersprüchen behaftet beschrieben. Aus widersprüchlich definierten Begriffen, die die Grundlage der Aussagen bilden sollen, eine derartig fundamentale Schlussfolgerung bezüglich des freien Willens abzuleiten, halte ich für höchst fragwürdig. Ich stimme auch mit @anneliese überein, dass wir aus der Dualität heraus immer die Wahl zwischen mindestens zwei Möglichkeiten haben. Selbst wenn die Wahl unter einem Zwang erfolgt, entscheiden wir uns nicht stets für das, was unseren Interessen, Wünschen, innersten Empfindungen am dienlichsten erscheint? Würde wieder für den „freien“ Willen sprechen. Das kann auch heißen, dass jemand eine Entscheidung vorzieht, was für andere Menschen unannehmbar wäre. Bsp. Jemand entscheidet sich in Frieden und Liebe zu sterben, seine Krankheit nicht medizinisch zu bekämpfen, sondern diesen Weg zu gehen. Ich denke, dass wir den freien Willen haben und auch nicht, es ist lediglich eine Frage der Betrachtung des verwendeten Systems. Wenn das System erweitert wird, sieht es ganz anders aus. Lg auf der Suche |
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#22
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| hallo, Zitat:
es gibt menschen, die jammern, weil es ihr schicksal sei und sie für irgendetwas nichts können und ähnliches. das bringt mmn nichts, es ändert nichts. Zitat:
natürlich mache ich mir gedanken, wie vermutlich jeder andere auch, überlege, wie und warum ich mich für/gegen etwas entscheide. und wenn ich mich dann aus welchen gründen auch immer für etwas entscheide, so tue ich das aus eben dieser ganzen vorgeschichte, all den faktoren, die mich auf den weg zu dieser entscheidung hingebracht haben. Zitat:
Zitat:
im prinzip ist es es ja ohnehin nur ein modell. keiner weiß, ob und was vorbestimmt ist oder nicht. es gibt einfach unterschiedliche sichten. aber leben müssen/dürfen wir das leben trotzdem, egal ob es vorbestimmt ist oder nicht ![]() viele grüße, sky |
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#23
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| Freier Wille im Denken ist unmöglich, das ist meine Meinung. Wir sind Menschen, und schauen wir doch mal an wie wir zu dem geworden sind was wir als Erwachsener sind. Zuerst waren wir Baby, in eine Welt hineingeboren. Später wuchsen wir zum Kind heran das von seinen Eltern erzogen wurde (oder von jemand anderen). Das hat uns geprägt. Wenn die Erziehung "gut" war haben wir uns wohl gefühlt. Wenn die Erziehung nicht gut war dann haben wir uns weniger wohl gefühlt, doch haben wir das zum damaligen Zeitpunkt auch so wahrgenommen ? Ist es nicht so, dass wenn man als Kind gewisse Grenzen aufgezeigt bekommen hat in denen man sich als Kind frei bewegen konnte, die beste Erziehung war ? Egal wie, die Erziehung hat geprägt (und alleine daher ist man in den Gedanken nicht völlig frei). Wenn man nun davon ausgeht (ich gehe davon aus), dass die Erziehung mit aufgezeigten Grenzen gut war, warum sollte es dann als Erwachsener anders sein, sein Leben mit Grenzen zu führen ? Ist es nicht meistens gut sich selber Grenzen zu setzen, oder jemanden oder etwas zu haben das die Grenzen setzt, in denen man sich frei bewegen und denken kann ? Wenn ja, dann hat man keinen komplett freien Willen, doch ich finde daran nichts schlimmes, denn man kennt diese Grenzen ganz genau, und kann innerhalb dieser Grenzen seinem Willen und wollen und denken freien lauf lassen. Liebe Grüße Erich |
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#24
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Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht eher um die Frage, wie stark unsere Gedanken und unser Handeln vom Vor- und Unterbewussten beeinflusst und bestimmt wird. Zitat:
Es geht auch mehr um die frage, was geschieht bewusst (also steuerbar oder mehr oder weniger steuerbar) und was geschieht unbewusst. ( ohne direkten Zugriff). Zitat:
Ich würde es eher in bewusste und unbewusste Handlungen unterteilen wollen, wobei ich mich schwer tun würde das vom Anteil her generell für alle beantworten zu können. An anderer Stelle hatte ich es schon mal geschrieben, ich halte die Theorie, dass wir etwa zur Hälfte von unseren frühkindlichen emotionalen Konditionierungen, zu einem drittel von späteren sozialen Kontitionierungen und noch einem noch nicht zu erklärenden Rest bestimmt werden, für sehr plausibel. Zitat:
Zitat:
Es geht darum zu erkunden, wie bei einem System von 10 hoch 11 Nervenzellen dynamische Zustände mit Wechselwirkungen entstehen. Und die Anzahl der möglichen Zustände ist wohl höher als die Zahl der Atome im Universum. |
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#25
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glaubst Du, dass bei dieser Komplexität biochemische oder neurokybernetische Modelle, basierend auf empirischen Beobachtungen, zum Ziel führen? ![]() Liebe Grüße Simon |
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#26
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Wenn es darum geht, diese Zusammenhänge besser verstehen zu lernen, ja. Es ist eine ganz andere Frage, ob wir jemals in der Lage sein werden, diese Prozesse vollends zu verstehen, aber dass muß den Menschen ja nicht davon abhalten sich in dieser Art damit zu beschäftigen. Im Grunde ist das ja eine ganz ganz junge Wissenschaft. |
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#27
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Ja genau, das ist eben nicht geklärt, sondern wird sich wohl nur näherungsweise bestimmen lassen. |
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#28
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Glaubst Du wirklich, wenn Du in zwei Wochen irgendwo im Cafe sitzt und die Wahl hast zwischen Apel- oder Kirschkuchen, dass das jetzt schon entschieden ist, und Du selber nicht den geringsten Einfluß hast. Oder aber wenn Du jetzt beschließt in zwei Wochen dort hinzu gehen und Kirschkuchen zu bestellen, dass das unmöglich ist? Und wenn es nicht unmöglich ist, ist da auch ein gewisser Handlungsspielraum, den Du selbst bestimmen kannst. Ansonsten wäre Leben im Grunde von vorne bis hinten auf die Minute vorbestimmt. Alles von Wirkung und Wechselwirkung im vornherein bereits festgelegt. [/quote] |
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#29
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Aber Opfer können sich wehren und dann sind sie vielleicht irgendwann keine Opfer mehr. Die entscheidene Frage ist, wer ist wann wiso dazu in der Lage und warum ist wer wann und wiso nicht dazu in der Lage. |
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#30
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Eine die durch nichts determiniert ist? Die gibt es, glaube ich, wirklich nicht. Wenn man da gedanklich weiter kommen will, muß man glaube ich, vernünfiger Weise festlegen, was man unter "freiem Willen" oder dem "Ich" versteht. Die Hirnforscher haben das so gemacht. Sie haben sich ein Experiment ausgedacht und bestimmte Aspekte des freien Willens formuliert, so dass sie sich empirisch überprüfen lassen und dann überlegt welche Schlußfolgerungen man daraus zieht. |