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| Denken, Lernen & Kreativität Wie funktioniert unser Gehirn? Wie kann ich besser lernen? Wie geht Photo-Reading? Wie finde ich neue Ideen? Um solche Fragen geht es hier. |
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#211
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| im Anschluß an hobbes: Zitat:
Vielleicht wollten sie es ja gerne verstehen, wenn du ihnen mit ein paar präzisen Erfahrungen und daraus resultierenden Anweisungen auf die Sprünge helfen würdest, ... anstatt dich auf das Pauschalisieren zu beschränken. |
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#212
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es LEBEN tuns dann schon ein bissi weniger leute (zumindest wenns um freiwillig danach leben geht - eine erkleckliche menge MUSS aus notwendigkeit eh schon genauso leben mittlerweilen, sie schaffens halt noch nicht, sich das als positiv scönzudenken), aber selbst dort sinds weit mehr als ein prozent... viel mehr. sollten/könnten mehr sein... (das, was du beschreibst, ist, was sich viele meines alters als junge leut gewünscht und es vertreten haben, nur eben nicht mit dem moralischen anspruch auf die dominanz über anderer leute lebensentwürfe.) mittlerweile gibt es jedenfalls mengenweise leute, die ihren arbeitsaufwand reduzieren zugunsten von lebensqualität, sei es mit arbeitsvertrag oder als freischaffende. auch die konsumgewohnheiten, oder besser -bewußtheit und -verweigerung, die du hier nur einem prozent zuschreibst, treffen längst bei weitaus mehr leuten zu. (die seltenen methusalems wie ich kennen das, was du dahier beschreibst, als normale wertehaltung ihrer kindheit ) (die moralisierende reduktion allerdings, daß nur noch das NOTWENDIGE auf moralisch einwandfrei sei, möchte ich schon in frage stellen... wer hat dahier die definitionsmacht? wer bestimmt, was für wen notwendig ist und was nicht? in deinen posts liest es sich manchmal so, als wäre das ein privileg der "wir-sind-die-guten-fraktion") also mein fazit: dein 1% ist weder mengenmäßig aktuell noch so besonders neu. braucht deine einschätzung da vielleicht ein gewisses backup? denkt sich die windfrau Geändert von windfrau (18.02.2012 um 16:09 Uhr) |
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#213
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Meine relativ geringen Probleme zumindest kommen ausschliesslich von handgemachten Hindernissen die ich nicht brauche und möglichst an der Wurzel ausrotte, damit ich mich mit Interessanterem beschäftigen kann. Zitat:
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Das, was ich noch an Schaden anrichte, kann ich nicht mehr grossartig einschränken, da auch ich es nicht einsehe in einer Höhle zu leben und verhungern muss ich auch nicht unbedingt. Dafür bin ich etwas zu schlau. Zitat:
Allerdings, die Zeiten, in denen mich ein noch schnelleres Auto, grosses Haus und andere schwachsinnigen Belastungen, die nur Arbeit machen und Geld kosten motivieren sind vorbei, seit mir ein paar Lichter aufgegangen sind. Ebenso meine Abhängigkeit von irgendwelchen Ärzten von denen ich mir immer ein wenig Beruhigung von zu viel Belastung erhoffte und in Form von Valium bekam ist seit dem ich mich bewusst nur noch sinnvoll um das Nötigste kümmere, Vergangenheit. |
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#214
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Übrigens lese ich Deine Posts meistens sehr gern, weil da oft so viel Energie und Leben drinsteckt. Und Humor. Und gleichzeitig eben oft auch „alles Idioten, keiner (außer mir) hat es kapiert“. Das vergeht mir dann das Lächeln und die Lust zum Weiterlesen. Klar, muss ich auch nicht. Ich finde es nur schade. Vor allem weil ich vieles von dem, was Du zu sagen hast, auch wichtig finde. Und gleichzeitig würde ich mir nicht herausnehmen, zu sagen, dass das die einzig richtige Art zu leben ist. Zitat:
Ich meinte mit „dich selbst verurteilen“ eher den Mensch, der du mal warst. Als Du noch nicht wusstest, wie „man“ „richtig“ lebt. Natürlich kannst Du jetzt nichts mehr dran ändern. Aber wenn ich die Lebensweise, die ich mal gelebt habe, im Nachhinein total verurteile, dann verurteile ich doch irgendwie auch den Mensch, der ich mal war. Und damit zu leben, fände ich auch sehr anstrengend. Vielleicht würde ich sagen „ich wusste es eben noch nicht besser“ und mir verzeihen / Verständnis für mein altes Selbst aufbringen. Aber müsste ich dann nicht auch denen verzeihen / Verständnis für die aufbringen, die mein altes, abgeworfenes Leben immer noch leben? |
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#215
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| auf (kindische) Provokationen, die mich an die 1. - 3. Klasse erinnern, schreibe ich nichts mehr. [quote]... Und dass man Mitgefühl und Verständnis nur dann bekommt, wenn man dafür zahlt? Ja, wer nicht zahlen kann muss verhungern, so ist es leider und ich kann nicht alle füttern, nur denen die so tun als wäre alles fein, auf den Geist gehen. ![]() Zitat:
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#216
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Die Meinung, dass sich Menschen nicht ändern, wenn man sie in ihrem Elend durch Mitgefühl quasi "unterstützt", habe ich jetzt auch schon ein paar Mal zwischen den Zeilen gelesen (weiß nicht mehr bei wem alles). Hm. Mir ist das Mitgefühl wichtiger, als den anderen zu ändern. Nur mit Willensfreiheit hat das alles jetzt irgendwie nichts mehr zu tun. Oder doch? Dem anderen die Willensfreiheit zugestehen, sein Leben zu leben? |
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#217
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Mitgefühl und Verständnis brauche und will ich auch nicht (mehr). Wenn etwas beschissen ist, nützt kollektives Gejammer niemandem, sondern eher möglichst zu ändern was man ändern kann. Zitat:
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#218
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| Mal wieder was zum eigentlichen Thema: Soweit ich informiert bin, hat die Hirnforschung bereits beweisen können, hat das Gehirn längst seinen Handlungsimpuls ausgesendet hat, noch bevor wir uns bewusst entschieden haben. Das bedeutet, das Gehirn hat spontan entschieden und erst später wird die Ratio dazugeschaltet; da ist dann aber prinzipiell schon alles gelaufen. Es wird noch darüber gestritten, inwieweit die Impulskontrolle noch zum Einlenken befähigt, aber auch da sieht es eher trostlos aus. Ergo ist Willensfreiheit keine bewusste Entscheidungsfreiheit die auf unseren Gehirnfunktionen basiert, denn unter dieser Prämisse sind wir eher unfrei. Ich persönlich verorte Willensfreiheit in der Ecke der bewussten Akte/Aktionen, was mE auch sinnvoll wäre. Warum sollte man sonst ein solches Bohai darum machen, wenn man denn kaum eine Einfluss darauf hätte? Und so sage ich -für mich- dass ich Willensfreiheit für etwas halte, was sich mit "Interpretationsspielraum" umschreiben ließe. Nicht Interpretationsfähigkeit als solche (die ja wieder eine Gehirnfunktion darstellt) sondern das bewusste Ausschöpfen und Hinterfragen, ja, die bewusste Wahl des Standpunktes, der Warte, von der aus man Dinge bewertet. Sehr schön auch zu beobachten in diesem Thread hier. Mysterys Welt ist voller ferngesteuerter Sklaven und blökernder Idioten, die sich einem System unterwerfen, das er selbst als lebensfeindlich empfindet. Windfrau hingegen, lebt in einer Welt, die deutlich mehr denkende und fühlende Leute beheimatet. Wer hat recht? Tja - beide. Denn so wie man sich entscheidet und zwar bewusst entscheidet, durch welche Filter/Prämissen man seiner eigenen Interpretation Raum verschafft, so wird der Fokus gelegt, der sich dann entweder bestätigt oder widerlegt sieht, der jedoch immer eher nach Bestätigung strebt, ergo die Augen eher offenhält in die Richtung, die wir ihm grob vorgeben. Und insofern bekommt jeder das Leben, das er sich selbst erwählt und die Welt, die er sich selbst erschafft. DAS ist erweiterte Gerechtigkeit und wer sich die Hölle zusammeninterpretiert, der wird auch in ihr leben, selbst wenn er Millionen hat. Und wer sich das Paradies ersehnt und geneigt ist, es in allem zu sehen, der wird die Erde als einen zwar nicht perfekten, so jedoch unzweifelhaft genialen Garten Eden erleben. Für beides gibt es rein formal "Beweise". Welche davon wir suchen und (für) wahr(an)nehmen, das ist der freie Wille eines jeden. So, ich habe fertig. In Weltverbesserungsdiskussionen werde ich nicht einsteigen. Ich finde das albern und sinnlos s. o. Schönen Tag noch. ![]() .... |
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#219
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| Zitat:
"Der freie Wille" (die Interpretationsfähigkeit) wird zudem von unseren unbewussten Motiven und Emotionen geprägt und ist nachträglich jeder Zeit beeinflussbar, von uns selbst oder durch äussere Einflüsse. |