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| Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef? |
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#1
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| Hallo zusammen, haben wir Selbständige hier im Forum? Mich würde interessieren, wie ihr euren Tag strukturiert innerhalb der Selbständigkeit? Also vor allem jene, die vielleicht von Zuhause aus arbeiten und sich ihre Zeit frei einteilen können? Ich frage, weil ich ja auch mal ganztags selbständig war (da auch gerne wieder hin möchte) und mir trotz eines Plans (von dann bis dann erledige ich jene Aufträge, dieses, usw. und von dann bis dann kommt koche/essen/putzen/einkaufen dran usw.) immer das Gefühl bzw. den Gedanken hatte: "Wenn ich morgens nicht das Haus verlasse um zur Arbeit zu gehen, dann mache ich nichts richtiges/anständiges und krieg auch kein geregeltes Leben hin". Mit dem Glaubenssatz in mir fiel es mir tatsächlich oft schwer, mich an meine eigenen Strukturen zu halten, weil ich immer das Gefül hatte "egal was ich tu, ich dümpel eh nur vor mich hin". Stimmte so zwar nicht, aber das Gefühl war eben da. Kennt ihr solche Gedanken? Und wenn ja - wie seid ihr damit umgegangen bzw. wie würdet ihr damit versuchen umzugehen? Was könnte man so einem Satz entgegensetzen? Es dürfen sich natürlich auch alle zu Wort melden, die nicht selbständig sind aber trotzdem Ideen haben ![]() Lieben Gruss Lane |
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#2
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| Ich bin nicht selbständig, kann mir das aber gut vorstellen und interessiere mich deshalb auch für eine Antwort. |
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#3
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| ich steuere jetzt in Richtung selbstständigkeit. ich war es schon mal und baue mein Weg wieder dahin, ... Während ich angestellt bin, stelle ich ein Businessplan zusammen und ich tausche zurzeit mit Freunde und Verwandte aus und baue mein Netzwerk aus - dieser Zeit ist festverankert in mein Tagesplan. Ich habe jetzt schon definiert wie ich die Zeit systematisch in Zukunft nutze und was erledigt werden soll und in wie viel Zeit pro Tag von zuhause aus. Der Businessplan sieht auch ein Zeitmanagement vor dh zuhause arbeiten und feste Arbeitszeiten - systematische Erhöhung der Zeit für meine Selbstständigkeit über den nächsten Monaten ist im Plan mit eingebaut (momentan gibt es ein wöchentlicher Stundenkontigent für die Aufgaben)- also eine Art Zeittransformation. Ich lasse auch zuhause ein Büroatmosphere entstehen, und wenn ich den Raum betrete, gibt es nur Arbeit. Es erfordert viel Disziplin aber immerhin geht es um mein Leben und Selbstbestimmung - dies ist mein Antrieb. Deswegen habe ich momentan eine Ruhephase mir gegönnt um das Zeitgefühl und geregeltes Leben von aussen her, los zu werden, denn sie wirkt hindernd auf mich - eben das Gefühl zur Arbeit gehen zu müssen um eine Leistung zu erbringen, trage ich auch mit mir rum. Ich hoffe nach dem Experiment, werde ich mich neuorganisieren können und bin zuversichtlich. |
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#4
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| Zitat:
- ein maktgängiges Produkt. - während der Startphase die Bereitschaft mehr als doppelt so viel wie ein Angestellter zu arbeiten. - falls ein Partner vorhanden ist, die Zustimmung dazu, besser noch die Unterstützung. Businesspläne dazu sind gut, aber es sind halt nur Vorschauen über mehrere Perioden, zumindest das, was das Zahlenwerk beinhaltet. Persönlich halte ich die Marktanalyse für das A und O. Manche glauben es sei die Finanzierung, aber die wird nie zum Problem, wenn das "Prokukt" stimmt. Die Finanzierung kann nur noch dann scheitern, wenn die Gründerpersönlichkeit nicht stimmt. Nicht zu unterschätzen sind Vertriebswege. Die kann man nicht erst dann ausloten, wenn man schon in der Startphase ist. Wenn ich es persönlich vor hätte, würde ich mir genau so jemanden anschauen, der das schon macht, was ich machen möchte. Allerdings einige hundert kilometer entfernt. Würde versuchen Kontakt aufzunehmen und ins Gespräch zu kommen. Über Startschwierigkeiten sprechen über Erfahrungen mit Kunden, über gemachte Erfahrungen bezüglich des Produktes. Und beim Finanzplan mit dem weiten Ärmel planen, es kommt bestimmt anders als man denkt. |
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#5
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| es gilt auch für eine Dienstleistungsangebot . Hinzukommt, ich habe ein Mentor in dem Bereich und eine Bekannte in Marketing die mich durchgehend begleitet. Der Marktanalyse, wie Hubert schreibt ist der Basis für alles oder man arbeitet als Freelancer bei einer Firma und eignet sich das Know-how so an. |
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#6
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| Zitat:
Was aber gleichzeitig bedeutet, dass Arbeitsleistung nur dann anerkannt wird, wenn sie ausserhalb der eigenen 4 Wände erbracht wird? Warum eigentlich? Nachdenkliche Grüsse, Lane |
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#7
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| Mir gehts überhaupt nicht um die ganzen oberflächlichen Dinge, wie man eine Selbständigkeit aufzieht. Das weiss ich alles und das ist nicht das Problem. Mir gehts wirklich nur um den eigenen Glaubenssatz: "Ich muss vor die Tür, um ?echte/wertvolle? Arbeitsleistung zu erbringen". Lg Lane |
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#8
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| Liebe Lane, ich bin seit kurzer Zeit selbständig. Heraus aus einem rund-um-die-Uhr-Job und hinein wieder in einen rund-um-die-Uhr-Job. ![]() Das hatte ich mir zwar etwas anders vorgestellt, doch die Auftragslage in der IT-Branche ist derzeit so gut, dass ich nichts ablehnen möchte. Trotzdem musste ich schon mehrere Aufträge ablehnen. Das erfordert natürlich Disziplin, denn das Arbeitsrecht habe ich nicht mehr auf meiner Seite. Ich hätte es als Angestellte auf meiner Seite gehabt, doch war es mir nicht wichtig, solange die Arbeit hochinteressant war. Als dies nicht mehr gegeben war, konnte ich einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Und nun habe ich wieder so viel zu tun, dass ich kaum zu etwas Anderem komme. Lane, für mich war es nie in meinem Leben ein Thema nur dann ein geregeltes Leben haben zu können, wenn ich morgens aus dem Haus gehen muss um zur Arbeit zu gehen. Ein geregeltes Leben kann ich auch zu Hause - im Homeoffice - haben, wenn ich es dort zulasse. Als "Selbständiger-Noch-Dummy" habe ich mir folgende Arbeits-Regeln aufgestellt: Kein Surfen im Internet während der Arbeit, Ziele und Meilensteine mit mir vereinbaren und einhalten. Definiert Pausen machen und diese einhalten (das fällt mir am Schwersten, denn bin ich einmal im Programmierrausch, vergesse ich alles um mich herum). Was ich vermisse, sind die Kollegen, die immer mal auf ein Schwätzchen und auch Ideenaustausch zu haben waren. Was ich vermisse ist die Kantine, denn das Essen kommt nun einmal nicht wie dahergezaubert auf den Teller. Was ich nicht vermisse ist der Weg zur Arbeit, besonders jetzt, bei diesem Wetter! Was ich nicht vermisse, ist die Weisungsbefugnis meiner Chefs a la "Sie gehen jetzt auf diese oder jene Besprechung!", auch wenn ich das als Zeitverschwendung ansah, dies auch meistens so war und ich trotzdem hingehen musste. Meine selbständige Arbeit ist spannend, ich lerne dabei jede Menge an neuer Technik kennen und lerne - leider auch - neue Methoden mir zu erklären, wie ich mich vor der Hausarbeit drücken kann. Das muss ich dringend abstellen, denn der Staubsauger saugt nicht von alleine! Hier fehlt mir wirklich noch der Plan Haushalt und Homeoffice geregelt zusammenzubringen. Das ist ein wichtiges Ziel für mich für 2011, in diesem Jahr lasse ich mir das noch durchgehen. ![]() Mein Tag strukturiert sich derzeit ausschließlich durch die Arbeit. Das möchte ich ändern und den Haushalt und meine Freizeit in diese Struktur einflechten. Wer dazu gute Ideen hat: Bitte her damit! ![]() Liebe Grüße Hilla, die immer wieder zum arbeitsbesessenen Workaholic mutiert |
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#9
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| Zitat:
Wenn Du selbstständig bist - mindestens am Anfang, hast Du diesen Feedback nicht - der zweiten Auftrag bringt Dir etwas Feedback zu Deiner erbrachten Leistung und wenn es von der selbe Firma kommt - stärkt es Dich immer mehr. Bei neuen Kunden... macht es endlich richtig spass und Du hast den nötigen Anerkennung Deiner Leistung. Es fand ein Umdenken in Dir statt. Ab dann denke ich, ist man motiviert und braucht dieses Gefühl nicht, ins Büro gehen zu müssen um ein Feedback zu den erbrachten Leistungen zu bekommen |
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#10
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| Zitat:
"Wenn es Spass macht, dann ist es keine Arbeit." So habe ich das von meinen Eltern übernommen, die mir nie vermittelt haben, dass sie an ihren jeweiligen Jobs Spass hatten. Ob es tatsächlich so war - wer weiß... Ich bin nicht Selbständig. Aber wenn ich es wäre und wenn mir meine Arbeit Spass machen würde, hätte ich ein mächtiges Motivationsproblem. Ich müsste mich wohl mit meiner Definition von "Arbeit" intensiv auseinandersetzen. Oder nach der Devise "Ohne Arbeit reich werden!" leben. ![]() |