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| Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef? |
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#1
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| Yoga war das beste, was mir in den letzten Jahren passieren konnte. Er stärkte mich körperlich und ich wurde auch geistig flexibler, gewann neue Einsichten. Was liegt da näher, als diese Erfahrungen mit Begeisterung weiterzugeben! Zum Yogalehrer ausgebildet und als Banker im März 2010 arbeitslos geworden, verstand ich dies als Chance, meinen bisherigen Nebenberuf nun zur Berufung zu machen. Mit diesem Gedanken konnte ich zunächst gut in die Arbeitslosigkeit „starten“. Dann wollte ich erkunden, ob für meine Idee, Yoga als Business-Yoga in Unternehmen anzubieten, auch wirklich potentielle Kunden vorhanden waren. Also setzte ich die Theorie in die Praxis um und feilte an meinem „Elevator-Pitch“ [= kurzer Überblick einer Idee für eine Dienstleistung oder ein Produkt und bedeutet „Aufzugspräsentation“. Die Bezeichnung stammt daher, dass der Pitch (hier die „Marktumfrage“) in der kurzen Zeit einer Fahrstuhlfahrt (ca. 1 Minute) durchgeführt werden kann]. Mit meinem Partner besprochen und für gut befunden rief ich erst einmal 10 Firmen an … und kam mir vor, wie das letzte Call-Center der Republik. Den Mitarbeitern in den Firmen ging es wie mir, wenn mich irgendein Call-Center mit einer Umfrage nervt: Sie ließen mich (bis auf eine Firma, die bereits derartige Kurse anbot) erst gar nicht zu Wort kommen, baten um schriftliche Anfragen (die dann auch unbeantwortet blieben), hatten keine Kompetenz mir zu antworten etc. Beim 10. Anruf war ich total fertig. Ich fragte mich, ob ich eine zu geringe Frustrationstoleranz hätte. Doch das war es nicht; schlicht und ergreifend war es nicht meine Art, mich so mit dem Markt auseinanderzusetzen. So konnte ich jedenfalls nicht weitermachen. Doch wie dann??? Nun komme ich aus diesem Loch seit 3 Wochen nicht heraus. Hab ich wirklich das Durchsetzungsvermögen, welches ich als Existenzgründer brauche? Wie komm ich aus dem Tief wieder heraus? Übrigens habe ich derzeit nebenberuflich 3 Yogakurse pro Woche laufen und die Teilnehmer sind sehr zufrieden. |
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#2
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| Ich denke mal, daß man sich als Existenzgründer, gerade in so einem Bereich wie Yoga-Lehrer, nicht unterkriegen lassen darf. Du hast 10 Firmen angerufen... Na und? Da gibt es in Dresden sicher noch mehr, denen du dein Modell vorstellen kannst. Du wirst anfangs nicht nur positive Rückmeldungen bekommen. Wahrscheinlich werden dir eher Steine in den Weg gelegt. Aber wenn du dein Ziel ganz klar vor Augen hast, dich daran festbeißt und kämpfst, wirst du es sicher auch schaffen. Vielleicht kannst du deine Kurse ja in einem Fitness-Studio oder Wellness-Tempel anbieten um so schon mal ein bißchen Werbung für dich zu machen. Du wirst nämlich nicht von jetzt auf gleich eine Yoga-Berühmtheit werden. Sondern das mußt du dir in kleinen Schritten erarbeiten. Ich wünsche dir viel Erfolg für dein Vorhaben |
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#3
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| Danke für die Ermutigung. Im Fitness-Studio sammle ich bereits Erfahrungen. Genau, ich will mich auch nicht unterkriegen lassen. Und auch keine Berühmtheit werden. Die Frage ist: Wie schaffe ich es, die Steine auf dem Weg so zu akzeptieren, dass ich mich von ihnen nicht von meinem Weg abbringen lasse, ohne dabei mit Call-Center-Methoden meinen Wesenskern verbiegen zu müssen. Wie finde ich meine Methode, auf den Markt zuzugehen? |
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#4
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| Ich selbst habe ja Telefonphobie. Schon deswegen allein würde ich also persönlich zu den Leuten fahren. Wenn es sein muß, lasse ich mir einen Termin geben und dann gehe ich gut vorbereitet, evtl. mit einer Präsentationsmappe, in das Gespräch. Ich denke mal, am Telefon wird man generell schnell abgewimmelt. Wie du schon gesagt hast... Geh lieber von Tür zu Tür und stelle dich persönlich vor. |
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#5
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| Zitat:
Produktbeschreibung, Umsatzerwartung, Zielgruppenbestimmung, etc. etc. Ein Punkt in so einem Plan sind Marketingmaßnahmen und -Instumente. Wenn da bei Dir nur "Telefonaquise" steht, ist das m.E zu wenig, und nach meiner Einschätzung auch nicht das adäquate Mittel. Das muß viel ausgefeilter sein. Ich kenne den Markt nun überhaupt nicht, aber ich könnte mir ein kleines Exposeé oder etwas in der Richtung vorstellen, das verschickt wird mit der Bitte um einen Gesprächstermin. Daraus muß u. a.deutlich werden. Was zieht das Unternehmen für einen Gewinn daraus. Wie abeitest Du und wie erfolgreich bist Du. Was kostet das Ganze. Meine Einschätzung auf die Schnelle bezüglich Deiner Existenzgründung: Es gibt Stellen, die schauen sich Deinen Plan kostenlos an und geben Ratschläge. IHK, etc. Muß man aber genau hinschauen, da sind auch weniger professionelle dabei. Einfach die Idee da mal überprüfen lassen. |
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#6
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| Hallo enude, vielleicht hilft dir diese Webseite weiter? BMWi Existenzgründungsportal | Startseite Die ist mir letzthin empfohlen worden. Was sich sicher lohnt, ist auch die ganze Sache finanziell durchzurechnen! Die laufenden Kosten für ein Start-up liegen gemäss Aussagen meines Beraters beim Arbeitsamt bei ca. 1.5 bis 2 Mal den persönlichen Lebenshaltungskosten. Der benötigte Umsatz ist also ganz schön hoch! Diese Angabe bezieht sich zwar auf die Schweiz, doch in D wird es vermutlich ganz ähnlich sein. |
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#7
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| Zitat:
Ja, die Seite ist ganz gut, insbesondere die Downloads... |
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#9
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| Dann müßte es ja i-BMW heißen |
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#10
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| Vielen Dank @ all für die Hinweise. Den Ablaufplan habe ich bereits erstellt und dabei auch die Seiten des BMWi genutzt. Natürlich weiss ich, dass Marketing nicht allein aus Telefonkaltakquise besteht. Darum ging es mir auch nicht, sondern allein darum, dass ich wissen wollte, ob es potentielle Abnehmer für mein Produkt gibt - eine Marktpotentialeinschätzung (Gibt es überhaupt potentielle Abnehmer für mein Produkt?). Denn mit dem Marketing kann ich erst beginnen, wenn die Existenzgründung/ der Zuschuss von der Arbeitsagentur genehmigt wurde. Und über diese Marktforschung via Telefon bin ich dann ziemlich gestolpert. |