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Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef?

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  #11  
Alt 29.01.2012, 01:09
Schreiberling
 
Registriert seit: 21.01.2010
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Hallo,

Yule Da hast Du sicher recht, eigentlich dürfte sich in dem Alter die Frage nicht mehr stellen. Wie meinst Du das, dass dahinter vielleicht Bequemlichkeit meinerseits stecken kann? Ich denke auch, dass sie selbst für ihr Wohlbefinden zuständig ist. Ich kann die Aufgabe meines Vaters auch nicht übernehmen, jedoch muss ich sagen, dass mein Vater nicht viel für meine Mutter macht, klar, er repariert Dinge, fährt sie wohin etc., aber er ist nicht einfühlsam, denke, das hat er nicht gelernt. Ich versuche halt das was geht für sie zu tun, aber Du hast schon recht damit, dass ich auch mein Leben habe und sie ihres. Also ich kann das gar nicht sagen, inwieweit die berufliche Entscheidung von ihr abhängt. Natürlich hat sie gesagt, dass ich die Beamtenstelle nehmen soll, weil es sicherer ist, aber sie kann mich nicht dazu zwingen. Ich denke, ich hätte auch Schwierigkeiten, mich zu entscheiden, wenn sie sich raushalten würde, aber dann könnte ich eventuell mehr auf mich selbst hören. Aber es geht auch darum, sich für eine Chance entscheiden zu müssen und nicht wissen, ob man es hinterher bereut. Außerdem geht es auch darum, dass ich, wenn ich den Beamten mache, zwar einen Job habe, den ich vermutlich nicht so interessant finde, aber ich muss keine Schulden für Bafög machen, ich bekomme Geld und muss kein Geld zahlen. Ich denke immer, wenn ich jetzt z. B. mich für das Studium entscheide, noch ein Semster schaue, wie ich klarkomme und wenn ich dann merken würde, dass es doch nichts für mich ist, muss ich natürlich auch das Geld zurückzahlen und das ist eigentlich etwas, was ich nicht so gerne mache.

Küstenkind Doch an und für sich denke ich das schon, wenn ich dann Leute kennenlernen würde, Freunde, Partinerin etc. Und dann die Beziehung auf erwachsener Ebene weiterlebt, wie Du schreibst. Aber es ist für mich nicht gerade einfach, jemand kennenzulernen, ich habe bisher kaum Leute getroffen, die mich wirklich interessieren und die sich auch für mich interessieren. Ich bin nicht der typische Mann, mit den Hobbys, ich habe eher frauliche Hobbys, wofür ich mich manchmal auch schäme, aber ich kann es nicht ändern da ich nunmal diese Interessen habe. Ich denke schon, wenn ich dann ausgefüllter wäre, dass ich nicht mehr so viel Essen müsste. Ich weiß, es ist meine Entscheidung, aber dennoch ist es gut, hier auch mal andere Meinungen zu hören.

Martin Mutig Das stimmt schon, dass Heilpraktiker doch etwas anderes ist, aber wenn ich mir beispielsweise Profile von Heilpraktikern anschaue, so gibt es sehr viele, welche vorher Sozialpädagogik studiert haben. Man hat dann auch schon viele Grundlagen für die Arbeit mit Menschen denke ich, und es ist ist denke ich so, dass viele das erst in älteren Jahren machen. Jobben um mir die Ausbiildung zu finanzieren sollte möglich sein, aber wenn ich dann z. B. vorher im Büro arbeite, habe ich natürlich nicht so viele Erfahrungen im Umgang mit Klienten. Von der Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten bzw. Räume anmieten zu können neben dem ursprünglichen Job, habe ich bisher noch nicht gehört, das ist eine interessante Möglichkeit, danke Dir. Ich denke auch, dass man schon die Voraussetzungen mitbringen sollte. Wenn man sich für die Ausbildung bewirbt, sollte man glaube ich auch gesund sein. Ich habe auch viel theoretisches Wissen in dieser Hinsicht, aber ich kann es nicht umsetzen und das müsste ich sicher in den Griff bekommen, wenn ich in diesem Bereich arbeiten wollte.

Lg, Oliver
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  #12  
Alt 29.01.2012, 08:13
Benutzerbild von _Yule
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Zitat:
Aber es geht auch darum, sich für eine Chance entscheiden zu müssen und nicht wissen, ob man es hinterher bereut
ich sprech da jetzt nur für mich, Oliver, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich in meinem Leben nur die Dinge bereut habe, die ich nicht probiert hab, obwohl ich sie eigentlich wollte. Das hat Jahre oder Jahrzehnte später dann auch mal zu der einen oder anderen Kurzschlußhandlung geführt, oder aber sie haben mich nie los gelassen und bahnen sich jetzt ihren Weg.

Wenn ich etwas riskiert habe, weil es mir wichtig war, dann habe ich es auch nicht bereut, selbst wenn es "scheiterte". Weil ich es dann wusste, dass es SO nicht geht, und daraus lernen konnte. Ein "Scheitern" in dem Sinne war für mich eigentlich immer auch ein Schritt zu mehr Klarheit und damit zu einem nächsten Schritt. Also sinnlos war es nie. Im Gegensatz zu dem "Scheitern" in Dingen, die ich fremdbestimmt gemacht hatte. Natürlich gehört eine Risikoabwägung dazu, gerade was finanzielle Dinge betrifft.

Zitat:
Ich bin nicht der typische Mann, mit den Hobbys, ich habe eher frauliche Hobbys, wofür ich mich manchmal auch schäme, aber ich kann es nicht ändern da ich nunmal diese Interessen habe.
gehört jetzt zwar nicht so ganz zum Thema, aber was verstehst du unter "frauliche Hobbies"?
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  #13  
Alt 29.01.2012, 12:25
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Ich gehe jetzt nur auf die Sozialpädagogik ein.

Ich habe ja seinerzeit für Lehramt studiert. Was mir geholfen hat, mich gegen das Lehramt zu entscheiden, war das Schulpraktikum, welches nichtmals Pflicht im Rahmen des Studiums war. Und die diversen VHS-Kurse, die ich geben konnte.

Das eigentliche Studium, gerade auch der Pädagogik-Teil, war überhaupt keine Hilfe. Das war derart theoretisch. Einer der Pädagogik-Professoren sagte sogar: "Sie sind hier an der Uni, um Wissenschaft zu treiben!" Und das gegenüber Lehramtsstudenten, die in die Praxis wollen. Das ist 30 Jahre her, es kann sich also was geändert haben.

Ich weiss nicht, ob das bei Sozialpädagogik anders ist, jedenfalls würde ich von diesem Studium weder praktische Kenntnisse noch Grundlagen für den Heilpraktiker erwarten.

Das andere den Weg gegangen sind, mag sein. Aber inwieweit ist das relevant für Dich? Klingt für mich wie eine Entschuldigung: andere haben den Umweg genommen, dann kann ich das auch machen.

Und haben diese Heilpraktiker mit dem Sozialpädagogik-Studium begonnen, als sie wußten, dass Sie eigentlich HP werden wollten?

Und wie viele Heilpraktiker haben nicht Sozialpädagogik studiert?
(ich persönlich kenne sowieso keinen, dabei kenne ich einige HPs. Zugegebenermassen haben die meisten keinen geraden Weg genommen, aber in dem Moment, als sie wussten, dass sie HP werden wollten, ist keiner mehr auf die Idee gekommen, was vollkommen fremdes studieren zu wollen.)

Wenn Du Praxis im Umgang mit Menschen brauchst, dann 'raus von zu Hause!

Falls Du Dir aber noch unsicher bist, ob Heilpraktiker wirklich Dein Herzenswunsch ist, dann könntest Du parallel zu allen anderen Tätigkeiten in die Richtung gehen. z.B. VHS-Kurse in Gesundheitsdingen besuchen.
(z.B. Fußreflexzonen-Massage: da behandelt Ihr Euch gegenseitig; Du lernst andere, Gleichgesinnte kennen; Umgang mit Menschen hast Du auch.)

War jetzt doch nicht nur zur Sozialpädagogik ...
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  #14  
Alt 01.02.2012, 00:08
Schreiberling
 
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Hallo Yule,

die Erfahrung habe ich bisher eigentlich auch gemacht, wenn ich was gewagt habe. Das mit dem Studium war schon lange in meinem Kopf, es ging mir ums studieren, ich wollte wissen, wie es ist, ob es mir gefällt, ob ich damit klarkomme etc. Bis jetzt muss ich sagen, dass ich es auch nicht bereut habe, das Studium begonnen zu haben. Unter fraulichen Hobbys versteh ich, dass ich mich z. B. für Esoterik interessiere und eben naturheilkundliche Dinge, deshalb lerne ich auch wenige Männer kennen, meist eher Frauen.

Hallo Martin Mutig: Also das kann ich nachvollziehen, dass man gerade für Lehramt mehr Praxiskenntnisse braucht. Also ich weiß auch nicht, wie es in dem Bereich ist, ich habe nur gehört, dass es an einer Uni immer noch sehr wissenschaftlich sein soll, an einer FH ist es da wohl doch etwas praktischer. Das stimm, dass es auch Heilpraktiker gibt, die aus anderen Bereichen stammen, es ist mir nur aufgefallen, was natürlich nicht stellvertretend für alle sein soll. Was Du schreibst mit den Kursen finde ich eine gute Idee, ich werde mich mal erkundigen, ob es hier sowas gibt, es interessiert mich wie gesagt auch privat und da hat man dann auch die Möglichkeit, Leute kennenzulernen. wenn das bezahlbar ist, würde ich sowas machen. Danke für den Hinweis.

Lg, Oliver
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