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Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef?

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  #1  
Alt 18.01.2012, 07:28
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Standard Denkanstoß, eine 3. Berufsausbildung?

Über 40 und noch einmal eine dritte Berufsausbildung?

Hin und wieder kommt mir der Gedanke, sollte ich nicht noch mal das Wagnis einer 3. Ausbildung auf mich nehmen.

Die erste Ausbildung wollte ich nie machen. Es wurde gesagt, später kannst du immer noch etwas anderes lernen. Naiv wie ich war habe ich Kauffrau im Einzelhandel gelernt.

Ich hätte gerne etwas im Büro gelernt. Nach über 10 Jahren habe ich noch eine Ausbildung als Heilerziehungspflegerin angeschlossen. Diese wollte ich wirklich machen.

Aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist es eher unwahrscheinlich in diesem Beruf, vorerst wieder Fuß zu fassen.

Nun schaue ich gerade, da Zeit ist, bei den freien Ausbildungsstellen und sehe eine ausgeschriebene Position im Bürobereich, Steuerfachangestellte.
Die Stelle ist gestern reingesetzt worden und ist kurzfristig zu besetzen. Nicht erst zum 1.8..

Was ich für mich wichtig finde ist, dass die Stelle direkt im Betrieb ist. Keine schulische Ausbildung mit evtl. Praktika. Wie gesagt, der Gedanke kam mir schon öfters. Bisher nur Überlegungen.
Vielleicht gibt es hier ja Menschen, denen etwas dazu einfällt.


Wenn ich wirklich gut wäre, mich gut nach Außen darstellen könnte, nicht so eine große Unsicherheit hätte würde ich sicher auch Anderwärtig unterkommen. Das letzte ¾ Jahr war leider nicht so optimal, so dass sich in Bezug auf dieser beruflichen Ebene erst einmal viel in Luft aufgelöst hat.


Vielleicht ist es auch nur eine Flucht um irgendetwas zu tun.
Auf der anderen Seite taucht der Gedanke, der 3 Ausbildung immer wieder auf. Ich habe die 40 überschritten und irgendwie sollten Ausbildungsplätze doch Jüngeren vorbehalten sein …

Wie sieht es mit den Chancen aus, mit über 40 noch einmal solch einen Schritt zu tun? Ist so was in der heutigen Zeit nicht schon normal. Wann ist der Zeitpunkt, wo es für solch einen Schritt zu spät ist? Mit 30, mit 35.

Ist das eine Schnappsidee?
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  #2  
Alt 18.01.2012, 08:58
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Liebe Muttutgut.

wenn so eine Art Job schon immer Dein Wunsch war: tue es!
wenn Du das Gefuehl hast, jetzt ist die Chance: tue es!
wenn Du Dein Leben nach Dir und nicht den Klischees ausrichten moechtest: tue es.

Was tun?
Na, zum Telefonhoerer greifen und einfach mal sagen:
Guten Morgen, mein Name ist Muttutgut und ich melde mic auf ihre ausgeschriebene Stelle 'Ausbildung zur Steuerfachangestellten'
Sie koennen sicher sein, dass ich gerne und langfristig in Ihrem Team mitarbeiten moechte.
...
und dann schauen, was passiert.

Mehr als nein koennen sie nicht sagen - aber dann hast Du es probiert und es sollte nicht so sein.

ich denke, die Frage des Alters sollte sekundaer sein.
Wie haeufig weiss man nicht mit 18, was man wirklich werden moechte - sondern richtet sich nach Tips der Gesellschaft. Somit. Greif zum Hoerer
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  #3  
Alt 18.01.2012, 09:15
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Eben, seh ich auch so, du hast nix zu verlieren, einfach nicht traurig sein, wenns nicht klappt, aber dich freuen, wenn es klappt. Bin auch mal viel zu alt für einen Job eingestellt worden. War auch eine Zusatzausbildung. Probieren geht über studieren.
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  #4  
Alt 19.01.2012, 23:28
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In Worte niedergeschrieben ist das schon was anderes als wenn es nur Gedanken sind. Wenn nicht bei dieser Stelle dann vielleicht bei einer anderen.

Ein neues Fass wurde geöffnet ...
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  #5  
Alt 20.01.2012, 05:11
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ein neues Fass oder ein alter Traum?
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  #6  
Alt 25.01.2012, 12:35
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Träumen tue ich von einer Hospitation beim Aldi,
einer ehemaligen Vorgesetzten im Altenheim, mit deren Art ich meine Schwierigkeiten hatte und
von Paula, die ich zurücklassen musste, als ich verreisen wollte.
Dass heist ja noch nichts.

Bewerben will ich mich da auf jeden Fall. Heute werden neue Bewerbungsbilder gemacht.

Ein Fass ohne Boden ist das sicherlich nicht.
Inwiefern tut mir eine überwiegend sitzende Tätigkeit gut, mit der kaputten Lendenwirbelsäule. Grübel,....
Einfach ausprobieren...
Ich habe mir einen Termin bei der Rehaberatung besorgt, vielleicht lichtet sich das ganze dadurch ein wenig...
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  #7  
Alt 25.01.2012, 13:08
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dann wuensche ich Dir strahlende Fotos und viel Erfolg!
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  #8  
Alt 25.01.2012, 16:34
_Yule
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Zitat:
Inwiefern tut mir eine überwiegend sitzende Tätigkeit gut, mit der kaputten Lendenwirbelsäule. Grübel,....
Einfach ausprobieren...
Hallo Muttutgut. Du wirst wahrscheinlich in den meisten Berufen einseitige Belastungen haben, die du in der Freizeit ausgleichen solltest/kannst.

Zitat:
Die erste Ausbildung wollte ich nie machen
kann ich gut nachfühlen. War bei mir genauso. Ich lernte - Steuergehilfin (heute Steuerfachangestellte)

Für mich war es der blanke Graus, weil die Mentalität der Leute und der Arbeit mir absolut nicht entsprachen. Ich sehe es heute so: für mich ist es nix, wenn eine Arbeit rückwärts gewandt ist, also Vergangenes behandelt, und dazu keine Einbindung ins Leben hat, also eher abstrakt ist. Aber da sind Menschen zum Glück ja verschieden.

Altersmäßig spricht sicher nix dagegen, es ist halt eine ziemliche Paukerei mit den Gesetzen. Wers mag..

Ich hab auch erst vor ein paar Jahren mit Mitte 40 wieder in einem ganz anderen Bereich Fuß gefasst (Baubranche), nachdem ich ziemlich zwischen sehr konträren Bereichen geswitcht bin und auf viel Sicherheit verzichten musste. Inzwischen bin ich sozusagen wieder solide geworden , muss aber trotzdem vorbauen, da ich meine Altersabsicherung praktisch vergessen kann.

Nachdem ich ganz gute Perspektiven in meiner jetzigen Firma hab, hab ich mir erlaubt, aus reinem Interesse, ein Fernstudium zum Gesundheitsberater zu machen. Ob ich daraus mal ein zweites Standbein kreiere (ich hab noch andere Vorbildungen in dem Bereich, aber halt nix solides staatlich zertifiziertes, oder so), damit setze ich mich nicht unter Druck. Wie gesagt - es geht mir jetzt in erster Linie ums Eigeninteresse, und nach dem Motto "was man hat, das hat man"

Wenn ich in meiner jetzigen Tätigkeit, und in der Richtung, wie ich sie verstärkt ausführen möchte, eine Ausbildung mit Abschluss finden würde, dann würde ich das machen, hätte aber auch die finanzielle Unterstützung meiner Firma. Aber diesen Schnittpunkt, den ich da bräuchte gibt es nicht, und so werd ich mir da eher mit Fachseminaren selber was weiterzimmern.

Jedenfalls hat das Alter 40+ enorme Vorteile, die man ruhig in die Bewerbung mit einfließen lassen kann: Erfahrung und Freiheiten nach der Familienzeit sind es bei mir.
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  #9  
Alt 28.01.2012, 09:50
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danke Yule für deine Zeilen, eine ehemalige Steuerfachangestellte

In Bezug auf Familienphase kann ich nichts beitragen, gähnende Leere

Klar ist es immer eine Auslegungssache mit dem Lebenslauf. Da bin ich gerade dran.

Ich habe eine Weiterbildung gemacht und könnte diese Wissen anbieten und Kinder unterstützen. Ich trau mich aber nicht so recht.
Die Schritte sind sehr klein, die ich in diese Richtung unternehme. Bin aber auf den Weg
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  #10  
Alt 28.01.2012, 12:34
_Yule
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liebe Muttutgut, ich hab vor 2 Wochen ein Berufsorientierungsseminar an unserer vhs mitgemacht. Ich fand das sehr hilfreich, auch wenns bei mir grad nicht mehr so aktuell ist. Aber die Struktur, die Übungen, all das war gut gemacht, und auch systemisch (d.h. es ging auch um Prägungen, Glaubenssätze, Integrierung in die aktuellen Lebensbereiche etc)

Vll gibts so ein Angebot auch bei dir in der Nähe?
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