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| Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef? |
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#1
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| geht es noch dämlicher?? Putzen Sie die Zähne mit der anderen Hand. All diese unscheinbaren Dinge können glücklich machen, weil sie Ihnen Kontrollerfahrungen geben - und Sie vielleicht sogar länger leben lassen. aus: Psycho? Logisch! Glücklich im Büro? Das geht! Und zwar so! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft Es ist unglaublich, mit welchen Banalitäten, Halbwissen und Binsenweisheiten anscheinend Geld zu verdienen ist. |
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#2
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| Das mit der Selbstwirksamkeitserfahrung, die in diesem Artikel beschrieben wird, finde ich überhaupt nicht dämlich. |
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#3
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| Der Fadeneröffner denkt halt rationell und steht auf solche Artikel nicht. Aber er scheint damit seinen Weg gefunden zu haben. So lange er dadurch seinen Weg geht und er glücklich damit ist, ist es ja auch in Ordnung |
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#4
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| Hubert, du siehst ja selbst - es wird gelesen und jeder Klick bringt Geld, auch deiner ![]() Meiner natürlich auch, denn ich bin deinem Link gefolgt |
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#5
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| Zitat:
vielen Dank für Deine (andere) Sichtweise |
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#6
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in einer zeit, in der kontrolle über alles und jedes so einen übersteigerten (nicht mehr gesunden) wert hat, in der die kontroll-illusion (der machbarkeitsglaube eben) so weit gediehen ist, daß man sogar meint, man habe sein glück, seine gesundheit und sogar seinen todeszeitpunkt allein in der eigenen hand, wenn man sisch nur gut genug bemüht und alles ganz richtig macht und keinen lebensfehlermacht, in solcher zeit entsteht (weil das unbewußte trotzdem nicht so blöd ist und weiß: es gibt ohnmacht, es gibt angst) klarerweise ein großes angebot zur selbstberuhigung und angstvermeidung... und mit dem haben immer schon leute gutes geld verdient. ist nicht wirklich neu. neu ist nur das kulturelle ausmaß. daß es in der masse passiert. aber mit den heutigen massenmedien ist auch das nicht weiter verwunderlich. die meisten erwartungen an das leben sind ja viel weniger individuell denn kulturell geprägt und gemacht, und die ansprüche an das "gelingen" des "glücks" (und die abwertung derer, die das nicht "machen", "schaffen" oder gar "wollen", die da nicht hinein"investieren", die womöglich sogar "chancen" liegenlassen und irgendwas, was jeder mal erlebt haben muß, nicht erlebt haben müssen, die wird auch immer deutlicher). das eigentlich schlimme ist für mich aber, daß genau dieser weg, der einen angeblich aus den problemen, der angst und den depressionen hinauskaufen soll, eigentlich seine ursache ist. und daß genau diese lebenshaltung und dieses menschenbild nur noch weiter genau in ängste und depressionen hineinführt. wohl auch hinführen muß, denn scheinbar die überhöhten normen und vorstellungen können nur "verabschiedet" werden, müssen vielleicht als irrtümer "betrauert" werden. aber das darf nicht sein, das stört... bis sie eben doch erst durch depris oder burnout oder sonstige gravierenden scheitern-momente wieder auf ein "normales" maß zurückgeschraubt werden. diesen leuten gehts dann nachher oft wieder besser mit sich, sie erleben eine neue qualität des lebens, haben ihre eigenen, neuen werte gefunden und unterliegen nicht mehr dem massen-machbarkeits- und-alles-ist-möglich-wahn und den propagierten vorstellungen von "erfolg" und "weiter, schneller, besser..." , oft aber um den preis des hinausfallens (oder des sich verweigerns) aus der kontrollsüchtigen gesellschaft. (wobei: manche schaffen es sich früher zu entziehen.) es ist übrigens kein zufall, daß die depressionen im gleichen ausmaß wie der machbarkeitswahn ansteigen . die heutige "norm" der vorstellung, was ein "erfolgreiches" leben, was glück, was beziehung ist, ist einem menschen nicht mehr lebbar ohne gröbere dauernde innere und äußere konflikte. sinniert die windfrau |
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#7
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es ist ja recht angenehm, wenn die leute ihre selbstwirksamkeit bem zähneputzen für sich machen, aber nicht in jenen bereichen, in denen sie mangels selbstwirksamkeit unter nachteilen leiden. wenn durch das zähneputzen so viel vertrauen entwickelt wird, daß sie sich irgendwann auf die probe ihrer selbstwirksamkeit einlassen können und mit ihrem chef (oder anderswie) einen zähen prozeß für eine verbesserung ihrer arbeitsbedingungen durch"fechten" und das aushalten, und auch dort vielleicht eine (positive) kontrollerfahrung machen, dann hätte diese kleine übung ja einen guten zweck gehabt. ansonsten seh ich das ähnlich wie hubert: kontrollerfahrung beim zähneputzen seh ich, wenn jemand unter seinen arbeitsbedingungen leidet, als scheinkontrollerfahrung. weil an der ursache vorbei. |
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#8
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Zitat:
Ich denke es ist klar, dass ein Leben mit wenig Entscheidungskompetenzen bzw. -befugnissen oft ein Leben mit Einschränkungen hinsichtlich er persönlichen Entwicklung ist. Wenn sich jemand, wie in dem Artikel beschrieben ein winzig kleines Stück seiner eigenen Souveränität zurückholt (und sei es mit einer anderen Variante des Zähneputzens) ist das positiv zu sehen, aber im Grunde keine gewonnene Schlacht sondern ein Pyrrhussieg. |
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#9
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Du wirst sehen, Du wirst glücklich sein und ein langes Leben ist Dir gewiss dank dieser Selbstwirkamkeits-Erfahrung! ![]() Und wenn Du es mir nicht glaubst, kann ich es auch als Buch veröffentlichen, damit es glaubwürdiger hinüberkommt! ![]() |
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#10
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war gar nicht so einfach: ![]() aber, das, was ich empfinde ist eher Schwindel, bist Du Dir sicher? Oder soll ich lieber im Kopfstand weiter machen, wenn ich den Monitor nicht wieder umdrehen soll? |