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Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef?

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  #1  
Alt 19.11.2011, 11:09
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Hallo miteinander,

zunächst ein herzliches Danke für dieses Forum. Bisher als stiller Betrachter, möchte ich nun auch meinen ersten Post veröffentlichen. Hierfür wäre es wohl sinnvoll, erstmal ein paar grundlegende Infos zu meiner derzeitigen Situation zu erfahren.
  • Alter: 27
  • Abschluss: Wirtschaftswissenschaften (Diplom)
  • Hobbys: Internetmarketing / Suchmaschinenoptimierung
  • Beruf: Angestellter im Bereich Facility Management
  • Gesundheit: seit Jahren geplagter Reizdarm-Patient (jedenfalls wurde mir dieser als Abschlussdiagnose gestellt)
Wenn jemand fragt, weshalb ich meine gesundheitlichen Wehwehchen aufführe, so hat das einen für mich plausiblen Grund. Ich vermute Zusammenhänge zwischen meinen Ängsten und Befürchtungen hinsichtlich meiner beruflichen Laufbahn und denke daher, dass es wichtig ist, diesen Faktor mit in meine Story mit einzubeziehen.

Eigentlich schon seit meiner Jugend habe ich immer alles für andere gemacht, nie an meine eigenen Interessen gedacht. Ich habe meine Schule nach den Wünschen meiner Eltern abeschlossen, meinen Freundinnen immer nach der Nase getanzt, wurde stets als Pantoffelhelt klassifiziert. Mein Studium habe ich eigentlich auch nur aus dem Grund absolviert, weil mein Umfeld, meine Eltern der Meinung waren, dass es zum gesellschaftlichen Status gehört.

Hinzu kommt, wie oben beschrieben der leidige Alltag mit dem "Reizdarm". Jeden Arzt habe ich mitgenommen, jede Diagnose wurde als negativ abgeschlossen und Linderung verspüre ich selbst in den entspannendsten Phasen nicht. Wann das ganze angefangen hat? Ich vermute den Beginn meines Studiums (Im Alter von 21-22 Jahren)

Nach dem Studium habe ich erst nach einer halbjähhrigen Pause den Schritt ins Berufsleben gewagt. Nach dem Studium muss man erstmal mit einem diffundierten Freundeskreis, vorwurfsvollen Elternhaus, gescheiterten Beziehungen klarkommen und sich die Frage stellen. Woran liegt es und was kann man dagegen tun?!

Während der halbjährigen Pause habe ich den Schritt zum Psychotherapeuten gewagt. Nach einem Einstufungstest beim Neurologen wurde ich allerding nicht "deprimiert" genug (ich entschuldige mich hier für diese Formulierung) eingestuft um auch nur den Ansatz einer Therapie genehmigt zu bekommen. Ebenfalls habe ich einen Aufenthalt in der Habichtswaldklinik in Kassel aus eigener Tasche bezahlt um Gewissheit bzgl. meines Reizdarms zu erhalten. Das einzige, was mir wirklich geholfen hat, war wohl die Tatsache sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Einfach unbeschwert den Hercules zu erklimmen und sich ohne roten Kopf über ein Tabuthema zu unterhalten tut wirklich gut.

Ich merke, ich schweife ab.....pardon....Nunja, so kam es dann, dass ich eine Teilzeitstelle im Bereich Facility Management angenommen habe. Nur was mich hier erwartet, konnte mir wohl zum Tag der Einstellung keiner verraten. Jede Facette der Dienstleistung / Handwerk durfte ich miterleben. Wie Mitarbeiter zum Akkordlohn zum Arbeiten gezwungen werden, Überstunden nicht im Ansatz beachtet werden, 14 Stunden Tag zum Alltag gehören. Eigentlich wollte ich bereits nach dem erstem Monat weg, aber mittlerweile sind es 6 Monate und keine Besserung in Sicht. Ich habe mich daher parallel auf andere Stellen beworben.

In einem Gespräch wurde ich absolut warm und herzlich empfangen, mir ein genauer Vorgang der Einarbeitung gezeigt, die Arbeitskollegen, der Arbeitsplatz vorgestellt. Das einzige, was mir jetzt schon wieder Angst macht ist der Arbeitsplatz des Großraumbüros. Vielleicht ist es schwer nachzuvollziehen, aber mit Krämpfen, Bauchschmerzen, Luftansammlungen bis zur Atemnot bekommt man die Krise. Ist es nict krank? Das Gehalt stimmt, die Arbeitskollegen wirkten sehr freundlich, ebenso der Vorgesetzte. Soll ich all das verschenken, wegen der Tatsache, dass ich acht Stunden in einem Großraumbüro sitzen darf? Der einzige Unterschied ist, dass ich im jetzigen Beruf viel unterwegs / alleine bin und meinen Bauch nur halb so schlim wahrnehme.

Ich weiß, dass ich mir meinen Lebenslauf verhaue, wenn ich im monatlichen Rhythmus den Arbeitgeber wechsel. Würdet ihr den Schritt in ein anderes, hoffentlich besseres Arbeitsverhältnis, wagen. Auch wenn der Inhalt eher fachfremd ist und ich mich disziplinieren müsste, acht Stunden Schreibtischarbeit zu meistern. Mein ruinierter Darm sagt ausnahmsweise JA....

Ich danke euch bereits jetzt für all eure Antworten!

Gruß

Mario
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  #2  
Alt 19.11.2011, 11:19
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Hallo und ein herzliches Willkommen Mario,

wieso denkst du das damit dein Lebenslauf schlecht weg kommt?
Bist ja nicht gekündigt worden, sondern von dir aus nach besseren Arbeitsbedingungen ausschau gehalten, das ist doch mutig finde ich.
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  #3  
Alt 19.11.2011, 12:30
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Hallo Mario,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Wenn ich mir Deinen Beitrag durchlese, denke ich, dass Du hier im Forum gut aufgehoben bist. Zumindest, was den Austausch betrifft. Wenn ich richtig vestanden habe, liegt Dein Reizdarm wohl eher an einer psychosomatischen Diagnose. Das irre ist ja, selbst wenn es von der Psychosomatik her kommt, die Syntome sind da.

Ich finde gut, dass Du Dich selber auf die Suche nach den Ursachen gemacht hast und Du scheinst ja fündig geworden zu sein. Oftmal hilft es bei solchen Situationen den Blickwinkel auf die Probleme zu ändern, bzw. auch die Probleme als Herausforderungen anzusehen. Ich bin mir Sicher, dass Du diese Herausforderung meistern wirst. Der ein, oder andere kann Dir bestimmt hier auch Tipps dafür geben
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  #4  
Alt 19.11.2011, 14:46
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Hallo Mario,

ich denke nicht, dass ein Arbeitswechsel nach kurzer Zeit sich negativ auf einen Lebenslauf darstellt.
Du hast doch gute Begründungen dafür und kannst dieses erklären (andere Vorstellungen vom Job gehabt etc.). Dieses zeigt doch, dass Du keine Angst vor neuen Herausforderungen hast und etwas in Deinem Leben erreichen möchtest.
Als Beispiel:
Eine Freundin von mir arbeitet seit der Lehre bei ein und demselben Arbeitgeber (kleine Arztpraxis), sie ist mittlerweile 33 Jahre. Eine zeitlang sah es in ihrem Betrieb nicht gut aus und sie hat sich woanders beworben gehabt.
Bei ihrem Vorstellungsgespräch wurde sie direkt gefragt, warum sie denn immer noch bei ihrem ersten Arbeitgeber wäre? Ob sie evtl. Angst vor neuen Herausforderungen hätte oder nicht flexibel wäre?
Auch diese Sicht der Dinge gibt es.

Ich würde den Schritt zu der neuen Arbeitsstelle wagen. Du wirst Dich wahrscheinlich im nachhinein ärgern wenn Du es nicht machst. Und Dein Darm sagt ja auch 'ja', Dein Gefühl sagt ebenfalls 'ja', was will man mehr

Liebe Grüße
Jummitier
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  #5  
Alt 19.11.2011, 14:48
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Keiner hat bei mir die Diagnose Reizdarm aufgrund psychischer Probleme gestellt. Es ist m. E eine Art Verlegenheitsdiagnose weil die meisten Ärzte einfach mit Ihrem Latein am Ende sind.

Die Frage ist also: Was war zuerst, das Ei oder das Huhn. Der Reizdarm aufgrund einer schlechten Psyche oder eine schlechte Psyche aufgrund des Reizdarms. So genau weiß es keiner und rausfinden werde ich es wohl nie.
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  #6  
Alt 19.11.2011, 14:59
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Hallo Mario!

Ein interessanter Eingangsbericht ist das Nun hast Du ihn im Bereich Beruf & Karriere eingestellt, was unterstreicht, dass darauf Dein vorrangiges Augenmerk liegt... aber, Du weißt offensichtlich selbst, dass da im Grunde nicht "der Hund begraben" liegt. Willst Du also wirklich eine Antwort auf diese Frage:

Zitat:
Zitat von Mariomark
Würdet ihr den Schritt in ein anderes, hoffentlich besseres Arbeitsverhältnis, wagen. Auch wenn der Inhalt eher fachfremd ist und ich mich disziplinieren müsste, acht Stunden Schreibtischarbeit zu meistern.
Oder würdest Du nicht viel lieber an der Basis arbeiten?

Einerseits ist es ja prima, dass Du "nicht deprimiert genug" für eine Psychotherapie bist. Andererseits höre ich aus Deinem gesamten Text heraus, dass Dir vollkommen klar ist, dass Du eine Innenschau betreiben möchtest. Natürlich brauchst Du dazu nicht zwingend einen Psychologen... es ist aber ungleich schwieriger sich selbst verstehen zu lernen, wenn man den Weg alleine beschreitet.

Zu Deiner Frage: Ich würde jeden Schritt wagen, den bei dem ich das gute Gefühl habe, es zu wollen. Und da Du das hast: Achtung, fertig, los

Was das Darmproblem anbelangt habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, damit ganz offen umzugehen, und durchaus darüber zu sprechen, wenn ich merke dass sich die Symptome nicht verbergen lassen. Mir hilft tagsüber (während der Arbeitszeiten und davor) sehr sehr wenig zu essen (nur Äpfel, Birnen, Trauben, und manchmal etwas Quark oder Joghurt dazu) und viel zu trinken (Säfte, Wasser, Tee, Kaffee) und dann Abends, sobald ich zuhause bin, die warme Mahlzeit und einige Stunden später noch eine Mahlzeit hinterher. Brot ist fast gänzlich tabu. Milchprodukte gehen auch nicht immer. Süßigkeiten wären auch besser nicht am Start, schaffe ich aber abends nicht so wirklich wegzulassen... Wenn ich das beherzige komme ich während meiner Arbeitszeiten fast symptomfrei durch. Ich muss dazu sagen, dass ich das Problem auch hauptsächlich mit Mitte zwanzig hatte. Da war meine psychische Belastung eben auch am massivsten. Heute sind die Symptome meist vernachlässigbar.

Ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute und kann Dir nur raten, trau Dich, schlimmer geht immer Nein Quatsch... es ist absolut ok, sich auf den Weg zu machen, auch wenn man das Ziel noch nicht kennt! Geh einfach einen Schritt nach dem anderen in die Richtung, die sich für Dich gut anfühlt, und so wird dann nach und nach immer mehr von dem Gesamtbild sichtbar.

Liebe Grüße,
A*
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  #7  
Alt 19.11.2011, 15:03
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Zitat:
Zitat von Mariomark Beitrag anzeigen
Die Frage ist also: Was war zuerst, das Ei oder das Huhn. Der Reizdarm aufgrund einer schlechten Psyche oder eine schlechte Psyche aufgrund des Reizdarms. So genau weiß es keiner und rausfinden werde ich es wohl nie.
Du hast ganz bestimmt keine "schlechte Psyche"!

Meine Erfahrung:
Der Reizdarm ist ein Symbol für einen stark analytischen Charakter, der alles durchdenkt und jeglichen Sachverhalt der sich ihm zeigt, von allen Seiten beleuchtet. Das ist gut!
ABER, es wird dann zum Problem, wenn man alles zerdenkt und kaputtanalysiert, wo es nichts mehr zum weiter Grübeln gibt... und das ist das Problem!
Bleibt das unbemerkt, und damit unbewußt, verlagert sich das ganze vom Kopf in den Bauch, um sich SICHTBAR zu machen.

Alles Gute!
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  #8  
Alt 19.11.2011, 16:49
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Das ist interessant. Stark analytischer Charakter dürfte es wohl genau treffen. Ich grübel und zermürbe oftmals an bestimmten Sachverhalt und weiß nicht, wann der Punkt erreicht ist, damit aufzuhören. Einfaches Beispiel: Ich liege morgens Ewigkeiten im Bett, weil mich Bauchschmerzen plagen. Obwohl ich weiß, dass meine Symptome erträglicher werden, wenn ich aufstehe, grübel ich unendlich weiter, was passieren würde wenn....

Naja, ich sollte mal aufhören, an den Symptomen rumzudoktern. Was meine Problem mindert, hinsichtlich Ernährung, konnte ich bisher noch nicht feststellen, aber wer weiß was die Zeit bringt...
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  #9  
Alt 19.11.2011, 19:08
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Zitat:
Zitat von Mariomark Beitrag anzeigen
Keiner hat bei mir die Diagnose Reizdarm aufgrund psychischer Probleme gestellt. Es ist m. E eine Art Verlegenheitsdiagnose weil die meisten Ärzte einfach mit Ihrem Latein am Ende sind.
OK, ich hatte ja nicht geschrieben, dass es so sein muss. Ist im Prinzip ja auch egal, ob das Huhn, oder das Ei als erstes da war. Hauptsache ist doch, Du findest eine Lösung. Hast Du es mal mit einem alternativen Mediziner Probiert?
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  #10  
Alt 20.11.2011, 12:19
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* die Seele fest umarmt *
 
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Hallo Mariomark,

Zitat:
Zitat von Mariomark Beitrag anzeigen
Keiner hat bei mir die Diagnose Reizdarm aufgrund psychischer Probleme gestellt. Es ist m. E eine Art Verlegenheitsdiagnose weil die meisten Ärzte einfach mit Ihrem Latein am Ende sind.
Im Grunde ist die Reizdarmdiagnose generell nichts anderes als das Eingeständnis der Schulmedizin, dass da Beschwerden vorliegen, die sie mit ihren Mitteln nicht erklären kann. Das Reizdarmsyndrom definiert sich ja gerade darüber, dass verschiedene Krankheitsanzeichen vorliegen, die sich aber weder organisch noch biochemisch erklären lassen. Insofern wird aus schulmedizischer Sicht immer von psychischen Ursachen ausgegangen.

Meine Erfahrungen mit Menschen, die unter Reizdarmsyndrom leiden, geht in eine ähnliche Richtung wie die von A*star: oft sind die betroffenen Menschen nicht nur sehr analytisch, sondern auch von starker Selbstkontrolle geprägt. Mir kommt es manchmal so vor, als seien diese Art von Darmproblemen so etwas wie "weggedrückte" Depressionen. Es kommt ja nachgewiesener Weise auch oft zu Symptomverschiebungen von Depressionen zum Reizdarm. Ich kenne viele Menschen, die mit beidem leben. Und angesichts dessen, was Du über Dein bisheriges Leben geschrieben hast, scheint mir eine solche Reaktion alles andere als abwegig, insbesondere dies hier betreffend:

Zitat:
Eigentlich schon seit meiner Jugend habe ich immer alles für andere gemacht, nie an meine eigenen Interessen gedacht. Ich habe meine Schule nach den Wünschen meiner Eltern abeschlossen, meinen Freundinnen immer nach der Nase getanzt, wurde stets als Pantoffelhelt klassifiziert. Mein Studium habe ich eigentlich auch nur aus dem Grund absolviert, weil mein Umfeld, meine Eltern der Meinung waren, dass es zum gesellschaftlichen Status gehört.
Andere Medizinrichtungen - in der Habichtswaldklinik bist Du ja vermutlich auch mit Ayurveda in Kontakt gekommen - haben da differenziertere Erklärungsmodelle. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zum Beispiel unterscheidet zwischen zwei Arten von Reizdarmsyndrom die jeweils unterschiedlich verursacht sind und dementsprechend unterschiedlich behandelt werden. Die TCM teilt übrigens nicht diese dualistische Unterscheidung von physischen und psychischen Beschwerden. Beide sind im Grunde nur zwei Seiten eines Problems und lassen sich auf die selbe Art und Weise (z.B. mit Akupunktur) behandeln. Bei mir funkioniert's

Was Deine berufliche Entscheidung angeht, so kann ich nur sagen: Tu, was Dein Bauch Dir sagt und was Dir gut tut! Die bestbezahlte, angesehendste Stelle nutzt Dir nichts, wenn sie Dich krankmacht. Und was bringt Dir ein Vorzeigelebenslauf, wenn er Dein Leben kaputtmacht? Mein Lebenslauf z.B. (erst geisteswissenschhaftliche Unidozentin, jetzt Azubine in einem medizinischen Hilfsberuf) ist sicherlich auch nichts, was allgemein als "vorzeigbar" gilt, aber nach einer depressionsbedingten Auszeit meine berufliche Situation grundsätzlich zu verändern, war eine der besten und glücksförderndsten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Mir geht es wieder richtig gut und ich kann das Leben in vollen Zügen genießen. Was juckt es mich da, was andere davon halten?

Aber egal wie Du Dich entscheidest: ich wünsche Dir, dass es wirklich Deine Entscheidung ist und dass Du Dich mit ihren Konsequenzen wohlfühlen kannst.

Alles Gute!
Chaja
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