![]() |
| |||||||
| Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef? |
![]() |
| | Themen-Optionen |
|
#1
| |||
| |||
| Hallo zusammen, ich habe dieses Jahr Abitur (Schnitt 1,8; Deutsch & Geschichte LK) gemacht und nun direkt begonnen zu studieren. Ich wusste lange nicht, was ich nach der Schule machen soll und habe mich schlussendlich dafür entschieden, was mir nach Abwägen der Kriterien "Berufschancen" und "Interesse" am nächsten lag, nämlich eine Kombination aus Wirt.- & Ing.-Wissenschaften. Viele Freunde sagten mir daraufhin, dass das garnicht zu mir passe und ich eher im journalistischen Bereich gut wäre (Der Bereich interessiert mich auch sehr, nur ist es sehr schwer, dort einen Einstieg zu finden). Es gibt im Studium bis jetzt einige interessante Fächer, aber auch welche, mit denen ich einfach nichts anfangen kann. Vor Beginn des Studiums habe ich ein 6wöchiges Praktikum bei einem Radiosender in den Semesterferien zugesagt bekommen, um das ich mich bemüht hatte. Nun habe ich aber vor kurzem erfahren müssen, dass auch die Klausuren in dem Zeitraum geschrieben werden. Kurz gesagt: Wenn ich weiter studiere, müsste ich das Praktikum absagen, da ich auch noch ein Pflichtpraktikum absolvieren müsste. Jetzt stelle ich mir jeden Tag die Frage, was ich wirklich will. Einerseits habe ich das Verlangen, unbedingt dieses Praktikum machen zu wollen, auch um einfach in diese Branche "reinzukommen", da gerade im Bereich Journalismus ein Einstieg sehr schwierig ist, wenn man nicht gerade einen Abischnitt von 1,0 oder viel Geld für eine Privatschule hat. Außerdem möchte ich mir nicht in einigen Jahren den Vorwurf machen müssen, dies nicht gemacht zu haben und jetzt in einer Lage/einem Beruf zu sein, der mich nicht vollständig ausfüllt und glücklich macht. Auch vermisse ich es, mit Menschen direkt zu kommunizieren, was in der Uni mit Mitarbeitern aufgrund der Masse an Studenten de facto nicht stattfindet. Andererseits appelliere ich in diesem Moment auch immer an meine Vernunft, da ich für dieses Prakikum das Studium abbrechen, wechseln oder zu einem anderen Zeitpunkt weiterführen müsste, was in diesem Studiengang auch erst zum Wintersemester kommenden Jahres möglich wäre, der wiederum durch das "Turboabitur" mit Studenten überschwemmt sein wird. Durch das Studium hätte ich später auch sehr gute Chancen auf einen sicheren und gut bezahlten Job. Außerdem hätte ich nach dem Praktikum im Grunde nichts in den Händen ausser ein paar Erfahrungen. Diese beiden Denkweisen wechseln sich phasenweise ab. Ich möchte einfach mal eure Meinung zu dem Thema hören, um Lösungen oder Alternativen näher zu kommen. Gruß, Benny P.S.: Wenn mein Beitrag unstrukturiert oder durcheinander erscheinen sollte, bitte ich das zu entschuldigen. Ich habe einfach versucht, meine Gedanken herunterzuschreiben. |
|
#2
| ||||
| ||||
| Hi Berney, Dein Beitrag ist nicht unstrukturiert sondern komplett klar analysiert bzw. strukturiert geschrieben. Du schaetzt Deine Situation sehr gut ein, kennst Dich, den Markt. Dir in so einem Moment zu raten ist nahezu unmoeglich. Es ist Dein Leben, und Du wirst mit den weitreichenden Entscheidungen evtl. Dein Leben lang leben 'muessen' Wenn ich so klar gewesen waere mit dem 'ich moechte' .. ja, vielleicht haette ich mich einfach auf das Praktikum geworfen, mir & meinen Faehigkeiten vertraut. Evtl. waere ich auf die Nase geflogen. Aber ich habe den WEg nicht beschritten, obwohl ich interessante Ideen hatte. Soll heissen - ein Teil in mir sagt. Mach's .. lebe Deinen Traum und werde gluecklich. WEnn es Dein Ding ist und Du an Dich glaubst, wird es Dich in weiten Teilen zufrieden machen. Dann aber. diese Wirtschafts Ing.... Studiengaenge sind hinterher so vielschichtig brauchbar. Undja, ein Brotjob ist nicht von der Hand zu weisen. ... Mit guten Noten, als Mann ... praktische Sache, sollte laufen, Du hast bestimmt auch das Auftreten. Wozu also Risiken eingehen, weitermachen (dass im Studium Teilaspekte langweilig sind, gehoert dazu. Ich hatte ein anderes Bild vom Studium, als das, was es war... also das laesst sich wohl nirgends vermeiden) Die Zeiten - und das ist wohl auch ein Aspekt, der mich in der spontanen Reaktion zucken laesst - veraendern sich mal wieder. Gute Kraefte werden immer ueberall gebraucht sein. Und vieles kann sich mit der Zeit auch anpassen - sprich Journalismus mag auf der Wirtschaft / der Technik aufbauen (schlecht ist es nie, nicht wie der Blinde von der Farbe zu berichten) ... nix ist in Stein gemeisselt, auch wenn es erst mal so erscheinen mag. Dennoch. Dein Bauch ... Deine Beduerfnisse melden sich so klar, sie sind auch bei Deiner logischen Schildung ganz gut widergegeben nicht nur schemenhaft. Was gibt es fuer Optionen? Muss Dein Praktikum tagsueber sein? Haben die keine Spaetschicht / Nachtschicht? Du bist pfiffig genug, jung & belastbar genug. Puenktlich die Pruefung schreiben (die Noten des Grundstudiums interessieren noch nicht wirklich dauerhaft) .. danach Praktikum machen.... Option? Gibt es Nachschreibetermine, Ende der SEmesterferien? Du verhaust (in Absprache mit einem Prof) offiziell alle Pruefungen und machst den Schwung dann spaeter in einem Satz nach. Die beiden Moeglichkeiten brauchen Ueberzeugungskraft, cih denke, die Strategie bekommst Du hin ... und bieten die Moeglichkeit mittels Deines eigenen Einsatzes beide Wege offen zu halten. Nur so als Idee. Guten Mut fuer Deine Entscheidung! und viel Erfolg Geändert von Kuestenkind (14.11.2011 um 17:59 Uhr) Grund: egal wie spaet ... richtige Namensschreibung ist wichtig ...sorry |
|
#3
| ||||
| ||||
| Hallo Berney, erstmal als Trost: niemand hat bei der Berufswahl eine Kristallkugel und weiß, was in 10 oder 20 Jahren "richtig" sein wird. Als ich aus der Schule abging, machten die Mädels, die sich nicht entscheiden konnten, die Ausbildung zur Kindergärtnerin. Damals "nix dolles", heute gesucht ohne Ende. Die IT- und Ergotherapeuthenschwemme kam und ging wieder... Und kaum hat man sich für einen Beruf entschieden, entdeckt man noch andere spannende Jobs (zumindest mir ging das so). Ich schätze, das Praktikum ist für Dich vom Gefühl her so wichtig, weil der Platz schwer zu bekommen ist. Aber Du hast es ja selber gesagt, "in der Hand" hast Du danach nichts. Und wenn man die Berichte über die "Generation Praktikum" liest, dann bist Du ja wahrscheinlich trotzdem noch einer von vielen Praktikanten, oder? Du hast noch viel Zeit und weißt, wo Du hinwillst. Deshalb denke ich, wenn Du das Studium jetzt erstmal durchziehst, wirst Du trotzdem automatisch darauf achten, was sich Dir für Möglichkeiten bieten, die Dir auch auf der journalistischen Seite weiterhelfen. Vielleicht später das, was Du jetzt studierst, für Laien verständlich vermitteln? Oder als Pressemensch für eine entsprechende Firma oder Institution? Die meisten technisch/rechnerisch interessierten Menschen tun sich schwer mit Worten - da hättest Du auf jeden Fall einen Vorteil, wenn Dir beides liegt. Außerdem kann man heutzutage - Fortschritt sei Dank- auch in "Heimarbeit" Reportagen machen. Du steckst also nicht in einer Sackgasse, sondern kannst jederzeit, wenn Du merkst, Dein derzeitiger Job macht Dich nicht glücklich, Deine journalistische Ader nach Feierabend ausleben und -je nach Thema und Größe- entweder auf eigener Website als Podcast anbieten oder Dich gleich an Produktionsfirmen wenden. Damit hättest Du evtl. dann überzeugendere Argumente als "nur" ein Praktikum. (und jetzt mal gelästert: welcher Radiosender hat heutzutage noch das Niveau, wofür man Leute mit Studium benötigt??? Falls Du Dir absolut nicht sicher bist, versuch, andere Praktikanten von diesem Sender zu erreichen, um zu hören, ob man da was lernt oder nur als kaffeekochender Depp benötigt wird) |
|
#4
| ||||
| ||||
| Hallo berney, mit einem studierten Freund und den Erfahrungen daraus: erst Studium. Du weißt nicht, ob sie noch NCs oder Zulassungsbeschränkungen einführen, ob sie die Studienordnung noch ändern etc. Was ich bei meinem Freund gesehen habe: es ist nicht besser geworden, eher chaotischer. Für ein Praktikum, das dich bei allem Interesse daran auf dem Arbeistmarkt nicht enrscheidend weiterr bringt, ist eine Studienverzogerung oder Aufgabe sehr riskant. Mygga |
|
#5
| |||
| |||
| Hallo, ich kann zu dem Thema aus eigener Erfahrung etwas sagen, denn ich hatte längere Zeit einen Job angenommen mit dem ich zwar gut Geld verdient hat, sozusagen um eben sagen zu können ich habe einen Job und ich verdiene gut. Nur glücklich war ich damit nicht. Ich bin sogar krank geworden dadurch und stellte mir dann die Frage was ich tun würde wenn ich nur noch eine Woche zu leben hätte. Eien einfach Frage und in mancher Augen vielleicht auch drastisch, jedoch brachte mich diese neue Betrachtungsweise dazu eben das zu tun, was ich will, vom Bauchgefühl her. Mittel und Wege gibt es immer. Wenn man sich entscheidet, (jedenfalls ist das meine Erfahrung) dann tun sich Türen auf die man vorher nicht mal wahrgenommen hat. Man ergreift ja einen Beruf für sein ganzes Leben. Natürlich will man sich sicher wissen denn die Zeiten haben sich gewändert und man muß gucken wie man sein Brot verdient. Aber man hat auch nur dieses eine Leben um das zu tun was man eben will vom Herzen her. Und man bereut immer die dinge im Leben die man nicht getan hat und die Chancen die man nicht ergriffen hat (das kann ich auch aus Erfahrung sagen) Mein einfacher Rat: Aufs eigene Herz hören. Wie hast Du Dich denn jetzt entschieden oder was sind Deine nächsten Schritte? March |