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Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef?

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  #1  
Alt 29.09.2011, 11:12
Benutzerbild von Toby-Wan Kenobi
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Beitrag Die leidige Doktorarbeit

Hallo ich habe mich schon ein wenig im Forum umgesehen, konnte aber feststellen das alle anderen Beiträge zu diesem Thema schon ein Weilchen her sind.
Ich bin zu Zeit in einer Schaffenskrise meiner Diss angelangt...eigentlich liegt mir das Thema und ich hatte das große Glück es mir selber auswählen zu können. Dennoch habe ich mich eigentlich immer mehr festgefahren bis mein voranschreiten un gänzlich zum erliegen gekommen ist. Eigentlich müsste ich Ende des Jahres eine Rohfassung abliefern, aber ich kann mich einfach nicht aufraffen.
Ich habe meine Arbeit schonmal 2mal in einem Kolloqium vorgestellt und die Recherchen sind eigentlich auch abgeschlossen. Aber nun soll das ganz aufs Papier und na ja nichts...
Ich nehme mir jeden Morgen vor heute richtig loszulegen lasse mich aber wirklich von allem ablenken. Gestern habe ich doch tatsächlich fast den ganzen Tag How I met Your Mother geschaut ... oder mich im Haushalt nützlich gemacht nur geschrieben habe ich nichts.

Jetzt fängt auch noch das neue Semster an und die Lehre geht wieder los, das heißt dann jede Woche Lehre vorbereiten -Seufz-, und eigentlich noch disziplinierter sein.

Mein Doktorvater hört zudem bald auf zu arbeiten und an der Uni möchte ich eigentlich sowieso nicht bleiben - das mindert die Motivation weiter na ja. Ich hätte eigentlich gut Lust einfach alles sausen zu lassen obwohl ich mittlerweile fast 4 Jahre in die Arbeit gesteckt habe.

Hat jemand von Euch ähnliches erlebt und es geschafft sich wieder zu motivieren ich hänge wirklich ganz schön durch, die Demotivation schlägt sich dann vor allem auch auf das alltägliche Leben durch - mann schafft nchts ist dementsprechend am Abend schlecht glaunt und so weiter...

Ich hoffe Ihr könnt mir ein wenig helfen...

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  #2  
Alt 29.09.2011, 11:25
Benutzerbild von sonnenfell
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Huhu Toby-Wan Kenobi,

ich bin auch noch munter dabei, hoffe allerdings im letzten Abschnitt meiner Diss zu sein (man weiß ja nie).

erst mal kurz gefragt:

- ist Dir die Forschungsfrage ganz klar und alles darauf stringent ausgerichtet? Unklarheit kann nämlich sehr lähmend sein.

- hast Du genug Pausen und Zeiten, in denen Du ganz andere, nicht-kopflastige Dinge tun kannst?

- hast Du einen strukturierten Alltag?

- Hast Du noch Interesse am Ergebnis bzw. dem, wozu Du die Diss mal brauchst?

soweit erstmal, um dem ganze auf die Spur zu kommen, denn meine Hänger-Phasen in der Diss hatten immer was mit oben genanten Fragen zu tun..
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  #3  
Alt 29.09.2011, 11:26
Benutzerbild von sonnenfell
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(und jetzt muss ich wieder was tun..)
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  #4  
Alt 29.09.2011, 12:15
Benutzerbild von sonnenfell
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ach, und noch kurz: hast Du dir realistische Etappenziele gesetzt, bzw. überhaupt einen Zeitplan?
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  #5  
Alt 29.09.2011, 13:36
Benutzerbild von Glühwürmchen
noch nicht erleuchtet
 
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Hallo Toby W-K,

klar kenne ich das. Es gibt keine Doktorarbeit ohne Motivationslöcher, glaube mir. Es sei denn, man läßt sie schreiben....

Ne, das ist vollkommen normal. Ist nur die Frage, wie kommt man da raus. Mir hat es immer geholfen, mit ganz kleinen Schritten anzufangen. Z.B. jetzt schreibe ich mal eine Seite, oder jetzt ordne ich mal die Literaurquellen alphabetisch oder so etwas. Dann ist der Anfangswiderstand nicht so groß.
Und wenn man jeden Tag etwas Kleines macht, dann kommt man auch voran. Meist stellt sich beim Machen von etwas Kleinem sogar die Lust auf mehr ein. Bei mir hat es damals geklappt.

Ich habe es geschafft und laufe nun schon einige Jahre mit den zwei Buchstaben auf der Visitenkarte rum.
Man braucht sie nicht, um glücklich zu sein. Man braucht sie nicht, um einen guten Job zu bekommen. Ich habe es hier schon mal so beschrieben...es ist wie bei Bergsteigern: wenn Du auf einem großen Gipfel gewesen bist, dann denkst Du danach nur noch selten daran. Du denkst an die nächsten Besteigungen. Aber wenn Du nicht hochkommst, dann wurmt es Dich vielleicht ein Leben lang. Da mußt Du in Dich reinhören, ob das passieren kann. Laß es nicht sausen auf den letzten paar Metern, wenn kein Grund dafür vorliegt. Mach es lieber etwas weniger gut und perfekt, aber zu Ende. Abgeschlossene Dinge geben Frieden, das ist meine Meinung.

Liebe Grüße und toi, toi, toi fürs weitere,
Glühwürmchen
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  #6  
Alt 29.09.2011, 14:52
Benutzerbild von Toby-Wan Kenobi
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Hallo Sonnenfell & Glühwürmchen,

vielen Dank für Eure schnellen Antworten, bevor ich jetzt für heute die Segel streiche (zumindest im Büro)...werde ich die Lage nochmal spezifizieren.

@Sonnenfell
Meine Forschungsfrage ist mir glasklar - mit Hilfe aufwendigster Analysen die mich fast wahnsinnig gemacht haben (ständig musste man irgendwelche neuen Programme lernen) habe ich eigentlich auch schon die Ergebnisse. Die mich zumindest teilweise überzeigen und wie so oft zitiert ist ein nachgewiesener Nichtzusammenhang ja auch nicht das schlechtetste.

Mit den Pausen ist es wie in der Eröffnung beschrieben Sie nehmen manchmal den ganzen Tag ein. ich bin zur Zeit einfach völlig undiszipliniert, immer müde und ein bisschen schlecht gelaunt na ja kein Wunder - frustriert eben.

Ich glaube auch ich brauche Struktur und vor allem die Kraft mich daran zu halten :)
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  #7  
Alt 29.09.2011, 14:58
Benutzerbild von Toby-Wan Kenobi
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ups...

also dann weiter:

und mit eben dieser Kraft sieht es Moment gar nicht gut aus...

Wie gesagt bei haperts wirklich enorm am zusammenschreiben: Ich habe schon zahlreiche Grafiken, habe immer ordentlich mit Literarturdatenbank gearbeitet aber zur Zeit ist die Luft raus und langsam wird es eng...und ich merke manchmal schon früh beim Aufstehen das ich den Tag vergeige...

Wenn dann noch die Lehre dazu kommt schaffe ich meist nur noch diese und dann gar nichts mehr ...

Ich werde es jetzt auch mal mit den kleinen Schritten versuchen - und versuche innerhalb der nächsten zwei Wochen mal den Methodenteil zu schreiben - das müsste ich eigentlich einfach nur mal runterbrechen...habe mich schon verpflichtet den im Projekt in zwei wochen vorzustellen und vorher zu verschicken na mal sehen...

Erstmal beste Grüße und noch frohes Schaffen
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  #8  
Alt 29.09.2011, 19:25
Benutzerbild von sonnenfell
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Es gibt ein Buch, das ich selbst zwar nie gelesen habe, was aber von anderen Doktoranden hoch gerühmt wurde, insbesondere bei Schreibblockaden. Ich schick Dir den Titel per PN, keine Ahnung ob das sonst eventuell Ärger gibt.

Gibt es Leute, mit denen du dich verabreden kannst? Ich habe mich lange mit anderen jeden Freitag in einer Bibliothek getroffen, leider ist ein Teil der Leute bereits fertig, der andere Teil ist weggezogen. Ich gehe aber weiterhin einmal in der Woche in die Bib, und allein dieser Termin wirkt bereits sehr strukturierend.
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  #9  
Alt 29.09.2011, 21:27
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hej, büchertipps darfst du auch offen posten, soweit ich weiß. ich besteht drauf, wenn ich darf ;D

also ich kenn das auch, beim schreiben der arbeit einfach nur so ein unlustgefühl "andere dinge sind doch spannender"... oder selbst manchmal nicht mal das.
es ist einfach, dass man nix machen will, wozu man sich gezwungen sieht.

frage dich: WILLST du diese arbeit schreiben? warum?

und manchmal lähmt es einen die arbeit auch, wenn einen andere dinge belasten oder die unverdaut sind. gibts da was in deinem leben, was dir gerade wichtiger erscheint?
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  #10  
Alt 30.09.2011, 16:51
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Nur zu, Buechertips haben hier immer Platz.
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