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| Beruf & Karriere Berufliche Veränderung. Die ersten 100 Tage. Probleme im Job. Ärger mit Kollegen oder mit dem Chef? |
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#21
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| Hallo Airborn, so wichtig wie die Frage, warum dir die Anerkennung wichtig ist, ist vermutlich auch die Frage, *wie* würde sich die Anerkennung äußern, damit sie für dich richtig wäre? Im Coaching gibt es dafür die sogenannte Wunder-Frage. Stell dir vor, du gehst morgen ahnungslos zur Arbeit. Und hast keine Ahnung, dass sich über Nacht dein Wunsch erfüllt hat - die Kollegen haben bemerkt, was du tust, und reagieren darauf. Wie gesagt, dir hat niemand verraten, dein Wunsch sei dir gewährt. Du siehst nur - es ist etwas anders. Woran würdest du merken, dass alles gut ist? Würdest du dich dann anders verhalten? Und was würde das bei den Kollegen bewirken? Hilft manchmal, um sich selbst klarer zu werden. Und das ist vielleicht auch für künftige Vorstellungsgespräche gut; man kann doch vermutlich fragen, wie die Teamstruktur ist, die Aufgaben verteilt sind, wie halt gearbeitet wird... Denke ich mal ganz naiv, das zeugt doch vom Interesse am Unternehmen und der Aufgabe? lg Mygga |
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#22
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![]() Wobei ich diese Wunderfrage (nicht nur in diesem Fall) dennoch für sehr sinnvoll halte. Ich kannte diese Frage noch gar nicht, werde sie aber sicher in Zukunft mal auf Problemstellungen anwenden. |
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#23
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| ja, mir war das mit der wunderfrage auch völlig neu, finde es aber auch ein tolles instrument um den eigenen wünschen etwas nachzuspüren. danke sehr dafür mygga |
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#24
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Die Erfüllung des Wunders würde für mich so aussehen, dass der Chef einfach mal zu mir kommt und sagt "ich würde mich mit dir mal gerne über zukünftige Aufgaben/Perspektiven unterhalten". Und dass dann ein Gespräch stattfindet, in dem wir beide ein konkretes Ziel für die Zukunft festlegen (nicht die üblichen WischiWaschi Ziele, die sonst im MA- Gespräch genannt werden, damit was auf der Zielvereinbarung steht.). Und dann arbeite ich auf dieses Ziel hin und bekomme immer mal wieder Anregungen und konstruktive Kritik und vielleicht auch mal ein Lob. Ich würde einfach merken, dass sich etwas weiterentwickelt, dass der Weg stimmt. Mehr will ich eigentlich gar nicht. Ich hatte jetzt ein Vorstellungsgespräch (das 2. innerhalb von 2 Monaten). Wie schon beim ersten hätte ich eine Zusage bekommen. Die Gespräche haben mir die Bestätigung gegeben, dass zum einen meine Bewerbungen zunächst mal gut sind, dass meine Qualifikation gefragt ist und nicht zuletzt, dass ich mich in so einem Gespräch gut behaupten und überzeugen kann. Der Marktwert stimmt also. Was ich allerdings nun wieder feststellen musste: Es kochen eben doch alle mit Wasser, bzw. es ist doch überall mehr oder weniger das Gleiche (zumindest in meiner Branche und auf meiner Ebene). Nachdem ich das Gespräch mit einer schlaflosen Nacht "bezahlt" habe, hat sich der Knoten zumindest etwas gelöst und ich bin für mich zu einem Ergebnis gekommen: Ich werde meine Stelle nicht wechseln und mich mit der Situation arrangieren. Warumj? Nun:Der Hauptgrund ist für mich das Bauchgefühl. Ich fühle mich in dem Unternehmen, trotz aller Umstände, einfach sau wohl! Ich habe in der Nach noch einmal versucht, die Dinge gegenüber zu stellen. Brauche ich 15-20% mehr Geld, wenn ich eh keine Zeit mehr hätte es auszugeben bzw. zu genießen? Will ich wirklich statt 10Minuten, vielleicht 30,40 oder 50 Minuten zur Arbeit fahren? Will ich schonwieder umziehen? Will ich wirklich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten? Soll Arbeit der Hauptbestandteil meines Lebens werden? Diese Fragen und die Erfahrungen aus den Vorstellungsgesprächen haben für mich ergeben, dass es das einfach nicht wert ist. Außerdem wird mir immer klarer, dass ich nicht der eiskalte Karrieretyp bin, der für seinen Erfolg über Leichen geht. Wie oben schon angesprochen, muss ich mir einfach andere Dinge suchen, die mir sonst noch wichtig sind und für die ich meine Energie einsetzen kann. Arbeit wird mir immer sehr wichtig sein und ich möchte auch vorankommen. Aber ich muss wohl einfach akzeptieren, dass dieses Vorankommen Zeit braucht und auch nicht komplett planbar oder erzwingbar ist. Auf jeden Fall will ich versuchen, mehr auf mich aufmerksam zu machen und zwar durch "freundliche Kompetenz" Mein Chef soll merken, dass ich Interesse habe und die Dinge auch gut bis sehr gut mache. Das weiß er wohl noch nicht, weil mein Selbstmarketing aufgrund längerer Unsicherheit ("du bist noch neu im Job, mach erstmal langsam", "die anderen haben viel mehr Erfahrung und können das alles besser" (haha!) etc.) einfach noch in den Kinderschuhen steckt. Daran will ich arbeiten.Bin natürlich weiterhin an euren Meinungen und Kommentaren interessiert! |
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#25
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Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die Augen offen zu halten, ob es Veränderungspotenzial gibt, das Akzeptanz findet und sich als eigenes Gebiet abgrenzt. Ich weiß überhaupt nicht, was du machst, aber bei uns könnte es z.B. jemand sein, der regelmäßig überprüft, ob alles abgerechnet ist, oder der dafür sorgt, dass Arbeitsabläufe und Vorschriften so dokumentiert werden, dass sie jeder an einer festen Stelle nachlesen kann. Etwas, was quasi neben der üblichen Arbeit mitläuft. Das mit dem Chef absprechen, und zwar mit einer Gesprächsstrategie, die den mit einbezieht und "auffordert", Entscheidungen zu treffen und zu sagen, wie er es gerne hätte. Ab und zu auflaufen und zeigen: so sieht es derzeit aus, wie soll es jetzt weitergehen, wir hätten da die folgenden Optionen... Es wird eine Weile dauern, bis Chefe sich drauf einlässt. Möglicherweise wird er auch immer noch mit Lob geizen. Aber es besteht die Möglichkeit, dass er begreift, da ist jemand, der denkt mit, den muss ich ernst nehmen, der will mir aber eben nicht am Stuhl sägen. Und es kann sein, dass er dann tatsächlich Sachen an dich delegiert, für die er Experten braucht, womit du einen Schritt näher an der Anerkennung wärst. An Zeit braucht so was, schätze ich, rund zwei Jahre. Mygga |