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Alt 26.01.2012, 08:29
_Yule
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hallo Oliver,

erstmal würd ich ne ganz trockene Pro- und Contraliste machen.
Aber die Dinge sind leider meist etwas verwobener. Mir ist das ins Auge gefallen

Zitat:
Ich denke wenn ich die Beamtenstelle nicht annehmen würde, dann wären meine Eltern doch etwas wütend auf mich und ich glaube meine Mutter würde nicht mehr mit mir reden, aber ich weiß nicht, was der richtige Weg ist
Ich halte das für einen miserablen Grund, sich für eine bestimmte Richtung zu entscheiden. Auch wenn ich das aufgrund deiner finanziellen Abhängigkeit verstehe. Und sehr viele hier, mich eingeschlossen, kennen sicher das leidige Thema, den elterlichen Erwartungen gerecht werden zu müssen/wollen und dies nicht zu schaffen bzw. irgendwann daraus ausbrechen zu müssen, da dieses fremdbestimmte Leben auf Dauer eben auch seinen Tribut fordert.

Wenn ich dein Post richtig interpretiere, wäre deine Herzensentscheidung, dieses Studium zumindest zu versuchen, weil dich die Materie einfach interessiert, oder?

Ich verstehe deinen Versuch, einen Schritt in eine neue Richtung mit größtmöglichster Sicherheit zu machen, nur allzugut. Dennoch denke ich, dass es manchmal nötig ist, zu springen - und das Risiko so weit es geht, zu kalkulieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Leistungen erst dann bekam, wenn sie wirklich anfielen, also dass die sich vorher nicht gern äußern und sich eher bedeckt halten, als hätten sie die Hoffnung, der Kelch (Leistungsbezieher) könnte ja an ihnen vorüber gehen, wenn sie ihn ignorieren. Außerdem kam ich immer weiter, wenn ich mich selbst nicht als Bittsteller sah, sondern als Forderer, dem diese Leistung zusteht. Ist zwar sehr uncharmant, aber ich war darauf zeitweise angewiesen, mir eine Unterstützung zu erkämpfen. Allerdings hab ich keine Erfahrung mit dem Bafög-Amt.

Besteht die Möglichkeit, dass du daheim ausziehst, z.B. in ne WG, um den Manipulationen und Machteinflüssen deiner Eltern zu entgehen?

Zitat:
Wenn ich die Klausuren schlecht schreibe, wollte ich nicht weitermachen, wenn ich allerdings mindestens befriedend abschneide, würde ich es fortsetzen.
ich kann mich ja täuschen, aber auf mich wirkt das gerade, wie die Entscheidungsfindung nach außen verlegen. so in dem Sinne von "Klausur, sag du mir, ob ich weitermachen soll, oder nicht" Wäre es bei einem schlechten Abschneiden nicht eher angebracht, danach zu fragen, woran es liegt, und ob Abhilfe geschaffen werden kann? Dass du zu dumm dafür bist, kann ich mir nicht vorstellen bei all dem, was du bisher auf die Beine gestellt hast

Es folgen bestimmt noch analytischere und praktischere Posts, aber mein Eindruck ist der, dass deine Energie eigentlich gern in diesen sozialen Bereich gehen würde, aber da div. Hemmschuhe sind. Die Finanzierbarkeit ist sicherlich ein Problem. Aber ich weiss nicht, ob das Hauptproblem da nicht die Vorstellungen der Eltern sind, und ihre Mittel, diese bei dir durchzusetzen (finanzielle Abhängigkeit), welche dich gar nicht erst in die Kraft kommen lassen, das finanzielle Problem überzeugend und konsequent anzugehen?
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